Inverted Classroom

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Software-Overclocker(in)
Ich bin kürzlich auf ein interessntes Konzept gestoßen was sich inverted Classroom nennt.
Kurz gesagt geht es darum das man den "traditionellen" Schulunterricht bzw. die Vorlesungen in der Uni auf daheim verlegt und die "Hausaufgaben" dann gemeinsam in der Schule/Uni mit der Klasse erledigt und tiefer drauf eingeht.
ein Erklärungsvideo findet man hier: Spannagel: Inverted Classroom - YouTube (Man muss nicht das komplette Video anschauen, die ersten 5 Minuten reichen um einen groben Überblick zu bekommen ;))

Das hat seine Nachteile, zum Beispiel muss man etwas daheim vorarbeiten, sonst braucht man auch gar nicht in den Unterricht zu kommen.
Wiederholt bzw zusammengefasst soll nämlich vom Lehrer nichts werden (Außer natürlich die Schüler fragen explizit danach).

Die (größten) Vorteile liegen auf der Hand: Man kann mit seinem eigenen Lerntempo lernen und läuft nicht der Gefahr komplett abzuschalten.
Später in der Gruppe kann man dann dadurch auch vernünftige Fragen stellen. Häufig läuft es nämlich eher darauf hinaus, dass der Lehrer vorne etwas erklärt, erkundigt sich dann ob jemand eine Frage hat, und wenn es gut geht haben die Schüler länger als 2 Sekunden Bedenkzeit um über den Stoff nachzudenken und eine Frage zu stellen.

Mich würde mal eure Meinung dazu interessieren, vielleicht kann ja auch der ein oder andere aus Erfahrung schreiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Idee ist so um die 100 Jahre alt.
In den 20ern oder 30er Jahren des 20. Jahrhunderts gab es schon mal so eine Geschichte.
Ich glaube von einem amerikanischen Schriftsteller.

Die (größten) Vorteile liegen auf der Hand: Man kann mit seinem eigenen Lerntempo lernen und läuft nicht der Gefahr komplett abzuschalten.
Das ist aber auch ein Nachteil.
Die soziale Komponente verkümmert und die gemeinsamen Erlebnisse prägen sich nicht so aus.
Man lernt nicht, mit anderen auszukommen oder Angriffe abzuwehren ... .
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist aber auch ein Nachteil.
Die soziale Komponente verkümmert und die gemeinsamen Erlebnisse prägen sich nicht so aus.
Man lernt nicht, mit anderen auszukommen oder Angriffe abzuwehren ... .
Man trifft sich trotzdem in der Schule, nur liegt der Fokus hier nicht auf erklären, sondern auf der Übung. Keine Ahnung wo da eine "soziale Komponente" verkümmert, zumal dann den Flipped Classroom ohnehin nicht durchgängig machen kann und soll.
Ich würde ja das Video hier empfehlen:
Salman Khan: Lassen Sie uns mit Video die Bildung neu erfinden - YouTube

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass eine solche Einheit weitaus mehr und genauere Planung benötigt als eine herkömmliche Unterrichtseinheit, aber das ist auch abhängig vom Thema.
Ich denke in Gegenständen wie Geografie, Geschichte oder Biologie kann man sowas verhältnismäßig einfach machen, ein Beispiel wäre Film XY daheim ansehen, und darauf baut die nächste Unterrichtsstunde in der Schule dann auf. Man muss es aber auch kontrollieren können, ob die Schüler das Material überhaupt gesehen haben, sonst ist das ganze Konzept sinnlos.
 
Das wird das größte Problem sein, dass die Schüler wohl oder übel gar nichts machen werden. Zumindest bis zu einem gewissen Alter und Reife.

Was das Angriffe abwehren angeht, ich weiß nicht ob man sowas in der Schule lernt. Das hat mMn viel mit Selbsbewusstsein und Selbstwert zu tun als mit der Schule. Was ist damit überhaupt gemeint? Wenn jemand nen dummen Kommentar sagt oder sinnvoll zu Argumentieren?
 
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