Special Intel Arc B390 vs. Desktop-Grafikkarten plus Multi Frame Generation im Test

Die Leistung bei einem so geringen Energie-Budget finde ich beachtlich.
Auf jeden Fall ein starkes Ergebnis für nur 30 Watt GPU-Verbrauch.

Wenn dieses GPU-Tile auf ner dedizierten Karte mit mindestens 16 GB und 120-200 Watt Board-Power installiert würde.... :hmm::love:
Leider skaliert das so nicht. Die neue iGP von Intel schafft mit den 30 Watt ja schon Taktfrequenzen, die schon recht nah an den Taktraten der dedizierten GPU der B570 liegen. So viel höher wird der Takt (und damit die Rechenleistung) also mit einer Vervielfachung des Strombudgets wohl kaum werden. Dazu müsste dann auch der Chip und die darauf befindlichen Recheneinheiten zunehmen.

Ich schätze mal für eine dedizierte Karte mit einer Boardpower von 120+ Watt wären mindestens die doppelte Anzahl Recheneinheiten nötig, damit das sinnvoll in der resultierenden Grafikleistung skaliert. Leider scheint Intel aktuell ganz auf die Veröffentlichung neuer dedizierter Grafikkarten zu verzichten, von daher sehe ich da wenig Hoffnung, dass eine solche GPU von Intel bald erscheinen könnte. Wobei ich Intel sogar verstehen kann, bei dem geringen Marktanteil den sie bei dedizierten GPUs haben lohnt sich der Entwicklungsaufwand vermutlich nicht.

Ich hoffe aber, dass Intel trotzdem am Ball bleibt und dann spätestens wenn sich die RAM-Krise etwas gebessert hat neue dedizierte GPUs auf den Markt bringt, die zumindest in der Mittelklasse Nvidia und AMD Konkurrenz machen können.
 
Ich weiß dass das schwierig umzusetzen ist für PCGH aber ein Vergleich mit einem aktuellen M4 oder M5 Prozessor von Apple (ja ich weiß ARM vs x86) fände ich mal sehr interessant. Apple hat einiges aufgeholt was das Gaming angeht und bieten ja mit ihrem Metal-Framework auch Upscaling und Frame-Generation an.
 
Die Arc B390 ist mit Abstand das bisher stärkste Intel‑iGPU. Zwar ersetzt sie keinen Desktop‑GPU, doch sie bietet AAA‑Tauglichkeit in 1080p (bei reduzierten Details), sehr gute Effizienz, beeindruckende Raytracing‑Verbesserungen und MFG als Feature, das in dieser Klasse einzigartig ist. Für ein Notebook‑SoC ist das ein ziemlich starkes Gesamtpaket.
Es is sinnvoll, zu gucken, was überhaupt möglich ist. Leute, denen >30 Fps wichtig sind, wissen also, was sie bekommen.
Ich persönlich nehme 30 Fps bei einem Notebook, das eig auf große Akkulaufzeit, Transport und Office-Betrieb ausgelegt ist, gerne hin, tbh.
Das ist eine absolut vernünftige Haltung – und ehrlich gesagt die realistischste Sichtweise auf mobile GPUs wie die Arc B390. Nicht jedes Gerät muss über 60 FPS erreichen, schon gar nicht ein Notebook, das in erster Linie auf Akkulaufzeit, Mobilität und Office ausgelegt ist.

Viele vergessen genau das: Ein dünnes, effizientes Notebook ist kein Desktop-Ersatz, sondern ein vielseitiges Allround-Gerät, das im Idealfall auch gelegentlich zum Spielen taugt – und dafür reichen stabile 30 FPS völlig aus.
Ich weiß dass das schwierig umzusetzen ist für PCGH aber ein Vergleich mit einem aktuellen M4 oder M5 Prozessor von Apple (ja ich weiß ARM vs x86) fände ich mal sehr interessant. Apple hat einiges aufgeholt was das Gaming angeht und bieten ja mit ihrem Metal-Framework auch Upscaling und Frame-Generation an.
Das wäre tatsächlich ein extrem spannender Vergleich – und genau deshalb auch so schwierig sauber umzusetzen. Aber du hast völlig recht: Apple ist im Gaming‑Bereich nicht mehr der Exot von früher, und ein direkter Vergleich mit Intels Arc‑B390‑iGPU wäre technisch hochinteressant.

