Google Streetview: Bayern untersagt Kamerafahrten

Die Entscheidung finde ich vollkommen verständlich und unterstütze diese auch. Google mag zwar einer der größten und mächtisgten Konzerne der Welt sein, aber deswegen können und dürfen sie sich nicht alles erlauben. Meiner Meinung nach müsste man gegen Google stellenweise viel härter vorgehen. Von Seiten der Bundesregierung. bzw. der Politik im Allgemeinen, wird viel zu viel gedulded
 
Man verbietet einem bestimmten Unternehmen, Fotos zu machen und Leser applaudieren dem auch noch. Unerträglich.

Werden Sie auch alle applaudieren, wenn man demnächst Amnesty International verbietet, Fotos zu machen? Solche Willkür ist Unrecht! Ob es Google ist oder ein anderes Unternehmen, eine NGO oder ein Bürger. Es ist und bleibt Unrecht. Google oder deren Mitarbeiter wurden weder angeklagt noch verurteilt noch kann ein Innenminister Artikel 5 des Grundgesetzes außer Kraft setzen! Aber Sie Leser applaudieren trotzdem.

Unter dem Vorwand der inneren Sicherheit wird seit Monaten eine Kampagne gegen Google und gegen das Recht auf freie Fotografie gefahren. Die Presse macht fleißig mit. Warum beschleunigen wir den Vorgang nicht einfach und heben dieses Freiheitsrecht grundsätzlich auf?

"Wann immer von Ratten und deren Ausrottung die Rede war, wurden andere, die augenfällig keine waren, wie Ratten eleminiert." (Oskar Matzerath, Figur aus der Blechtrommel, in "Die Rättin").
 
Man verbietet einem bestimmten Unternehmen, Fotos zu machen und Leser applaudieren dem auch noch. Unerträglich.

Werden Sie auch alle applaudieren, wenn man demnächst Amnesty International verbietet, Fotos zu machen? Solche Willkür ist Unrecht! Ob es Google ist oder ein anderes Unternehmen, eine NGO oder ein Bürger. Es ist und bleibt Unrecht. Google oder deren Mitarbeiter wurden weder angeklagt noch verurteilt noch kann ein Innenminister Artikel 5 des Grundgesetzes außer Kraft setzen! Aber Sie Leser applaudieren trotzdem.

Unter dem Vorwand der inneren Sicherheit wird seit Monaten eine Kampagne gegen Google und gegen das Recht auf freie Fotografie gefahren. Die Presse macht fleißig mit. Warum beschleunigen wir den Vorgang nicht einfach und heben dieses Freiheitsrecht grundsätzlich auf?

"Wann immer von Ratten und deren Ausrottung die Rede war, wurden andere, die augenfällig keine waren, wie Ratten eleminiert." (Oskar Matzerath, Figur aus der Blechtrommel, in "Die Rättin").

Soso dann fändest du es also in Ordnung, wenn Google just in dem Moment Fotos von dir macht, währent du besoffen und kotzend, halbnackt vor deinem Haus stehst? Oder jeder dein Haus im Internet betrachten könnte. Wenn Einbrecher diese Google-Daten misbrauchen würden und bei dir einbrechen, dann will Ich mal sehen wie du reagierst. Dann bist du sicher der Erste, der auf Google flucht.

Von daher finde Ich ist es ausnahmsweise mal eine Kluge entscheidung, die bayrische Politiker damit getroffen haben. Kein Mensch braucht 3D-Daten von jedem Haus und jeder Straße in jeder Stadt der Welt. Wenn man zu doof ist, sich ein Navigationssystem zu kaufen oder eine Straßenkarte zu lesen, gehört man auch nicht auf die Straße! Und wenn man Sehenswürdigkeiten anschauen möchte, soll man seinen Hintern gefälligst in Bewegung bringen und sich die Sehenswürdigkeit vor Ort anschauen.
Was hab Ich davon, dass Ich in Hinterdupfingen Haus Nummer 45 in der Hinterladerstraße in 3D betrachten kann?

Von mir aus soll man das bei Sehenswürdigkeiten machen. In großen Städten ist das auch noch okay. Aber in Wohngegenden macht diese Technik keinen Sinn und hat dort daher auch nichts verloren!
 
Soso dann fändest du es also in Ordnung, wenn Google just in dem Moment Fotos von dir macht, währent du besoffen und kotzend, halbnackt vor deinem Haus stehst?

So etwas nennt man Täter-Opfer Verwechslung.
Wenn du nackt kotzend auf der Straße (einem öffentlichen Platz!) stehst ist das erstens ein ziemliches Armutszeugis und zweitens DEINE ALLEINIGE SCHULD. Oder bist du für die Abschaffung der Pressefreiheit für alle Informationen, die einzelnen nicht passen könnten?

