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Home-Server-System

Drizztly

PC-Selbstbauer(in)
Hallo,

ich benötige fachliche Hilfe bei der Zusammenstellung eines Systems für einen Home-Server. Ein NAS-System entspricht vermutlich nicht ganz den Anforderungen.

1) Was soll das System genau machen?
Es soll als Home-Server dienen, auf dem alle Daten wie Bilder, Videos, Filme und Musik zentral abgelegt werden können. Außerdem wären benutzerspezifische Ordner schön, um dort Dokumente, etc. ablegen zu können, die nur der Benutzer sehen kann.
Die zentral gelagerte Musik sollte für alle zur Verfügung stehen, es gibt sowohl Windows-PCs als auch Macs. Auch ein Zugriff über TV und BluRay-Player wäre klasse.
Besonders gut wäre ein iTunes-Server, da so ziemlich alle Benutzer iTunes für ihre Musik nutzen und ihre Endgeräte damit versorgen (iPhone, iPad und iPods)
Auch ein automatisches BackUp auf den Home-Server wäre klasse.

2) Gibt es besondere Anforderungen an die Hardware?
Nein, muss kein super-stromspar-Server sein dem die Leistung fehlt, aber die größte Energieverbrauchs-Schleuder mit viel zu viel Leistung natürlich auch nicht.

3) Gibt es besondere Anforderungen an die Software?
Wie oben beschrieben sollte wenn möglich ein iTunes-Server realisierbar sein

4) Was ist der preisliche Rahmen?
ist nicht direkt gesetzt (da ich keine Ahnung hab was es kosten "muss")

5) Wie soll auf das System zugegriffen werden?
Mit Windows-, OSX und TV-Geräten. Administration kann über Netzwerk als auch Tastatur und Maus erfolgen, das ist egal

6) Eigenbau oder Komplettsystem?
Eigenbau

7) Worauf sollen die Daten gespeichert werden? Wie viel Speicherplatz wird benötigt?
HDDs, vermutlich 2-4TB.

8) Wie ausfallsicher soll das System sein?
Sehr ausfallsicher, Datenverluste wären nicht so toll.

9) Wie performant soll das System sein?
Es sollte nicht zu Rucklern kommen wenn Filme über den TV oder PC abgespielt werden und Dateien sollten keine Ewigkeit brauchen um verfügbar zu sein.

Altlasten sind vorhanden, z.B. HDDs, Sockel 1155-H67-Mainboard, Gehäuse und Netzteile wären auch noch da.

Liebe Grüße
Drizztly
 
Zuletzt bearbeitet:
Legst du Wert auf ein bestimmtes Betriebssystem? Eine kurze Google-Suche ergab, dass sich ein iTunes- bzw. DAAP-Server sowohl unter Windows als auch unter Linux betreiben lässt.
Bezüglich Ausfallsicherheit / Datenverfügbarkeit: dieser Punkt bezieht sich darauf, ob es verschmerzbar ist, wenn das System bzw. die Daten mal für ein oder zwei Tage nicht verfügbar sind. Wenn dies wichtig ist, kann man über ein RAID(1,5,6) nachdenken.
In puncto Datensicherheit ist die einzige wirklich empfehlenswerte Lösung die, dass du dir eine externe Backupmöglichkeit (beispielsweise eine externe HDD) zulegst.

Was den Zugriff von anderen Geräten anbelangt, so kommt es darauf an, _wie_ diese Geräte auf die Daten zugreifen (können). Insbesondere Geräte wie Bluray-Player oder Fernseher sind da natürlich nicht so flexibel wie ein PC.

MfG Jimini
 
Nein, es muss kein bestimmtes OS sein. Wichtig wäre mir nur, dass ich als Laie auf dem Gebiet trotzdem nicht den Überblick verliere.

Es stellt kein Problem dar, wenn das System mal einen Tag oder Zwei nicht läuft, Wartungen müssen ja als auch gemacht werden.
Ja, die BackUp-HDD werde ich mir dann zulegen bzw. eine der HDDs zu Hause dafür verwenden.

Windows- und Mac-Geräte sollten am besten über den Explorer bzw. den Finder auf die Daten zugreifen können. Klasse wäre auch ein automatisches BackUp der Daten auf den PCs auf den Server, bzw. eine Sicherungskopie der OS-Partition für den Fall der Fälle.
 
Wenn es komplexer wird, würde ich bei einem Windows bleiben. Vor allem wenn du Nutzer-/Nutzungsberechtigungen einstellen willst, ist das unter Windows einfach komfortabler. Es gibt auch zig Anleitungen dazu. Du willst also auch, dass die User sich aufm Server anmelden ja? Weil das bei der Benutzung unterschiedlicher OS durchaus knifflig wird. Wenn du über Fernseher vom Server was ausgeben willst, dann würde ich das nur bedingt über W-LAN machen. Nutze da lieber dLan.

