Intel Architecture Day: Xe Gaming-GPUs sind "HPG" und kommen mit Raytracing 2021

[....]Aber so ist es besser, wenn er [Koduri] jetzt bei Intel große Reden schwingt, udn dann 3 Jahre später wieder mal nicht liefert.[...]

Immer wieder faszinierend, wie sehr doch einige der Meinung sind, dass ein Abteilungschef sich hier bei derart hochkomplexen Produkten mit Papier und Bleistift aufs stille Örtchen zurückzieht und mal eben im Alleingang alles ausbaldowert.

Und wer sagt, dass AMD Koduri überhaupt hätte halten können, wenn ihm ein derartiges Angebot winkt? Daraus ableiten zu wollen, dass Koduri dort was im wahrsten Sinne des Wortes verbockt hat, bleibt dennoch weiterhin pure Spekulation und ist nichts weiter als eine Art der AMD-Fans ihrem Frust rund um Vega ein Gesicht zu geben.
Vielleicht hat ihm das Management auch zu strikte Restriktionen aufgelegt, zu wenig Manpower, zu wenig Geld, ein zu enger Terminplan ... schlussendlich weiß man es einfach nicht und alle diese Überlegungen sind ebenso gleichwertig in Betracht zu ziehen.
Und abseits dessen darf man ebenso spekulieren, dass sich Intel sehr genau überlegen wird, wen sie in eine so wichtige Position setzt und bei dem, was Koduri dort zurzeit verantwortet, ist sein Verantwortlichkeitsbereich ei Intel deutlich größer als noch damals bei AMD.
Das ist genau der gleiche Quatsch wie zu Zen, bei dem immer alle Nase lang Jim Keller herhalten muss, jedoch die meisten vollkommen ignorieren, dass der in der Hierarchie zu der Zeit unmittelbar unter Mark Papermaster aufgestellt war, dem CTO von AMD (abgesehen davon, dass der auch schon lange dort wieder weg war, bevor Zen überhaupt veröffentlicht wurde).
 
Alles, wofür Koduri als Abteiliungsleiter der Garfiksparte gerade stehen musste.
Hätte beides sehr gut funktioniert, hätte man ihn sicherlich bei AMD gehalten.

Ist der nicht weg weil ihm Lisa Su einen Teil der Leute und Budget abgezogen hat für die RDNA Entwicklung?
Hatte mal was gelesen das Vega deswegen nicht ganz das geworden ist weil ihm einfach Mittel und Manpower gefehlt haben weil RDNA und die Konsolen Chips als wichtiger
angesehen wurden.
So war er halt für die Öffentlichkeit der dumme wegen dem Vega Flop weswegen er dann auch gegangen ist da er bei AMD nicht die Mittel bekam die er gebraucht hätte.
 
Ist der nicht weg weil [...]

Forbes:
The vast majority of AMD and Sony's Navi collaboration took place while Raja Koduri -- Radeon Technologies Group boss and chief architect -- was at AMD.
But the collaboration came at the expense of Radeon RX Vega and other in-development projects. Allegedly, Koduri saw up to a massive 2/3 of his engineering team devoted exclusively to Navi against his wishes, which resulted in a final RX Vega product Koduri was displeased with as resources and engineering hours were much lower than anticipated. As I mention in my companion report, the implication is that AMD CEO Dr. Lisa Su wanted to devote more energy into its semi-custom business than its desktop graphics division.


Eränzende Erklärung: Mit "Navi" ist obenstehend das gemeint, was AMD heute als RDNA2 bezeichnet.

Ob das so alles zutrifft ist unbestätigt, aber nicht minder plausibel. Für die Fans aber ebenso blöd, weil es aussagt, dass AMD Vega einfach runterpriorisiert hat und die Ressourcen auf die Konsolen legte. Wirtschaftlich vollkommen nachvollziehbar in AMDs Situation, aber die Fans wollen doch jetzt nicht ein Bild von Lisa auf ihre Dart-Scheibe pinnen; da eignet sich Koduri doch besser als Sündenbock, insbesondere, da er ja jetzt auch noch beim Erzrivalen angeheuert hat ...
 
