Israel - Konflikt aktuell & allgemein

@Herr_M:
Ich verstehe nicht ganz, was der Hinweis auf durchgehende Großschreibung soll. Ich nutze die selektive Betonung einzelner Wörter, welche die Regeln ausdrücklich ERLAUBEN und welche als lautere Ausspraceh auch im realen Leben üblich ist. Deine durchgehende Fettschrift steht dagegen im Konflikt mit der Forderung nach "sparsamen Einsatz von Zeichenformatierung", meinst du nicht? Zusammen damit, dass man hier nicht einmal als winzige Randnotiz in langen Beiträgen auf Posts !reagieren! darf, die !Mods selbst öffentlich gepostet! haben, während ihr zahlreiche Beiträge verfasst, die von Anfang bis Ende nichts weiter als themenfremde Zurechtweisungen an Einzelpersonen enthalten (PN anyone?), fühlt sich das ehrlich gesagt nicht fair an. Mehr wie einseitiges Anprangern und messen mit zweierlei Maß.


Soso...^^
"Premier Netanjahu will mithilfe des Kriegs gegen Teheran auch dem dortigen Machtapparat ein Ende bereiten und ermuntert das iranische Volk zum Umsturz. Warum die Welt davon profitieren würde."

Das wurde afaik dementiert. Dafür hat Netanjahu heute (laut Tagesschau, Suchtreffer zu den Keywords gibt es leider gefühlt Milliarden) neben der absoluten Verhinderung der iranischen Atomanreicherung auch eine ebenso absolutes Ende der Bedrohung durch iranische Raketen als Ziel des Krieges genannt. Das passt zu Forderungen von vor zwei Monaten, als er nicht nur eine komplette des iranischen Atomprogramms forderte, sondern auch eine https://www.n-tv.de/politik/Netanjahu-will-Irans-Atomprogramm-komplett-stoppen-article25730643.html"Verhinderung" der Bewaffnung mit balistischen Raketen[/url].

Imho ein extrem üble Doppelforderunge, die de facto einen auch konventionell nicht verteidigungsfähigen Iran (auch nicht gegen z.B. Erzfeind Saudi Arabien) mit rückständiger Energieversorgung bedeutet. Schließlich hat sich Iran seit Jahren voll auf Raketen konzentriert und keinen Zugang zu brauchbaren Luftfahrzeugen, mindestens eins von beiden braucht man zur Verteidigung gegen moderne Armeen aber zwingend. Und auch bei der Energieversorgung steht man ohne Technik-Importmöglichkeiten nur auf zwei Füßen: Der eine, Gas, wurde gerade großflächig in Brand gesteckt/zerstört, der andere ist zivile Atomenergie, wie Israel sie selber nutzt. Zurück in die Steinzeit & kein Verteidigungsrecht also.


Die Iraner fangen bzw fingen jedoch nicht bei Tag 1an. Da gab es so einen symphatischen Pakistani der bereitwillig sein Wissen zum Bau von Nuklearwaffen geteilt hat.
https://de.wikipedia.org/wiki/Abdul_Kadir_Khan

Weder dein Link noch andere Quellen, die ich auf die schnelle finden konnte, unterstützen deine Behauptung. In dem, was wiki(.org) so über das pakistanische Programm schreibt, steht sogar tendentiell das exakte Gegenteil respektive ausschließlich andere Namen, wenn es um den Bau von Bomben geht. Damit hat Kadir Khan scheinbar nie irgendwas zu tun und, in Anbetracht der Fragmentierung des pakistanischen Programms, demnach auch kein Wissen darüber gehabt. Der war allgemein angesehener Experte für Zentrifugen und damit die maßgebliche Kraft hinter dem Anreicherungsprogramm in Pakistan. Was er dem Iran an Wissen weitergeben hat, ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass Iran mit seiner (bis dato nicht-militärischen) Nutzung von Atomtechnik soweit ist, wie er es ist.

Aber ich sehe nicht den Hauch eines Hinweises, dass auf diesem Weg irgendwelche Informationen geflossen sein könnten, die dem Iran auf dem vorgeworfenen Weg vom Status Quo zu einsatzfähigen Atomwaffen helfen könnte. Erst recht nicht zu besonders kleinen.

Allgemein bekannt und international anerkannt ist das der Iran sehr gute Wissenschaftler hervorbringt. Gerade in der theoretischen Wissenschaften ist der Iran hoch entwickelt. Iranische Wissenschaftler veröffentlichen in der Region die meisten Arbeiten. Weltweit ist der Iran da auf Platz 16.


