i7-4790k Hitzeproblem: Liegt es am Motherboard?

eXzession

PC-Selbstbauer(in)
Tagchen,

unsereins hat sich neulich ein neues Motherboard (Asrock Fatal1ty Z97 Killer 3.1) gekauft und beim testen der CPU-Temperatur ist diese bei leichter Belastung (z.B. Heroes VI, Doom, World of Warships, alles im 20-30% Bereich) bei 70-85 C° (bestätigt mit F-Stream und Speedfan). Im Leerlauf liegt das System bei 35-40 C°.

Solche Temperaturen kenne ich normalerweise nur wenn ich Prime95 laufen lasse (angesichts der hohen Temperaturen bei leichter Last habe ich mir diesen Test auf dem neuen MB geschenkt). Die einzige Auffälligkeit vorher war bei meinem alten MB (ein Asrock Z97 Pro 3) war laut Speedfan eine Temperaturspitze an Sensor Core 0 -> 90 C° was zum runtertakten führte. Ursache hierfür war aber weggebrannte Wärmeleitpaste an einer Stelle der CPU. Die "normale" CPU Temperatur lag bei 40 C° (Spiel war World of Warships).

Nachdem ich die Stelle mit Wärmeleitpaste bestrichen hatte, war das Problem gelöst. Ein Tausch des Kühlers (Corsair H-60 gegen boxed Kühler) führte zu noch höheren Temperaturen (Leerlauf Temperatur lag bei 55-60 C°, bei der leichten Last waren es fast dauerhaft 80 C°).

Bevor ich jetzt irgendwelche Sinnfreien Aktionen unternehme, wollte ich fragen ob hier jemand Erfahrung mit ähnlichen Problemen hat.

Mein System:

CPU: i7-4790k (noch nie übertaktet, Kauf im Dezember 2015)
Motherboard: Asrock Fatal1ty Z97 Killer 3.1
RAM: 4 x 4 GB DDR3 1600 GSkill RipjawsX LV Serie (9-9-9-24)
Gehäuse: Cooler Master HAF XB Evo
Grafikkarte: Gainward GTX 980

Was ich bis jetzt gemacht habe:
- Wärmeleitpaste komplett neu verteilt
- CPU Kühler ausgetauscht

Was ich noch für Ideen hätte
- Altes MB verwenden (brauchte das neue wegen dem M.2 Anschluss)
- BIOS Update durchführen (Ist fraglich ob das überhaupt hilft)

Danke schon mal im Voraus!

PS: Ich schreibe das ATM auf der Arbeit, deswegen werde ich den Thread nicht dauerhaft verfolgen können.
 
Als erstes würde ich mir mal die Spannungen anschauen.
Viele Mainboard Hersteller legen von Haus aus zu hohe Spannungen an und verkaufen es dann als "Turbo Modus" (Nicht gleich zu setzen mit dem Standard Turbo der CPU`s!).
Schau dir die Spannung mal mit CPU-Z an und berichte uns.
 
Als erstes würde ich mir mal die Spannungen anschauen.
Viele Mainboard Hersteller legen von Haus aus zu hohe Spannungen an und verkaufen es dann als "Turbo Modus" (Nicht gleich zu setzen mit dem Standard Turbo der CPU`s!).
Schau dir die Spannung mal mit CPU-Z an und berichte uns.

Werde ich heute Abend machen! Danke für den Tipp :) ! Die Einstellungen zum Übertakten habe ich noch gar nicht angefasst, genau so wenig die Einstellung der Spannungs- und Stromstärke.
 
Das die damaligen Temperaturen so hoch waren, lag sicherlich auch an dem Boxed Kühler. Der ist für Heizwell die denkbar schlechteste Lösung.

Du musst auch überlegen, dass der 4790k ein übertakteter 4770k mit etwas besserer WLP unterm Spreader ist, der den Namen "Heizwell" aber nicht umsonst trägt :)

Aber @DeathCracker hat Recht: schau mal bei einem Prime95 Test, welche Spannung AXTU oder CPU-Z für den V-Core raushaut und wage dich ggf. ans undervolting bzw. Fixierung der Spannung. Ich hatte beim ersten Anlauf meines 4790k auch lockere 90 Grad mit Prime95 trotz gutem Kühler (Macho Rev.B) und gutem Airflow. Das Board hat einfach 1.243 V-Core mit Auto angelegt, ich habe ihn mittlerweile auf 1.120 V mit 4,4 Ghz auf allen Kernen stabil bekommen und komme in Spielen (Beispiel Battlefield 1) nicht über 61 Grad.
 
Das die damaligen Temperaturen so hoch waren, lag sicherlich auch an dem Boxed Kühler. Der ist für Heizwell die denkbar schlechteste Lösung.