Die M4- und M5-Chips bieten extrem leistungsstarke integrierte GPUs, die oft deutlich besser abschneiden als klassische x86‑iGPUs. Apple setzt dabei auf MetalFX-Upscaling und Frame Generation, ähnlich wie XeSS, DLSS oder FSR. Die Effizienz der Apple‑SoCs ist beeindruckend – häufig doppelt so hoch wie bei x86‑Chips mit vergleichbarer Grafikleistung. Viele aktuelle Spiele wie Death Stranding, Resident Evil Village oder Baldur’s Gate 3 laufen mittlerweile nativ oder portiert unter macOS.

Gerade im Kontext der Arc B390 wäre es spannend zu sehen:

Wer liefert mehr FPS pro Watt
Wie gut Apples Frame‑Generation gegen Intels MFG abschneidet
Wie stark die GPU‑Tiles im M4/M5 wirklich sind
Wie gut die Engines auf Metal vs. DirectX/Vulkan skalieren
 
Ziemlich starkes Ergebnis wenn man die Leistungsaufnahme bedenkt. Aber die Prozessor GPU Kombination ist meiner Ansicht nach unpassend für den Handheld bereich.
Die Meteor‑Lake‑P‑Kerne sind für Laptops ausgelegt: hohe Burst‑Leistung, relativ hoher Grundverbrauch, nicht auf konstante 10–15 Watt optimiert. Handhelds hingegen benötigen eine sehr niedrige Grundlast, konstante Effizienz und möglichst geringe Hitzeentwicklung im SoC‑Package.

Die B390 hat einiges auf dem Kasten – aber sie verlangt auch nach Futter: hoher Takt, relativ große GPU‑Tile, braucht Bandbreite, die im Handheld oft begrenzt ist, und produziert mehr Abwärme als eine typische RDNA3‑iGPU oder ein Z1 Extreme.

Das Power-Budget eines Handhelds ist meist zu gering. Realistisch arbeitet ein Handheld mit 10–15 Watt Gesamtbudget, 20 Watt nur in Ausnahmefällen. Die B390 zusammen mit einer Meteor-Lake-CPU entfaltet ihre volle Leistung erst ab 25–30 Watt. Darunter muss die GPU so stark gedrosselt werden, dass der Vorteil gegenüber AMD-APUs deutlich abnimmt.


AMDs APU-Design ist perfekt auf Handhelds zugeschnitten.

Z1 Extreme, 7840U und 8840U arbeiten extrem effizient bei 10–15 Watt. GPU und CPU nutzen ein optimiertes Power-Management, und RDNA3-iGPUs skalieren nach unten deutlich besser, mit spürbar weniger Abwärme pro mm².

Intel kann hier einfach nicht mithalten.

LG
 
Intel hätte auch noch das kleinere CPU-Tile (dort fehlen die E-Kerne, P und LPE sind am Start). Wenn man diesen SoC dann auf 20-30 Watt konfiguriert, wird das mit Ansage eine interessante Sache fürs Händchenhalten. :D

MfG
Raff
Das ist genau der Sweet Spot, den Intel treffen könnte, wenn sie das kleine CPU‑Tile gezielt für Low‑Power‑Geräte nutzen würden. Für Handhelds wäre dieses Teil deutlich sinnvoller als die großen Meteor‑Lake‑Varianten: Keine E‑Kerne bedeuten weniger Grundverbrauch und geringeren Scheduling‑Overhead, P‑Kerne plus LPE‑Kern liefern genug Single‑Core‑Leistung für Spiele und bleiben dabei effizient. Ein kleineres Die‑Areal sorgt für weniger Abwärme und einfachere Kühlung, und eine bessere Skalierung im 20–30‑W‑Bereich ist genau das, was Handhelds brauchen. Im Grunde ist der Ansatz, mit dem AMD mit dem Z1 Extreme so erfolgreich ist: ein SoC, der unten sauber skaliert und nicht erst bei 35–45 Watt aufwacht. :daumen:
 
Sehr cooler Bericht, danke ans beteiligte PCGH-Team.



Zum Thema Leistung bei niedrigeren Leistungsaufnahmen gibt es ein ganz interessantes Youtube-Review zum X9 388H.

Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
 
Ein kleineres Die‑Areal sorgt für weniger Abwärme und einfachere Kühlung,
20W auf bspw. 30mm² oder 50mm².
Was wäre wohl der größere Flaschenhals für die Wärmeübertragung auf einen Kühler?!

Die Stock-RTX5080 mit der höchsten Energiedichte/mm², war einigen Testern beim Release nicht umsonst eine skeptische Erähnung in Bezug auf OC-Potential wert.
 