Ähhh - das ist jetzt der zweite Link, bei dem ich mich frage, ob du ihn überhaupt selbst gelesen hast und falls ja, ob du dann damit Belege vortäuschen möchtest, die bezüglich des Themas gar nicht hast?

"akademische Qualitätssicherung und -steigerung ab. Dies geschah [durch] iranische Wissenschaftlern, die ... vornehmlich in den USA, Kanada und Europa) ausgebildet ... u.a. in ... Mathematik und den Ingenieurswissenschaften wider."
Wie viele iranische Atombombenbauer haben wir oder ide USA denn gleich nochmal ausgebildet und in den Iran geschickt? Ach ja: Vermutlich keine, denn:
"Darüber hinaus sind aufgrund der EU-Sanktionen Studierende und Wissenschaftler bestimmter „Risiko“-Fächergruppen (Physik, Chemie, Raketentechnik) besonderen Auflagen bzw. Überprüfungen unterworfen."

In eine Wiki-Auflistung, wo der Iran stattdessen gut dabei ist, findet sich noch folgende Zeile:
However, little connection exists between Iran's scientific society and that of the nuclear program of Iran.

Stattdessen sehr viel Life Sciences, fossile Energien, Astronomie und im Rüstungssektor ausschließlich Drohnen- und Raketentechnik. Der einzige Hinweis auf Nukleartechnik ist ein ziviler Reaktor, der "2016 online gehen soll". hmmm - ne, hat nicht so ganz geklappt.

Der Reaktor in Arak ermöglicht die Produktion von waffenfähigen Plutonium 239.

Und die dritte falsche Aussage mit dem der dritten nicht unterstützenden Link in Folge. Man muss nur dem darin enthaltenen Link zum Reaktor selbst folgen, und schon liest man, dass er vor 2015 (stand von Wikipedia.de) nicht fertiggestellt war und der Iran zugesichert hat, dass Design so abzuwandeln, dass kein Proliferationsrisiko besteht. Klickt man dann noch einmal weiter, zur etwas aktuelleren englischen Seite, dann steht da was von einer Betonverfüllung des Originaldesigns 2019. Soweit ich nachvollziehen kann, wurde er vorher nicht ein einziges Mal angefahren. Der modifizierte, unkritische Neubau - wie gesagt, siehe oben: Work (not) in Progress.

Die jüngste direkte Quelle, die ich finden konnte, ist von 2020 und behandelt weiterhin nur Planungen für den modifizierten Bau gemäß Atomabkommen ohne Proliferierungsrisiko
Die jüngste indirekte/zusammenfassende (ohne klaren Informationsursprung) ist von Februar diesen Jahres und listet den Reaktor weiterhin als unfertig.

Was dem Iran komplett fehlt (soweit ich herausfinden konnte, gibt es nicht einmal Anschuldigungen, heimlich an sowas zu arbeiten): Eine Wiederaufbereitungsanlage, um Plutonium aus bebrüteten Brennstäben zu gewinnen. (In geringer Konzentration = mit entsprechend mehr Arbeit, die ohnehin schon ziemlich hoch ist, könnten sie das sonst auch aus den dem einen zivilen Kraftwerk machen, dass sie betreiben.)



Armscontrol.org hat übrigens auch konkrete Zahlen zu der Menge hochangereicherten Urans: 182 kg 60%iges U235. Das ergäbe nach vollständiger Aufarbeitung 136 kg @80% oder zwei Little Boys, 120 kg 90%iges. Real noch weniger, denn man kann eben nicht "vollständig" anreichern, das ein Grenzwertprozess und die Konzentration im abzuscheidenden Rest auf 0% zu senken ist genauso unmöglich, wie umgekehrt auf 100% anzureichern.

Keine Ahnung, wie diverse Nachrichtenagenturen also auf "Material für 9 Bomben" kommen bzw. was für Bomben das sein sollen. Wiki.org verweist beim W54 (23,1 kg inklusive Zünder in der kleinsten Version) auf eine britischen Sprengkopf gleicher Leistung, der 1,6 kg Plutonium und 2,42 kg Uran enthalten haben soll. Überschlagen wir mit Faktor 5 für den Unterschied in der kritischen Masse zwischen Plutonium und Uran wären das 10,5 kg Spaltmaterial Minimum für eine reine Uran-Bombe - nur haben Briten respektive Amerikaner die Mischbauweise mit auch-Uran ja nicht just for fun gewählt, sondern weil sie durch die spezifische Eigenschaftenkombination weiteres Material gegenüber eine reinen Plutoniumbombe einsparen konnten. Die Synergieeffekte hätte mit nur Uran umgekehrt nicht, also dürften 120/9 = 14 kg pro Bombe, abzüglich des realen Anreicherungserfolges bei weiterer Steigerung. Diese "neun" ist also das absolute Minimum des technisch überhaupt möglichen, WENN man über das volle Know-How der Amerikaner verfügt.
Was die Iraner, wie dargelegt, nicht einmal annäherungsweise tun.

