GIGABYTE Z890 UD WIFI6E, Erfahrungen, Secure Erase?

Systemcrash

Freizeitschrauber(in)
Tach,

hat Jemand Erfahrungen mit dem oben genannten Mainboard?

Gigabyte hatte ich schon länger nicht mehr, in der Vergangenheit aber schon eher positive Erfahrungen gemacht.

Ich habe mir auch das BIOS-manual durchgeschaut, aber keine Info gefunden ob das Board direkt Secure Erase kann wie aktuelle Asrock und Asus.

cya
 
Ich würde halt ein paar Euro drauflegen und das ASrock nehmen.
Man kann die PCIe Slots vom Board Layout auch bei einer 3 Slot GPU nutzen. Besserer Soundchip, bessere VRM, ein M.2 Slot mehr, ein zweiter M.2 Slot ist direkt an die CPU angebunden. Das ist AFAIK 20€ Aufpreis wert.
 
Hey,

habe mir die Specs vom GIGABYTE Z890 UD WIFI6E mal angeschaut und auch im BIOS-Manual nachgesehen. Konnte keine direkte Secure Erase-Funktion finden, zumindest wird sie nicht explizit erwähnt.

Bei ASUS und ASRock ist das ja mittlerweile standardmäßig im BIOS mit drin, bei Gigabyte scheint das nicht der Fall zu sein. Falls du Secure Erase nutzen willst, kannst du das aber über alternative Methoden machen:

  • Die meisten SSD-Hersteller haben eigene Tools, die Secure Erase ermöglichen (Samsung Magician, Crucial Storage Executive, WD Dashboard usw.).
  • Alternativ gibt’s Programme wie Parted Magic, die das auch erledigen können.
Falls du das Board schon hast und mal ins BIOS schauen kannst, wäre interessant zu wissen, ob es da vielleicht doch irgendwo versteckt ist. Würde mich auch interessieren!

Gruß!
 
Habs mal bestellt, schaue mal rein und gebe dann Bescheid.

Parted Magic von 2024 hab ich zur Hand, benutze es bisher bei einigen Boards die sowas nicht von Haus aus können.

Booten von PM dauert schon merklich länger als wenn im BIOS die Funktion vorhanden ist.

Bei Asrock ist es super gelöst, findet man unter Tools/Werkzeuge, bei Asus etwas blöd da es mittlerweile (B760) unter Advanced/Erweitert zu finden ist statt wie in einem Z490-Board in Tools

Parallel dazu hab ich auch ein paar ASRock B860M X bestellt für µATX-Gehäuse, da erwarte ich die Funktion
 
Mainboards sind gekommen, aber leider noch keine CPU :( , werden nachgeliefert

Was mir beim Betrachten des Asrock aufgefallen ist, es sieht so aus als würden die SpaWas überhaupt nicht den Kühlkörper berühren, siehe 4. Bild


Dann mal bei GH ein Asus angeschaut, sieht hier ähnlich aus, 1. Bild


Hab ich was verpaßt oder verstehe ich ein neuartiges Kühlkonzept nicht?
 
Was mir beim Betrachten des Asrock aufgefallen ist, es sieht so aus als würden die SpaWas überhaupt nicht den Kühlkörper berühren, siehe 4. Bild
Das was Du wohl als SpaWas bezeichnest dürften die Inductor sein. Die eigentlichen PowerStages sind unter dem dünnen Alu Ding. Frage mich allerdings was Du genau von einem 120€ Board erwartest. Das ist nun mal auf das wesentliche reduziert, um Kosten zu sparen. Da machen auch 50Cent weniger beim VRM Kühlkörper einiges aus.

Die beiden verlinkten Boards sind generell für low TDP CPUs in Office Rechnern gedacht. Da ist es faktisch egal ob da überhaupt ein VRM Kühlkörper verbaut ist. Die Abwärme welche bei so geringer Last anfällt ist derartig niedrig, dass es eben keines Kühlkörper bedarf. Selbst mit den uralten discrete MosFETs die ASUS da auf dem verlinkten Board verbastelt hat. Wobei ASrock wohl eine ähnliche VRM Konfig benutzt. Ich glaube kaum das man da DrMOS oder gar richtige SPS verwendet.
 
Ist schon klar dass das keine Übertakter-Boards sind ;)

Die CPU-Liste des H810M ist gleich zum ASUS TUF Gaming Z890-Plus, also ohne Übertaktung sollten auch die derzeit dicksten Í9 drauf laufen.

