Das Spiel hat massiven Hate erlebt, vor Release schon und auch direkt zum Release.
Extrem viele engative Bewertungen. Die Community hat es richtig verschissen.
Während andere Spiele eine Chance bekommen, besser zu werden - gab es hier nur Hate und Trolle überall.
Denkt doch mal an solche Flops wie Final Fantasy 14 oder No Man's Sky. Wie diese grottigen Releases dann zu einem guten Spiel wurden. Wäre hier auch möglich, wenn die Community das nicht verkackt hätte. Dasselbe passierte bei Concord - eigentlich ein brauchbares Spiel mit Potential. Nicht alles haut bei Release rein so wie Clair Obscur oder Doom rein. Einige Spiele brauchen viel Arbeit bis die zum Kult werden. Das geht aber nur wenn die Community hilft anstatt zu haten.
Nein, NMS war zum Release kein Flop (ein Produkt, das die Marktziele nicht erreicht), sondern, ganz im Gegenteil, sehr erfolgreich. NMS hat sich in den ersten Wochen trotz der massiven Kritik millionenfach verkauft. Es hatte etwas, was Spielen wie Highguard fehlt: Erfolg, Originalität, Eigenständigkeit und Potential. Erst die frühen Gewinne und das herausragende Potential haben dem kleinen Entwickler die Möglichkeit gegeben, an den Kritikpunkten zu arbeiten, bzw die eigenen Qualitätsziele zu erreichen.
Wohlwollend war die Community in den ersten Post-Release-Monaten zudem garantiert nicht. Es gab ja sogar Todesdrohungen gegen die Entwickler! In der Hasswelle gegen NMS war so ziemlicher jeder Abgrund vertreten, den man sich vorstellen kann. Der massive Hate, falls man das unbedingt so nennen möchte, hat hier nach Release garantiert zu einem besseren Spiel geführt. Es wurde halt ziemlich deutlich, was der Zielgruppe überhaupt nicht gefällt. Sicher wurden bei der Ablehnung Grenzen überschritten. Aber von einem derartigen Hass kann ein "ist mir egal" Titel wie Highguard nur Träumen! Da sieht man die Unterschiede im Potential!
FF14 war zum Release ein Flop. Hier ist der Fall aber auch ganz anders gelagert. Hinter dem Projekt stand ein riesiger Publisher und es musste eine Milliardenmarke bzw. Kundenbindungen gerettet werden. Deswegen wurden herbe finanzielle Verluste weg gesteckt und das ursprüngliche FF14 eingestampft, um es unter großen finanziellen Anstrengungen neu zu entwickeln. Ohne die Marke "Final Fantasy" und dem übergeordneten Ziel, unbedingt ein MMO haben zu wollen, wäre es vermutlich beim Einstampfen geblieben. Square Enix stand mit dem Rücken zur Wand. Die Flucht nach vorne war hier strategisch einfach die richtige Entscheidung.
Hate durch die Comm. war hier aber auch ganz erheblich vorhanden. Es dürfte nur sehr fraglich sein, wie viel die oberste Etage bei SE davon überhaupt mitbekommen hatte, während sie sich für einen Reboot entschied.
Für die meisten Projekte bedeutet ein Scheitern / floppen wie bei FF14 oder Highguard eben aus kaltem, wirtschaftlichem Kalkül das Ende. Ganz generell ergibt es wirtschaftlich einfach fast nie Sinn, die Entwicklung mit einer bereits verbrannten und zudem neuen Marke noch mal von vorne zu starten oder auch nur größere, finanzielle Anstrengungen für grundlegende Verbesserungen zu unternehmen. Das nennt man "Kalkulation der Opportunitätskosten". Eine simple Formel entscheidet.
Highguard hatte eine riesige Aufmerksamkeit, konnte nicht liefern und hat aus Sicht der Verantwortlichen offenbar weder die Marke, noch das Potential, um weitere Investitionen zu rechtfertigen. Lichter aus. Simpel.