Google ist meiner Meinung nach das innovativste Unternehmen des letzten Jahrzehnts im IT-Bereich. Natürlich tun sich mit Innovation auch neue Probleme auf, denen man meiner Meinung nach neutral gegenüber stehen sollte. Deshalb stimme ich Peter Debik auch zu.

Conclusio:
In Bayern scheint das Recht auf Freiheit anscheinend vernachlässigungswert gegenüber dem Recht anonym nackt wild um sich kotzend auf der Straße zu stehen zu sein.
Traurig
 
Alle sind gegen Google Street View aber viele sehen es sich dann doch im Netz an.
Wenn ich Google wäre und es zu einem GSV - Verbot in D. kommen würde ,
dann würde ich diesen Dienst für Deutschland sperren.
Wer nicht fotografiert werden will soll sich solche Bilder auch nicht von sonst wo her ansehen können.
Wenn ich bedenke wieviele Menschen mich und mein Haus schon gesehen haben ist es auch kein Problem wenn ein Bild davon bei GSV erscheint.
 
Die Behörden haben durchaus die Möglichkeit bei Gefahr in Verzug (Gefahr wegen Verstoß gegen essentielle Persönlichkeitsrechte > Datenschutz und Recht auf freie Selbstbestimmung) Google ein Verbot dieser Fahrten aufzuerlegen.

Alternative wäre eine einstweilige Verfügung mit Ziel diese Fahrten zu unterlassen. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass nahezu jeder Richter eine solche Verfügung erlassen würde.

Davon abgesehen ist Google immer noch nur eine juristische Person. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass die Persönlichkeitsrechte eines Menschen über den Interessen eines Unternehmens stehen.
 
So etwas nennt man Täter-Opfer Verwechslung.
Wenn du nackt kotzend auf der Straße (einem öffentlichen Platz!) stehst ist das erstens ein ziemliches Armutszeugis und zweitens DEINE ALLEINIGE SCHULD. Oder bist du für die Abschaffung der Pressefreiheit für alle Informationen, die einzelnen nicht passen könnten?

Google ist meiner Meinung nach das innovativste Unternehmen des letzten Jahrzehnts im IT-Bereich. Natürlich tun sich mit Innovation auch neue Probleme auf, denen man meiner Meinung nach neutral gegenüber stehen sollte. Deshalb stimme ich Peter Debik auch zu.

Conclusio:
In Bayern scheint das Recht auf Freiheit anscheinend vernachlässigungswert gegenüber dem Recht anonym nackt wild um sich kotzend auf der Straße zu stehen zu sein.
Traurig

Klar, das war jetzt auch arg übertrieben. Damit ist aber der Eindruck den man dadurch auf die Leute erweckt, die sich das dann anschauen gemeint. Könnte ja durchaus peinlich sein was Google fotografiert.

Ich behaupte, dass diese Fahren von Google nichts mit dem Recht auf Freiheit zu tun haben. Trägt Street-View etwa zu unserer Freiheit bei? Ich denke nicht. Es ist ein wenig sinnvoller Dienst, der sich auf die Innenstädte konzentrieren sollte. Ich wüsste nicht, was Touristen in einer Wohngegend verloren hätten, schon gar nicht in kleinen Käffern. Bevor Ich dieses minimale Freiheitsrecht für Google erhalte, schau Ich doch lieber, dass Millionen Menschen Ihr Recht auf Datenschutz wahren. GSV ist nun mal ein Eingriff in den Datenschutz.

Sag mir doch bitte mal, welchen großen Nutzen Du davon hast. Sag mir wo das Recht auf Freiheit eingeschränkt wird, wenn man GSV verbietet.

"Conclusio:
In Bayern scheint das Recht auf Freiheit anscheinend vernachlässigungswert gegenüber dem Recht anonym nackt wild um sich kotzend auf der Straße zu stehen zu sein."

Fremdwöter benutzen, aber keine Grammatik beherrschen. Okay^^. Ich habe nicht behauptet, dass das Freiheitsrecht weniger schützenswert ist.

Die Freiheit von Google, Fotos von allen Straßen in Deutschland machen zu dürfen, ist bei weitem weniger wichtig, als das Recht eines Jeden auf den Schutz seiner Privatsphäre. Und dazu gehört eben auch, dass man Google untersagen kann, Fotos von seinem Haus zu machen.