Die offizielle US-Angabe für Atombomben dieser Größe, wenn man sie gebaut bekommt, liegt übrigens bei 20 Tonnen TNT Sprengkraft. Also der berühmt-ominösen "Nuklearpanzerfaust", die von Hand gezielt auf einen in 2 km anmarschierenden Feind abgefeuert werden sollte und in einem Test tatsächlich mal über eine Entfernung von 2,7 km von Bodentruppen eingesetzt wurde. Also absolut nichts, dass geeignet ist, um mehr als ein Dorf zu zerstören. Little Man war Sechshundertundfünzigmal so stark, um es auszuschreiben. Zwei konventionelle MOABs, Transportgewicht zusammen 20 t, haben mehr Sprenkraft als eine derartige Atombombe. 9 davon kämen auf 180 Tonnen TNT-Äquivalent. Zum Vergleich: Allein von den großen 2000-Pfund-Bomben, von denen sie im Vergleich zu den 1000ern sehr wenige hatten und die Biden eine Zeit lang auch nicht nachliefern wollte, hat Israel allein im ersten Monat des Gazakriegs 500 Tonnen abgeworfen. Nach einem halben Jahr wurde die Gesamtmenge auf 70000 Tonnen geschätzt. Das ist fast 400 mal so viel, wie die iranische Atombombengefahr haben könnte, wenn sie denn im Moment überhaupt real exisitieren würde.
 
@Herr_M:
Ich verstehe nicht [...]
Die Fettschreibung soll sollte dich darauf hinweisen, dass ich dich als Moderator (und nicht als User) informell darauf hinweise, die Forenregeln einzuhalten und niederschwellig auf deine Einsicht und Kooperation hoffe - wenn das nicht genügt, gibt es formell Post. Und euer Dialog geht inzwischen deutlich über winzige Randnotizen hinaus.
Weiters: Hast Post.
 
Zuletzt bearbeitet:
US-Präsident fordert alle Menschen in Teheran zur Evakuierung auf

Donald Trump hat sich bei Truth Social zum Krieg in Nahost geäußert. Iran hätte im Streit um das Atomprogramm das von ihm vorgeschlagene Abkommen unterschreiben sollen, erklärte der US-Präsident. »Was für eine Schande, was für eine Verschwendung von Menschenleben.« In Großbuchstaben ergänzte er: »Iran darf keine Atomwaffe besitzen.«

Außerdem forderte Trump sämtliche Einwohner der Millionenstadt Teheran zur Flucht auf: »Jeder sollte Teheran sofort verlassen.« Es ist unklar, was genau der Auslöser für seinen Evakuierungsaufruf war.

und

Pentagon weist Berichte über mögliche US-Angriffe auf Iran zurück

Über die Rolle der USA im offenen Konflikt zwischen Iran und Israel wird derzeit viel spekuliert. Nun hat die US-Regierung bekräftigt, sich nur bei Bedarf verteidigen zu wollen. Berichte über angebliche amerikanische Angriffe gegen Iran hat das Pentagon hingegen als »falsch« zurückgewiesen. Die US-Truppen im Nahen Osten hielten weiter daran fest, sich bei Bedarf zu verteidigen, erklärte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Sean Parnell, auf der Plattform X. »Wir werden amerikanische Truppen & unsere Interessen beschützen«, schrieb er.

Kurz zuvor hatte Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärt, er habe am Wochenende zum Schutz der eigenen Truppen im Nahen Osten eine Verstärkung der Militärpräsenz in der Region angeordnet. Er nannte dabei keine Details.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge schickt das US-Militär einen zweiten Flugzeugträger in den Nahen Osten. Zudem sollen die USA am Wochenende Dutzende Tankflugzeuge nach Europa verlegt haben, um sie im Bedarfsfall schnell im Nahen Osten einsetzen zu können.

Das US-Militär unterstützt Israels Verteidigung, vor allem mit dem Abschießen aus Iran abgefeuerter ballistischer Raketen. Gleichzeitig betont die US-Regierung seit Beginn der Kampfhandlungen Ende vergangener Woche, dass sie sich nicht an den Kampfhandlungen zwischen Israel und Iran beteiligt. Der Schutz der eigenen Truppen in der Region habe Vorrang, heißt es.
Quelle: Trump fordert Menschen in Teheran zur Evakuierung auf

Angeblich erhöhen die Amerikaner ihre Militärpräsenz nur aus Verteidigungszwecken.

