Ist Intelligenz vererbbar?

Die Kernfrage bleibt: Was ist Intelligent?

Ist ein Herzchirug intelligenter als ein Fliesenleger???
Konnte Einstein (der gilt ja als Genie) eine Steckdose anschließen???

Ich kenne viele, die noch nichtmal richtig Kopfrechnen können, aber Handwerklich z.B. außerordentlich geschickt sind.

Also woran wollen wir Intelligenz messen? Ich glaube, solche Aussagen sind viel zu fachbezogen.

Ein Kind von 3 Jahren das perfekt Klavier spielen kann gilt z.B. als Wunderkind. Nur was ist, wenn er das Ohmsche Gesetz nicht kapiert. Ist es dann immer noch ein Wunderkind?

Ich hoffe ihr wisst worauf ich hinauswill.
 
Mein Gott das hab ich doch gesagt Intelligez kann man nicht messen deswegen ist die Diskussion auch überflüssig. Es zb. hochbegabten Schulen die kosten Geld aber warum diese geld kosten wird dir niemand erklären können, die lernen das gleiche wie in anderen Schulen. Du kannst Intelligenz nicht einstufen ein Sonderschüler kann Intelligenter sein als jemand der Abitur oder sonstwas gemacht hat, das ist einfach so....
 
Ich kann mich ja selbst mal als Beispiel nennen: Hab einen IQ von 132, sprachlich sogar 138 aber hab überhaupt keinen Plan von Mathematik. Der Witz ist, dass ich unbedingt was mit Physik oder Elektrotechnik studieren will, aber momentan siehts so aus, als würd mir mein Matheproblem auf dem Weg zur Uni das Genick brechen. Ich wär lieber "normalbegabt" und in allem mittelmäßig-gut als hochbegabt und faul^^
 
Hey ich hab nochmal hierüber nachgedacht und denke ich würde Intelliegenz so definieren:
Intelligenz ist die Fähigkeit und die Geschwindigkeit des Menschen etwas neues aufzufassen und zu begreifen, desto schneller er etwas vollkommen neues lernen kann oder begreifen kann, desto intelligenter ist er.
mfg Wa1lock :)
 
Hey ich hab nochmal hierüber nachgedacht und denke ich würde Intelliegenz so definieren:
Intelligenz ist die Fähigkeit und die Geschwindigkeit des Menschen etwas neues aufzufassen und zu begreifen, desto schneller er etwas vollkommen neues lernen kann oder begreifen kann, desto intelligenter ist er.
mfg Wa1lock :)

Ja doch, das könnte ich so unterschreiben.

Btw. frage ich mich, weshalb hier Handwerker als "mittelmäßig intelligent" immer betitelt werden :huh: Nur weil wir nicht studiert haben? Ich frage mich da ernsthaft was wichtiger ist: Eine Sinuskurve exakt auszurechnen, oder zu wissen, bei wieviel Volt man das Zeitliche segnet :D

Aber um auf die Frage zurück zu kommen: Persönlich würde ich auch dazu tendieren, das es nicht vererbbar ist. Lediglich die genetische Möglichkeit, dass das Gehirn des intelligenten Vater/der intelligenten -also die Synapsen, etc- ähnlich sind beim Kind.

Jedoch finde ich, das auch Erziehung, Umfeld und Eigenintiative maßgeblich zur Intelligenz beiträgt.
 
Ich finde dass Faulheit ein Zeichen von Dummheit ist, zumindest teilweise. Mit Faulheit kommt mann naemlich nicht weiter im Leben und Leute die dass nicht blicken, nunja ich sag mal weiter nichts.

