Hartz-IV nur fünf Jahre - danach ist Schluss

AW: Hartz-IV nur fünf Jahre - danach ist Schluss

Trotzdem ist das US Gesundheitswesen immer noch extrem teuer, weil sie unter den gleichen Problemen leiden wie auch Deutschland. Im Vergleich zu anderen Ländern sind Medikamente und Behandlungen einfach unverhältnismäßig teurer.
Fahr mal in die Niederlande und schaue, was dort die Medikamente kosten und dann, was sie bei uns kosten. :(
Hier haben die Lobbyisten ganze Arbeit geleistet. :daumen2:

Auch ein passendes Beispiel dazu ist der Import von umgelabelten Medikamenten. So kannst du z.B. eine Aspirin-Packung erwerben, die für den griechischen Markt bestimmt war und schließlich als Reimport wieder zurück nach D kam. Am Ende kannst du diese Packung dann in Deutschland günstiger erwerben, als jene Packung, welche nur für den hiesigen Markt produziert wurde. Inhaltstoffe, etc. sind gleich - nur die Packungsaufschrift ist etwas anders sowie der Aspekt, dass diese Packung viel reisen durfte.

In den USA haben die Menschen natürlich auch ein wenig über ihre Verhältnisse gelebt, haben Kredite aufgenommen, die sie nie zurück zahlen können (dafür muss ich kein Banker sein um das zu erkennen), aber sie haben sich von den Banken und deren Versprechen blenden lassen (was ja bei uns inzwischen nicht mehr anders ist, da beraten Banker nur noch solche Sachen, von denen sie selbst am meisten profitieren).
Tja, der Irrsinn fing damit an, dass die Banken Kredite und Verbindlichkeiten ohne Rücklagen eingegangen sind. So haben (junge) Leute Häuser gekauft, ohne einen einzigen Dollar an Eigenkapital aufzubringen. Dafür hingegen hatten sie ein Haus sowie einen teuren Kredit. Welche Folgen das haben kann, hat sich ja seit 2007 bestens gezeigt.
Anderseits muss man die Leute auch irgendwie verstehen. Ich habe selbst gesehen wie hoch die Mietpreise dort drüben sind. Dagegen sind die hiesigen Preise - selbst in Städten wie München - noch super günstig. Wenn man dieses Geld aufbringt, welches häufig auch per Vorkasse für 6 bzw. 12 Monate aufgebracht werden muss, dann muss man sich nicht wundern, weshalb die Leute dann eher zu einem deutlich günstigeren Eigenheim tendieren. Nur, diese Rechnung geht eben nur auf so lange man einen gesicherten Job vorweisen kann und die Ratenzahlung schön brav abstottern kann. Wehe dem, wer nicht...

Und das Dilemma bei Westerwelle ist eher, dass er einfach keine Ahnung hat, wie die Leute denn so von Hartz 4 leben. Man muss sich nur mal den Werdegang von Guido anschauen, der ist nach seinem Studium Berufspolitiker geworden, der kennt nichts anderes.
Und kritisieren muss man bei Westerwelle eben auch, dass er nur die Hartzer angegriffen hat, nicht aber die, die den Staat "von oben" schädigen, durch Steuerhinterziehung.

Ich denke dieses Problem haben viele.

Als J. Ackermann von der Schweiz nach Deutschland wechselte betonte er auch, dass es für ihn einen Gehaltsanstieg geben müsse. Andernfalls würde er Schwierigkeiten haben einen neuen Job zu suchen, da er sich sinnbildlich unter Wert verkaufen würde. Sicherlich, vom Kern hat er nichts anders gemeint, als viele andere auch, die von einem Unternehmen zum nächsten wechseln. Jeder erhofft sich irgendwie einen Vorteil - sei es im Gehalt oder anderswo. Der Unterschied ist aber wohl, dass der normale Angestellte keine (nunmher) 14Mio. im Jahr verdient. Dadurch wird das Bild automatisch verzerrt.
Ähnlich haben auch die Führungskräfte bei der Commerzbank argumentiert, als sie um eine Erhöhung der auf 500.000 Euro beschränkten Vorstandsgehälter plädiert haben. Durch eine solche Sockelung würde man eine Abwanderung der besten Arbeitskräfte riskieren. Selbige Aussagen gab es auch bei den Gehältern rund um der Dresnder Kleinwort und anderen Investmentbankern.