Beim Regierungstreffen der G7 Staaten haben sich die Regierungschefs auf eine gemeinsame Erklärung geeinigt:

Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten haben in einer Erklärung eine Deeskalation zwischen Israel und Iran gefordert. In dem Text heiß es unter anderem, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelangen dürfe.

US-Präsident Donald Trump und die anderen G7-Chefs haben sich unerwartet auf eine gemeinsame Erklärung zu den Angriffen zwischen Israel und dem Iran verständigt. In dem von Gastgeber Kanada veröffentlichten Text wird der Iran als "die Hauptquelle regionaler Instabilität und des Terrors" bezeichnet und Israels Recht auf Selbstverteidigung betont.

Weiter erklären die Staats- und Regierungschefs der G7, man habe stets unmissverständlich klargestellt, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelangen dürfe.

Die Einigung auf die Erklärung am Montagabend (Ortszeit) erfolgte wenige Stunden nach der Ankündigung des Weißen Hauses, dass Trump wegen der Nahost-Krise vorzeitig nach Washington zurückkehrt und auf den zweiten Gipfeltag verzichtet.
Quelle: G7 einigen sich auf Erklärung zu Iran und Israel

Und dem Iran die alleinige Schuld für die Eskalation gegeben. Ideen wie man in Verhandlungen eintreten kann, um diesen kriegerischen Konflikt zu beenden gab es wohl keine.

Gestern Abend wurde außerdem noch im Fernsehen gesagt, dass der Iran die Straße von Hormus blockieren könnte. Das könnte weltweite Folgen für die Öl - und Gaspreise haben. Da wohl über 20% der weltweiten Exporte darüber laufen:

Die Straße von Hormus ist eine rund 50 Kilometer breite Meerenge zwischen dem Iran im Norden und Oman im Süden, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet. An ihrer engsten Stelle misst sie nur etwa 33 Kilometer, wobei die eigentlichen Fahrrinnen für Schiffe jeweils nur etwa drei Kilometer breit sind. Sie gilt als eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl und Gas weltweit. Iran selbst deckt zwar nur zwei Prozent des weltweiten Ölbedarfs, durch die Straße von Hormus läuft aber auch der Transport der Golfstaaten und damit ein Fünftel der weltweiten Ölexporte. Eine Blockade könnte zur Preisexplosion führen – die sich auch beim Heizöl niederschlagen würde.

Täglich nehmen rund 20 Millionen Barrel Öl auf etwa 30 bis 40 großen Tankschiffen diese Route, das entspricht etwa einem Fünftel des weltweiten Bedarfs. Zudem spielt sie besonders im Bereich Flüssigerdgas eine zentrale Rolle: Rund ein Viertel des weltweiten LNG-Handels passiert die Meerenge. Darunter sind insbesondere Exporte aus Katar, die zur Versorgungssicherheit in Europa beitragen.

Sollte der Iran die Meerenge sperren, könnten die fossilen Rohstoffpreise sprunghaft steigen. Bereits nach den Angriffen Israels stieg der Ölpreis um bis zu 13 Prozent auf 78,50 Dollar je Barrel. Experten schließen nicht aus, dass der Preis im Fall einer Blockade auf 100 Dollar steigen könnte.
Quelle: Iran erwägt Blockade – Ölpreisschock droht

Im Gaza gab es wieder Tote bei der Nahrungsverteilung:

Während die Augen der Welt auf Israel und den Iran gerichtet sind, sterben im Gazastreifen weiterhin Menschen. Erneut kommt es zu einem Vorfall an einer Verteilstation. Den Behörden zufolge werden mindestens 20 Menschen durch Schüsse der israelischen Armee getötet.

Bei israelischem Beschuss im Krieg im Gazastreifen sind nach Angaben der dortigen Behörden erneut zahlreiche Palästinenser nahe einer Ausgabestelle von Lebensmittelhilfen getötet worden. Mindestens 20 Todesopfer habe es bei dem Vorfall in der Nähe einer Station der umstrittenen Gaza Humanitarian Foundation (GHF) in Rafah im Süden des Küstengebiets gegeben, teilten Mitarbeiter des medizinischen Dienstes mit. 200 weitere Menschen seien verletzt worden. Insgesamt sprachen Behördenvertreter von mindestens 40 Todesopfern im Gazastreifen.

Von Israel lag zunächst keine Stellungnahme vor. Bei früheren Vorfällen hatte das Militär eingeräumt, dass Truppen in der Nähe von Hilfsstationen das Feuer eröffnet hätten. Es machte jedoch Provokationen palästinensischer Extremistengruppen für die Gewalt verantwortlich. Zuletzt kam es fast täglich zu Todesopfern bei Schüssen an Ausgabestellen für Nahrungsmittel.

