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AW: Hartz-IV nur fünf Jahre - danach ist Schluss
Auch ein passendes Beispiel dazu ist der Import von umgelabelten Medikamenten. So kannst du z.B. eine Aspirin-Packung erwerben, die für den griechischen Markt bestimmt war und schließlich als Reimport wieder zurück nach D kam. Am Ende kannst du diese Packung dann in Deutschland günstiger erwerben, als jene Packung, welche nur für den hiesigen Markt produziert wurde. Inhaltstoffe, etc. sind gleich - nur die Packungsaufschrift ist etwas anders sowie der Aspekt, dass diese Packung viel reisen durfte.
Anderseits muss man die Leute auch irgendwie verstehen. Ich habe selbst gesehen wie hoch die Mietpreise dort drüben sind. Dagegen sind die hiesigen Preise - selbst in Städten wie München - noch super günstig. Wenn man dieses Geld aufbringt, welches häufig auch per Vorkasse für 6 bzw. 12 Monate aufgebracht werden muss, dann muss man sich nicht wundern, weshalb die Leute dann eher zu einem deutlich günstigeren Eigenheim tendieren. Nur, diese Rechnung geht eben nur auf so lange man einen gesicherten Job vorweisen kann und die Ratenzahlung schön brav abstottern kann. Wehe dem, wer nicht...
Ich denke dieses Problem haben viele.
Als J. Ackermann von der Schweiz nach Deutschland wechselte betonte er auch, dass es für ihn einen Gehaltsanstieg geben müsse. Andernfalls würde er Schwierigkeiten haben einen neuen Job zu suchen, da er sich sinnbildlich unter Wert verkaufen würde. Sicherlich, vom Kern hat er nichts anders gemeint, als viele andere auch, die von einem Unternehmen zum nächsten wechseln. Jeder erhofft sich irgendwie einen Vorteil - sei es im Gehalt oder anderswo. Der Unterschied ist aber wohl, dass der normale Angestellte keine (nunmher) 14Mio. im Jahr verdient. Dadurch wird das Bild automatisch verzerrt.
Ähnlich haben auch die Führungskräfte bei der Commerzbank argumentiert, als sie um eine Erhöhung der auf 500.000 Euro beschränkten Vorstandsgehälter plädiert haben. Durch eine solche Sockelung würde man eine Abwanderung der besten Arbeitskräfte riskieren. Selbige Aussagen gab es auch bei den Gehältern rund um der Dresnder Kleinwort und anderen Investmentbankern.
Im Grunde haben ja alle irgendwo recht, doch die Frage ist vielmehr, wie eben eine Aussage getroffen wird. Zu schnell kann ein falsches Wort zu Unruhen führen. Als Hannelore Kraft kurz nach Westerwelles Aussage ein kurzes Spiegel-Interview gab war der Aufschrei auch sofort erkennbar, obwohl die Aussage selbst deutlich weniger provokant formuliert war. Solche Diskussionen zeigen eben, dass man nicht einfach aussprechen kann, was man denkt. Stattdessen muss man seine Wörter mit Bedacht wählen, dass keine Missverständnisse entstehen. Und genau das ist nicht geschenen.
Trotzdem ist das US Gesundheitswesen immer noch extrem teuer, weil sie unter den gleichen Problemen leiden wie auch Deutschland. Im Vergleich zu anderen Ländern sind Medikamente und Behandlungen einfach unverhältnismäßig teurer.
Fahr mal in die Niederlande und schaue, was dort die Medikamente kosten und dann, was sie bei uns kosten.
Hier haben die Lobbyisten ganze Arbeit geleistet.![]()
Auch ein passendes Beispiel dazu ist der Import von umgelabelten Medikamenten. So kannst du z.B. eine Aspirin-Packung erwerben, die für den griechischen Markt bestimmt war und schließlich als Reimport wieder zurück nach D kam. Am Ende kannst du diese Packung dann in Deutschland günstiger erwerben, als jene Packung, welche nur für den hiesigen Markt produziert wurde. Inhaltstoffe, etc. sind gleich - nur die Packungsaufschrift ist etwas anders sowie der Aspekt, dass diese Packung viel reisen durfte.