Im Grunde haben ja alle irgendwo recht, doch die Frage ist vielmehr, wie eben eine Aussage getroffen wird. Zu schnell kann ein falsches Wort zu Unruhen führen. Als Hannelore Kraft kurz nach Westerwelles Aussage ein kurzes Spiegel-Interview gab war der Aufschrei auch sofort erkennbar, obwohl die Aussage selbst deutlich weniger provokant formuliert war. Solche Diskussionen zeigen eben, dass man nicht einfach aussprechen kann, was man denkt. Stattdessen muss man seine Wörter mit Bedacht wählen, dass keine Missverständnisse entstehen. Und genau das ist nicht geschenen.
 
AW: Hartz-IV nur fünf Jahre - danach ist Schluss

Das Problem in Deutschland ist auch, dass die Politiker immer nur von einer Wahl bis zu nächsten Wahl regieren und dann Wahlkampf machen und ich rede jetzt nicht von Bundestagswahlen.
Heute ist doch jede Landtagswahl "kursentscheidend" für die Regierung.
Damit sollte man mal endlich aufhören und alle Wahlen am gleichen Tag abhalten.

Die Bezahlung in den Chefetagen hat sich aber auch extrem gewandelt. Es geht nur noch über Erfolgsprämien. Das Grundgehalt von Ackermann ist, wenn ich mich nicht irre, recht niedrig (relativ gesehen), er verdient durch seinen Bonus sehr viel und diesen Erfolg verdankt er letzendlich den Investmentbankern in London (daher sagte er auch mal, dass er eigentlich nur diese Banker braucht).
Aber genau das läuft in Deutschland falsch ab, denn selbst wenn die Firma Verluste macht, bekommen die Chefs trotzdem ihre Bonuszahlungen, was aber eigentlich nicht sein kann.
Dann wird argumentiert, dass es ja um das vorherige Geschäftsjahr ging, da gings der Firma noch gut.
Folglich müsste es dann im folgendem Jahr keine Bonuszahlungen geben, es gibt aber trotzdem welche. :(

Gegen Rentner kann niemand Politik machen, denn erstens gehen Rentner regelmäßig zur Wahl und zweitens sind sie sehr stabil mit dem, was sie wählen.
In 20-25 Jahren, wenn diese "stabile" Wählerschicht weggestorben ist, werden auch die Volksparteien ein großes Problem bekommen.
Das kann man auch jetzt schon im Osten sehen, dort haben CDU/SPD nicht die Vergangenheit wie im Westen und daher sind sie in einigen Ländern auch nur schwach vertreten.

Aber auch die Hartzer sind wähler und man muss aufpassen, dass sie nicht zu irgendwelchen Parteien ziehen, die man lieber nicht im Bundestag/Landtag haben will.
 
AW: Hartz-IV nur fünf Jahre - danach ist Schluss

Das Problem in Deutschland ist auch, dass die Politiker immer nur von einer Wahl bis zu nächsten Wahl regieren und dann Wahlkampf machen und ich rede jetzt nicht von Bundestagswahlen.
Heute ist doch jede Landtagswahl "kursentscheidend" für die Regierung.
Damit sollte man mal endlich aufhören und alle Wahlen am gleichen Tag abhalten
Ja, das ist in der Tat sehr auffällig. Jede einzelne Wahl wird als kursentscheidend und als bundespolitisch eingestuft. Sei es nun eine Europawahl, eine Landtagswahl oder gar Wahlen auf kommunaler Ebene. Ähnliches zeigte sich ja auch gerade in Frankreich.
Allerdings, durch die NRW Wahl könnten sich u.U. die Kräfte im Bundesrat neu ordnen. Dies wäre dann in der Tat auch bundespolitisch bedeutsam.

