Geschichte wiederholt sich?

Das ist echt eine bittere Pille sowas mit anzusehen und die scheinheiligen Argumente jener zu lesen, die ihre Stimme für die geben, weil die meinen das ja leider wirklich ernst...
Da kommen bei mir echt starke Zweifel auf bzgl der Menschlichkeit etc. Ich meine, sehen die das denn nicht? Warum tun die das, sind die blind vor Hass oder was ist der Grund?
Ich glaub nicht, dass das eine Trotzreaktion oder dergleichen ist, dieser Samen des Hasses muss in einem schon länger schlummern, damit der anfängt zu blühen.
Menschheit done!
 
Komm mir doch nicht immer wieder mit Erdogan, was anderes hast du auch nicht zu sagen. Immer wieder die selbe Leier wie ne kaputte CD/Platte...
 
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Wäre ne wirklich geile Idee zum größten Verbündeten deines Feindes zu gehen auf das Beispiel bezogen.

Saudi-Arabien hat in der muslimischen Welt (die Schiiten gar nicht mitgerechnet) politisch gesehen auch kaum Freunde. Und die wenigen Freunde sind Länder, aus denen niemand flüchten muss. Das Beispiel war also schon recht gut gewählt: Eine Flucht nach SA, nur weil da auch Sunniten leben, hieße für Flüchtlinge, vom Regen in die Traufe zu fliehen.

Nein gemeint ist, dass sich die islamischen Staaten immer so zeigen, dass sie anderen Moslems helfen und kaum kommt mal was ziehen grade die reichsten Staaten dort den Schwanz ein. Das muss diese berühmte Umma sein von der die immer reden.

Wenn sich nominell christliche Nationen bekämpfen, ist das ja auch die berühmte christliche Nächstenliebe.
Die Bereitschaft im reichen, christlich geprägten Deutschland, Wirtschaftsflüchtlinge aus anderen christlich geprägten Nationen aufzunehmen, ist auch eher gering.
Oder, um die Religion aus der Gleichung zu entfernen: Die Bereitschaft des reichen Deutschlands, irgendwelche Wirtschaftsflüchtlinge aufzunehmen, ist trotz unser ach so aufgeklärten Gesellschaft sehr überschaubar.
Und was lernen wir daraus? Das eigene Hemd liegt einem immer dichter am Hintern und jedwede ideellen Gemeinsamkeiten stehen hinten an.

Bestehen bleibt aber die Tatsache, dass ein nicht gerade reiches, islamisches Land wie Jordanien unzählige Flüchtlinge aufnimmt und es dafür keine quantitative Entsprechung unter christlichen oder säkularen Nationen gibt. Das Verhalten Saudi-Arabiens beweist also lediglich, dass es islamische Nationen gibt, die es mit der islamischen Bruderhilfe nicht so genau nehmen, jedoch nicht, dass diese grundsätzlich nicht funktionieren würde.

Da sehe ich derzeit christliche Nächstenliebe oder westlichen Humanismus eher in der Pflicht, die eigenen Werte umzusetzen. Zu sagen "Also gut, unsere Werte existieren nur auf dem Papier, aber schaut mal, die da drüben folgen sich auch nicht ihrem Ideal!" funktioniert nicht als Rechtfertigung. Man wird trotzdem den eigenen Werten nicht gerecht.

Nein wirklich, wir sind auch keine Freunde von Assad, Erdogan auch nicht. Warum kommen sie dann zu uns?
Wenn man dieser Logik folgt müssten sie ja alle nach Russland und in den Iran gehen.