Israel hat die Verantwortung für die Verteilung eines Großteils der Hilfsgüter, die es in den Gazastreifen lässt, in die Hände der neuen und von den USA unterstützten GHF gelegt. Diese betreibt drei Verteilstellen in Gebieten, die von israelischen Truppen bewacht werden. Israel begründet das neue Verteilsystem damit, dass zuvor Kämpfer der Hamas Nahrungsmittelhilfe abgezweigt hätten.

Die radikal-islamische Palästinenser-Organisation bestreitet diese Vorwürfe und beschuldigt Israel, Hunger als Waffe einzusetzen. Die Vereinten Nationen (UN) lehnen das neue Vorgehen ab. Sie kritisieren, die GHF-Verteilung sei unzureichend, gefährlich und nicht unparteiisch.

Der Chef des UN-Palästinenserhilfswerks UNRWA, Philippe Lazzarini, schrieb auf X: "Dutzende Menschen wurden in den vergangenen Tagen getötet und verletzt, darunter auch hungernde Menschen, die versuchten, etwas Nahrung aus einem tödlichen Verteilungssystem zu bekommen." Vor der Einrichtung des neuen Systems wurden Hilfsgüter für die 2,3 Millionen Einwohner des Gazastreifens großflächig hauptsächlich von UN-Organisationen wie dem UNRWA verteilt.
Quelle: Behörden: Erneut zahlreiche Tote nahe Verteilzentrum in Gaza

Mir tun die Menschen dort leid. Sie sind verzweifelt und am hungern und müssen in Angst leben erschossen zu werden. An Orten die eigentlich sicher sein müssten.

@DaStash : Der Angriff auf den Iran ist übrigens keine Ablenkung von Gaza. Das sagen alle Experten. Die Operation "Rising Lion" wurde nämlich schon lange sehr genau geplant. Und wenn man Nachrichten aus Gaza sucht findet man sie auch. Außerdem wird auch im Fernsehen darüber berichtet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und auch da die Frage:
Welche Relevanz hat das? Nordkorea forscht auch an allem möglichen rum und bedroht was nicht bei drei auf dem Baum ist. Das heißt aber nicht dass man da präventiv ein paar Raketen reinschießen sollte.
 
Und auch da die Frage:
Welche Relevanz hat das? Nordkorea forscht auch an allem möglichen rum und bedroht was nicht bei drei auf dem Baum ist. Das heißt aber nicht dass man da präventiv ein paar Raketen reinschießen sollte.
Vielleicht aus Angst weil Russland und insbesondere China mit denen stärker verbündet sind.
Sonst hätten sie es bestimmt schon längst getan.
 
@DaStash : Der Angriff auf den Iran ist übrigens keine Ablenkung von Gaza. Das sagen alle Experten. Die Operation "Rising Lion" wurde nämlich schon lange sehr genau geplant. Und wenn man Nachrichten aus Gaza sucht findet man sie auch. Außerdem wird auch im Fernsehen darüber berichtet.
Welche Experten genau sind das?

"Außerdem sorgt die jetzige Eskalation für Ablenkung: Im Gazastreifen wird Israel von den Vereinten Nationen und Menschenrechtsorganisationen vorgeworfen, Hunger als Kriegswaffe einzusetzen und weite Teile des Gebietes zu entvölkern. Die Kritik dürfte vorerst leiser werden und der internationale Druck etwas abnehmen."

"Israels Vorgehen im Iran hat viele Gründe. Allen voran: Netanjahu will seine internationale Isolation brechen und von der Lage in Gaza ablenken."

"Nahostexperte Gerlach​

Bei dem Angriff Israels auf den Iran gehe es nicht nur darum, wie weit dessen Atomprogramm gediehen ist. Netanjahu könne so auch von schlechten Umfragewerten und schwindender internationaler Unterstützung ablenken, sagt Nahostexperte Daniel Gerlach."