20W auf bspw. 30mm² oder 50mm².
Was wäre wohl der größere Flaschenhals für die Wärmeübertragung auf einen Kühler?!

Die Stock-RTX5080 mit der höchsten Energiedichte/mm², war einigen Testern beim Release nicht umsonst eine skeptische Erähnung in Bezug auf OC-Potential wert.
Energiedichte ist wichtiger als die reine Wattzahl – jedes Mal. 20 W auf 30 mm² oder 50 mm² sind thermisch zwei völlig verschiedene Welten. Je kleiner die Fläche, desto höher der Wärmestrom pro mm² und desto mehr muss der Kühler leisten, um die Temperaturdifferenz im Griff zu behalten. Hohe Wärmestromdichte bedeutet, dass die Wärme stark konzentriert an einer Stelle entsteht. Das führt zu lokalen Hotspots, die der Kühler nicht schnell genug abführen kann. Selbst wenn der Kühler überdimensioniert ist, bleibt die Kontaktfläche der begrenzende Faktor. Die Wärme muss erst durch die TIM, dann durch die Baseplate – und wenn sie auf einem winzigen Punkt entsteht, wird die Temperatur dort zwangsläufig höher. Genau deshalb war die RTX 5080‑Stockkarte mit ihrer extremen Energiedichte/mm² für viele Tester ein Warnsignal. Die GPU erreicht schneller thermische Grenzbereiche, selbst bei guter Kühlung. Boost‑Algorithmen reagieren sensibler, weil Hotspots früher limitieren. Die Karte braucht aggressivere Spannungskurven, um stabil zu bleiben, und selbst kleine Takterhöhungen erzeugen unverhältnismäßig mehr Hitze pro Fläche. Nicht die Wattzahl zählt – sondern wie stark sie auf dem Die konzentriert ist.
 
Die Meteor‑Lake‑P‑Kerne sind für Laptops ausgelegt: hohe Burst‑Leistung, relativ hoher Grundverbrauch, nicht auf konstante 10–15 Watt optimiert. Handhelds hingegen benötigen eine sehr niedrige Grundlast, konstante Effizienz und möglichst geringe Hitzeentwicklung im SoC‑Package.

Die B390 hat einiges auf dem Kasten – aber sie verlangt auch nach Futter: hoher Takt, relativ große GPU‑Tile, braucht Bandbreite, die im Handheld oft begrenzt ist, und produziert mehr Abwärme als eine typische RDNA3‑iGPU oder ein Z1 Extreme.

Das Power-Budget eines Handhelds ist meist zu gering. Realistisch arbeitet ein Handheld mit 10–15 Watt Gesamtbudget, 20 Watt nur in Ausnahmefällen. Die B390 zusammen mit einer Meteor-Lake-CPU entfaltet ihre volle Leistung erst ab 25–30 Watt. Darunter muss die GPU so stark gedrosselt werden, dass der Vorteil gegenüber AMD-APUs deutlich abnimmt.


AMDs APU-Design ist perfekt auf Handhelds zugeschnitten.

Z1 Extreme, 7840U und 8840U arbeiten extrem effizient bei 10–15 Watt. GPU und CPU nutzen ein optimiertes Power-Management, und RDNA3-iGPUs skalieren nach unten deutlich besser, mit spürbar weniger Abwärme pro mm².

Intel kann hier einfach nicht mithalten.

LG
Ich glaube du meinst Panther-Lake?
Letztlich beziehe ich mich auf die im Artikel angedeutete Nutzung als Handheld. Während ich das bei einem B390 noch sehen kann, denn letztlich nimmt die Leistung nicht linear zu Leistungsaufnahme ab sehe ich das bei der CPU mit der hohen Kernzahl nicht. Ein B390 mit 6e+2lpe Cores wäre vermutlich ein ziemlich potentes Teil im Handheld, evtl etwas zu groß für richtig niedrige Leistungsaufnahme aber dafür gibts dann kleinere igpus.
Intel hätte auch noch das kleinere CPU-Tile (dort fehlen die E-Kerne, P und LPE sind am Start). Wenn man diesen SoC dann auf 20-30 Watt konfiguriert, wird das mit Ansage eine interessante Sache fürs Händchenhalten. :D

MfG
Raff
30W im Handheld? Also mal abseits von Lautstärke des Kühlers, ich spiele gerne länger wie 30min am Stück. Da muss man schon ein gutes Stück runter damit es halbwegs klar geht.
 
Auf jeden Fall ein starkes Ergebnis für nur 30 Watt GPU-Verbrauch.


