Geschichte wiederholt sich?

Wer ALG2 bekommt und schwarz fährt handelt imho gerecht, weil die staatlichen Leistungen zu gering sind. ALG2 ist so menschenunwürdig gering, dass es als eine Art von Mundraub der Mobilität zu sehen ist.

Das ist schon wieder so etwas von erstunken und erlogen, das ich hier Ausrasten könnte, du bekommst Deutschlandweit je nach Region und Bundesland bis 50% Ermäßigung auf Öffis (Sozialticket), wenn du ALG II Empfänger bist, also erzähle hier kein Scheiss!
 
Wer ALG2 bekommt und schwarz fährt handelt imho gerecht, weil die staatlichen Leistungen zu gering sind. ALG2 ist so menschenunwürdig gering, dass es als eine Art von Mundraub der Mobilität zu sehen ist.
Es hat keinen Sinn zu diskutieren. Die Menschenverachtung aus dem Beiträgen ist doch klar.
Man kommt ja nicht wegen des Schwarzfahrens ins Gefängnis, sondern weil man die Strafe nicht
bezahlen kann. Warum zahlen denn die Leute nicht. Ja warum wohl nicht ... Es ist so widerwärtig
zynisch, was man hier lesen muss.

Übrigens Mahoy, wenn man eine kugelsichere Weste anzieht, ist eine Kugel gar nicht mehr so
schlimm. Wer ist also verantwortlich. Die Kugel oder die eigene Dusseligkeit ohne Schussweste
herum zu laufen? Darum mein Vergleich.

Genauso wie die Kugel tötet, gehen Menschen wegen Schwarzfahrens in Gefängnis. Deine
Zwischenschritte mit Strafe bezahlen etc. sind zynisch. Genauso zynisch, wie eine fehlende
Weste als Ursache zu nennen. Aber lassen wir das, wir kommen vom Thema ab.
 
*zensiert*
Es geht auch der Steuerhinterzieher, Dealer, Nötiger, Dieb usw. mit einem Strafbefehl oder Urteil mit Tagessätzen oder Bewährungsstrafe ins Gefängnis, wenn er den Schaden und/oder die Strafe nicht bezahlt!
Analog gilt das für jeden Straftatbestand und auch für Ordnungswiderigkeiten, wenn man es darauf anlegt.

Es gibt tausend Möglichkeiten gerade bei ALG II oder Sozialhilfeempfänger die Strafe auf machbare Raten zu Stunden, es geht nur derjenige ins Gefämgnis, der sich partout nich kümmert und nach dutzenden von Briefen und Androhungen, immer noch nicht bereit ist zu zahlen.
Ich glaube du hast echt nicht die Systematik von staatlichem Handeln begriffen, das für alle gleich gilt, aber durchaus sehr große Zugeständnisse für schwache Gruppen gemacht werden, wenn sie sich denn initiativ zeigen.

Hier das Wort Menschenverachtung in den Mund zu nehmen, ist an Schwachsinnigkeit im Sinne einer normalen gesellschaftlichen Ordnung und eines funktionierenden Gemeinwesen, nicht zu überbieten.


INU-Edit: Bitte mal auf die Wortwahl achten!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Die Sache ist ja die Straftat, das erschleichen von Leistungen. Man kann aber je nach rechtlicher Auslegung auch schwarz fahren ohne eine Straftat zu begehen und wegen Zivilrechtlichen Ansprüchen wandert man nicht in den Bau.
 
Wer ALG2 bekommt und schwarz fährt handelt imho gerecht, weil die staatlichen Leistungen zu gering sind. ALG2 ist so menschenunwürdig gering, dass es als eine Art von Mundraub der Mobilität zu sehen ist.

Ein klare ja zur Prämisse, ein klares Nein zur Folgerung: Denn als schwarzfahrender ALG-II-Bezieher schadet man auch den ALG-II-Beziehern, die nicht schwarz fahren. Wenn, dann wenigstens ein ordentliches Nulltarif-Sozialticket für alle unter einem bestimmten Monatsnetto als Alternative zu oder als Vorstufe von grundsätzlich kostenfreier öffentlicher Personenbeförderung.