Was das mit der Abschaffung der Pressefreiheit zu tun haben soll, verstehe Ich allerdings nicht. Davon war ja nie die Rede :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Sag mir doch bitte mal, welchen großen Nutzen Du davon hast. Sag mir wo das Recht auf Freiheit eingeschränkt wird, wenn man GSV verbietet.
habe nicht behauptet, dass das Freiheitsrecht weniger schützenswert ist.
Ich sage nicht, dass GSV die große Sensation ist, aber schaden tut es meiner Meinung nach auch nicht. Ich bin mir sicher du hast auch schon einmal GoogleEarth verwendet obwohl es im Prinzip genau so viel Nutzen stiftet wie GSV. Dadurch, dass ich Bilder von mir auf Anfrage bei google unkenntlich machen lassen kann sehe ich auch keine gravierenden Nachteile. Wenn ich also eines Tages onanierend am Gartenzaun stehen sollte und das Google Auto vorbeifährt (welches man definitiv nicht so leicht übersieht), dann lass ich die Bilder eben löschen.

Was die WLanscans angeht ist meiner Meinung nach jeder selbst schuld, da er seine Netzwerkadresse auch verstecken kann wenn er so großen Wert auf Privatsphäre legt.


Was das mit der Abschaffung der Pressefreiheit zu tun haben soll, verstehe Ich allerdings nicht. Davon war ja nie die Rede :D
Du bist dafür, Bilder der Öffentlichkeit zu verbieten, weil sich einzelne Personen dadurch geschädigt fühlen. Überleg dir mal was los wäre wenn alle Zeitungen das machen würden.
 
Alternative wäre eine einstweilige Verfügung mit Ziel diese Fahrten zu unterlassen. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass nahezu jeder Richter eine solche Verfügung erlassen würde.

a) Seit länger als einem Jahrzehnt gibt es in Deutschland mehrere Dutzend Gerichtsentscheide, ob die Sammlung und Wiedergabe von Häuserfotos rechtmäßig ist, und zwar bis zum Bundesgerichtshof. Alle Gerichte kamen zu dem Ergebnis, dass Häuserfotos rechtmäßig sind. Zuletzt im Januar 2010, als das Landgericht Köln in einem ausführlichen, auch gegen Persönlichkeits- und Datenschutzrechte abwägenden Urteil die Klage einer Hauseigentümerin abgewiesen hat. Es steht daher völlig außer Frage, dass die Fotos, die Google macht, rechtmäßig sind.

b) Gegen Google wurde bisher nicht einmal von den Chef-Datenschützern geklagt, denn auch die wissen, dass sich Google juristisch einwandfrei verhalten hat.

c) Genau das Verhalten des Innenministers, die Gewaltenteilung zu umgehen und 1. geltendes Recht (Legislative) sowie 2. Gerichtsentscheide (Jurisdiktive) zu ignorieren, ist das Problem. Die Exekutive missachtet nämlich, was die beiden anderen Gewalten im Staat für Recht befunden haben, dass jedermann frei und ungehindert von öffentlichem Straßenland aus Fotos machen darf. Wer im Innenministerium sitzt und die Entscheidung mit trägt, gezielt einem Unternehmen dieses Fotorecht zu beschneiden, handelt entgegen dem Grundgesetz, entgegen geltenden Rechts und entgegen der Gerichte und macht sich zum Mittäter. Mich erinnert das an eher dunkle Kapitel deutscher Geschichte.
 
a) Seit länger als einem Jahrzehnt gibt es in Deutschland mehrere Dutzend Gerichtsentscheide, ob die Sammlung und Wiedergabe von Häuserfotos rechtmäßig ist, und zwar bis zum Bundesgerichtshof. Alle Gerichte kamen zu dem Ergebnis, dass Häuserfotos rechtmäßig sind. Zuletzt im Januar 2010, als das Landgericht Köln in einem ausführlichen, auch gegen Persönlichkeits- und Datenschutzrechte abwägenden Urteil die Klage einer Hauseigentümerin abgewiesen hat. Es steht daher völlig außer Frage, dass die Fotos, die Google macht, rechtmäßig sind.

Dummerweise sind es nicht nur die Fotos die kritisch zu sehen sind.

Die Fotos sind noch das kleinere Übel. Google darf sich eher mit den §§202a-202c StGB auseinandersetzen und ich denke genau darauf fußt die Entscheidung der Behörde, um weitere Straftaten zu verhindern. Wie gesagt "Gefahr in Verzug" ist heutzutage die letzte Begründung der Behörden sich über Teile der Rechte im GG hinwegzusetzen. Manchmal ist dies gerechtfertigt, manchmal nicht.

Ob dies hier im konkreten Fall gerechtfertigt ist, sei dann mal denen überlassen darüber zu diskutieren, die ihre unerschütterliche Meinung fern von einer angemessenen juristischen Subsumtion aufdrängen wollen.
 
Irgendwo ist das Verbot ein Schritt in die richtige Richtung.

Ich wünsche mir, dass Google in Zukunft einfach mehr auf die Finger geschaut wird.

Ein paar Aktionen waren in letzter Zeit einfach nicht in Ordnung.
 
Zurück