Also CPU kannst ein Pentium G2140 nehmen. Oder I3 und externe GraKa (irgendwelche passiv gekühlten kurzen Designs). 16GB RAM und ab dafür ^^. Kannst aber auch einen I5 mit "S" als Erweiterung nehmen oder waren es die "T"s, weiß es nicht genau.

Als Sicherheit kann er doch trotzdem das RAID nehmen. Sobald die Externe irgendwo angestöpselt wird, ist sie genauso sicher vor außen wie die anderen. Und Verschlüsseln könnte er ja auch noch, also die Festplatten. Die rote Reihe von WD z.B.
 
Dass sich User anmelden müssen, muss nicht sein. Ich dachte dabei nur an eine Art eigenen Ordner der geschützt und nur für den jeweiligen Nutzer verfügbar ist.
Der TV hängt via LAN-Kabel direkt am Router, WLAN und dLAN werden daher dafür nicht benötigt.

Würde auf jeden Fall gerne das Sockel 1155-Board nutzen wenn das möglich ist. Dann spare ich mir gleich Kosten für ein neues Board. Wofür wird die Grafikkarte benötigt? Nur zum konfigurieren am Server, oder hat sie für später einen Zweck? Ein paar Karten, auch eine passiv gekühlte, haben wir noch zu Hause.

Sind 16GB Pflicht? Oder würden es auch weniger tun? Ich frage nur interessehalber. Wenn ihr sagt, 16GB müssen da rein, kommen die da auch rein. Daran soll es nicht scheitern.

Die WD Red hab ich mir auch schon angeschaut - perfekt für solch einen Server würde ich sagen oder?
 
Nein, es muss kein bestimmtes OS sein. Wichtig wäre mir nur, dass ich als Laie auf dem Gebiet trotzdem nicht den Überblick verliere.
Zumindest das Einrichten der Fileserver-Funktionalität ist relativ schnell erledigt. Beim iTunes- / DAAP-Server weiß ich nicht, wie aufwändig das ist, aber ich gehe mal davon aus, dass auch das kein Wochenende verschlingen wird.
Windows- und Mac-Geräte sollten am besten über den Explorer bzw. den Finder auf die Daten zugreifen können.
Für Mac OS könntest du NFS nutzen, was meines Erachtens deutlich leichter einzurichten ist als der Samba-Server, welchen du für die Windows-Clients brauchst. NFS-Shares lassen sich dann auch "direkt" einbinden - wenn ich in meinem Homeverzeichnisse den Ordner "Dokumente" öffne, arbeite ich ab dem Moment eigentlich auf dem Fileserver, merke das aber gar nicht.
Klasse wäre auch ein automatisches BackUp der Daten auf den PCs auf den Server, bzw. eine Sicherungskopie der OS-Partition für den Fall der Fälle.
Vom OS würde ich in regelmäßigen Abständen (einmal im Monat oder so) ein Image ziehen und das dann auf dem Fileserver ablegen. Die anderen Daten kannst du beispielsweise mit einem rsync-fähigen Tool differenziell sichern.
Als Sicherheit kann er doch trotzdem das RAID nehmen. Sobald die Externe irgendwo angestöpselt wird, ist sie genauso sicher vor außen wie die anderen. Und Verschlüsseln könnte er ja auch noch, also die Festplatten. Die rote Reihe von WD z.B.
Ein RAID lohnt sich eigentlich nur, wenn Datenverfügbarkeit ein wichtiges Thema ist. Da man ohnehin Backups anlegen sollte, ist ein RAID also eher optional.
Dass sich User anmelden müssen, muss nicht sein. Ich dachte dabei nur an eine Art eigenen Ordner der geschützt und nur für den jeweiligen Nutzer verfügbar ist.
Mit NFS ist sowas zumindest IP-bezogen möglich (eine bestimmte IP-Adresse kann somit nur auf bestimmte Shares zugreifen), zudem kann über die Mountoptionen des Clients noch einiges einstellen.
Samba nutze ich hier nur für den seltenen Fall, dass mal ein Windows-Client im Netzwerk landet. Aber auch da kann man sehr viel einstellen und an den Berechtigungen drehen.
Wofür wird die Grafikkarte benötigt? Nur zum konfigurieren am Server, oder hat sie für später einen Zweck?
Eigentlich nur für die Ausgabe eines Bildes.
Sind 16GB Pflicht? Oder würden es auch weniger tun? Ich frage nur interessehalber. Wenn ihr sagt, 16GB müssen da rein, kommen die da auch rein. Daran soll es nicht scheitern.
Mein Debian-Fileserver mit 16TB brutto und ~25 Daemons hat 4GB RAM und läuft einwandfrei. 16GB solltest du aber auch unter Windows keineswegs brauchen - 4GB sollten da ausreichen, denke ich.
Die WD Red hab ich mir auch schon angeschaut - perfekt für solch einen Server würde ich sagen oder?
Meiner Meinung nach wird viel zu oft viel zu sehr darauf geschaut, dass man sich ja die "perfektesten" Platten für ein System holt. Aber auch mit einer Dauerbetrieb- und RAID-zertifizierten HDD kann es passieren, dass diese spontan abraucht. Daher würde ich einfach irgendwas leises und sparsames verbauen und mich auf die Backups konzentrieren.