Zuletzt bearbeitet:
HBCC funktioniert im Prinzip, leider aber nur die Grundfunktion, nicht das, wofür ein Gamer es eigentlich gerne verwenden würde.
Wenn ein Spiel mehr RAM frisst als vorhanden udn die Frames mit Faktor X in den Keller gehen, dann holt HBCC schon etwas heraus, aber nicht annähernd so viel, als dass man damit wieder ordentlich spielen könnte oder wollte.
Letzendlich ist RAM durch nichts zu ersetzen - als noch durch mehr RAM.
...
Alles, wofür Koduri als Abteiliungsleiter der Garfiksparte gerade stehen musste.
Hätte beides sehr gut funktioniert, hätte man ihn sicherlich bei AMD gehalten.

Das man ausreichend lokalen Speicher nicht durch lokales Caching und eine um Größenordnung langsamere, externe Anbindung ersetzen kann, war allerdings spätestens seit Intels erstem Grafikchip für Oberklasse-Anwendungen und seit ATIs und Nvidias Experimenten zur PCI-Express-Einführung auch im Einsteigerbereich bekannt. Das Koduri dafür gerade stehen musste, dass ein weiterer Versuch mit HBCC in die Hose geht, konnte er sich also an zwei Fingern vorab abzählen.
(Meiner Meinung konnte er das auch und die ganze Technik nur als Notlösung eingeschoben. Der eigentliche Fehler war Jahre zuvor gefallen, als man sich für HBM entschied, in offensichtlich falscher Erwartungen hinsichtlich dessen Preises und/oder des Speicherhungers von Spielen zum Release der Hardware.)
 
Das man ausreichend lokalen Speicher nicht durch lokales Caching und eine um Größenordnung langsamere, externe Anbindung ersetzen kann, war allerdings spätestens seit Intels erstem Grafikchip für Oberklasse-Anwendungen und seit ATIs und Nvidias Experimenten zur PCI-Express-Einführung auch im Einsteigerbereich bekannt

Hast Du da ne kurze Erklärung oder Links dazu was die ausprobiert haben? Hat mich jetzt neugierig gemacht.
 
Ich bewundere Dich jetzt seit fast einem Jahr für Deinen echt beneidenswerten Durchblick.

Irre, wie Du diesen ganzen Machenschaften durchblickst, und wirklich klasse, dass Du uns an diesen Erkenntnissen so regelmäßig teilhaben lässt :daumen:

Gratis Ausblick für das Jahr 2021, das ist doch was wert. Mach was draus. :D
 
Bin ich echt sehr arg gespannt drauf, auch wenn ich mich mit meinem neuerlichen Monitorkauf erst einmal auf NVIDIA festgelegt habe.
Hatte ja seinerzeit auch schon gespannt auf Larabee geschaut und nun schauen wir halt mal, wie gut INTEL mit der ersten Generation XE performen wird.
Hoffentlich kein Pharelia-Revival.

Das die GPUs nicht von der CPU Division bei INTEL entwickelt und hergestellt werden, sollte auch dem Leser mit geringerem Toleranzhorizont klar sein.
Wenn nicht: keine Ursache, isso:schief:
 
Und 2022 dann die ersten Consumer Grafikkarten von intel.

Wird immer spannender. AMD und NVIDIA müssen sich ran halten.

Ich würde die ersten 3 Jahre keine wirkliche Konkurrenz erwarten. Hier und da vielleicht schon, aber wenn man sich anschaut wie lange es gedauert hat, bis AMD annähernd gleichwertige Treiber lieferte...
 
Meinst du so wie derzeit mit ihren 10nm und 7nm CPU´s :ugly:.....Intel muss sich in dem Bereicht GPU erst einmal beweisen denn nur mit nem vollen Potomanaie ist´s nicht getan :schief:.
Ach, da zeichnet sich irgendeine Art extra Wettbewerb ab, sofort kommen die Jungs mit ihren Grabenkämpfen, an Stelle sich zu freuen.
Intel hat die schnellsten Prozessoren seit 10 Jahren und AMD hat es bis heute nicht geschafft sie in Spielen zu besiegen. Der Abstand ist teilweise eklatante 30%. Mit erfolgreichen 10nm würde Zen kein Land mehr sehen :D
Ist das gut genug fürs Geflamme?

@Topic
Ich denke nicht, dass sie auf Anhieb erfolgreich sein werden. Genau deswegen ist Intels tiefes Portemonnaie von großem Vorteil. Ich kann das Duopol nicht mehr ab.
 