Du musst auch überlegen, dass der 4790k ein übertakteter 4770k mit etwas besserer WLP unterm Spreader ist, der den Namen "Heizwell" aber nicht umsonst trägt :)

Aber @DeathCracker hat Recht: schau mal bei einem Prime95 Test, welche Spannung AXTU oder CPU-Z für den V-Core raushaut und wage dich ggf. ans undervolting bzw. Fixierung der Spannung. Ich hatte beim ersten Anlauf meines 4790k auch lockere 90 Grad mit Prime95 trotz gutem Kühler (Macho Rev.B) und gutem Airflow. Das Board hat einfach 1.243 V-Core mit Auto angelegt, ich habe ihn mittlerweile auf 1.120 V mit 4,4 Ghz auf allen Kernen stabil bekommen und komme in Spielen (Beispiel Battlefield 1) nicht über 61 Grad.

Den Boxed Kühler habe nur ich getestet um sicherzustellen das die Wasserkühlung keinen weg hat. Der Prozessor wurde schon immer von der H-60 gekühlt. Heizwell.. Geiler Name :lol:

Aber den Tipp mit dem Undervolting werde ich definitv auch mal ausprobieren.
 
Das mit der Spannung ist auch ein guter Ansatz, wenn du dich traust kannst du die CPU auch köpfen und mit LM WLP versehen.
Das dürfte dann auch eine Verbesserung von 15-20 Grad mit sich bringen.

Bedenke aber das du unter dem HS Kondensatoren hast die ab isoliert werden müssten.
Hierzu verwende ich dazu immer Kaptonband.
 
Das mit der Spannung ist auch ein guter Ansatz, wenn du dich traust kannst du die CPU auch köpfen und mit LM WLP versehen.
Das dürfte dann auch eine Verbesserung von 15-20 Grad mit sich bringen.

Bedenke aber das du unter dem HS Kondensatoren hast die ab isoliert werden müssten.
Hierzu verwende ich dazu immer Kaptonband.

Die Risiken dabei sind nicht ohne!
Auf keinen Fall dran wagen sofern du dich vorher nicht mehr als ausreichend informiert hast!
Dabei haben sich schon so einige Leute ihre CPU`s kaputt gemacht, das ist im nachhinein doch sehr ärgerlich.
Wenn du die Temperaturen ohne Köpfen in den Griff bekommst, lass es so!
 
Das mit der Spannung ist auch ein guter Ansatz, wenn du dich traust kannst du die CPU auch köpfen und mit LM WLP versehen.
Das dürfte dann auch eine Verbesserung von 15-20 Grad mit sich bringen.

Bedenke aber das du unter dem HS Kondensatoren hast die ab isoliert werden müssten.
Hierzu verwende ich dazu immer Kaptonband.

Haha...das Köpfen ist eh die Hammerschlag-Methode :)

@TE Aber mit meinen genannten Schritten würde ich zunächst beginnen. Das Köpfen ist eher fürs wirkliche übertakten sinnvoll bei dem Gerät (auch wenn ich es selber schon habe machen lassen). Wenn man im Alltag nicht über die 70 Grad kommt, passt das eigentlich schon ganz gut. Vielleicht lässt dein Chip ja auch weniger V-Core zu oder ggf. etwas mehr.

Zudem ist bezüglich der Temperaturen auch dieser Beitrag sehr interessant: http://extreme.pcgameshardware.de/b...alkis-blog-16-vertrauen-ist-gut-wirklich.html
 
Das Köpfen ist nur dadurch fürs OC sinnvoller, da es unter Stock keine Rolle spielt ob die CPU 60 Grad oder 70 Grad erreicht.
In diesem Sinn kann man auch köpfen wenn man nicht übertakten möchte, dann hat man halt niedrigere Temperaturen wenn diese bevorzugt werden.

Das Risiko durchs köpfen oder der Garantie Verlust rechnet sich halt nicht wenn die Temperaturen bis 70 Grad noch ok sind.
 
Das Köpfen ist nur dadurch fürs OC sinnvoller, da es unter Stock keine Rolle spielt ob die CPU 60 Grad oder 70 Grad erreicht.
In diesem Sinn kann man auch köpfen wenn man nicht übertakten möchte, dann hat man halt niedrigere Temperaturen wenn diese bevorzugt werden.

Das Risiko durchs köpfen oder der Garantie Verlust rechnet sich halt nicht wenn die Temperaturen bis 70 Grad noch ok sind.

Ich habe ihn ja auch köpfen lassen, bin aber offen gestanden vom Ergebnis eher enttäuscht. Was meine Sensoren zumindest rausgeben, lässt für mich auf einen 'Gewinn' von 3-4 Grad schließen, allerdings habe ich da auch die Vermutung, dass die WLP nicht wirklich perfekt auf der CPU sitzt. Das das Auftragen von WLP aber für mich das 'schlimmste' beim Zusammenbau eines Rechner ist, lasse ich die aktuelle drauf. Bei BF1 komme ich laut der Sensoren nicht über 61 Grad, das reicht also dicke aus. Und das mit 4,4 Ghz auf allen Kernen.

