Intel Core i9-13900K: Erstes Review zum Raptor-Lake-Flaggschiff aufgetaucht

Das mit den Benchmarkbalken steck in uns drin.
Das ist schon richtig, aber dann gibt es auch Zeiten, wo ein Rechner ganz normal genutzt wird und huch, was für ein Wunder, jetzt verbraucht der Rechner gar nicht mehr so viel. :D

Ich lasse euch jetzt weiter spekulieren, ich hingegen gehe mal ein paar Runden mit einem Game drehen, der eine CPU-Leistungsaufnahme von etwa 42 Watt erreicht. :D
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Naja, er existiert schon ewig lange (Intels ehemals 10nm) nur hat er nie funktioniert und sich ohne Ende verzögert. Technisch auf dem Stand vom ebenfalls "alten" TSMC-7 (deswegen nennt Intel es ja jetzt auch Intel-7) kann man schon sagen dass er alt ist.
Aber das hat halt keine wirkliche Bewandnis - Intel hat auch mit seinen 14nm (+++++++) Prozess noch halbwegs mit Ryzens auf TSMC-7 Basis mitgehalten und man kann/muss ja davon ausgehen, dass RPL ein "Intel-7+" ist, da er erstens weit höhere Taktraten ermöglicht und zweitens sehr wahrscheinlich auch untere Taktstufen mit weniger Spannung/Leistungsaufnahme machbar sein werden.

Es würde mich beispielsweise brennend interessieren, ob 8P-Kerne RPL bei 4,5 GHz oder 8 Kerne ZEN4 bei 4,5 GHz effizienter sind - ich mutmaße dass sie sich da gar nicht soooo viel geben. Diese mehrere Hundert Watt TDP bei Vollast von zig Threads sind halt einfach für 95% der Nutzer absolut irrelevant weil sie sowieso keinen Workload haben der die CPU so auslastet außer Cinebench und prime. :ka:
Zur Richtigstellung: Nein, eigentlich existiert der Prozess noch gar nicht so lange und erst recht nicht in der aktuell dargebotenen Form.
Einerseits weisen die 10nm, die erstmals noch mit Anlaufschwierigkeiten mit Ice Lace Y/U 2019 in Produktion gingen voraussichtlich deutliche Abweichungen zum originalen 10nm-Prozess auf, von dem es dann mal nach vielen Verzögerungen Anfang 2018 ein paar homöopathische Samples in Form von Cannonlake im Markt gab.
Darüber hinaus handelt es sich hier bzgl. Raptor Lake um einen erneut weiterverbesserten Prozess, d. h. die Iteration, die hier zum Einsatz kommt, ist noch einmal ein wenig weiterentwickelt i. V. z. 10nm Enhanced Super Fin bzw. dann als Intel 7 bezeichneten Prozess von Alder Lake. Dr. Ann Kelleher erklärte diese Prozessweiterentwicklung bereits vor etlichen Monaten.

Möchtest du jedoch auf den Fertigungsunterschied TSMC N5(x) gegen Intel 7 bei den Consumer-Produkten hinaus, dann dürfte AMD hier vermutlich ein weiteres und möglicherweise letztes Mal fertigungstechnisch im Vorteil sein, da Intel seine Roadmap schieben musste, da Intel 4 nun erst in den kommenden zwei, drei Monaten in die Produktion überführt werden soll und damit zu spät für das aktuelle CPU-Release ist, sodass Intel 7 (ich glaube nicht, dass Intel hier noch irgendwas groß mit Iterationen oder Plus-Zeichen herausstreichen wird ;-)) noch ein weiteres Mal herhalten muss.
Und dahingehend, wie du schon angedeutet hast, dürfte es interessant zu beobachten sein, wie gut Intel da gegen den modernen Prozess mithalten können wird und mehr als ein "Mithalten" wird es wohl auch nicht sein in Consumer-relevanten Workloads.
Ebenso sollte jedoch auch einem jedem klar sein, dass die 200 - 300 W für einen der wichtigsten Consumer-Workloads, nämlich dem Gaming, vollkommen irrelevant sind (ebenso wie die nun 230 W bei AMDs 12- und 16-Kerner).
Darüber hinaus darf man aber auch jetzt schon vermuten, dass Zen4 sich nicht nennenswert in Consumer-Workloads von Raptor Lake absetzen können wird trotz der moderneren Fertigungstechnologie, denn andernfalls hätte es AMD unterlassen schon von langer Hand vorangekündigt zu erklären, dass man noch zum Jahresende hin "etwas zum V-Cache beim Ryzen" zu hören bekommen wird und hätte die V-Cache-Modelle eher als einen ersten Refresh in 2023 oder gar erst als Antwort auf Meteor Lake verwendet.