"Jan van Aken: Ich finde, es ist eine ganz besondere Beziehung. Aufgrund unserer Geschichte haben wir eine besondere Verantwortung. Deswegen gibt es dort auch ein besonderes Verhältnis. Aber unter Freunden muss man sich kritisieren. Wir dürfen nie vergessen, dass in der jetzigen israelischen Regierung zwei rechtsextreme Minister sind, die es seit anderthalb Jahren schaffen, einen Waffenstillstand, einen dauerhaften Waffenstillstand für Gaza zu blockieren. Die sind auf jeden Fall schuldig an dem großen Leid in Gaza, an den über 50.000 Zivilist*innen, die getötet worden sind. Ich glaube, auch jetzt dieser Angriff, gerade jetzt auf den Iran, ist auch eine Ablenkung von Gaza. Denn man muss sich vorstellen, am Sonntag waren Gespräche geplant für ein Atomabkommen und zwei Tage vorher fangen die an zu bombardieren. Das ist logisch nicht anders zu erklären, als dass Netanjahu und seine rechtsextremen Minister ablenken wollen von den eigenen Verbrechen."

MfG
Vielleicht aus Angst weil Russland und insbesondere China mit denen stärker verbündet sind.
Sonst hätten sie es bestimmt schon längst getan.
Angreifen ja aber nur die Schwachen, ist das das Argument? Falls ja, Perspektivwechsel, wäre es dann nicht aus iranischer Sicht logisch sich selber zu stärken und durch die entstehende Abschreckung genau solche Angriffe präventiv zu verhindern? Welches Recht diesbezüglich hat die USA, Israel und die ganzen anderen Atomländer gegenüber anderen Ländern denen vorzuschreiben das nicht haben zu dürfen, insbesondere unter der Maßgabe, das keiner dieser Länder die vertraglich festgelegte Abrüstung solcher Waffen praktiziert?

MfG
 
Welche Experten genau sind das?
Das haben Carlo Masala und Frederick Pleitgen bei "Caren Miosga" am Sonntag gesagt.
Und damit begründet, dass die Operation "Rising Lion" schon sehr lange geplant war und sehr komplex ist.
Die Einschätzung teile ich. Man macht das nicht gerade so spontan "aus der Laune" heraus, um von einen anderen Problem, in diesem Fall Gaza, abzulenken.

Angreifen ja aber nur die Schwachen, ist das das Argument? Falls ja, Perspektivwechsel, wäre es dann nicht aus iranischer Sicht logisch sich selber zu stärken und durch die entstehende Abschreckung genau solche Angriffe präventiv zu verhindern? Welches Recht diesbezüglich hat die USA, Israel und die ganzen anderen Atomländer gegenüber anderen Ländern denen vorzuschreiben das nicht haben zu dürfen, insbesondere unter der Maßgabe, das keiner dieser Länder die vertraglich festgelegte Abrüstung solcher Waffen praktiziert?
Erstmal weil solche Länder von menschenverachtenden Regimen regiert werden. Und zweitens weil sie anderen Ländern ständig mit "völliger Vernichtung" drohen.
 
Das haben Carlo Masala und Frederick Pleitgen bei "Caren Miosga" am Sonntag gesagt.
Und damit begründet, dass die Operation "Rising Lion" schon sehr lange geplant war und sehr komplex ist.
Gut, die TV Experten seheich immer ein wenig kritisch.
Jedoch habe ich Bekannte im Militär, die genau das Gleiche sagen.
Deren Meinung ist die, dass solch eine hochkomplexe Operation mit eingeschleusten Agenten, Zielindentifikation, Luftbetankungen etc. problemlos 2-3 Jahre im Vorfeld geplant wurde.
Bei den Vor-Ort-Agenten sind es derer Meinung sogar Vorgänge, die sich über mehrere Jahre zögen.
Liegt ja auf der Hand, du reist nicht einfach in eine befeindetes Land ein und bist 2 Tage später im inneren Sicherheitszirkel von Zielperson x oder y.
Da der Präventivschlag gegen den Iran schon seit Jahren auch öffentlich in Israel diskutiert wird, gehe ich schwer davon aus, dass es keine Spontanaktion war, sondern, aus welchen Gründen auch immer, die Israelis jetzt eben den Zeitpunkt sahen, zuzuschlagen zu wollen/müssen.
 
Gut, die TV Experten seheich immer ein wenig kritisch.
Jedoch habe ich Bekannte im Militär, die genau das Gleiche sagen.
Deren Meinung ist die, dass solch eine hochkomplexe Operation mit eingeschleusten Agenten, Zielindentifikation, Luftbetankungen etc. problemlos 2-3 Jahre im Vorfeld geplant wurde.
Bei den Vor-Ort-Agenten sind es derer Meinung sogar Vorgänge, die sich über mehrere Jahre zögen.
Liegt ja auf der Hand, du reist nicht einfach in eine befeindetes Land ein und bist 2 Tage später im inneren Sicherheitszirkel von Zielperson x oder y.
Da der Präventivschlag gegen den Iran schon seit Jahren auch öffentlich in Israel diskutiert wird, gehe ich schwer davon aus, dass es keine Spontanaktion war, sondern, aus welchen Gründen auch immer, die Israelis jetzt eben den Zeitpunkt sahen, zuzuschlagen zu wollen/müssen.
Sagt ja auch keiner das man das nicht von langer Hand planen muss, hier geht es ja um den Zeitpunkt der Umsetzung und dieser ist auch bei solch einer Planung flexibel.