Ich hoffe zumindest dass solche Zeiten wie damals mit den Phenom II 140W und massig abgerauchten 760G-µATX-Boards vorbei sind.

Bei diversen anderen Boards sieht man solche Bauteile eben nicht weil diese wohl unter dem (größeren) Kühlblech sind, deshalb meine Frage.
 
"Laufen" und "laufen" ist relativ. Sie starten natürlich alle, aber wenn man mehr als die spezifizierten "125 W TDP" oder etwas anderes als einen hochdrehenden, viel Luft im Sockelumfeld verwirbelnden Boxed-Kühler nutzen möchte, sollte man vielleicht ein paar Cent mehr investieren. Sonst haut irgendwann der Überhitzungsschutz die Notbremse rein und das ist zum Teil sehr deutlich spürbar. (Wobei ich diese Woche auf B850 120 °C gemessen habe, ohne dass es zu Taktreduzierungen – oder zu Instabilitäten – kam.)
 
Da kommen 245K drauf, OC wird nicht gemacht, Maximallast wird eher kurzzeitig anliegen, die meiste Zeit verbringen die Geräte wahrscheinlich im Idle.

Das sollte das Asrock schaffen :)

Boxed Lüfter gibts beim 245K nicht, ich werde den Alpenföhn Dolomit verwenden (falls der Händler ihn noch liefern kann)
 
Mainboards sind jetzt gekommen, meine ersten Eindrücke

- Inbetriebnahme problemlos, den DDR5-5600 mußte ich manuell auf diese Geschwindigkeit stellen

- Leider kein Secure Erase im UEFI. Mein Parted Magic von Anfang 2024 funktionierte damit auch nicht, mußte eine neue Version kaufen.

- UEFI meiner Meinung nach besser als das von Gigabyte im Jahre 2019

- keine Schnellverschlüsse für M.2-SSDs, finde ich etwas schwach in der Preisklasse

- Mainboard sieht ordentlich aus, gute Verarbeitung.

- Leider kein HDMI und nur ein Displayport, ohne Monitor mit USB-C ist das etwas eingeschränkt

In der Vergangenheit ist mir immer wieder aufgefallen dass die Lüftersteuerung bei Gigabyte etwas nervös war, ist das immer noch der Fall? Ich hab einen Gamdias E1-410WH verbaut, dieser fuhr merklich hoch obwohl der Verbrauch da bei nur 50-60W war. Ich werde aber bei der nächsten Gelegenheit noch ein bißchen an den Einstellungen spielen. Ich werde auch mal Tools zum Überwachen der Temperatur installieren

Mit dem 245K, ohne irgendwelche Energieoptimierungen sind im Idle unter 30W drin, Netzteil be quiet SP9 CM.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weitere Erkenntnisse:

Mir ist es zuerst nicht gelungen mit Parted Magic eine SATA-SSD mit Secure Erase zu löschen. Ist normal dass man beim Aufrufen des Löschprogramms den PC erst in den Standby versetzen muß wegen ATA-Freeze. Jedoch war Freeze auch danach aktiv, sowohl mit einer MX500 als auch 860 EVO; die ebenfalls angeschlossene HDD war dagegen not frozen.

Funktioniert, wenn man manuell die Stromzufuhr kurzzeitig trennt.

Was jedoch nicht funktionierte war das SE mit einer Samsung PM991, immer erase failed.
Die SSD ließ sich jedoch in anderen PCs mit Parted Magic löschen.

SE hat bisher funktioniert mit: Intel 670p, MSI M390, Exceria Pro.

Hoffe dass ich bald dazu komme eines der Asrock in Betrieb zu nehmen. Das sollte zwar im UEFI SE anbieten, werde aber trotzdem das Verhalten mit PM testen.


Sonstiges:

+Reset und Power Button onboard

o Q-Flash button direkt auf Board, aber am Backpanel wie z.B. bei MSI wäre praktischer
o geschlossene USB2.0-Pfostenstecker; mein alter Cardreader ist da nicht anschließbar, bei Asus mit offenen Anschlüssen gibts kein Problem

Ja, das UEFI ist besser als bei älteren Gigabyte-Mainboards, aber immer noch nicht gut. Lüftereinstellungen habe ich bisher nicht in der erweiterten Ansicht gefunden, nur in der einfach Ansicht.