Letzten Endes ist aber klar, dass Intel noch ein weiteres Mal die Fertigung "strecken" muss, bevor man sich ab 2023 auf Augenhöhe (oder gar bereits leicht im fertigungstechnischen Vorteil) wieder erneut mit der Konkurrenz messen wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lol, 236 Watt (12900K) zu 343 Watt (13900K), das erklärt mitunter den Zuwachs von knapp 47% im Cinebench R23 MT.
Übertreib nicht, der 350-Watt Mode ist ein Gerücht und müsste vom User sowieso erst mal freigeschaltet werden (laut eben diesem Gerücht). Außerdem kann man die Ryzens auch so hoch treiben, oder etwa nicht?

Die aktuell bekannte, normale, Leistungsaufnahme der Topmodelle RPL vs Zen4 liegt keine 10% auseinander...

7950X - 230W
13900K - 250W

Aber doch auch durch höheren Takt.
Ja, auch. Lies noch mal meinen Post, ich sagte dass höhere Balken NICHT NUR durch Leistungsaufnahme sondern eben auch andere Faktoren zustande kommen. Hier wird es ja von manchen so dargestellt als wäre rein eine höhere Leistungsaufnahme dafür verantwortlich, was Quatsch ist da sich diese bei RPL kaum von ADL unterscheidet.

Wird die IPC nicht vor allem dadurch höher, dass man einfach mehr Transistoren pro Kern reinpackt (abgesehen von mehr Cache)...ergo mehr Stromverbrauch (bereinigt mit ggf. besserer Fertigung). Das war zumindest bei 10xxx auf 11xxx so meine ich.
Die Architektur und der Cache spielen auch eine Rolle.

Knapp 10% schneller als ein 12900K bei Games, vom 12900KS besser gar nicht erst zu sprechen.
Alles andere ist unnötig und am Markt vorbei entwickelt.
>250W und wenn man ihm die Sporen gibt >340W wo soll das nur enden.
Oder braucht hier irgendjemand 24 Kerne von denen die meisten total unnötig sind und nur dazu
dienen im CB eventuell den Längsten zu haben.
1. Siehe oben, der 350W Modus ist weiterhin nur ein Gerücht, oder habe ich etwas überlesen?
2. Die Argumentation wechselt hier auch täglich, hieß es nicht sonst immer "Ohne AMD hätten wir nie mehr als 4 Cores im Consumer Bereich gesehen" und "mehr Kerne ist immer besser"? Jetzt sind 24 Kerne zuviel? WTF... :ugly:
 
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>250W und wenn man ihm die Sporen gibt >340W wo soll das nur enden.
Ja, die 230W von ZEN4 sind auch völlig der falsche Weg. AMD packt wohl auch die Brechstange aus.

