I5 2500K fällt unter Last auf 3,3GHz

phippsroe

Schraubenverwechsler(in)
I5 2500K fällt unter Last auf 3,3GHz

Hallo,
ich hatte schon mit meinem alten Board (ASRock P67 Pro3) meinen I5 2500K erfolgreich übertaktet auf 105MHz x 43Multi bei 1,3v und war damit sehr zufrieden. Vor kurzem wechseslte ich nun mein Board und meinen RAM auf ein ASRock Z77 Pro3 mit 2x8GB G.Skill TridentX F3-2400.
Bei ersten Übertaktungsversuchen war ich extrem überascht mit wie wenig Spannung ich das System Stabil auch in höheren Taktungen stabil bekam, jedoch fielen mir dann merkwürdige Varhalten bei den Tests auf.

Sobald wie ich am BCLK drehe, bringt mir Prime95 nach ein paar Minuten "fatal Errors", auch schon bei 101MHz und mit mehr Spannung. Trotzdem gab es keine Bluescreens. Dann dachte ich mir muss ich halt darauf verzichten und nutze doch nur den Multiplikator...
Und damit zu meinem Hauptprobelm:
Ich bin jetzt bei 1,288v VCore bei "stabilen" 4500MHz, jedoch brechen diese nach ca. 5 Minuten Prime mal kurz auf 3300MHz zurück. Nachdem der Takt wieder ein paar Minuten auf 4500MHz lief fällt er wieder zurück, das wird dann im Verlauf des Testes immer häufiger und die 3300MHZ-Phasen halten länger an. Die Kerntemperaturen kommen dabei nicht über 64°C. Spiele ich "The Division" auf Ultra bleibt der Takt auch nach zwei Stunden noch konstant auf 4500MHz. Mit weniger Multi und weniger Spannung tritt das Problem auch auf, der Moment des runtertaktens kommt jedoch ein wenig später.
Zur Lösung habe ich Spannung bis auf 1,35v angehoben, Spannung etwas gesenkt, C-States ausgeschaltet, sehr viel gegoogelt und Forenbeiträge durchforstet. Beim googlen bin ich dann auf Temperaturprobleme mit Spannungswandlern gekommen. Die Temps habe ich dann mit HWiNFO64 ausgelesen: Motherboard, Auxilary, Systin1-3 gingen nicht über 60°.

Hier noch mein System:
I5 2500K
ASRock Z77 Pro3 mit BIOS P2.10
2x8GB G.Skill TridentX F3-2400
Asus Strix R9 390X
NT: BeQuiet 730Watt

Einstellungen:
45 x 100MHz
Additional Turbovoltage: +0,004V
Powerlimits auf 150W
Longduration Maintained: 1s
DRAM-Frequenz 2133
Timings: 9-11-11-31-2N
Offset: +0,010V
Bei den Spannungen habe ich alle Stock-Voltages übernommen
Ansonsten ist alles andere auf den Default-Werten oder Auto

Den Multi noch weiter hochnehmen könnte ich bestimmt mit mehr Spannung, halte ich aber nicht für nötig nur eine innere Stimme würde gern den BCLK noch ein wenig anheben, jedoch bekomme ich da die Fehlermeldungen in Prime95 und bei längerem MEMTESTs treten dann RAM-Fehler auf. Also würde ich mich auch schon mega freuen wenn ich die 4500MHz und zur Not auch weniger ohne Takteinbrüche stabil bekomme.

Ich schreibe nicht ganz so oft Forenbeiträge und hoffe ich habe hier alles verständlich aufgeführt. Ich bitte um eure Hilfe und sollte ich was vergessen haben, reiche ich weiter Angaben gerne nach.
 
AW: I5 2500K fällt unter Last auf 3,3GHz

Das klingt tatsächlich danach, dass eine Komponente ihr Temperaturlimit erreicht. Enthalten diese Sensoren
Motherboard, Auxilary, Systin1-3
sicher auch die VRMs? Die Namen sind ja leider sehr generisch.

Außerdem erinnere ich mich bei den großen Asrock-Boards daran, dass man in einem eigenen OC-Menü im BIOS Power Limits (kurz/lang) einstellen kann. Was steht dort genau? Du schreibst von einem Powerlimit von 150 Watt, warum ist das gesetzt? Die CPU zieht ja nicht mehr Strom durch ein höheres Limit.

Ansonsten die üblichen Verdächtigen getestet: Alle Stromsparmechanismen (nicht nur C-States) abschalten, Turbo deaktivieren, ...?
 
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Schonmal Danke für die schnell Antwort!

Irgendeine Temperatur wäre auch meine erste Vermutung, aber alle Sensoren die ich mit HWiNFO auslesen kann bleiben unter 70° , was ja für jede Komponente verträglich sein sollte.
Wie könnte ich denn sonst noch die Temperatur der VRMs feststellen? Ich weis leider nicht wie ich mehr Informationen aus dem Programm bekomme.

Im Text schrieb ich von den Powerlimits, damit meine ich dass ich bei beiden (short und long) 150 eingetragen habe, was ja locker reichen sollte. Allerdings gibt es bei mir auch noch "Primary Plane Current Limit" und "Secondary Plane Current Limit", die bei mir auf "auto" stehen weil ich damit nicht viel anfangen kann.