Leider skaliert das so nicht. Die neue iGP von Intel schafft mit den 30 Watt ja schon Taktfrequenzen, die schon recht nah an den Taktraten der dedizierten GPU der B570 liegen. So viel höher wird der Takt (und damit die Rechenleistung) also mit einer Vervielfachung des Strombudgets wohl kaum werden. Dazu müsste dann auch der Chip und die darauf befindlichen Recheneinheiten zunehmen.

Ich schätze mal für eine dedizierte Karte mit einer Boardpower von 120+ Watt wären mindestens die doppelte Anzahl Recheneinheiten nötig, damit das sinnvoll in der resultierenden Grafikleistung skaliert. Leider scheint Intel aktuell ganz auf die Veröffentlichung neuer dedizierter Grafikkarten zu verzichten, von daher sehe ich da wenig Hoffnung, dass eine solche GPU von Intel bald erscheinen könnte. Wobei ich Intel sogar verstehen kann, bei dem geringen Marktanteil den sie bei dedizierten GPUs haben lohnt sich der Entwicklungsaufwand vermutlich nicht.

Ich hoffe aber, dass Intel trotzdem am Ball bleibt und dann spätestens wenn sich die RAM-Krise etwas gebessert hat neue dedizierte GPUs auf den Markt bringt, die zumindest in der Mittelklasse Nvidia und AMD Konkurrenz machen können.
Mit der Skalierbarkeit hast Du natürlich vollkommen recht. Bei der geringen Tile-Größe könnte man jedoch 2-4 (oder mehr...) Tiles in einem Package zusammenfassen, oder? Bin da technisch nicht so versiert, aber eine Kombi dieser Low-Power-Tiles( selbst wenn diese untereinander über irgend einen wie auch immer benannten Kanal kommunizieren müssen) mit 12-16 GB VRam und einer mindestens Pcie4x16-Anbindung finde ich zumindest als Gedankenexperiment spannend. Als Multimedia-Karte reichte für ältere Rechner ja schon ein Tile mit <=8GB um die modernen Anschlüsse zu nutzen und zwischendurch ein Spielchen zu wagen.
 
Ich habe übrigens vorhin noch The Last of Us Part II in den Benchmark gepackt. Weitere Spiele folgen schrittweise - ich schmeiße dafür die vorhergehenden runter. Ziel ist, mit den Zahlen doch noch einen Leistungsindex LE zu bauen.
:-)

MfG
Raff
 
Danke für den Test :)

Ich finde sowas sehr viel interessanter als die nächste Geforce oder Radeon Drölftausend und hier liegt meiner Meinung nach auch ein sehr großer Mehrwert von Tools wie Frame Generation. Ist natürlich alles nichts für krasse E-sport-Profis oder Benchmarkjäger aber für die sind iGPUs sowieso uninteressant. Kann jetzt schon problemlos auf meinem 14" Lenovo Thinkbook mit FG und iGPU (Arc140V) diverse Games sehr gut spielen.

Auch sehr schön zu sehen, dass Intel mal wieder gute Technik bringt.
 
Ich glaube du meinst Panther-Lake?
Letztlich beziehe ich mich auf die im Artikel angedeutete Nutzung als Handheld. Während ich das bei einem B390 noch sehen kann, denn letztlich nimmt die Leistung nicht linear zu Leistungsaufnahme ab sehe ich das bei der CPU mit der hohen Kernzahl nicht. Ein B390 mit 6e+2lpe Cores wäre vermutlich ein ziemlich potentes Teil im Handheld, evtl etwas zu groß für richtig niedrige Leistungsaufnahme aber dafür gibts dann kleinere igpus.

30W im Handheld? Also mal abseits von Lautstärke des Kühlers, ich spiele gerne länger wie 30min am Stück. Da muss man schon ein gutes Stück runter damit es halbwegs klar geht.
Es gibt doch jetzt schon mit Lunar Lake das MSI Claw 8ai + und das läuft in etwa 1,5h in Leistungshungrigen Spielen unter 30 Watt..... 30min. ist eine absolute Übertreibung. Auch sind die Lüfter verglichen mit den meisten anderen Handhelds wirklich leise.
 
Es gibt doch jetzt schon mit Lunar Lake das MSI Claw 8ai + und das läuft in etwa 1,5h in Leistungshungrigen Spielen unter 30 Watt..... 30min. ist eine absolute Übertreibung. Auch sind die Lüfter verglichen mit den meisten anderen Handhelds wirklich leise.
ok wow 1,5h sind natürlich ein game changer....
Welche anderen Handhelds?
 
Zurück