Grundfragen zu SSDs mit intel Z68, Z77 oder X79?

T

Tim1974

Guest
Hallo,

was mich nach wie vor am meisten nervt sind die subjektiv empfunden lahmen Festplatten in meinen PCs.
Allerdings hab ich die Entwickelungen auf dem Gebiet der SSDs irgendwie verschlafen und davon leider keine große Ahnung. Ich habe mal gehört mit meinem Chipsatz (Z68) könne ich auch ein SSD mit einer Festplatte kombinieren und so von beiden die Vorteile nutzen, stimmt das?
Ideal wäre dann wohl die Speicherkapazität der Festplatte und die Geschwindigkeit des SSDs zu vereinen, ist das in der Praxis so möglich, oder liegt die Leistung dann irgendwo in der Mitte zwischen SSD und Festplatte?

Als weiteres beschäftigt mich die Datensicherheit. Ist ein SSD wesentlich unsicherer als eine aktuelle SATA2/3-Platte?

Ist es Eurer Meinung nach absehbar, das Festplatten in Zukunft vom Markt durch SSDs verdrängt werden?

MfG. Tim
 
Das was Z68 kann ist völlig uninterssant bei den doch mittlerweile günstigen 64 GB SSDs. Gedacht war eine günstige 10-20 GB SSD als Cache der Festplatte zu nutzen aber für 70 Euro kannst du dir auch eine kaufen die groß genug ist um das ganze OS mit Programmen drauf zuschmeissen und da geht Speed mässig nix drüber.

Das es in den nächsten 2-3 Jahren 1-2 TB SSDs im Preissegement heutiger HDDs geben wird halte ich eher für unwahrscheinlich.
 
Wie mein Vorredner schon sagt, ist das Feature für SSDs vorgesehen, die relativ. klein bemessen sind und als Cache für eine HDD herhalten.

Bei den aktuellen Preisen kann man sich gleich eine 64 oder gar 128GB SSD holen (je nach Budget) und das komplette System samt aller Programme darauf installieren.

Was die Datensicherheit angeht, sind theoretisch SSDs nicht so lange haltbar wie HDDs. Da aber auch deren Haltbarkeit mit 5-8 Jahren immernoch in einem Bereich befindet nach dem man sich ohnehin nach neuen Speichern umschaut, halte ichndie Lebensdauer für fast unwichtig. Bis die SSD defekt ist gibt es neue mit weiterentwickelten Controllern usw. und die Preise werden auch noch etwasmfallen in den nächsten Jahren.

Werden SSD deutlich günstiger, werden Sie irgendwann HDDs zumTeil verdrängen. Vor allem als Systemdatenträger wird dies auf jeden Fall passieren. Für große Datenmengen werden die herkömmlichen HDDs mit mittlerweile 4TB wohl noch eine Weile interessant bleiben, vor allem wenn sie dann auch mal günstiger werden.

Fazit: Als Systemlplatte würde ich eine SSD mit mind. 64GB immer bevorzugen.
Zur Datenspeicherung/-sicherung bleiben herkömmmliche HDDsauch weiterhin erste Wahl.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie mein Vorredner schon sagt, ist das Feature für SSDs vorgesehen, die relativ. klein bemessen sind und als Cache für eine HDD herhalten.

Bei den aktuellen Preisen kann man sich gleich eine 64 oder gar 128GB SSD holen (je nach Budget) und das komplette System samt aller Programme darauf installieren.

Was die Datensicherheit angeht, sind theoretisch SSDs nicht so lange haltbar wie HDDs. Da aber auch deren Haltbarkeit mit 5-8 Jahren immernoch in einem Bereich befindet nach dem man sich ohnehin nach neuen Speichern umschaut, halte ichndie Lebensdauer für fast unwichtig. Bis die SSD defekt ist gibt es neue mit weiterentwickelten Controllern usw. und die Preise werden auch noch etwasmfallen in den nächsten Jahren.

Werden SSD deutlich günstiger, werden Sie irgendwann HDDs zumTeil verdrängen. Vor allem als Systemdatenträger wird dies auf jeden Fall passieren. Für große Datenmengen werden die herkömmlichen HDDs mit mittlerweile 4TB wohl noch eine Weile interessant bleiben, vor allem wenn sie dann auch mal günstiger werden.

Fazit: Als Systemlplatte würde ich eine SSD mit mind. 64GB immer bevorzugen.
Zur Datenspeicherung/-sicherung bleiben herkömmmliche HDDsauch weiterhin erste Wahl.