Ich glaube ausserdem nicht dass die Begabung Faul zu sein mehr auf einige als auf andere zutrifft weil aus dem faulsten Menschen der Welt kann der fleissigste werden. Umgekehrt geht dass natuerlich leider auch.:ugly:

Leute die sagen, "ich bin hoch intelligent habe aber nichts gerissen wegen meiner Faulheit", da werde ich stutzig. Wenn mann intelligent ist ist mann im Normalfall auch nicht faul, oder kennt ihr etwa intelligente beruehmte Leute die faul sind?;)
 
Wenn man faul ist, ist man i.d.R. nicht berühmt (guck mich an :ugly: ) - das sollte als Begründung, warum es keine faulen, intelligenten, berühmten Leute gibt, ausreichen. Es gibt dagegen nachweislich eine ganze Menge berühmte Leute, an deren Intelligenz zu zweifeln ist (vor allem im Showgeschäft), die aber zumindest zu Beginn ihrer Karriere alles andere als faul waren.

So oder so muss man aber auch gucken, was als "faul" bezeichnet wird. Nach meiner Erfahrung werden alle Leute als faul bezeichnet, die nicht einen erheblichen Teil ihrer Zeit mit einem Job oder mit Maßnahmen, die ihnen einen verschaffen, verbringen. "Macht nichts produktives = faul" mag durchaus richtig sein - aber es schließt keine Intelligenz aus. Denn in aller Regel sind die Anforderungen, in Form von kontinuirlich hohem Zeitaufwand, gerade da hoch, wo keine Intelligenz verlangt wird. Personen, die sich lieber kreativ oder forschend betätigen (also das machen, was die meisten als "Genie" bezeichneten Menschen gemacht haben), müssen entweder auf einen der wenigen bezahlten Stellen in diesem Bereich hoffen, oder -wenn sie die nicht kriegen- das ganze als Hobby betreiben. Das sie "produktive Arbeit" dann als lästig oder nebensächlich behandeln, wird meist genauso als faul bezeichnet, wie Leute, die nur Party machen und schon aufgrund des Zusammenhangs zwischen Alkohol, anderen Drogen und (Hirn-)Zelltod suboptimale Chancen auf hohe Intelligenz haben.
 
Durch Faulheit entsteht auch intelligenz zb. du wirst bedroht mit einer Waffe bedroht gehst die Situation aber anders an als jemand der normal in der Suitiation denkt und nimmt die Hände Hoch. Du denkst dann in der Situation anders und handelst nicht aus dem Reflex heraus... Sondern gehst das gelassener an...
 
sehr interessanter thread zu dem ich auch mal meine meinung kund tun möchte:

es wird zuerst unterschieden in kognitive intelligenz und abstraktes denkvermögen. Beide arbeiten eng miteinander verknüpft. kognitive intelligenz ist hauptsächlich unterbewusst und simpel ausgelegt(ähnlich dem RISC-Prozessor). Außerdem ist es hauptsächlich unmittelbar situationsbezogen. Eben durch seine besondere Einfachheit ist es weniger Träge und wird hauptsächlich bei eher trivialen/alltäglichen Anwendungen genutzt. z.B.: "Ich möchte eine Banane essen(Ausgangssituation) - Die Banane schmeckt bitter(Problem) - Ich muss die Banane erst schälen(Problemlösung)". Bestimmte Tierarten sind hier dem Menschen sogar überlegen (Menschenaffe, Raben). Das abstrakte Denkvermögen allerdings ist um einiges interessanter und zeichnet den Menschen in seiner Andersheit, in Bezug zu Tieren, aus. Es werden Überlegungen angestellt und theoretisch im Gehirn durchgegangen welche so total ohne konkreten Belang oder Bezug zur Ausgangssituation sind. Nach zig solcher abstrakten Überlegungen kommen dann schließlich irgendwann eher zufällig auch Ergebnisse zu Tage welche irgendeinen direkten Nutzen haben. Diese Ergebnisse fließen dann mit in das kognitive Denken ein wo sie angewandt und benutzt werden können. Solche Denkprozesse bieten Lösungsvorschläge die einfache Situationsbezogenheit nicht bieten würde. Melanie Klein, eine Psychologin auf die sich u.a. Sigmund Freud beruft, stellte sogar die Theorie auf dass Neurosen ein Schlüssel zur Intelligenz sind. Meist sind diverse geistige Krankheiten also ein ungesundes Verhältnis von abstraktem Denkvermögen und kognitivem Denken, wobei meist dass abstrakte D. weiter ausgeprägt ist als Letzteres. Auf deutsch: Zu viele abstrakte Denkprozesse die der kognitive Part nicht umsetzen oder verarbeiten kann, finden statt oder andersrum: der kognitive Part ist verkümmert.