Übertreib nicht, der 350-Watt Mode ist ein Gerücht und müsste vom User sowieso erst mal freigeschaltet werden (laut eben diesem Gerücht). Außerdem kann man die Ryzens auch so hoch treiben, oder etwa nicht?
In der Quelle ließ der Bencher beide CPUs "unlimited" laufen und der 13900K genehmigte sich dabei ~350W.
Ist aber auch kein Wunder, schließlich säuft ZEN genau so, wenn sie unlimitiert sind. Kannst ja mal @Incredible Alk fragen, was seine Möhre verbraucht, wenn er sämtliche Limits deaktiviert, PBO anschaltet und Prime95 o.ä. durchrödeln lässt.
Ich gehe stark davon aus, dass auch der kommende 7950X die 300W Marke knackt, wenn man die TDP Limits rausnimmt und er mit 5,7 GHz all Core durch CineBench oder Prime95 rennt.
 
Kannst ja mal @Incredible Alk fragen, was seine Möhre verbraucht, wenn er sämtliche Limits deaktiviert, PBO anschaltet und Prime95 o.ä. durchrödeln lässt.
Keine Ahnung - wenn ich das mache limitiert mein popliger Luftkühler lange bevor die CPU ihr Stromlimit erreicht.
Es sind jedenfalls weit über 200W für wenige Sekunden bevor die 95°C die Reißleine ziehen.

Bei dicker WaKü schätze ich auf 250W rum. Das ist aber nicht das Limit sondern nur das was PBO automatisch erlaubt - wer einen 5950X manuell quält indem man beispielsweise die Spannung auf 1,4-1,5v fixed und 4,8+ GHz allcore erzwingt sinds weit über 300W.
 
Und mehr Cache. Nichts anderes ist es bei ZEN4 auch. Mehr Takt, höherer Verbrauch und mehr Cache.
Das ist nicht korrekt. Zen 4 bietet eine IPC Verbesserung von 10%+, RPL nicht. Zen 4 wird bei gleich vielen Kernen und gleichem Power Limit wesentlich schneller sein als sein Vorgänger, RPL nicht. RPL erkauft sich in der Tat die höhere Performance fast ausschliesslich durch mehr Kerne, die ein grösseres und teureres Design zur Folge haben, und höhere Power Limits. Das ist bei Zen 4 nicht der Fall.

Aber das hat halt keine wirkliche Bewandnis - Intel hat auch mit seinen 14nm (+++++++) Prozess noch halbwegs mit Ryzens auf TSMC-7 Basis mitgehalten
Was heisst halbwegs mithalten? Single Core Performance? Klar, dafür ist das maximale Power Limit ja auch mehr als überdimensioniert. Zumal Intel noch zugute kam, dass AMD's IOD der Desktop Modelle noch im alten 12nm Prozess von Glofo gefertigt wurde. Was gerade auf die Package Power bei geringer Last deutlichen Einfluss hatte. Bezogen auf den Kern selbst lag Intel mit den 14nm Kernen schon deutlich hinter der Energieeffizienz von Zen 2/3.

Es würde mich beispielsweise brennend interessieren, ob 8P-Kerne RPL bei 4,5 GHz oder 8 Kerne ZEN4 bei 4,5 GHz effizienter sind - ich mutmaße dass sie sich da gar nicht soooo viel geben.
Darauf würde ich aber nicht wetten. ;) Anhand der bisherigen Infos würde ich eher auf 50%+ mehr Energieeffizienz für Zen 4 tippen. Beide scheinen dann ähnlich performant zu sein. 8 Raptor Cove Kerne werden bei 4,5 GHz aber vermutlich immer noch deutlich über 100W benötigen. Bei Zen 4 würde ich da eher auf maximal 70W tippen.