Also ich denk das man eine SSD schon 10 Jahre lang im Alltagsbetrieb beschreiben kann. Selbst wenn alle Schreibzyklen aufgebraucht sind der Zellen verliert man seine Daten nicht. Lesen geht immer.

Ob von den guten SSDs nun mehr ausfallen als normale HHDs weiß ich nicht.
 
blackout24 schrieb:
Also ich denk das man eine SSD schon 10 Jahre lang im Alltagsbetrieb beschreiben kann. Selbst wenn alle Schreibzyklen aufgebraucht sind der Zellen verliert man seine Daten nicht. Lesen geht immer.

Ob von den guten SSDs nun mehr ausfallen als normale HHDs weiß ich nicht.

Die 5-8 Jahre sind so die üblichen Herstellerangaben. Selbstverständlich kann eine SSD auchnlängwr durchhalten, wie auch die herkömmmliche HDDs. Das liegt nicht zuletzt auch daran wie oft man tatsächlich darauf schreibt. Wenn man ständig Programme installiert und deinstalliert oder Daten draufkopiert "verbrauchen" sich die Schreibzyklen natürlich schneller.

Ich gehe einfach davon aus, dass man eher schon einen neuen PC hat, bevor die SSD den Geist aufgibt (zumindest im Normalfall).
 
Ich gehe einfach davon aus, dass man eher schon einen neuen PC hat, bevor die SSD den Geist aufgibt (zumindest im Normalfall).

Das ist definitiv so. Vor allem wenn man seine SSD nur als Systemplatte benutzt und daher keum Schreiblast ansteht hält sie (einen anderen Defekt mal ausgeschlossen) fast ewig. Ich habe jetzt seit 3 Jahren eine SSD drin, nutze sie relativ viel (fast 10.000 Betriebsstunden) und der Wert ist noch bei knapp 90% - das Ding hält rechnerisch wenn sonst nichts passiert also rund 30 Jahre. ;)
 
Hallo,

danke für die vielen Antworten, klingt soweit alles sehr einleuchtend für mich.
Momentan würde ich daher mal sagen, daß ich mein nächstes System mit mindestens einem SSD und einer schnellen Platte ausstatte. Z.B. ein ca. 120 GB SSD zusammen mit einer 600 GB WD Raptor, wäre das eine gute Kombination?
Dann hätte ich zwar nur rund 720 GB, aber wenn ich bedenke wie wenig z.Z. auf meiner 500 GB Platte drauf ist (ca. 155 GB), sollten 720 GB locker reichen.
Was ich aber noch nicht so genau weiß ist, wieviel Speicher ein Windows7 oder Windows8 über die Jahre, wenn es vermutlich immer dicker wird, maximal verbrauen kann. Welche Programme sollten denn außer dem OS noch auf dem SSD installiert werden?

Wäre es nicht noch besser zwei SSDs + eine Platte zu nehmen, dann ein 30-60 GB fürs OS, ein 120-180 GB SSD für die wichtigsten Programme und eine 600 GB Raptor für den Rest und Daten?
Letztendlich ist es natürlich wie fast immer eine Kostenfrage, aber die vielen nervigen Sekunden, die ich tagtäglich bei Plattenzugriffen verliere wären es mir wohl schon wert.

Was sind denn z.Z. von den bezahlbaren die besten SSDs, ich meine welcher Hersteller und Typ?

MfG. Tim
 
Also für Win7 reicht eine 64 GB SSD eigentlich aus, aber man weiß ja nie, ob nicht doch das ein oder andere größere Programm installiert werden muss und die Systemplatte sollte nicht voll sein, damit das System noch arbeiten kann.
Daher halte ich eine 128 GB SSD derzeit für eine gute Lösung was genügend Speicher für OS und Programme sowie Preis angeht.
Spiele habe ich persönlich auf einer 1 TB Seagate Barracuda SATA3 HDD installiert. Damit habe ich genug Platz für Games und dennoch eine recht schnelle Anbindung mit SATA3. Reicht für mich vollkommen aus. Den meisten Geschwindigkeitszuwachs mit einer SSD hat man ohnehin beim Systemstart und beim Laden größerer Programme, wie z.B. Photoshop mit zahlreichen Plugins.
Für Daten wie Musik, Videos, Bilder usw. reicht eine "normale" HDD mit SATA2 auch aus. Habe selber noch meine 1 Jahr alte 2 TB von WesterDigital drin, da liegen meine Daten drauf, und für diese Zwecke reicht sie mehr als aus. Man merkt den Unterschied nicht, ob man ein Video von einer SSD oder von einer HDD startet. Messbar ist er sicher, fühlbar nicht.