Als intelligent sind dann wohl Menschen zu bezeichnen bei denen die optimale Balance beider Arten vorhanden sind. Dies kann durch unterschiedlichste Faktoren geprägt werden. Die Gene spielen mMn wohl nur insofern eine Rolle wie sie in Kombination mithilfe der Eltern auch praktisch in Form von spezifischen Eigenschaften erlernt und genutzt werden können(Würde ich also falls überhaupt ausschlaggebend nur in Kombination mit Sozialisation für wichtig errachten. Also wohl eher zufällig als genetisch heranzüchtbar.). Das Umfeld spielt eine wirklich beachtliche Rolle, darunter: individuelle Aufgabenstellungen für das kognitive Denken, sprich: strenge Erziehung oder flachsige Erziehungsmaßnahmen, best. Spielzeug welches zum Denken anregt in Kombination mit dem Spieltrieb, Belohnungen für Faulheit oder Fleiß im Allgemeinen, Inspiration und versch. Einflüsse sowie diverse Andere eher äußere aber beeinflußbare Faktoren. Auf die Art Erlerntes kann dann den Grundbaustein für verwertbares abstraktes Denken liefern, weil beides immer nur in Kombination förderbar ist. Lenkrichtung dabei sind dann vor allem Charakteristika wie: Zielstrebigkeit (auch korrekter Umgang mit natürlicher Faulheit, Ausdauer(auch korrekte Verarbeitung mit emotionalem Frust), Eigener Antrieb (oder einfach nur blinder Gehorsam. Bei zu einseitiger Erziehung - führt dann zu Mangel an Kreativität dafür aber zu guter Aufnahme von rein theoretischem Wissen) u.s.w.u.s.f..

Der gesamte frühe Lebensweg(Hauptteil) plus das biologisch vorhandene Kapital(Nebenteil) sind also für das Reifen von Intelligenz ausschlaggebend. Mütterliche Liebe sowie väterliche Strenge und auch die Grundbasis welche sie für das Kind schaffen (Raum, Aufmerksamkeit, Spielzeug, u.s.w.) halte ich für wichtiger als den hingeklatschten Begriff: "Gene". Im späteren Lebensweg können sich wohlhabende Kinder deshalb besser entwickeln weil sie mehr physische Gegenstände besitzen welche zum abstrakten Denken anregen(z.B.: Konsole, Computer, sogar Fernseher, Bücher...). Ärmere Kinder sind dazu notgedrungen früher mit den Gegenbenheiten klar zu kommen und haben einfach keine Zeit relativ sinnlose abstrakte Denkprozesse durchzuführen - Die gegebenen Umstände sind schnell klar und es wird reagiert(Entwicklung geht schneller aber dafür weniger fortgeschritten). Die Gene stattdessen dafür verantwortlich zu machen halte ich sogar für leicht dekadent.

P.S.:
Den IQ-Test würde ich nicht als verlässliches Messverfahren bezeichnen weil er für das Militär entwickelt wurde also nur den praktischen Nutzen einer Menscheneinheit im Krieg wiedergibt. Logisches Denken, räumliches Denken et cetera sind also zu kategorische(Schubladen) Begriffe die nicht die tatsächliche Intelligenz wiederspiegeln die möglicherweise noch im Menschen schlummern. Ebenso sind gute Schulnoten zwar Indikator für eine große Menge an theoretischem Wissen, sagen aber nichts über Intelligenz aus(vor allem nicht in unserem Bildungssystem).

(sry ist ein bisschen lang geworden)
Soweit von mir.
 
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