Übertreib nicht, der 350-Watt Mode ist ein Gerücht und müsste vom User sowieso erst mal freigeschaltet werden (laut eben diesem Gerücht). Außerdem kann man die Ryzens auch so hoch treiben, oder etwa nicht?
Der 13900K lief in den Benchmarks unlimited. Konnte sich also auch so viel genehmigen. Und nein, Zen 4 wird nicht so verschwenderisch. Die maximale TDP liegt bei 170W, was etwa 230W PPT entspricht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist nicht korrekt. Zen 4 bietet eine IPC Verbesserung von 10%+, RPL nicht. Zen 4 wird bei gleich vielen Kernen und gleichem Power Limit wesentlich schneller sein als sein Vorgänger, RPL nicht. RPL erkauft sich in der Tat die höhere Performance fast ausschliesslich durch mehr Kerne, die ein grösseres und teureres Design zur Folge haben, und höhere Power Limits. Das ist bei Zen 4 nicht der Fall.
Und woher hast Du diese Infos?

Beim L2-Cache kommen dann die Änderungen: Die P-Kerne bekommen nun 2 MiByte statt 1,25 MiByte; die E-Kerne bekommen nun 4 MiByte statt 2 MiByte pro Cluster. In einem Cluster sitzen 4 E-Kerne - 2 Cluster für Alder Lake; 4 Cluster für Raptor Lake. Beim geteilten L3-Cache geht es von 30 auf 36 MiByte hoch.

The i9-13900K packs "Raptor Cove" performance cores, which Intel claims come with a generational IPC increase over the "Golden Cove" P-cores. The 9.4% performance increase could be a result of not just increased IPC, but also higher clock speeds (set at 5.50 GHz, the assumed maximum boost frequency of the retail processor). The multi-threaded CPU-Z Bench sees an incredible 46.34% performance increase. This stems from not just increased performance on the eight P-cores, but also the doubling in E-cores from 8 to 16. The E-core clusters also see a doubling in L2 cache sizes. The story repeats with Cinebench R23, with an incredible 13.53% single-thread performance increase, and a 40.25% multi-threaded performance increase.

Verbesserte Architektur, größere Caches, mehr Takt lese ich da raus.

CPUTDPPL2PL4
Alder Lake125 W188 W283 W
Raptor Lake125 W188 W238 W
Alder Lake (Performance Mode)125 W241 W359 W
Raptor Lake (Performance Mode)125 W253 W314 W

Die Saga um die 170 Watt TDP bei Ryzen 7000 ist noch nicht zu Ende: AMD klärt nun noch einmal auf und bestätigt, dass es sich bei 170 Watt tatsächlich um die TDP handelt. Daraus folgt, dass die PPT 230 Watt ist.

Also so ganz passt deine Story nicht...
 
Das ist nicht korrekt. Zen 4 bietet eine IPC Verbesserung von 10%+, RPL nicht.
Und wie kommt die Zustande? Cache.

Zen 4 wird bei gleich vielen Kernen und gleichem Power Limit wesentlich schneller sein als sein Vorgänger, RPL nicht.
Doch. Die IPC dürfte bei RPL ebenfalls steigen, allerdings nur leicht.

RPL erkauft sich in der Tat die höhere Performance fast ausschliesslich durch mehr Kerne, die ein grösseres und teureres Design zur Folge haben, und höhere Power Limits. Das ist bei Zen 4 nicht der Fall.
ZEN4 erkauft sich den höheren Takt durch ein wesentlich höheres Powerlimit, genau so wie RPL und ADL auch ;)

Der 13900K lief in den Benchmarks unlimited. Konnte sich also auch so viel genehmigen. Und nein, Zen 4 wird nicht so verschwenderisch. Die maximale TDP liegt bei 170W, was etwa 230W PPT entspricht.
Ja stimmt. 230W sind natürlich um welten besser als 253W :ugly:
ZEN4 zu kühlen soll wohl ne ordentliche Herausforderung werden:
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Darauf würde ich aber nicht wetten. ;) Anhand der bisherigen Infos würde ich eher auf 50%+ mehr Energieeffizienz für Zen 4 tippen. Beide scheinen dann ähnlich performant zu sein. 8 Raptor Cove Kerne werden bei 4,5 GHz aber vermutlich immer noch deutlich über 100W benötigen. Bei Zen 4 würde ich da eher auf maximal 70W tippen.
Hast du dir mal Messungen angesehen wie der böse ineffiziente Alderlake mit dem riesenhaften TDP-Budget unter Teillast bei moderateren Taktraten so gegen ZEN3 abschneidet...?