Ich bewundere Dich jetzt seit fast einem Jahr für Deinen echt beneidenswerten Durchblick.

Irre, wie Du diesen ganzen Machenschaften durchblickst, und wirklich klasse, dass Du uns an diesen Erkenntnissen so regelmäßig teilhaben lässt :daumen:

Also in diesem Fall muss sich ihm aber beipflichten.
Die Firmen sind quasi alle aus dem gleichen "Industriegbiet", die Firmenspitzen kennen sich alle untereinander, sind stellenweise sogar miteinander verwandt.
Bei unserer Firma ist es auch so, dass mein Chef die Chefs der Konkurrenz im Umkreis kennt, und sogar mit mindestens einem oder mehreren von denen jährlich z.B. in Skiurlaub fährt.
Auch die Mitarbeiter rotieren da fleißig.
Woanders ist das ebenso.
Es ist daher kein Wunder, dass die Firmen wie auf Abruf alle die gleichen Ideen, Produkte und ähnliche Leistungsstufen aus der Schublade ziehen können.
Wären das alles komplett eigene abgeschottete Syseme, dann läge die eingesetzte Technik und vor allem leistungsfähigkeit doch sehr viel weiter auseinander, letzendlich sprechen wir auch von einer Laufzeit von bereits 40 Jahren.
Das kennt man doch bereits aus der Zeitgeschichte des Lebens.
Während auf den lange Zeit zusammenklebenden Kontinenten allesamt fast gleiche Bärensorten entstanden sind, hat Australien den knuddeligen Koala fabriziert.
Und ich denke darum geht es ihm auch.
3 Anbieter aus einem Land, in einem Gebiet ansässig, Ringelpietz mit anfassen.
Preise, Leistung, Technik, alles ähnlich und auf einer Augenhöhe, jeder lässt den anderen am Leben udn wartet notfalls auch mal ein paar Jahre mit Innovationen(weil der Konkurrenz ja auch nichts einfällt, was man abschauen könnte^^).
Da muss man Apple ja fast schon loben, dass die sich nun verabschieden udn ihr eigenes Ding mit Hardware durchziehen wollen.
Auf der anderen Seite sind ähnliche Systeme natürlich besser für die Kontinuität und Kompatibilität.
Wenn man zurückdenkt an die Anfangszeit der 3D-Grafikchips für Grafikkarten, da gab es ein Chaos an Spielepatches für allerlei Karten.
Da war es auch schnell möglich, eine falsche Wahl beim Kauf zu treffen.
Fehlende features, nicht unterstütze Features, zu langsam, Instabilität wegen Treiberproblemen etc..
Dennoch ist so ein System im Prinzip besser, weil es so auch mehr Neues geben kann und Startups wie Voodoo nur so eine Chance haben und man so auch auf wirkliche Preisbrecher (z.B. Kyro, war auch technisch innovativ, hatte aber Treiberprobleme) hoffen darf.
Bei dem Einheitsbrei aktuell kaum denkbar.
Gleiche Technik +x% Leistung +x% Preis, fertig, 14 Uhr Golfen. ^^
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach, da zeichnet sich irgendeine Art extra Wettbewerb ab, sofort kommen die Jungs mit ihren Grabenkämpfen, an Stelle sich zu freuen.
Intel hat die schnellsten Prozessoren seit 10 Jahren und AMD hat es bis heute nicht geschafft sie in Spielen zu besiegen. Der Abstand ist teilweise eklatante 30%. Mit erfolgreichen 10nm würde Zen kein Land mehr sehen :D
Ist das gut genug fürs Geflamme?

@Topic
Ich denke nicht, dass sie auf Anhieb erfolgreich sein werden. Genau deswegen ist Intels tiefes Portemonnaie von großem Vorteil. Ich kann das Duopol nicht mehr ab.

Intel hat seit mindestens 2 Jahren nicht mehr den schnellsten Prozessor im Portfolio.
Liest du keine Testberichte?
Es gibt mehr als nur Mainstream und Spielebenches, wo maximal 8 Kerne ordentlich gefordert werden und 2 schnelle Kerne mit Megaboosttakt den Ausschlag für 5% Mehrleistung geben. :-P
Ich bin aber auf deiner Seite, dass ein dritter großer Anbieter sicherlich ein Zugewinn ist und der Endkunde dafür dankbar sein sollte.
Allerdings hat Intel es verbockt und sein ganzes Image selbst abgeschossen, daher werde ich deren Produkte nicht mehr kaufen.
 