Daher
Die 155 GB die du derzeit auf der Platte hast, ist das nur OS und Programme oder auch Daten? Wenn auch Daten würde ich dir empfehlen eine 128 GB SSD fürs OS und Programme zu nehmen und eine 1-2 TB für Daten, da kannst du von mir aus dann auch eine SATA 3 nehmen, dann hat man zumindest etwas mehr Perfomance. Aber als Datenspeicher lohnt sich eine SSD oder eine Highspeed HDD nur, wenn man oft große Datenmengen kopiert. Eine separate SSD für Programme ist ebenfalls unnütz. Die meisten Programme schreiben ohnehin in den AppData Ordner im Benutzerordner und der liegt auf C:\.
Wenn man mehr Platz braucht für OS und Software, dann eher zu einer größeren SSD als zu zweien greifen.
 
Oder einfach erstmal eine 256GB-SSD, später rüstest du nach, wenn du so eine kleine Menge an Daten hast und dich die Zugriffszeiten so elendig stören. Ist ja beliebig erweiterbar sowas, das Gehäuse wird ja nie verschweißt nachdem Komponenten eingebaut wurde, man kommt also noch ran *g Rest auf ner Externen gesichert.
 
Deswegen auch meine Frage ob die 155 GB auch Nutzerdaten sind, oder nur OS und Programme.
Nutzerdaten wie Bilder, Musik etc. sollte man am besten physiklisch vom OS trennen um eine gewisse Sicherheit zu haben, dass diese nicht mit dem System hopps gehen.
 
Deswegen auch meine Frage ob die 155 GB auch Nutzerdaten sind, oder nur OS und Programme.
Nutzerdaten wie Bilder, Musik etc. sollte man am besten physiklisch vom OS trennen um eine gewisse Sicherheit zu haben, dass diese nicht mit dem System hopps gehen.

Die ca. 155 GB sind alles was ich zur Zeit drauf habe, also OS + Programme + Daten. Allerdings werden die Daten stetig mehr werden, insbesondere weil ich seit paar Monaten eine neue Digicam habe, die auch FullHD-Videos aufnehmen kann. Künftig möchte ich mehr und mehr Videos aufnehmen und bearbeiten, allerdings sicherlich keine so sehr langen. Fotos werden auch definitiv immer mehr und bei 16M Pixeln sind das immerhin auch ca. 7 MB pro Foto. Auch Programme und vorallem Spiele werden mehr werden, außerdem gehe ich mal davon aus, daß es irgendwann auch die ersten Spiele auf Bluerays geben wird, mein neuer PC soll dann ja auch einen Blueray-Brenner bekommen.
Also erstmal denke ich werden mir ca. 128 GB SSD und ca. 600 GB HDD ausreichen, aber irgendwann werd ich dann vermutlich nachrüsten müssen, oder halt ausmisten.

Spricht denn, außer dem Preis was gegen die WD Raptor mit 600 GB?
Ist sie spürbar (oder nur messbar) schneller als eine schnelle SATA3-Platte mit nur 7200 U/Min?
Ist die Raptor deutlich lauter, auch im Leerlauf als eine 7200er-Platte?
Wie ist es mit der Datensicherheit und Langlebigkeit, verschleißt so ein Teil auf Grund der höheren Drehzahl schneller?

MfG. Tim
 
Die Raptor ist sinnvoll wenn du auf viele Daten möglichst schnell zugreifen möchtest. Sie ist auch spürbar schneller als eine 7200rpm-Platte. Wobei es auch da auf die Anwendung ankommt. Möchtest du von ihr Games starten, spürst du die höhere Perfomance hier und da mit Sicherheit.
Wenn es nur darum geht seine Foto und Video Sammlung abzulegen, reicht auch eine normale 7200rpm Platte aus. Den Unterschied beim Öffnen eines paar MB großen Bildes wirst du nicht spüren können.

Möchte man viele Spiele installieren ist eine Raptor sicherlich eine gute Wahl, rein als Daten-Platte betrachte ich ihre Perfomance für oversized.

Ob du nun eine Raptor nimmst oder eine "normale" HDD für deine Daten, von reglmäßigen Backups bleibst du ohnehin nicht verschont. Jede HDD kann den Geist aufgeben, und wenn du viel Fotografieren möchtest, dann ist es umso wichtiger die Daten an einem zweiten Ort zu speichern. Ich würde jedoch nicht sagen, dass eine Raptor schneller verschleißt als eine HDD mit geringerer RPM.
 