Die Bezahlung in den Chefetagen hat sich aber auch extrem gewandelt. Es geht nur noch über Erfolgsprämien. Das Grundgehalt von Ackermann ist, wenn ich mich nicht irre, recht niedrig (relativ gesehen), er verdient durch seinen Bonus sehr viel und diesen Erfolg verdankt er letzendlich den Investmentbankern in London (daher sagte er auch mal, dass er eigentlich nur diese Banker braucht).
Das ist richtig. Die Gesamtvergütung lag aktuell bei Ackermann bei 9,4 Mio. Euro, wobei allerdings das Fixgehalt als solches mit 1,4 Mio. vergleichsweise gering ausfiel. Bei anderen DAX-Vorständen sieht es ähnlich aus.

Aber genau das läuft in Deutschland falsch ab, denn selbst wenn die Firma Verluste macht, bekommen die Chefs trotzdem ihre Bonuszahlungen, was aber eigentlich nicht sein kann.
Dann wird argumentiert, dass es ja um das vorherige Geschäftsjahr ging, da gings der Firma noch gut.
Folglich müsste es dann im folgendem Jahr keine Bonuszahlungen geben, es gibt aber trotzdem welche. :(
Tja, manche Firmen sind nun übergegangen und lassen die Aktionäre über die Vorstandsgehälter abstimmen. Ansonsten sind in erster Linie der Aufsichtsrat sowie evt. noch große strat. Investoren gefragt, welche natürlich auch einen Anreiz an profitablen Ergebnissen haben. Und wenn nicht, dann werden die Betroffenen geködert, doch noch erfolgswirksam zu handeln. Bei anderen Firmen (z.B. Siemens) werden die Aufsichtsräte nunmehr am Erfolg gemessen.


Gegen Rentner kann niemand Politik machen, denn erstens gehen Rentner regelmäßig zur Wahl und zweitens sind sie sehr stabil mit dem, was sie wählen.
In 20-25 Jahren, wenn diese "stabile" Wählerschicht weggestorben ist, werden auch die Volksparteien ein großes Problem bekommen.
Volksparteien messen sich auch stets an der 40%-Marke. Ob das bei einem 5-Fraktionen-System im Bund wirklich noch aktuell ist, wird sich bei den kommenden Wahlen wohl auch wieder zeigen müssen... Aber gerade für kleinere Parteien wird es zukünftig wohl einfacher werden, sich auf bestimmte Wählerschichten zu spezialisieren. Für die beiden Volksparteien wird es dadurch noch etwas schwieriger, sich zu differenzieren und sich zugleich an der breiten Bevölkerung zu orientieren. Insofern denke ich, dass sich die Parteienlandschaft in den kommenden 10 bis 20 Jahren insgesamt etwas neu orientieren werden muss.
 
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Allerdings, durch die NRW Wahl könnten sich u.U. die Kräfte im Bundesrat neu ordnen. Dies wäre dann in der Tat auch bundespolitisch bedeutsam.

Tja, wieder so eine Sache, die mich stört. Den Einfluss des Bundesrats haben wir ja nur den Siegermächten im WW2 zu verdanken. :(
Aber letztendlich kann sich bei jeder Landtagswahl die Kräfteverhältnisse wieder ändern, sei es nich bei der NRW Wahl, dann eben bei der nächsten, usw.
Sinnvoller wird es deswegen nicht.
Man hat sowieso seit Jahren den Eindruck, dass Polotiker eh nur von einer Wahl zu nächsten denken. Auch die Aussage von Merkel, dass sie mit den Steuersenkungen bis zur Steuerschätzung warten will (die ja erst nach der NRW Wahl sein wird) ist auch mehr ein Armutszeugnis und zeigt ihre Inkompetenz, wenns darum geht Klarheit zu schaffen.