Ich würde die ersten 3 Jahre keine wirkliche Konkurrenz erwarten. Hier und da vielleicht schon, aber wenn man sich anschaut wie lange es gedauert hat, bis AMD annähernd gleichwertige Treiber lieferte...

Mit Raja haben sie aber jetzt wirklich einen richtigen GPU Experten im Haus, der weiß worauf es ankommt.

Ich sehe dem allem schon etwas optimistischer entgegen. Ich denke und hoffe das Intel AMD und NVIDIA Paroli bieten wird und es dadurch zu einem Preiskampf kommen wird.
 
@BxBender:

Liest DU keine Testberichte? AMD ist nur in der Breite (mehr Kerne) schneller, aber nicht pro Kern, zumindest nicht in Spielen. Das ist ganz klar der Tenor aller Tests. Und mehr hal ElCritico auch nicht geschrieben. Da musst Du Dich nicht gleich auf die Zehenspitzen getreten fühlen und Einspruch erheben.
 
Hast Du da ne kurze Erklärung oder Links dazu was die ausprobiert haben? Hat mich jetzt neugierig gemacht.

Ich glaube, wir haben dazu keine Technikartikel online (i740 war sowieso vor PCGH, Hypermemory und Turbocache unterhalb der für Spieler interessanten Leistungsklassen), daher kann ich nur auf Wiki verweisen:

Intel740 - Wikipedia
HyperMemory – Wikipedia

Zwar waren die Ansätze nicht so ausgefeilt wie HBCC, aber der Grundgedanke und die Probleme waren die gleichen: Lokal nur die nötigsten Daten vorzuhalten und den Rest erst bei Bedarf nachzuladen klappt nicht, wenn der externe Speicher nur mit einem Bruchteil der lokalen Geschwindigkeit angebunden ist. Bei CPU-seitig benötigten Daten funktioniert Streaming zwischen Massenspeicher und RAM auch nur deswegen relativ gut, weil der lokalke Speicher groß genug ist, um alle in den nächsten Sekunden benötigten Daten bereitzulegen und weil die Verwaltung direkt von der Spiele-Engine kontrolliert wird, die den zu erwartenden Ablauf viele Sekunden in die Zukunft prognostizieren und so bereits vor Bedarf mit dem Nachladen beginnen kann. Aber auch hier liegt die Betonung auf relativ: Artefakte (aufpoppen, wechselnde Texturqualitäten) durch verzögertes Laden sind eher die Regel denn die Ausnahme und das Gegenstück bei einer GPU, der Daten für den kommenden Frame fehlen, sind eben Ruckler.
 
Allerdings hat Intel es verbockt und sein ganzes Image selbst abgeschossen, daher werde ich deren Produkte nicht mehr kaufen.

Ist es nicht dämlich bei einem Markt, der ohnehin nur aus 2 oder 3 Anbietern besteht einen dieser Anbieter komplett auszuschließen? Damit macht man sich ja auf Gedeih und Verderb von einem Anbieter abhängig. Wenn der dann eine Phase hat in der es nicht läuft (Intel zum Teil aktuell, AMD ganz krass vor einigen Jahren), dann hat man schlicht verseift.

Zumal wenn man aufgrund des Images eine Marke nicht kaufen mag...
Ich meine, Intel hat jetzt keine Kinder gefoltert, Bambis erschlagen, ne Atombombe gezündet oder so ähnlich...
 