Alderlake ist da praktisch vor der gesamten Konkurrenz:
1663529352088.png


Ryzens (zumindest ZEN3) sind unter Vollast auf allen Kernen natürlich sehr viel effizienter einfach weil sie näher am Sweetspot betrieben werden (was AMD mit ZEN4 anscheinend aufgibt), aber im Teillastbereich ist Intel momentan (mit Ausnahme des 5800X3D) vorne - und persönlich sehe ich an der Stelle den Sprung ADL--> RPL momentan sogar eher größer als ZEN3 --> ZEN4.
 
Das ist nicht korrekt. Zen 4 bietet eine IPC Verbesserung von 10%+, RPL nicht. Zen 4 wird bei gleich vielen Kernen und gleichem Power Limit wesentlich schneller sein als sein Vorgänger, RPL nicht. RPL erkauft sich in der Tat die höhere Performance fast ausschliesslich durch mehr Kerne, die ein grösseres und teureres Design zur Folge haben, und höhere Power Limits. Das ist bei Zen 4 nicht der Fall.
Auch RPL wird IPC-Verbesserungen bieten (anscheinend sogar Signifikante, wenn man letzte Vorabtests berücksichtigt), wie genau sich das am Ende im Vergleich darstellen wird, muss man jedoch erst mal abwarten. Zen4 ist klar das spannendere Produkt, aber ebenso deutet auch bereits relativ viel darauf hin, dass sich AMD nicht nennenswert absetzen können wird in Consumer-Workloads und man für deutlich Mehr den V-Cache benötigt.

Das "teuere Design" bei Intel ist übrigens ebenso vorerst und wahrscheinlich gar auch bis auf Weiteres unbestimmt, denn Intel fertigt hier in seinem inhouse-10nm-Prozess, während AMD hier in teueren 6nm und 5nm von TSMC fertigen lässt und zudem auch noch ein komplexeres Packaging benötigt. Darüber hinaus kann Intel mit seinem um ein Vielfaches größeren Marktvolumen entsprechende Salvage-Chips weitaus besser ausnutzen um die Gesamtkosten im Griff zu halten und die kleineren Dies werdern absehbar gesichert günstiger bei Intel in der Fertigung, da AMD unverändert in der gliechen Art fertigt, also mindestens ein CCD und ein IOD (zzgl. des teueren Packagings), nun jedoch jeweils in deutlich teueren Prozessen.
Interessanterweise scheint es gar nur Mehrkosten für AMD beim Ryzen zu geben, da gemäß den bisherigen Abschätzung von dem verfügbaren Bildmaterial weder das CCD noch das IOD nennenswert kleiner werden ggü. der Zen2/3-Vorgänger. Entsprechend wird ein CCD für AMD grob um die +80 % teuerer und ein IOD wird gar um die +130 % teuerer für AMD, da selbst dieses sich überraschenderweise trotz dem beträchtlichen Sprung auf den N6 nicht relevant zu verkleiner scheint, dafür aber einen immensen Sprung in den Kosten aufgrund des deutlich moderneren Prozesses macht.

