AW: [HowTo] Ivy Bridge & Z77, Overclocking für Jedermann auf GIGABYTE Z77X-UD3H
Ich habe einen i5 2500k auf einem GA Z77X-UD3H momentan mit 4,3 GHz bei 1,275V laufen. ...
Nun scheint mir bei meinem CPU der Schritt auf 4,4 bzw. 4,5 GHz praktisch unmöglich. Die 4,5 habe ich selbst bei 1,345V nicht dauerhaft stabil zum laufen bekommen und die Temps sind mit 70°+ unter Last ebenfalls durch die Decke gegangen. Habe ich hier möglicherweise einfach eine ziemlich schlechte CPU erwischt oder gibt es evtl. irgendwelche Einstellungen die ich ändern könnte um das ganze zum Laufen zu bekommen?
Außerdem würde ich noch gerne wissen welche Einstellungen bei den Loadline Calibrations empfohlen werden?
Ich frage zurück: warum 200 Mhz mehr, erwartest du eine Leistungssteigerung oder geht es um´s Prinzip ?
Aufgrund der linear steigenden Spannungserfordernisse ist das Übertakten ab einem bestimmten Punkt (umgekehrt) zunehmend ineffizient. LLC bringt dann nichts mehr, sondern dient m.M. vor allem der Spannungsbegrenzung für geringe Temperaturen. Weil Spannung (zu) hoch/niedrig ansetzen und dann über LLC versuchen, die Variabilität wieder "einzufangen" ist gerade bei aktiven Energiespareineinstellungen bzgl. Taktrate kontraproduktiv.
Meine Meinung: Entweder konsequent auf hohen Takt gehen und dann für diesen Betriebszustand optimieren. Oder auf Mischbetrieb (Idle bis OC) setzen und dann auf extreme Spannungsversorgung verzichten. Weil es real kaum was bringt, sondern nur unnötig Strom benötigt.
Temperaturen der CPU bleiben bei einem sehr leistungsfähigen Kühler zwar ggf. niedrig genug um sorgenfrei laufen zu lassen, aber die angelegten absoluten Spannungswerte sollte man dennoch nie aus den Augen verlieren. Extrem hohes LLC produziert in so einem Fall - maximales OC unter grenzwertiger Spannung
plus weitergehende Spannungserhöhung - schon mehr Risiken für eine CPU.
Sandy Bridge ist bekann dafür, pauschal deutlich mehr Spannung zu vertragen als Ivy Bridge, doch die individuelle CPU setzt die relevanten Grenzen. Hoffen ja, Prüfen besser. Im Falle des LLC: teste einmal die realen VCore bei 4,3 Ghz mit unterschiedlichen LLC-Einstellungen unter derselben Last-Software. Notiere dir die Unterschiede und lasse sie einfließen in das Feintuning. Im Zweifel würde ich stets die geringstmöglichen Spannungswerte nehmen zzgl. Toleranz. Das dann ausführlich Stabilitätstests unterziehen, falls dir ein Dauerbetrieb damit wichtig ist, für einmalige Benchmarks reichen dir ggf. niedriger angesetzte Stabilitätskriterien.
RAM nicht vergessen. Je höher der OC Takt, umso eher steigen unter Last auch (zu) scharfe RAM Timings mal aus. Natürlich abhängig von der Testmethode.