@RyzA
Naja, in der öffentlichen Wahrnehmung sind es genau das, TV Experten und eben auch nur zwei Meinungen. Von zahlreich, siehe deine Aussage oben, kann man da m.M. n. nicht sprechen, dazu hatte ich entsprechende Quellen verwiesen die teils journalistisch "recherchiert" zu einem anderen Ergebnis kommen. Für Israel ist der Angriff und die Ablenkung von Gaza zwei Fliegen mit einer Klappe, ganz einfach.

MfG
 
Das sind nicht nur "TV-Experten". Was eine Abwertung ist!

Das ist mir wurscht, obs eine Abwertung ist.
Ich mache nur die allgemeine Erfahrung, dass wir eine inflationäre Anzahl an (selbsternannten) Experten in den Medien haben.
Ob die zwei Helden nun einen Ticken mehr Ahnung haben oder nicht, weiss ich nicht.
Es ist mir aber auch egal.
 
Sagt ja auch keiner das man das nicht von langer Hand planen muss, hier geht es ja um den Zeitpunkt der Umsetzung und dieser ist auch bei solch einer Planung flexibel.
Eben nicht! Dann muss man ein gutes Timing haben!
@RyzA
Naja, in der öffentlichen Wahrnehmung sind es genau das, TV Experten und eben auch nur zwei Meinungen.
Carlo Masala tritt zwar öfter mal im Fernsehen auf. Aber er arbeitet nicht fürs Fernsehen.
Von zahlreich, siehe deine Aussage oben, kann man da m.M. n. nicht sprechen, dazu hatte ich entsprechende Quellen verwiesen die teils journalistisch "recherchiert" zu einem anderen Ergebnis kommen.
Na und? Andere beschäftigen sich auch intensiv damit.
Für Israel ist der Angriff und die Ablenkung von Gaza zwei Fliegen mit einer Klappe, ganz einfach.
Sehe ich nicht so. Auf Gaza wird ja von den Medien und Hilfsorganisationen trotzdem weiterhin genau geguckt.
Und wenn man darüber Infos finden will, dann findet man die auch. Siehe auch meinen verlinkten Beitrag weiter oben.
 
Eben nicht! Dann muss man ein gutes Timing haben!
Ja klar aber den zeitpunkt kann man festlegen, wenn es erst einmal in der Sache durchgeplant ist und der aktuelle Zeitpunkt scheint, aus genannten Gründen, äußerst günstig.
Carlo Masala tritt zwar öfter mal im Fernsehen auf. Aber er arbeitet nicht fürs Fernsehen.
Ich persönlich mag seine pro militaristische Art nicht, das ist mir dahingehend oftmals zu einseitig. um es polemisch zu sagen, für mich ist das Strack Zimmermann in männlich aber ist natürlich meine ganz persönliche Meinung. ;-)
Sehe ich nicht so. Auf Gaza wird ja von den Medien und Hilfsorganisationen trotzdem weiterhin genau geguckt.
Und wenn man darüber Infos finden will, dann findet man die auch. Siehe auch meinen verlinkten Beitrag weiter oben.
Es ist doch in der heutigen zeit ein Unterschied ob etwas fachlich im Hintergrund festgestellt oder prominent darüber berichtet wird, das hat einfach etwas mit der medialen Aufmerksamkeit zu tun und genau davon, von dieser prominenten und sehr negativen, zur Recht!, Gaza-Berichterstattung, lenkt dieses Manöver hervorragend ab. Lies dir dazu einfach die gut recherchierten Quellen durch, die ich dir gespostet hatte, aus denen geht das exakt so hervor.

MfG
 
Um das mal in Erinnerung zu rufen. Hier ein wahrscheinlich weiteres Kriegsverbrechen.:

"Die israelischen Angriffe sind völkerrechtswidrig.
Sie verstoßen gegen das in Art. 2 Ziff. 4 UN-Charta verankerte völkerrechtliche Gewaltverbot. Eine Rechtfertigung unter dem Gesichtspunkt der Selbstverteidigung scheidet aus, wie etwa Marko Milanovic auf EJIL Talk! zutreffend ausgeführt hat. Das Selbstverteidigungsrecht setzt nach Art. 51 UN-Charta einen bewaffneten Angriff voraus. Dieser muss gerade stattfinden oder zumindest unmittelbar bevorstehen. Beides ist vorliegend nicht der Fall. Der Iran hat Israel nicht angegriffen, und selbst wenn man ein präemptives Selbstverteidigungsrecht anerkennt, setzte dieses einen unmittelbar bevorstehenden Angriff (imminent attack) voraus, wofür auf der Grundlage der zur Verfügung stehenden Informationen keine Anhaltspunkte bestehen. Ein Recht auf präventive Selbstverteidigung, das also im Vorfeld eines unmittelbar bevorstehenden bewaffneten Angriffs ansetzte, ist völkerrechtlich nicht anerkannt. Der Verstoß gegen das Völkerrecht ist insofern offensichtlich."