Man kommt ja nicht wegen des Schwarzfahrens ins Gefängnis, sondern weil man die Strafe nicht
bezahlen kann. Warum zahlen denn die Leute nicht. Ja warum wohl nicht ... Es ist so widerwärtig zynisch, was man hier lesen muss.

Nein, es ist haarsträubend, wie oft klare Falschansagen wiederholt werden. Gerade von dir hätte ich da mehr Sachlichkeit erwartet.
Es geht niemand, ich wiederhole, niemand singulär dafür in den Bau, dass er eine Straf- oder Mahngebühr nicht bezahlen *kann*. Dafür muss man sich vorsätzlich sämtlichen Optionen verweigern, die vom vermeidbaren Vergehen über Regulierung bis hin zu Alternativen zum Vollzug reichen.

Übrigens Mahoy, wenn man eine kugelsichere Weste anzieht, ist eine Kugel gar nicht mehr so
schlimm. Wer ist also verantwortlich. Die Kugel oder die eigene Dusseligkeit ohne Schussweste
herum zu laufen? Darum mein Vergleich.

Der immer noch hinkt. Du bestimmst vielleicht über Schutzmaßnahmen, aber nicht darüber, ob jemand auf dich schießt. Aber du entscheidest, ob du schwarz fährst, Gerichtsbescheide ignorierst oder generell auf Konfrontation mit dem Rechtsstaat gehst und eine Lappalie höchstselbst dahin eskalierst, dass eine Haftstrafe überhaupt möglich ist.

Abgesehen davon hast du einen rechtlichen Anspruch auf Unversehrtheit, was einschließt, nicht beschossen zu werden. Sprich, du kannst im Alltag darauf bauen, im Regelfall *nicht* angeschossen zu werden. Aber du kannst dich nicht darauf verlassen, im Regelfall Schwarzfahren zu dürfen.

Sprich, der Vergleich hinkt immer noch auf allen drei Beinen und allmählich kommt auch das Zipperlein dazu.
Bevor du dich nicht herablässt, ich wenigsten über die Grundlagen dessen zu informieren, über dass du ich gerade bar jeder Grundlage empörst, sehe ich inzwischen auch wenig Sinn drin, die Diskussion fortzuführen. Wir steigern uns dann nur grundlos in was rein. :)
 
Dann liegt es aber definitiv nicht daran, dass man nicht zahlen kann. Also ja, das was du sagst war mir nicht bekannt, ändert aber schlicht und einfach nichts an meiner Argumentation.
 
Klar, dass die Sozialisten das so sehen. Denen ist egal wer das zahlt und für die kommt der Strom aus der Steckdose und das Geld aus dem Drucker.

Bezahlen sollten es die Autofahrer. Einfach auf die Kfz-Steuer um den monatlichen Preis eines großen ÖPNV und dafür so ein Ticket auch aushändigen. Da es nicht jeder nutzen wird, ergibt sich ein Delta, dass ein kostenfreies Sozialticket für Bedürftige ermöglicht.
 
So funktioniert das nicht und den ÖPNV über KFZ Steuer oder ähnlich zu finanzieren ist absolut nicht nachhaltig.
 
Das ist äußerst nachhaltig, weil so jeder für den ÖPNV bezahlt und die Nutzung für Autofahrer praktisch umsonst ist.
 
Das ist äußerst nachhaltig, weil so jeder für den ÖPNV bezahlt und die Nutzung für Autofahrer praktisch umsonst ist.
Und da wir alle wissen, dass die letzten verkauften Autos Sportwagen von Porsche sein werden, spielt es auch keine große Rolle, die steuerliche Belastung für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor Stück für Stück zur Gegenfinanzierung zu erhöhen.

Aber auch hiermit entfernen wir und stetig vom Thema weg. Gut, auch vor 90 Jahren gab es eine große finanzielle Aufspaltung der Gesellschaft, aber das müssen wir icht am öffentlichen Nahverkehr festmachen, da gibt es bessere Kennzahlen.
 