Der verbaute Lüfter wird recht nervös geregelt bei Laständerung, trotz Einstellung "Slope". Feintuning habe ich zumindest bisher nicht gefunden.

Vorläufiges Fazit: Werde beim nächsten Mainboardkauf eher wieder zu Asrock, Asus und MSI greifen, deren Boards kommen mir einfach besser durchdacht vor. Vom UEFI sowieso, auch von den Funktionen her.

Ist eigentlich schade, bzgl. Zuverlässigkeit habe ich sehr gute Erfahrungen mit Gigabyte, deutlich besser als mit MSI.

Off-topic, sind die Powerlimits Geschichte bei Core Ultra? Mit Cinebench lag ich dauerhaft bei ca. 185W, CPU-Temp max. 79°.

Beim i5-14500 war der Max-Verbrauch ähnlich, ging aber dann um die 60W runter.
 
Lüftersteuerung sollte unten rechts eine eigene Schaltfläche haben, wenn die UDs kein eigenes Layout nutzen. Alternativ F6. (Sollte es wider erwarten eine andere Taste sein: F1 listet alle auf.)
Für eigene Lüfterkurven rechts oben statt einem der vorgegebenen Profile "Manuell" auswählen, dann sollte man sechs frei positionierbare Punkte zzgl. der 0 Prozent und der 100 Prozent Temperatur einstellen können. Verglichen mit vier Punkten bei Asrock klar besser, außerdem bietet Gigabyte typischerweise eine größere Auswahl an Temperaturquellen, nach denen geregelt werden kann und Fan Off auf alle Kanälen.

Breite USB-2.0-Stecker sind eher ein Problem (das du bei Asrock und Asus genauso haben wirst, nur MSI setzt recht systematisch auf offene Header). Ablösung können interne Verlängerungen geben. Ein kommerziell attraktives Angebot finde ich gerade nicht, aber vielen Boards liegen Sammelstecker für Front-Panels bei. Die haben ihre 4+5 Pins zwar spiegelverkehrt codiert, aber da USB 2 real nur 2×4 nutzt, können Seitenschneider und Feile das korrigieren.^^ Teilweise ist es auch möglich, überbreite Stecker stark genug zu kürzen, dass sie in die Einfassungen passen (viele fallen aber auseinander, ggf. vorher mit Sekundenkleber fixieren) oder umgekehrt die Einfassungen abzuziehen.

Zur Parted-Magic-Situation kann ich nichts sagen, da ich das Programm nicht nutze und auch sonst nie eine datensichere Löschung durchführen musste. Eigentlich reicht normales formatieren/löschen in Kombination mit TRIM aber bei SSDs aus.

Bezüglich Power Limits: Ich habe gerade erst angefangen, Z890er zu prüfen, stand aber heute vor einem ähnlichen "Problem": In Cinebench 24 ging der 285K (ebenfalls auf Gigabyte) nicht über 210 W. (PL2 wurde korrekt mit 250 W @Default konfiguriert, PL1 nicht-ganz-so-zweifelsfrei-korrekt bei ebenfalls 250 W). Prime 95 8K hat sich besser gemacht und kam auf 247 W peak, 242 W Schnitt. Arrow Lake ist definitiv viel effizienter als Raptor Lake, kann also je nach Last und Modell sein Takt- vor seinem Power-Limit erreichen.
 
Vielen Dank für die ausführliche Antwort :)

Das mit dem offenen USB-Stecker hatte ich beim zuletzt verwendeten Asus B760M-A CSM, in dem Falle war das Problem einfach beseitigt, einfach die Cardreader der beiden Systeme getauscht :)

Lüftersteuerung sollte unten rechts eine eigene Schaltfläche haben,

Du sprichst von der einfachen Ansicht, nehme ich an? Da hab ich was von der Lüftersteuerung gefunden, in der erweiterten Ansicht seltsamerweise nicht. Auf manuell hatte ich nicht geschaltet, vielleicht liegts daran. Als Input hab ich CPU, was mir mir logisch erschien, oder gibts was besseres?

Beim Max-Verbrauch von 185W gehe ich davon aus dass nichts gedrosselt wird, der 245K ist mit 159W angegeben. Die CPU-Temp von max. 79° sollte nicht zum thermal throttling führen

Ist mein ersten Core Ultra System, auch hatte ich zuletzt ein Intel System mit Gigabyte-Board zu LGA1156-Zeiten.

