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Software-Overclocker(in)
Ich glaube hier herrscht etwas Verwirrung was das bedeutet: Gestrichen wird nur die offizielle Unterstützung für 486er Systeme. Das heißt nur: Bei neuen Releases wird der Kernel nicht mehr auf (emulierten) 486er Systemen getestet und dementsprechend wird der Code auch nichtmehr so angepasst, dass er auf 486er Systemen läuft. Es steht jedem weiterhin offen den Kernel auf ein 486er Zielsystem zu kompilieren, ob das dann Fehlerfrei funktioniert ist aber offen. Je weiter die Kernel Entwicklung vorranschreitet desto wahrscheinlicher wird, dass man selbst nacharbeiten muss. Die speziell für den 486er eingefügten Codepfade werden entfernt, denn die wären absolut obsolet in den Sources mitzuschleppen wenn ein kompilieren auf diese Architektur nichtmehr vorgesehen ist. Genau wie beim 386er Support Ende kann es hier eine Gruppe von Menschen geben, die Willens sind diese Aufgabe weiterzuverfolgen. Es heißt einfach nur, dass sich ab hier die Wege der Linux-Kernel Entwicklung und der 486er trennen. Wenn es einen 486er Fork gibt, dann werden diese die letzte Version mit 486er Unterstützung als Basis nehmen und zukünftige neuerungen im Kernel selbst in ihren Fork einpflegen müssen, das kann einfach sein, wenns ohne Anpassungen funktioniert, das kann kompliziert werden wenn Anpassungen extra für den 486er notwendig sind. Und genau um diese Arbeitszeit gehts, die will man weg von den offiziellen Kernel Maintainern nehmen. (aktuelles) Linux auf 486er CPUs stirbt erst dann wenn niemand mehr gewillt ist das weiterzupflegen, solange es noch Menschen gibt, die da ein Interesse dran haben wird sich daran aber erstmal nichts ändern, nur, dass es eben nichtmehr auf der offiziellen Ebene passiert, sondern auf der Seite derer, die am Fortbestehen irgendein Interesse haben. Das kann eben auch bedeuten, dass eben Entwickler das zukünftig stemmen müssen, die dafür von denen bezahlt werden, die ein finanzielles Interesse am Fortbestehen haben, aktuell wird dafür mitunter aber eben auch Geld der Linux-Foundation und anderen Geldgebern genutzt, die die bezahlten Kernel-Entwickler finanzieren, die wiederum dann Zeit aufbringen müssen ein Codepfad für ein System zu pflegen, dass nur sehr sehr sehr wenige überhaupt noch nutzen.