Die ca. 155 GB sind alles was ich zur Zeit drauf habe, also OS + Programme + Daten. Allerdings werden die Daten stetig mehr werden, insbesondere weil ich seit paar Monaten eine neue Digicam habe, die auch FullHD-Videos aufnehmen kann. Künftig möchte ich mehr und mehr Videos aufnehmen und bearbeiten, allerdings sicherlich keine so sehr langen. Fotos werden auch definitiv immer mehr und bei 16M Pixeln sind das immerhin auch ca. 7 MB pro Foto.
Naja solche Daten müssen nicht unbedingt auf eine 7200er und erst Recht nicht auf eine Raptor. :ka:

Spricht denn, außer dem Preis was gegen die WD Raptor mit 600 GB?
Ist sie spürbar (oder nur messbar) schneller als eine schnelle SATA3-Platte mit nur 7200 U/Min?
Ist die Raptor deutlich lauter, auch im Leerlauf als eine 7200er-Platte?
Schneller sind die schon. Ich habe noch keine der Neureren Modelle gehört aber die alten 74 GB sind/waren (jedenfalls für mich heute) unerträglich laut und werden auch mehr als handwarm.
Raptoren sehe ich als Auslaufmodell.
 
Hallo, danke für die vielen Antworten, klingt soweit alles sehr einleuchtend für mich.
...

Du läßt dich hier beraten von Leuten die dieses Feature des Z68 Chipsatzes gar nicht betreiben und daher empfinde ich diese Aussagen eher fragwürdig.

Da ich mit meinem Gigabyte MB die dort schon verbaute iSSD mit 20GB zum cachen meine WDFASS2001 betreibe, kann ich nur sagen der Rechner startete auf SSD-Niveau (40s ab Bios). Nicht gleich nach der ersten in Betriebnahme dieser Kombination. Der intel RST Treiber brauch ein bissel... 2-3 Tage, dann stellt sich ein Geschwindigkeitsgewinn ein. Ohne iSSD chaching ~50-60s. W7 Starts mit reinem SSD Betrieb dauern ~30s. So schnell wie reiner SSD betrieb wird es nicht, aber es geht ´spührbar´ in die Richtung. Auch wenn du dein W7 im reinen SSD Betrieb betreibst, hat die HDD ungecached dann nur das was sie hergibt und du verschenkst im Z68/iRST treiber eingebette leistung. Dann hättest du auch ein P67 oder H67 MB nehmen können wenn du dieses Feature des Z68 Chipsatzes gar nicht nutzt. Meine klarer und ´selbst erfahrener´ Rat zum ´Z68/iRST Treiber: Tu es! :daumen:Du wirst dich wundern wie die HDD merklich schneller wird.

sysProfile: ID: 94051 - shadowrider

Fokus bitte auf die Mitte des Bildes:
http://hothardware.com/articleimages/item1676/big_slide-1.jpg

Bitte komplett anschauen bis er auf die ´Zahlen´ klickert... ist zwar vom X79 gillt aber auch für Z68, Z77:
http://www.youtube.com/watch?v=uhCGo0LWaTY
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich hab kürzlich Intel Caching getestet (auch mit Gigabytes iSSD Variante) und da stellte sich der Cache-Effekt sogar schon beim zweiten Laden und ab dem dritten Laden in vollem Umfange ein. Ne High-End-SSD ist noch schneller, aber wenn man viel Speicherplatz braucht, sind gecachte 7200er Platten imho die beste bezahlbare Lösung. Ehe man in eine Raptor investiert, sollte man eher noch auf eine besonders schnelle Cache-SSD (die Intel mSATA Dinger liegen vom Durchsatz her zurück) und ein RAID 0 aus guten 7200er Platten setzen. Die erreichen schließlich schon höhere Geschwindigkeiten, als die erste Velociraptor Generation und selbst der Datendurchsatz der neuesten Modelle ist nicht wesentlich höher, so dass z.B. zwei 7200er Samsung F4 (die für 640 GB locker 1/3 weniger kosten, als eine einzelne 4k-Raptor mit 500 GB) mindestens 50% höhere Transferraten erzielen sollten. Einziger Pluspunkt der Raptoren ist der etwas schnellere Zugriff - aber genau hier greift ja eine intelligente Cache-Lösung.
 
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