Dem Blog-Beitrag nach können es aber auch 10 Grad mehr oder weniger sein :D
 
Habe da andere Erfahrungen mit machen können, mein 6700k ist auch geköpft und da hierdurch eine niedrige Temperatur erreicht werden kann wirkt sich das ganze auch auf die Spannung mit aus, denn eine kühlere CPU benötigt auch wiederum weniger Spannung was wiederum wieder eine noch geringere Temperatur herbeiführt und dies ganz egal mit welchem Takt die CPU läuft. Ohne Köpfen bin ich nicht über 4,7 GHz gekommen. Mit Köpfen waren 4,8 GHz mit drin und seit ich auf Wasserkühlung umgebaut habe komme ich sogar auf 4,9 GHz. Dementsprechend hat sich auch die Spannung mit weniger Takt geändert und darauf bezogen auch die Temperatur.

Momentan komme ich mit 4,5GHz OC nicht über 47 Grad unter Last mit nur 1,184v.
Ohne WaKü kam ich auf 56 Grad bei 1,200v(geköpft).

Ohne Köpfen lag ich mit dem selben Takt bei 1,272v und etwa 67 Grad.
In mein Fall wollte ich aber mehr OC raus holen, weshalb ich hauptsächlich geköpft habe, denn alles unter oder bis 75 Grad sehe ich als gut an(kühler ist immer besser...).
Bei meinen Angaben handelt es sich um Last z.B. innerhalb von Spielen, also kein PrimeTV. :)

PrimeTV ist mir auch nicht wichtig, spielt bei mir nur dann eine Rolle wenn ich die Spannung auf Stabilität auslote.
 
Also danke für die Tipps erst mal bis hierhin :). Heute Abend werde ich als erstes die Spannungen checken und bei Bedarf ein bisschen Undervolting betreiben. Anschließend lasse ich euch wissen, was dabei herausgekommen ist :)


Das Köpfen werde ich sein lassen, das habe ich noch nie gemacht (war bis jetzt auch nicht notwendig). Und nur mit Youtube Vids als Anleitung will ich meinen aktuell einzigen Prozessor der auf das Bord passt nicht verunstalten.

Zudem ist bezüglich der Temperaturen auch dieser Beitrag sehr interessant: http://extreme.pcgameshardware.de/b...alkis-blog-16-vertrauen-ist-gut-wirklich.html

Danke für den verlinkten Artikel, der hat so einige Fragen geklärt (z.B. das mit den Temperatursensoren).
 
Halte dich beim fixieren der Spannungen bzw. undervolting auch ruhig an diesen Guide: [HowTo] Intel Haswell OC Guide inkl. Haswell CPU OC-Liste

Besonderheit: die dort im ersten Teil genannten Spannungen, welche man als Standard anlegen soll, sind die vorgegebenen Werte laut Intel. Allerdings ist der V-Core mit 1.05 wirklich sehr niedrig für Devils Canyon und hat bei mir gar nicht erst funktioniert. Da würde ich ggf. mit 1.10 einsteigen.

Andererseits habe ich ein Asus ROG Mainboard mit Z97 Chipsatz, wo ich mir habe sagen lassen, das dort alle anderen Werte mit Auto bereits recht gut gewählt werden. Zudem hat Asus im BIOS noch das "Multicore-Enhancement", wo die Spannung bzw. Frequenz auf alle Kerne gleichmäßig verteit wird. Ich weiß nicht, wie sich das bei ASRock verhält.
 
Soo...
Jetzt gerade nach Hause gekommen und das System wieder so zusammengebastelt (siehe Anhänge).
Habe noch einen kleinen Fehler in der Verkabelung gefunden (ein Frontlüfter war gar nicht angeschlossen und der andere falsch) :klatsch:
Die Temperaturen liegen jetzt im "geht-so" Bereich. Eine Frage: In dem verlinkten Thread wird die Tj Max als Temperatur dargestellt, bei der sich der Prozessor runter taktet, die da zugrunde liegende Temperatur aber mittels einer Formel berechnet wird. Jetzt die Frage: Wo wird die Tcase ausgelesen, die Intel angibt?

Danke für alles bis jetzt (seid ein Top-Forum).

Gruß ex

Kleines Update: Ich bin einem Fehlerteufel aufgessen gewesen: Ich dachte das die Max Tcase der Kern Temperatur entspricht. Dem ist aber nicht so. Und ich kriege hier Panik....

Noch einmal danke an alle!
 

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Zuletzt bearbeitet:
So letztes Update von mir, dann gebe ich Ruhe:
Es lag an der Einstellung des Multiplikators des neuen MBs. Auf dem alten betrug die Default Einstellung x40 auf dem neuen x44 (der Turbo Mode war das nicht). DeathCracker hatte Recht: Das Profil war als "Standard" Eingestellt und taktete damit zu hoch. Einstellung auf x40 gesetzt -> 10-15 C° kühler.

Danke nochmal an alle Beteiligten!
 
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