Also in diesem Fall muss sich ihm aber beipflichten.
Die Firmen sind quasi alle aus dem gleichen "Industriegbiet", die Firmenspitzen kennen sich alle untereinander, sind stellenweise sogar miteinander verwandt.
Bei unserer Firma ist es auch so, dass mein Chef die Chefs der Konkurrenz im Umkreis kennt, und sogar mit mindestens einem oder mehreren von denen jährlich z.B. in Skiurlaub fährt.
Auch die Mitarbeiter rotieren da fleißig.
Woanders ist das ebenso.
Es ist daher kein Wunder, dass die Firmen wie auf Abruf alle die gleichen Ideen, Produkte und ähnliche Leistungsstufen aus der Schublade ziehen können.
Wären das alles komplett eigene abgeschottete Syseme, dann läge die eingesetzte Technik und vor allem leistungsfähigkeit doch sehr viel weiter auseinander, letzendlich sprechen wir auch von einer Laufzeit von bereits 40 Jahren.
Das kennt man doch bereits aus der Zeitgeschichte des Lebens.
Während auf den lange Zeit zusammenklebenden Kontinenten allesamt fast gleiche Bärensorten entstanden sind, hat Australien den knuddeligen Koala fabriziert.
Und ich denke darum geht es ihm auch.
3 Anbieter aus einem Land, in einem Gebiet ansässig, Ringelpietz mit anfassen.
Preise, Leistung, Technik, alles ähnlich und auf einer Augenhöhe, jeder lässt den anderen am Leben udn wartet notfalls auch mal ein paar Jahre mit Innovationen(weil der Konkurrenz ja auch nichts einfällt, was man abschauen könnte^^).
Da muss man Apple ja fast schon loben, dass die sich nun verabschieden udn ihr eigenes Ding mit Hardware durchziehen wollen.
Auf der anderen Seite sind ähnliche Systeme natürlich besser für die Kontinuität und Kompatibilität.
Wenn man zurückdenkt an die Anfangszeit der 3D-Grafikchips für Grafikkarten, da gab es ein Chaos an Spielepatches für allerlei Karten.
Da war es auch schnell möglich, eine falsche Wahl beim Kauf zu treffen.
Fehlende features, nicht unterstütze Features, zu langsam, Instabilität wegen Treiberproblemen etc..
Dennoch ist so ein System im Prinzip besser, weil es so auch mehr Neues geben kann und Startups wie Voodoo nur so eine Chance haben und man so auch auf wirkliche Preisbrecher (z.B. Kyro, war auch technisch innovativ, hatte aber Treiberprobleme) hoffen darf.
Bei dem Einheitsbrei aktuell kaum denkbar.
Gleiche Technik +x% Leistung +x% Preis, fertig, 14 Uhr Golfen. ^^

Absolut richtig, deswegen gibt es ja auch Kartellämter/Wettbewerbshüter die mal gut performen und mal politisch. Über den angemessenen Durchgriff lässt sich dann trefflich diskutieren.

Wenn ein Marktteilnehmer die Zahlungsbereitschaft von Kunden dann also zwar ausreizt aber immer noch keine rückläufigen Umsätze hat, können es sich die anderen (öffentlich gezeichneten) Marktteilnehmer gar nicht leisten, diesen Wert nicht ebenfalls zu realisieren.

Das muss aber nicht gefühlt 3 mal die Woche erklärt werden, das sind basics.

Und einen Markteintritt in die Halbleiterbranche samt Wertschöpfungskette und R&D kann überhaupt nicht von einem StartUp realisiert werden; es sei denn, sie hebeln Unmengen Kapital durch einen echten Durchbruch den andere verschlafen/verpasst haben. Frag mal Intel wie schnell das Kerngeschäft in Gefahr ist wenn man sich auf seinen Lorbeeren ausruht.
 
Ist es nicht dämlich bei einem Markt, der ohnehin nur aus 2 oder 3 Anbietern besteht einen dieser Anbieter komplett auszuschließen? Damit macht man sich ja auf Gedeih und Verderb von einem Anbieter abhängig. Wenn der dann eine Phase hat in der es nicht läuft (Intel zum Teil aktuell, AMD ganz krass vor einigen Jahren), dann hat man schlicht verseift.

Zumal wenn man aufgrund des Images eine Marke nicht kaufen mag...
Ich meine, Intel hat jetzt keine Kinder gefoltert, Bambis erschlagen, ne Atombombe gezündet oder so ähnlich...


Natürlich ist es das, bei diesen Argumentationen geht es aber nicht um rationale Annahmen sondern um emotional begründete Affinität zu der einen oder eben anderen Marke.

So lange es Lagerdebatten/-kriege und Fanboysim gibt haben alle Marketingabteilungen ihren Job erfüllt; man muss es ja auch erst mal schaffen einem objektiv so spröden Produkt wie einem Rechenchip Emotion und sogar Identifikation angedeihen zu lassen.
 
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