Was heisst halbwegs mithalten? Single Core Performance? Klar, dafür ist das maximale Power Limit ja auch mehr als überdimensioniert. Zumal Intel noch zugute kam, dass AMD's IOD der Desktop Modelle noch im alten 12nm Prozess von Glofo gefertigt wurde. Was gerade auf die Package Power bei geringer Last deutlichen Einfluss hatte. Bezogen auf den Kern selbst lag Intel mit den 14nm Kernen schon deutlich hinter der Energieeffizienz von Zen 2/3.
Bis Zen3 waren Intel-CPUs für Enthusiast-Gamer die bessere Wahl und für viele andere Workloads spielte es schlicht keine Rolle was man nutzte. Zen3 konnte dann ein klares Zeichen setzen, wurde aber bereits ein Jahr später von Alder Lake überholt und konnte marketingtechnisch nur durch den sehr spät nachgereichten 5800X3D in Schach gehalten werden, der aber nur an der Portfoliospitze seine Muskeln spielen lassen kann (nachdem er dann mal nochmals später in relevanten Mengen verfügbar war), während Intel mit seinem gesamtem ADL-Portfolio relativ gut aufgestellt war (was zu drastischen Preisnachlässen bei AMD führte).
AMD hatte seit Zen2 einen klaren fertigungsgetchnischen Vorteil, den man dennoch bzgl. vieler Workloads nur in geringe Vorteile ummünzen konnte, insofern ist ein "Mithalten" seitens Intel (trotz alter Fertigung), wenn man ganz allgemein von den Consumer-Plattformen spricht eine durchaus zulässige Formulierung.

Darüber hinaus ist das "Zugutekommen wg. IOD" unnötiges Cherry Picking, denn überlege dir mal, wie sehr AMD von Intels Prozessentwicklungsdilemma profitierte, zumal der Partner sowie der Prozess AMDs bewusste Wahl war. Wäre Intel bspw. mit seinem Prozess nicht ganz so spät dran gewesen (sowie der notwendigen Line-Umstellungen), wäre das bspw. ein höchst unschönes Bild für AMD geworden bei Zen2, wenn man hier auf einen ausgereiften 10nm-Prozess gestoßen wäre oder lasse den noch eine oder zwei Iterationen später gekommen sein und so etwas wie eine "Zen3-Moment" hätte es erst gar nicht gegeben. - Da kann man immer hier und da einzelne Aspekte für oder gegen einen Hersteller herauspicken aber am Ende verzettelt man sich eh nur. Es ist einfach wie es ist. Die 14nm presste Intel in bekannter Art und mit ebenso bekannten Nebenwirkungen bis zum Allerletzten aus, allerdings auch durchaus mit einem gewissen (markttechnischen) Erfolg.

Darauf würde ich aber nicht wetten. ;) Anhand der bisherigen Infos würde ich eher auf 50%+ mehr Energieeffizienz für Zen 4 tippen. Beide scheinen dann ähnlich performant zu sein. 8 Raptor Cove Kerne werden bei 4,5 GHz aber vermutlich immer noch deutlich über 100W benötigen. Bei Zen 4 würde ich da eher auf maximal 70W tippen.
Zen4 sollte hier auf jeden Fall eine bessere Figur abliefern, alles andere wäre auch schon ein Epic Fail für AMD, wenn man bedenkt, dass die 5nm mit massiver EUV-Nutzung für ihre Kerne verwenden. Entsprechend problematisch ist hier aber auch der Vergleich, weil hier die beiden Prozesse wesentliche Leistungsparameter des Designs bestimmen.
Will man die Verzerrung durch den Prozess deutlich abmildern, schaut man sich in 2023 besser einen Vergleich gegen Meteor Lake an. Der ist dann gleich in doppeltem Sinne interessant, da es sich hier zudem auch um ein massives MCM-Design handelt, was die Vergleichbarkeit noch einmal erhöht.