Tja, der Irrsinn fing damit an, dass die Banken Kredite und Verbindlichkeiten ohne Rücklagen eingegangen sind. So haben (junge) Leute Häuser gekauft, ohne einen einzigen Dollar an Eigenkapital aufzubringen. Dafür hingegen hatten sie ein Haus sowie einen teuren Kredit. Welche Folgen das haben kann, hat sich ja seit 2007 bestens gezeigt.In den USA haben die Menschen natürlich auch ein wenig über ihre Verhältnisse gelebt, haben Kredite aufgenommen, die sie nie zurück zahlen können (dafür muss ich kein Banker sein um das zu erkennen), aber sie haben sich von den Banken und deren Versprechen blenden lassen (was ja bei uns inzwischen nicht mehr anders ist, da beraten Banker nur noch solche Sachen, von denen sie selbst am meisten profitieren).
Anderseits muss man die Leute auch irgendwie verstehen. Ich habe selbst gesehen wie hoch die Mietpreise dort drüben sind. Dagegen sind die hiesigen Preise - selbst in Städten wie München - noch super günstig. Wenn man dieses Geld aufbringt, welches häufig auch per Vorkasse für 6 bzw. 12 Monate aufgebracht werden muss, dann muss man sich nicht wundern, weshalb die Leute dann eher zu einem deutlich günstigeren Eigenheim tendieren. Nur, diese Rechnung geht eben nur auf so lange man einen gesicherten Job vorweisen kann und die Ratenzahlung schön brav abstottern kann. Wehe dem, wer nicht...
Und das Dilemma bei Westerwelle ist eher, dass er einfach keine Ahnung hat, wie die Leute denn so von Hartz 4 leben. Man muss sich nur mal den Werdegang von Guido anschauen, der ist nach seinem Studium Berufspolitiker geworden, der kennt nichts anderes.
Und kritisieren muss man bei Westerwelle eben auch, dass er nur die Hartzer angegriffen hat, nicht aber die, die den Staat "von oben" schädigen, durch Steuerhinterziehung.
Ich denke dieses Problem haben viele.
Als J. Ackermann von der Schweiz nach Deutschland wechselte betonte er auch, dass es für ihn einen Gehaltsanstieg geben müsse. Andernfalls würde er Schwierigkeiten haben einen neuen Job zu suchen, da er sich sinnbildlich unter Wert verkaufen würde. Sicherlich, vom Kern hat er nichts anders gemeint, als viele andere auch, die von einem Unternehmen zum nächsten wechseln. Jeder erhofft sich irgendwie einen Vorteil - sei es im Gehalt oder anderswo. Der Unterschied ist aber wohl, dass der normale Angestellte keine (nunmher) 14Mio. im Jahr verdient. Dadurch wird das Bild automatisch verzerrt.
Ähnlich haben auch die Führungskräfte bei der Commerzbank argumentiert, als sie um eine Erhöhung der auf 500.000 Euro beschränkten Vorstandsgehälter plädiert haben. Durch eine solche Sockelung würde man eine Abwanderung der besten Arbeitskräfte riskieren. Selbige Aussagen gab es auch bei den Gehältern rund um der Dresnder Kleinwort und anderen Investmentbankern.
Im Grunde haben ja alle irgendwo recht, doch die Frage ist vielmehr, wie eben eine Aussage getroffen wird. Zu schnell kann ein falsches Wort zu Unruhen führen. Als Hannelore Kraft kurz nach Westerwelles Aussage ein kurzes Spiegel-Interview gab war der Aufschrei auch sofort erkennbar, obwohl die Aussage selbst deutlich weniger provokant formuliert war. Solche Diskussionen zeigen eben, dass man nicht einfach aussprechen kann, was man denkt. Stattdessen muss man seine Wörter mit Bedacht wählen, dass keine Missverständnisse entstehen. Und genau das ist nicht geschenen.
