Muss denn hier schon wieder so agressiv rumgepöbelt werden?
Es ist technisch gesehen ganz simpel: Zu jeder Architektur gibts nen High-End, nen Mittelklasse und einen (evtl. mehrere) Einsteigerchip.
Bei NVidia nach aktuellem Namensschema einfach zu erkennen an der letzten Ziffer des Chipnamens:
0 = Großer Chip
4 = Mittlerer Chip
7/8 = Kleine Chips
Wie die Karten verkauft werden sprich welche Trivialnamen sie erhalten reichtet sich nach dem Markt und der Konkurrenz. Ist diese stark so muss man sofort den dicksten Bringen und entsprechend labeln:
GF100/110 = GTX480/580 und GTX470/570
GF104 = GTX460/560(Ti)
usw.
Ist die Konkuttenz schwach kann man den dicksten in der Schublade lassen und nennt die kleinen eben High-End:
GK104 = GTX680
GM204 = GTX980
Vorteil: Man bekommt 500+€ für einen günstigen Mittelklassechip und kann später den dicken (GK110) als GTX780(Ti) und Titan bringen.
Es liegt nahe, dass NVidia abhängig von der Stärke der neuen R9 300er von AMD eben sein Portfolio ausrichtet und den (längst fertigen, das Tape-out war im Spätsommer letztes Jahr!) GM200 als GTX980Ti oder Titan2 oder GTX1080 oder was auch immer vermarktet. DAS ist dann der High-End Chip von Maxwell, NACHDEM man von so Affen wie mir schon 500€ für den kleineren GM204 verlangt hat.
Nun ist es eben architektonisch so, dass neben der Shaderzahl bei den "dicken" auch andre Dinge wie das Speicherinterface oder bestimmte Performancebereiche anders aussehen als bei den Mittelklassechips. Deswegen KANN es passieren, dass bei bestimmtem Workload der GK110 (GX780Ti) schneller ist als der GM204 (GTX980) - eben wenn der Workload genau das braucht was beim Mittelklassechip beschnitten ist (etwa unkomprimierbare Bandbreite, wo die GTX780Ti 50% (!) mehr hat als die 980 oder Texelfüllrate wo die 780Ti 46% mehr hat). Das ist die Ausnahme aber eben möglich.