Zudem darf man bei einem derartig (wie ursprünglich) angestrebten Kernvergleich auch die Praxisrelevanz nicht aus den Augen verlieren. Die E-Kerne gibt es ja auch aus gutem Grund und die werden aktuell von Software typischerweise noch nicht direkt angesteuert sondern nur via best guess über den TD/HGS-Pfad verteilt.
Insbesondere in Spielen könnte es sich durchaus als Vorteilhaft erweisen von bspw. 8-P-Kernen bspw. fünf oder vier freizuhalten und das gewonnene thermische Budget anderweitig und gewinnbringender zu verwenden wärend die verbleibende Last von den E-Kernen übernommen werden kann. Erst moderne Software wird hier die Möglichkeiten aufzeigen können. Ob Intels Vorzeigetitel Hitman 3 hier nachträglich so weit angepasst wurde um das auch bzgl. der Hybrid Technology zu demonstrieren, würde ich eher nicht erwarten, da ich davon ausgehe, dass derartige Anpassungen vermutlich frühzeitig und grundlegend in der Engine zu hinterlegen sind um einen maximalen Nutzen zu erzielen? So ganz durchschlagen wird das vermutlich erst mit den Next-Gen-Titeln für Ende 2023/2024 wenn dann auch AMD mit "kleinen" Kernen unterwegs ist.

Manche 7950X schaffen nicht mal 220W mit guter AiO, ohne vorher zu verglühen.
War das jetzt ein Sneak Peak von deinen vorläufigen Tests? Mach' mir keine Angst, nicht dass die 3 Jahre nach dem schrägen Zen2-Launch erneut so ein Dingen auf die Straße werfen a la "huch, erreichen ja gar nicht den beworbenen Takt".
Aber gut, vor den V-Cache-Modellen werde ich da eh nichts evaluieren, also noch etwas Zeit zu "reifen" ... ;-)
 
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Bei dicker WaKü schätze ich auf 250W rum. Das ist aber nicht das Limit sondern nur das was PBO automatisch erlaubt - wer einen 5950X manuell quält indem man beispielsweise die Spannung auf 1,4-1,5v fixed und 4,8+ GHz allcore erzwingt sinds weit über 300W.
Mit meinem 12900K und meiner custom Wakü halte ich mit 250 Watt noch etwa 85-90 °C und erst ab 270-280 Watt komme ich ins Temperaturlimit von 100 °C und der Prozessor fängt an sich herunter zu takten. Aber meine Wassertemperatur bleibt dabei immer noch bei kuschligen warmen 28-32 °C. Mit diesem Szenarium wird der Kern heißer, als überhaupt noch am Kühler abgeführt werden kann.

Aber hierbei habe ich dann Cinebench R23 oder Prime95 am Laufen.
Mit normalen Anwendungen oder Games erreiche ich keine so hohe Leistungsaufnahme und Temperaturen.

In Games halte ich im Schnitt um die 50 - 60 °C +/- und mit der Leistungsaufnahme max. auf 100 Watt.
Hier mal zwei Beispiele mit BF5 und BF 2042, was den Prozessor gut auslastet.
K1600_bfv_2022_08_10_08_58_41_831.JPG K1600_BF2042_2022_05_07_17_40_11_634.JPG

Mit anderen Games womit nicht alle Kerne ausgelastet werden, fällt die Leistungsaufnahme noch geringer aus.
K1600_eurotrucks2_2022_08_09_14_07_27_962.JPG K1600_Overwatch_2022_04_28_13_45_10_249.JPG
K1600_ModernWarfare_2022_04_19_16_28_09_678.JPG K1600_ACValhalla_2022_03_14_11_28_37_022.JPG K1600_TS2Prototype-Win64-Shipping_2022_03_13_13_14_49_587.JPG K1600_DeadByDaylight-Win64-Shipping_2022_09_02_13_20_19_206.JPG

Aber solche Erfahrungen kann man nur selbst machen und nicht irgendwo rauslesen. Denn diese News-Themen haben auch ständig User mit dabei, die hier ganz was anderes behaupten und eines haben sie alle gemeinsam... sie können solch ein System noch nie gehabt haben!
 