Bist du ganz sicher, dass du das Problem korrekt erkannt hast? Noch einmal ganz einfach erklärt: Machtblöcke in Nachbarschaft einer Krisenregion der Region sind nicht nur mit dem Machtblock verfeindet, vor dem geflohen wird, sondern auch mit oppositionellen Ethnien, Stämmen etc., zu denen die Flüchtlinge zählen. Da ist es wenig zweckdienlich, vor der Knute des einen über die Grenze unter die Fuchtel des anderen zu fliehen.
Europa hingegen ist mindestens neutral oder bekundet gar Sympathie mit der Opposition (Paradoxerweise oftmals sogar mit jenen Teilen der Opposition, die noch schlimmer als das herrschend Regime wüten würden, wenn sie an der Macht wären ...) und ist somit für oppositionelle Flüchtlinge ein logisches Fluchtziel. Und natürlich flüchtet man grundsätzlich dahin, wo die Verhältnisse stabil sind und nicht dahin, wo es ebenso oder anders schlecht aussieht. Das Verlassen der Heimat ist eine schwere Entscheidung, und man möchte natürlich, dass sich dieses Opfer möglichst lohnt.
 
Eine Flucht nach SA, nur weil da auch Sunniten leben, hieße für Flüchtlinge, vom Regen in die Traufe zu fliehen.
Nehmen wir an, dass die Flüchtlinge vor Krieg, IS und Assad fliehen. Warum wäre das dann vom Regen in die Traufe?

Wir reden hier in der Masse von unpolitischen Menschen die frei von Krieg und Terror leben wollen und für deren Verhältnisse ist das auch in SA erfüllt.
Außerdem wäre es auch für sie besser, ja ejn fremdes Land, aber nicht so fremd.
Natürlich würde uns das nicht vollkommen aus der Verantwortung nehmen etwas zu tun, aber es wäre für die meisten Flüchtlinge besser.
 
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Sobald du sagst, sollen doch diese und jene Länder die aufnehmen, hast du schon verloren.
Jedes Land sollte tun was in ihrer Macht steht, nur leider tun das zu wenige.
Echt ein Armutszeugnis was hier abgeht und als wäre das nicht genug, wählt man als Sahnehäubchen noch die AFD :wall:
Besorgniserregende Entwicklung, immerhin 80 Jahre hat man es ausgehalten, mal "normal" zu sein, langsam nimmt das aber wieder Überhand und man verfällt in alte abscheuliche Muster und supportet sowas noch. (und das nicht grad wenige)
Das ist an Lächerlichkeit kaum noch zu toppen.
 
Besorgniserregende Entwicklung, immerhin 80 Jahre hat man es ausgehalten, mal "normal" zu sein, langsam nimmt das aber wieder Überhand und man verfällt in alte abscheuliche Muster und supportet sowas noch. (und das nicht grad wenige)
Das ist an Lächerlichkeit kaum noch zu toppen.
Schön, dass du erkennst was in der Türkei abgeht :)
 
Sobald du sagst, sollen doch diese und jene Länder die aufnehmen, hast du schon verloren.
Jedes Land sollte tun was in ihrer Macht steht, nur leider tun das zu wenige.
Echt ein Armutszeugnis was hier abgeht und als wäre das nicht genug, wählt man als Sahnehäubchen noch die AFD :wall:
Besorgniserregende Entwicklung, immerhin 80 Jahre hat man es ausgehalten, mal "normal" zu sein, langsam nimmt das aber wieder Überhand und man verfällt in alte abscheuliche Muster und supportet sowas noch. (und das nicht grad wenige)
Das ist an Lächerlichkeit kaum noch zu toppen.

Ich glaube Du hast nicht verstanden worum es eigentlich geht. Es geht nicht um die genrelle Aufnahme von Flüchtlingen, sondern darum das jeder dahergelaufene HansWurst mit, ohne oder gefälschten Ausweisdokumenten an der dt. Grenze nur "Asyl" zu rufen braucht um in das hierzulande geltende Asyl- und damit in's Sozialsystem integriert zu werden, während man als dummer Einheimischer für jedes Kinkerlitzchen das korrekte Formular, penibel korrekt ausgefüllt braucht wenn man auch nur irgendetwas von Vater Staat will.