In der Firma haben die meisten PCs noch Topblower, einen Vergleich zur Lautstärke kann ich da schlecht ziehen.

Ich muß wohl wirklich warten bis ich ein Asrock mit gleichen CPU verbaut habe, wie das so reagiert. Allerdings hab ich dann wieder andere Lüfter, der Gamdias war nur eine Notlösung wegen der Lieferbarkeit des bestellten Lüfters.
 
Nein, ich meine "Advanced". Aber ich hatte seit der 600er-Generation kein UD mehr in den Händen, nur Aorus, und Online gibt es auch nur ein Screenshot des Easy-Mode. Kann also sein, dass meine Erwartungen nicht zutreffen – solche Design-Aspekte lassen sich ja leicht ändern.

Für die Steuerung eines CPU-Luft-Kühlers ist "CPU" in der Regel die beste Wahl, ja. Aber ohne "manual"e Anpassung ist es natürlich pure Glückssache, ob die Lüfterkurve zum verbauten Kühler passt und für Gehäuselüfter können andere Parameter sinnvoller sein. Die CPU-Temperatur schwankt heutzutage einfach zu stark mit der Last.
 
Danke, hatte das wirklich übersehen. Bin gewohnt dass man sowas im Monitoring/Health-Bereich findet.

Hab manuell etwas rumgestellt, aber zumindest für den verbauten Lüfter habe ich keine Idealstellung gefunden. Die Leistungs-/Temperaturänderungen sind wohl einfach zu groß
 
Ja, Gigabytes Menüführung ist erstmal ungewohnt, wenn man lange Zeit mit Asrock oder den sehr ähnlichen Asus-UEFIs gearbeitet hat. MSI hat mittlerweile den kompletten Health-Bereich unter einem kleinen Symbol oberhalb der Hauptbenutzeroberfläche ausgelagert, während alle anderen wichtigen Rubriken links untereinander stehen...

Wenn das Board es dir anbietet, könntest du mal eine Regelung nach "CPU socket" ausprobieren. Anderer Fühler, aber ebenfalls mit der CPU-Temperatur skalierend, nur träger. Also nicht so empfindlich gegenüber Spikes bei Lastwechseln. Aber allgemein sind aktuelle CPUs in der Hinsicht eine Herausforderung – hohe Spitzenlast, quasi 0 bei idle und so gut wie keine Wärmekapazität in den Chiplets/Tiles, welche den Übergang dämpfen könnte. Das ist einfach ein Kühlungs-, kein Steuerungsproblem.
 
MSI, zumindest mein Z690, ist auch nicht so gelungen.

Asrock und Asus finde ich vom UEFI wirklich deutlich besser, wobei diverse (alle?) Asus CSM-Boards sogar etwas haben was ans alte AMI-BIOS erinnert.

Danke für den Tipp mit dem Socket, aber ich glaube der Kühler ist wirklich gut ausgereizt, da wird nicht mehr viel drin sein.
 
Jetzt hab ich ein System mit dem Asrock B860M-X zusammengebaut, 245K, DDR5-5600 von Kingston, nen quiet Pure Rock Slim 2 (ich hasse die Pushpins-Befestigung).

Das Ergebnis ist erstaunlich, oder eben nicht. Dieser kleine Kühler mit 92mm dreht zwar bei Volllast auf max, also 2000U/Min, bleibt aber leiser als der 120mm Gamdias.

Max. Temp sind auch 79°, so ein Zufall.Allerdings schwankt die Temp etwas mehr hier, von76-79°, beim Gigabyte mit Gamdias war das stabiler von 78-79°

Im Idle zieht das Asrock knapp 4-5W weniger, bei Volllast mit Cinebench sind sogar 10-15W weniger. Genauer kann ich es nicht sagen da der Verbrauch ständig etwas schwankt.

Bei beiden Boards ist Fastboot deaktiviert, das Asrock bootet etwas schneller.

Secure Erase der Samsung-OEM-SSD geht sowohl mit dem Asrock direkt als auch über Parted Magic. Allerdings sollte man beim Asrock darauf achten das "Clear" statt "Purge" als Standard eingestellt ist, da wird die SSD wohl komplett überschrieben anstatt einfach Secure Erased
 
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