MfG Jimini
 
Welches OS benötige ich denn als Basis für den Fileserver?
Die Systeme bei mir teilen sich in 3 Mac-Geräte und 4 Windows-Geräte auf, benötige ich dann nur für die Windows-Geräte Samba?

Hardwareseitig reicht also ein i3 mit 4GB RAM auf meinem So. 1155-Board?
Wir haben diverse HDDs zu Hause, jedoch sind das alles Unterschiedliche. Wie kann ich da dann ein ausreichend großes Speicherangebot für die Daten erstellen? Oder muss ich mir neue HDDs kaufen, alle vom selben Typ und selber Speicher?

Liebe Grüße
Drizztly
 
Da er das hier gerade erwähnt frage ich einfach mal kurz nach: Ich habe ebenfalls einen (Windows) Server und einige iTunes benutzer hier. Ich möchte gerne alle Musik zentral vom Server aus für iTunes zur Verfügung stellen. Das normale Freigeben per iTunes geht hier leider nicht, da wir alle unterschiedliche Apple IDs haben (echt sinnlos mit dieser Einschränkung :( ). Außer Musik sollen möglichst auch Playlists freigegeben werden können.
Firefly Media Server kann das eigentlich funktioniert aber leider seid iTunes 11 nicht mehr.
Kennt jemand eine andere alternative??
 
Welches OS benötige ich denn als Basis für den Fileserver?
Sowas kannst du mit jedem gängigen OS machen. Ich würde Linux nehmen, da NFS für die Clients meiner Meinung nach deutlich praktischer ist als Samba / CIFS.
Die Systeme bei mir teilen sich in 3 Mac-Geräte und 4 Windows-Geräte auf, benötige ich dann nur für die Windows-Geräte Samba?
Korrekt. Ich kenne zumindest keine Altenarnative, um unter Windows bequem direkt auf Dateien zugreifen zu können.
Hardwareseitig reicht also ein i3 mit 4GB RAM auf meinem So. 1155-Board?
Ich kenne zwar die Anforderungen des iTunes- / DAAP-Servers nicht, gehe jedoch nicht davon aus, dass dieser nennenswert Leistung frisst. Solltest du dich für Windows entscheiden, wird wahrscheinlich das OS die mit Abstand größten Ressourcenansprüche haben.
Wir haben diverse HDDs zu Hause, jedoch sind das alles Unterschiedliche. Wie kann ich da dann ein ausreichend großes Speicherangebot für die Daten erstellen? Oder muss ich mir neue HDDs kaufen, alle vom selben Typ und selber Speicher?
Hier kann ich nur für Linux sprechen - von Haus aus wird die Datenträgerverwaltung via LVM angeboten, JBOD wird auch unterstützt. Beide Lösungen ermöglichen das "Zusammenfassen" verschiedener Datenträger zu einem großen virtuellen Laufwerk.

Da er das hier gerade erwähnt frage ich einfach mal kurz nach: Ich habe ebenfalls einen (Windows) Server und einige iTunes benutzer hier. Ich möchte gerne alle Musik zentral vom Server aus für iTunes zur Verfügung stellen. Das normale Freigeben per iTunes geht hier leider nicht, da wir alle unterschiedliche Apple IDs haben (echt sinnlos mit dieser Einschränkung :( ). Außer Musik sollen möglichst auch Playlists freigegeben werden können.
Firefly Media Server kann das eigentlich funktioniert aber leider seid iTunes 11 nicht mehr.
Kennt jemand eine andere alternative??
Das geht eventuell mit dem schon oben erwähnten DAAP-Server (ich bin kein iTunes-Nutzer und kann mich daher nur auf Google berufen). Mache im Falle von Rückfragen aber am besten einen eigenen Thread unter "Tools, Anwendungen und Sicherheit" auf, da es hier sonst unübersichtlich wird. :)

MfG Jimini
 
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