Sehr interessant und exakt das was ich hier auch schon eingeschätzt hatte, nach vorliegenden Kenntnisstand, daher teile ich diese Beurteilung.

Interessant finde ich auch die Beurteilung und Kritik am framing des auswärtigen Amtes, welche die Angriffe rhetorisch legitimiert, aufgrund der präzisen Schläge, welche eben in dem Fall gar keinen Einfluss darauf haben, ob der Angriff völkerrechtswidrig ist oder nicht, siehe oben genannten Kriterien. Darüber hinaus finden die zivilen Opfer keine Nennung.

Weiter heißt es, dass der dargestellte Zusammenhang zwischen dem Nuklearprogramm und dem Präventivschlag brisant ist, da solch ein Programm perse nicht das Recht auf präventive Selbstverteidigung auslöse.

Unterm Strich wird ganz klar festgestellt, dass in Fragen des Völkerrechtes "nicht mit zweierlei Maß gemessen werden darf", so wie es hier der Fall ist.

Daraus ergibt sich also deutlich, dass dieser Angriffskrieg nach Völkerrecht nicht zulässig ist und die Welt schaut wieder zu und schweigt.

MfG
 
Also, das sehe ich jetzt eher als eine sehr akademische Betrachtungsweise an.
In meiner Wahrnehmung greift der Iran Israel pausenlos und seit Jahrzehnten mittels willfähriger Erfüllungsgehilfen an.
Dass da dann irgendwann die Retourkutsche mit dem Dampfhammer kommt, wundert mich inhaltlich nicht wirklich.
 
Da der Iran seit Jahrzehnten Israel über seine Proxys angreift (Hamas, Hisbollah und Huthi) ist es sehr naiv zu behaupten, dass der Iran hier das unschuldige Opfer ist.

Es mag sein, dass der Iran Israel nicht selbst mit seinen eigenen Streitkräften angegriffen hat, aber er hat massiv jene Kräfte logistisch, militärisch und finanziell unterstützt, die das in einer Tour tun.

Das läuft am Ende für mich auf das gleiche hinaus. Wenn ich als Privatperson einen Auftragsmörder beauftrage, ist der Mörder natürlich der Schuldige, aber ich werde als Anstifter genauso bestraft.

Das gleiche trifft hier auf den Iran zu.
 
Das läuft am Ende für mich auf das gleiche hinaus. Wenn ich als Privatperson einen Auftragsmörder beauftrage, ist der Mörder natürlich der Schuldige, aber ich werde als Anstifter genauso bestraft.
Genau, bestraft aber nach geltendem Recht und nach diesem geltendem Recht ist das hier kein Präventivschlag, sondern ein Angriffskrieg der gegen das Völkerrecht verstößt. Die Definition ist sehr eindeutig.

Ich versteh was du meinst aber überlege welche Konsequenzen das hätte sich "offiziell" nicht daran zu halten, das öffnet dann Haus und Tür solchen Leuten wie Putin gegenüber, die dann gleich argumentieren können. Daher bleibt nur die unmittelbare und bevorstehende kriegerische Handlung als Argument für einen Präventivschlag und genau das lag hier nicht vor.

Daher sollte konsequenter Weise gleiches Recht für alle gelten oder sind manche etwas gleicher als andere, siehe Nichteinhaltung Haftbefehl Netanjahu? Finde ich schwierig...^^

MfG
Also, das sehe ich jetzt eher als eine sehr akademische Betrachtungsweise an.
In meiner Wahrnehmung greift der Iran Israel pausenlos und seit Jahrzehnten mittels willfähriger Erfüllungsgehilfen an.
Dass da dann irgendwann die Retourkutsche mit dem Dampfhammer kommt, wundert mich inhaltlich nicht wirklich.
Es ist schlicht eine juristische Betrachtungsweise, die frei jeder Emotionalität sachlich einordnet und es zeigt auf, wie sehr hier mit zweierlei Maß gemessen wird.

MfG
 
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