C-States hatte ich ja versucht, aber mit dem "Turbo deaktivieren": dafür müsste ich die "Intel Turbo Boost Technology" auf "disable" setzen richtig? Das kann ich mal probieren, jedoch würde ich gern so wie bei meinem alten Board das Heruntertakten auf 1600MHz beibehalten oder bringt das denn nicht wirklich ein Stromersparnis? Mein Rechner steht gelegentlich auch mal ne Stunde still.
 
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Irgendeine Temperatur wäre auch meine erste Vermutung, aber alle Sensoren die ich mit HWiNFO auslesen kann bleiben unter 70° , was ja für jede Komponente verträglich sein sollte.

Laut kurzer Google-Recherche drosselt das Board bei VRM-Temps > 65°. Wenn du jetzt einen Sensor hast, der das Verhalten
"steigt unter Vollast bis 65°C" -> "kurze Drosselung des Taktes" -> "Temp-Wert sinkt" -> "wieder 4,5 GHz"
zeigt, dann haben wir den Schuldigen.

Ehrlich gesagt tippe ich auch auf VRM. Auf den Bildern vom Board sehe ich 4+1 Phasen mit mäßiger Kühlung. Das mag @ Stock für den Sandy-i5 okay sein, für ordentliches OC aber nicht der Hit.

Ggfs. mal einen Lüfter darauf richten oder (natürlich nur testweise) bei Prime mit kalter Luft anblasen.

Im Text schrieb ich von den Powerlimits, damit meine ich dass ich bei beiden (short und long) 150 eingetragen habe, was ja locker reichen sollte.

TDP @ Stock sind 95 Watt. Fausregel: Der Stromverbrauch bei Vollast steigt quadratisch mit der Spannung und linear mit dem Takt. Sollte reichen, aber eine testweise Erhöhung führt auch nicht zu mehr Verbrauch.

"Primary Plane Current Limit" und "Secondary Plane Current Limit", die bei mir auf "auto" stehen weil ich damit nicht viel anfangen kann.

Ich nehme an, hier sind die erlaubten Stromstärken (Ampere) für CPU und iGPU gemeint. Mein Vorschlag: Finger weg! :D

dafür müsste ich die "Intel Turbo Boost Technology" auf "disable"

Ne - die Sandy Bridges wurden doch gerade übertaktet, indem man den Turbo für alle Kerne erhöht. Hast du so gemacht, nehme ich an? Ungünstig wäre es, wenn du irgendwo einen globalen Multiplikator erhöhst, aber dennoch den Stock Turbo Boost auf 3,7 GHz eingestellt lässt.
 
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TDP anheben hatte ich auch schon versucht auf 200W, das hatte nichts gebracht. Ich müsste da wohl unter 120W liegen.

Wie deaktiviere ich dann die "Turbofunktion"? Kann im BIOS bei "CPU Voltage" nur zwischen "Auto" und "Offset" wählen.
Ich habe logisch den standart Multi erhöht, so wie hier beschrieben: http://extreme.pcgameshardware.de/o...hes-ocing-von-sandy-bridge-k-prozessoren.html
Ich wüsste garnicht wie ich es andersrum anstelle^^

Ich hab grad nochmal Prime laufen lassen und hänge ein Bild an, damit man sieht nach welochen Temps ich mich richte. Bin mir ja auch nicht ganz sicher ob das die VRMs sind.

Thermalproblem 2500K.png

Ich versuch mal ein wenig mit der Belüftung zu spielen und gebe später an ob es was gebracht hat.
 
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Ok, hier ist wohl etwas Try & Error angesagt. Auf deinem HWInfo Screenshot sehe ich keinen Wert, der sich für die VRMs aufdrängt. Wenn andere Tools (AIDA, HWMonitor z. B.) auch keinen solchen Wert liefern, musst du damit leben, dass das Board keinen Messwert liefert. Die Überhitzung an dieser Stelle bleibt ein "heißer" Tipp ;).

Mit dem Turbo meinte ich folgendes: Auf den meisten Boards konnte man beim Sandy-OC einen globalen Multiplikator (CPU Multiplier) einstellen, bei dir wohl 45x. Zudem die Multiplikatoren beim 1/2/3/4-Core-Turbo. In der Regel wurde so übertaktet, dass man den globalen Multi auch als Turbo für alle Cores gesetzt hat (1/2/3-Core ggfs. noch darüber). So wurde erreicht, dass die CPU sich nur bei Last auf den Kernen hochtaktet.

Kontraproduktiv in deinem Fall wäre es jetzt, wenn du zwar den globalen Multi von 45x setzt, der Turbo auf den Kernen aber darunter liegt. Da das nächste von mir gebaute System mit der Plattform aber 600 Kilometer entfernt steht, würde ich vorschlagen, du schaust im BIOS nach :)
 
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Auf dem 77er Brett sind nur noch billige Dpak statt Lfpak Vrms verbaut. Das sollte das Problem erklären.

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Also ich hab jetz mal ein Thermofühler in die "Kühlrippen" des Kühlkörpers oberhalb der CPU gesteckt. Ich nehme an da sind die VRM drunter!? Und ja das ding wird knapp über 70° warm.
Da werd ich mal versuchen einen Fan drauf zu richten.
 
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Jetzt habe ich den kleinsten Lüfter den ich hier noch hatte auf den Kühlkörper des CPU-Kühlers geklebt, so dass der kleine Lüfter richtung dieser Spannungswandler/dem Kühlkörper oberhalb der CPU zeigt.
Siehe da: Der Takt fällt erst wesentlich später ab und dann auch nur kurz.

Fazit: Kein schönes Board das Z77 Pro3 !!!

Ich danke euch für eure Hilfe!
 
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