Hab gerade mal kurz Cinebench R23 Multi laufen lassen. Mein 5950X@4,7GHz Allcore lutscht maximal 287 Watt aus der Dose und wird dabei ~90°C heiß, trotz Wakü :fresse:
Sieht mit Stock bei mir so aus:
Ashampoo_Snap_Montag, 19. September 2022_00h31m04s_001_.png

Um auf 280 Watt zu kommen, muss ich schon auf 5,2 GHz (P-Kerne) übertakten.
Aber dann erreiche ich auch 29.500 Punkte.
Ashampoo_Snap_Freitag, 15. April 2022_11h37m03s_002_.png
Hab gerade mal kurz Cinebench R23 Multi laufen lassen. Mein 5950X@4,7GHz Allcore lutscht maximal 287 Watt aus der Dose und wird dabei ~90°C heiß, trotz Wakü :fresse:
Wenn ich auch auf 4,7 GHz setze, dann sieht es so aus:
Wobei ich nur die 8x P-Kerne auf 4,7 GHz setzen kann.
Ashampoo_Snap_Montag, 19. September 2022_00h44m00s_001_.png Ashampoo_Snap_Montag, 19. September 2022_00h49m55s_002_.png

An der Steckdose gemessen, sind es 294 Watt maximal gewesen.
Hatte bezüglich der zwei Bilder zwei Messungen.
Ashampoo_Snap_Montag, 19. September 2022_00h55m29s_003_.png
Aber ich habe eine custom Wakü mit 2x DDC Pumpen + 14 Lüfter auf Radiatoren verbaut. Hinzu kommen noch 4 SSDs + ein Gehäuselüfter und einiges an RGB-Beleuchtung.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hab mein Verbrauchsmessgerät momentan nicht im Einsatz sondern nur die Werte von HWiNFO, weiß also nicht was das Ding tatsächlich schluckt.
Ist mein Alltagssetting aber die WaKü läuft momentan nur mit 2x 420er Radiatoren + 2x D5 Pumpen (meine beiden MoRa's sind noch nicht im Kreislauf).
Mal schnell die Fenster geöffnet und die Lüfter auf 100% :ugly:
 

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Lüfter habe ich nicht auf 100 % gesetzt, weil ich 2,5 Liter Kühlflüssigkeit drin habe und diese einige Zeit braucht, bis sie sich aufwärmt. Bei dem schnellen Test (lief nur einmal durch) wird sich die Wassertemperatur daher gar nicht so schnell verändern. Die Lüfter hatte ich daher normal per Kurve eingestellt.

Aber ein sehr gutes Ergebnis (Punkte) hast du. :daumen:
Aber laut deinem Screenshot hattest du mit dem Prozessor auch 290 Watt anliegen. :ugly:
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich Persönlich finde dass cinebench garnichts über die Gaming Leistung aussagt. Bestes Beispiel Ryzen RAM OC. Sofern man die PPT nicht ändert erreicht z.b. ein 5900x mit DDR4-3800 statt DDR4-3200 etwas geringere werte im Cinebench, da der SoC das Wattlimit der Kerne reduziert. In games hingegen steigert sich die Leistung teilweise drastisch.

Also: Gaming Tests abwarten und nicht auf C*ckbench Ergebnisse schauen. Dauert ja nichtmehr allzu lange bis Release ;)
 
Oder braucht hier irgendjemand 24 Kerne von denen die meisten total unnötig sind und nur dazu
dienen im CB eventuell den Längsten zu haben.
Keiner braucht mehr als 4 Kerne!
RPL erkauft sich in der Tat die höhere Performance fast ausschliesslich durch mehr Kerne, die ein grösseres und teureres Design zur Folge haben, und höhere Power Limits. Das ist bei Zen 4 nicht der Fall.
AMD erhöht das PPT nur zum Spaß?
Zen 4 62% mehr Leistungsaufnahme für ~40% mehr Leistung? :ugly:
Manche 7950X schaffen nicht mal 220W mit guter AiO, ohne vorher zu verglühen.
Du kannst doch nicht sowas behaupten!^^
 
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