Tja, manche Firmen sind nun übergegangen und lassen die Aktionäre über die Vorstandsgehälter abstimmen. Ansonsten sind in erster Linie der Aufsichtsrat sowie evt. noch große strat. Investoren gefragt, welche natürlich auch einen Anreiz an profitablen Ergebnissen haben. Und wenn nicht, dann werden die Betroffenen geködert, doch noch erfolgswirksam zu handeln. Bei anderen Firmen (z.B. Siemens) werden die Aufsichtsräte nunmehr am Erfolg gemessen.

So weit ich weiß, entscheidend der Aufsichtsrat über die Vergütung des Vorstandes. Da aber bei den Dax Unternehmen Vorstandsmitglieder einer Firma im Aufsichtsrat einer anderen sitzen, schanzen sie sich gegenseitig die hohen Gehälter zu. Die Aktionäre nicken nur ab, denn leider orientiert sich ja alle an die USA, deren Vorstandgehälter ja schon seit Jahren völlig abgedriftet sind.
Die Banken jonglieren mit virtuellem Geld umher, das dem Wert der tatsächlich produzierten Ware um ein vielfaches übersteigt (den genauen Wert kenne ich jetzt nicht, aber ich glaube, es ist das 20fache) und sind dann tatsächlich so blauäugig im Glauben, dass das "Werte" sind, mit denen sie agieren.
Aber jeder BWL Student im ersten Semester weiß doch, dass der Akrienwert von Google nicht gleichzusetzen ist mit dem tatsächlichen Wert der Firma.

Insofern denke ich, dass sich die Parteienlandschaft in den kommenden 10 bis 20 Jahren insgesamt etwas neu orientieren werden muss.

Damit rechne ich fest und wie es derzeit aussieht, ist die SPD meilenweit davon entfernt, irgendwann einmal wieder einen Kanzler zu stellen.
Es ist aber interessant, wie die Richtung aussehen wird. Nach der NRW Wahl wird man sicher ein ersten Bild zeichnen können.
 
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Immer wieder interessant, wie über H4 Empfänger gedacht wird.

Als erstes Mal, wer Arbeiten geht, und zu wenig bekommt, der kann zur Arge gehen, und aufstocken, und hat am Ende mehr.
Scheinbar stellen sich das viele auch recht toll vor, H4 Empfänger zu sein. Man bekommt die Massen an Geld in den Arsch geschoben, und braucht nichts für zu machen.
Erstens muss man sich um Arbeitsplätze kümmern. Was es brignt ist erstmal egal.
Zweitens solltet ihr auch mal an die Geistige Degeneration der Leute denken. Man wird nicht schlauer, wenn man nichts macht. Deswegen habens wollen Langzeitarbeitslose auch einfach nciht mehr Arbeiten, die haben sich damit abgefunden.
Außerdem hat doch eine FDP gesagt: Arbeit muss sich wieder lohnen.
Nun Frage ich mich, ob sich die Arbeit mehr lohnt, wenn ein H4 Empfänger weniger bekommt, oder wenn ein Arbieter mehr bekommt? Ich glaube letzteres lohnt sich für den Arbeiter mehr, denn er kann sich mehr leisten. Er kann sich aber nicht mehr leisten, wenn ein H4 Empfänger weniger hat.
Und unsere hoch Intelligenten Leute wie der nette Professor oder Herr Sarazin, die beide nicht wissen, wie man sich gesund von H4 ernähren soll, aber ganz genau wissen, dass H4 zu lange und zu viel gezahlt wird. Diese Vorschläge kommen immer von Leuten, die des Geldes zu viel haben.
Außerdem geh mal Arbeit suchen. Die steht nicht an jeder Ecke. Oder meint ihr, 7,5Mio Leute wollen alle nicht arbeiten gehen (die Zahl ist realer als der Mist der Bundesagentur für Arbeit).
Frag mal ne junge Mutter mit Kind, wie gut die ne Arbeit findet, oder einen Ausbildungsplatz, wird nicht gerne genommen, da sie ja immer wegen Kind weg ist.
 
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