Bezahlen sollten es die Autofahrer. Einfach auf die Kfz-Steuer um den monatlichen Preis eines großen ÖPNV und dafür so ein Ticket auch aushändigen. Da es nicht jeder nutzen wird, ergibt sich ein Delta, dass ein kostenfreies Sozialticket für Bedürftige ermöglicht.

Man kann den ÖPNV auch einfach komplett weglassen...Nen Mensch hat Beine zum laufen und nicht zum Fußnägel schneiden. Wer Bus fahren will, kann seine Faulheit auch selbst finanzieren.
 
Das ist äußerst nachhaltig, weil so jeder für den ÖPNV bezahlt und die Nutzung für Autofahrer praktisch umsonst ist.
Nope, der Anteil der Autofahrer wird stetig zurück gehen und RK hat es passend skizziert.
Die laufenden Kosten für den ÖPNV können nicht aus dem KFZ Bereich kommen. Haut einfach rechnerisch nicht hin.

Ich bin ja für eine ÖPNV Steuer (Zweckbindung erlauben) ohne Beitragsbemessungsgrenze.
 
Bezahlen sollten es die Autofahrer. Einfach auf die Kfz-Steuer um den monatlichen Preis eines großen ÖPNV und dafür so ein Ticket auch aushändigen. Da es nicht jeder nutzen wird, ergibt sich ein Delta, dass ein kostenfreies Sozialticket für Bedürftige ermöglicht.
Das ist äußerst nachhaltig, weil so jeder für den ÖPNV bezahlt und die Nutzung für Autofahrer praktisch umsonst ist.

Und wer bezahlt für den öffentlichen Personennahverkehr, wenn mehr und irgendwann alle Autofahrer - so ja der ohnehin langfristige Plan, der sich durch die solcherart gestiegene Unttraktivität noch beschleunigen dürfte - ebenfalls umgestiegen sind? Sorry, aber hier hat Sparanus recht: das ist kein tragfähiges Konzept.

Was tragfähig wäre: Eine geringfügige "Mobilitätsabgabe" für jedermann *über* einem bestimmten Nettoeinkommen, damit man für jedermann *unter* einem bestimmten Nettoeinkommen unentgeltliche Nutzung realisieren kann.
Ich habe zwar so meine Zweifel, dass tatsächlich allzu viele Leute aus sozialer Not heraus schwarzfahren, aber die würden damit de facto entfallen - womit man den verbleibenden Schwarzfahrern ganz unzynisch und sozialverträglich mit noch größerer Intensivität auf die Pelle rücken kann.

Und mit rigoroser Reduzierung der finanziellen Schäden durch Schwarzfahrerei in jährlich dreistelliger Millionenhöhe allein in Deutschland wird viel Kapital frei, mit dem sich der öffentliche Nahverkehr ausbauen lässt, wodurch er für mehr - auch bedürftige - Personen nutzbar wird und Arbeitsplätze für - derzeit bedürftige - Personen schafft und ganz nebenbei die Notwendigkeit von Individualverkehr reduziert, ohne dass es die Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs gefährden würde.

Eine Win-Win-Win-Win-Situation.
 
Unter dieser Voraussetzung können Deutsche bzw Menschen die in Deutschland Steuern zahlen nicht mehr Schwarz fahren.
 
Man könnte ja auch einfach die ganzen Hartzer in Arbeit/beschäftigung bringen. Da hätte die auch weniger Zeit, vor Geschäften und Tankstellen zu saufen und rumzupöbeln...
 
Man könnte ja auch einfach die ganzen Hartzer in Arbeit/beschäftigung bringen. Da hätte die auch weniger Zeit, vor Geschäften und Tankstellen zu saufen und rumzupöbeln...

Das Problem ist nur,

die Hardcorehartzer haben überhaupt keinen Bock drauf,
sich den Buckel krumm zu machen :D
 
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