SIR_Thomas_TMC
Software-Overclocker(in)
Tja, wer nur in TwiXter-Textlänge denken und sprechen kann, wird dieses vermeintliche Paradoxon niemals auflösen können...Wenn Putin Krankenhäuser bombardiert und Sanitäter ermordet, ist es ein Kriegsverbrechen ... wie nennen wir denn das hier? Selbstverteidigung?
Wenn die Ukrainer ihre Waffen, Raketen, Kommandozentren und Aufenthaltsräume fürs Militär in (bzw. unter) Krankenhäuser - völkerrechtswidrig - verlegen würden, dann wäre es ein legitimes militärisches Ziel nach dem Kriegsvölkerrecht. Bei dem Einsatz ist natürlich eine Verhältnismäßigkeit zwingend abzuwägen und Mittel zu ergreifen, zivile Tote und Verletzte sowie zivile Schäden möglichst zu minimieren. Was so seitens der Israelies und auch der Ukrainer grundsätzlich auch getan wird, wie - außer auf den Seiten wo du dich wahrscheinlich sonst noch informierst - überall berichtet wird. Abgesehen davon ist der Angriffskrieg der Russen per se ein Verbrechen.
Ab dem wievielten Zeichen hab ich dich wohl verloren...

Noch sind sie es nicht. Und wären sie es vor einem Jahr gewesen, hätten wir den aktuellen Krieg nicht, und die 1200+ Menschen, die - keinerlei militärisches Ziel - einfach so abgeschlachtet wurden, würden noch leben. Also Attacken auf Zivilbevölkerung und Entführung von Zivilisten ist für dich anscheinend nur dann schlecht, wenn es nicht von dir genehmen Regimen durchgeführt wird?Israel ist dort alleinig Ordnungsmacht und hat die vollständige Kontrolle über alles, was herein - oder herauskommt.
Noch dazu ist es als Besatzungsmacht verantwortlich, für die Menschen dort.
Die Verantwortung dafür, zivile Infrastruktur zu errichten, hat die Zivilverwaltung. Hm, lass mal schauen, die hat schon in Beton und Metall investiert, leider primär in Tunnel und Selbstbauraketen.Da liegt ja ein Teil des Problems - die Herrschaften entziehen sich ihrer Verantwortung, dort zum Beispiel zivile Infrastruktur zu errichten. Die machen immer nur alles platt ....
Übrigens, Kern des Problems im Gazastreifen ist die Hamas. Nix sonst. Alles andere drum rum (und ja, es gibt auch das Thema illegale Siedlung auf israelischer Seite - alles Kleinscheiß in Vergleich zu Raketenangriffen und Terror an Zivilisten) ließe sich auch friedlich lösen. Da war man auch schon viel weiter. Da war die Hamas auch noch nicht so dominant. Da gab es Grenzverkehr, keine Mauer, Arbeit im Nachbargebiet usw...
Wieviele Raketen aus Luxemburg, Österreich oder von mir aus dem Saarland würdest du denn eigentlich so privat pro Tag in deiner Wohngegend akzeptieren?
Eine echte Lösung in Nahost kann es sowieso nur geben, wenn alle Parteien eine friedliche Lösung wollen (!). Da sind wir weit weg von. Zum Leidwesen des Großteils der Menschen auf allen Seiten, die vorwiegend einfach nur normal leben möchten.
Da käme dann auch eine Stärke der Demokratie zum Tragen (die du ja als unpassend für dort bewertest). Wenn die Mehrheit von nem Krieg nur Nachteile hat, dann kommt es gar nicht erst dazu bzw. wird der schnell wieder beendet. Man möchte ja wiedergewählt werden. Nur Dikatoren ist es egal, der Arbeitsvertrag läuft lebenslang und wird gerne auch vererbt. Da kann man schon mehr Mist machen.
Übrigens, Grenzen wurden schon seit jeher fast ausschließlich mit Blut gezogen. Bis sich ein Kräftegleichgewicht ergeben hat. So sind Menschen wohl leider genetisch und sozial geprägt.
Ohne "Schutzmacht" (Polizei, Krieger, Militär, Miliz, Mafia, ...) existiert kein Staat, nirgendwo auf der Erde. Völlig egal, welcher Staatsform. Wenn nicht irgendwer das Machtmonopol durchsetzt, kloppen sich die Leute über kurz oder kürzer halt direkt. Sieht man überall, wo es - selbst temporär - zum Wegfall von Sicherheitskräften (=Machtmonopol) kommt.
Weltweit haben wir nunmal keine Polizei, die man rufen kann, die dann die Möglichkeit hat, zwischenstaatliches Unrecht mittels Machtmitteln zu verhindern. So wie man es von zuhause kennt. Wenn wer einbricht oder dir aufs Maul haut, ruft man die Polizei. Wenn das nicht funktioniert, gibt es Schlägerei und mehr. So funktioniert das auch auf höherer, staatlicher Ebene. Nur dass da diese Macht immer wieder fehlt, und es somit zur "Schlägerei" kommt. Was zwischenstaatlich leider meist Krieg bedeutet. Da ist auch völlig wurscht, wer "Recht" hat. Und da können sich die Menschen zwischenstaatlich sogar auch richtig gut ab können (wie z.B. durchaus auf persönlicher Ebene auch zwischen Palästinensern und Israelis, oder Russen und Ukrainern - es sind meist nur die von der anderen Gruppe schlimm, die man eben nicht persönlich kennt), das ist dann völlig egal, da es nicht in die Gesamtbewertung einfließt oder den Machtzielen der jeweils regierenden Konfliktparteien entgegen steht. Wenn da wer ne umsetzbare Lösung hat, kann er sie ja gerne vorbringen und anschieben. Exkurs dahingehend meinerseits beendet.

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