Brigitte Baetz erklärte im
Deutschlandradio anlässlich eines Lüders-Auftrittes bei
Anne Will am 10. April 2017, dass er in den
Sozialen Medien insbesondere von denen gefeiert werde, die die so genannten „
Systemmedien“ ablehnen und glauben, dass der Westen sich gegen Putin und Assad
verschworen habe. Unter anderen Nahost-Experten werde Lüders hingegen kritisch betrachtet. Baetz bezog sich dabei auf
Sylke Tempel, Chefredakteurin der Zeitschrift
Internationale Politik, die Lüders bereits 2012 vorgeworfen hatte, das Weltbild von den „bösen israelischen und amerikanischen Kriegshetzern“ zu pflegen, und
Thorsten Gerald Schneiders, Redakteur beim
Deutschlandfunk und
Islamwissenschaftler, der Lüders mit dem „
UFO-Experten Erich von Däniken“ verglich.
Anne Will hatte in ihrer Talkshow gesagt, man habe Lüders dort „bewusst nicht als einen neutralen Nahost-Experten vorgestellt, sondern als Autor und als Politik- und Wirtschaftsberater“ und einen „Geschäftsmann, der sein Wissen an Firmen verkauft, die im Nahen und Mittleren Osten ihre Geschäfte machen wollen“. Ihre Frage an ihn, ob seine „wirtschaftlichen Interessen da eine Rolle [spielten,] wenn [er behaupte], dass es der Westen sei, der Syrien ins Chaos gestürzt“ habe, blieb unbeantwortet. Er erwiderte, er würde „ganz gerne auf der sachlichen Ebene analysieren“ wollen. Baetz bemängelte an Wills Einführung, dass sie anderen Gästen der gleichen Talkrunde ihre entgeltlichen Beraterfunktionen nicht vorgehalten hatte. Lüders äußerte später, er fühle sich absichtlich diskreditiert und bezweifle, dass Will überhaupt einen sachlichen Dialog führen wollte