Oder zum Beispiel darum, dass Du hierzulande Deinen Lebtag schuften gehst, die Kassen füllst und plötzlich Hundertausende Menschen auf der Matte stehen, von denen JEDER nach geltendem Asylrecht nach 15-monatigen Aufenthalt (egal welchen Status er bis dahin hat) vollumfänglich in das dt. Gesundheitssystem integriert wird, heisst mit jedem gesetzlich Krankenversicherten gleichgestellt wird der unter Umständen Jahrzehnte eingezahlt hat.

Oder darum, dass es wie in Berlin plötzlich heisst: Sämtliche Sammelunterkünfte werden geschlossen und jeder einzelne Asylsuchende erhält seine eigene Wohnung, finanziert vom Land Berlin und zwar nicht irgendwo, sondern, Zitat: "city-nah", während Du als gewöhnlicher Arbeiter froh sein kannst, wenn Du Dir überhaupt noch eine Butze am Stadtrand leisten kannst. In der Praxis schaut das dann so aus (Ich habe es direkt in der Nachbarschaft miterlebt), dass eine 5-Köpfige Flüchtlingsfamilie in einer 120m², 5-Zimmer-Wohnung im angesagtesten Berlin-Kreuzberg untergebracht wird und der Vermieter dafür 50 Euro pro Tag und Kopf kassiert, also ca. 7.500 Euro im Monat und ich vermute mal stark sogar steuerfrei.
Von den schicken und vollausgestatteten Neubauten und sogar Einfamilienhäuser die für "Flüchtlinge" hier und dort enstehen und ebenfalls vom Land bzw. Steuergeldern finanziert werden ganz zu schweigen.

Und als ob das nicht reicht, sollen wir uns dann auch noch damit abfinden, dass wir hier und da abgestochen oder vergewaltigt werden, weil der Flüchtling ja statistisch gesehen nicht gewaltätiger ist als der Deutsche, nach dem Motto: Weil auch Deutsche morden und vergewaltigen, sollen wir uns mal nicht so haben, wenn auch nen paar Mörder und Vergewaltiger aus dem Ausand importiert werden. Wenn ich oder mein Kind also irgendwo auf der Strasse von einem "Flüchtling" bei dem gerade mal wieder das Messer locker sitzt weil er ja so schwer traumatisiert ist, abgestochen werden, sind wir nur ein weiterer Kollateralschaden der "Willkommenskultur", kurz: Wir sind nichts wert. Zu allem wozu wir gut sind, ist zum konsumieren und den ganzen Scheiß zu bezahlen, also im Extremfall auch unsere eigenen Mörder zu alimentieren, wie etwa Anis Amri der problemlos unter sage und schreibe 14 Identitäten Asyl- oder Sozialleistungen in Deutschland beantragen konnte. Für seine Opfer hat sich dann auch kaum jemand interessiert. Ein kleiner vertstaubter Junge auf dem Rücksitz eines Krankenwagens in Aleppo war medienwirksamer als etwa der 5-Jährige David dessen Mutter vor seinen Augen auf dem Breitscheidplatz von Amri mit einem Lastwagen zerquetscht wurde.

Irgendwie habe ich das Gefüh das Leute wie Du denken, dass es uns ja allen so toll geht so dass wir prächtig teilen können, aber in der Realität muss auch hierzulande das Groß der Menschen jeden Tag den Buckel krum machen um über die Runden zu kommen und wenn unsereins irgendwohin auswandern möchte, bekommt er nicht die geringste Starthilfe für irgendetwas, sondern muss sich selbst durchschlagen mit allen Risiken. Auch wenn bei uns irgendwann die Kacke richtig am dampfen ist, werde ich wahrscheinlich nirgendwo Asyl bekommen, oder wenn dann nur ganz rudimentär.

Aber weißt Du was ich am wenigsten von allen verstehe und was mir am meisten auf den Sack geht? Die "Refugees Welcome" und "wir sind so bunt und vielfältig"-Fraktion ist hierzulande ja nun wirklich lautsstark vertreten (du scheinst ja ebenso dazuzugehören), genaugnommen leben wir in dem wohl politisch linkesten Deutschland das es je gab (die DDR nicht berücksichtigt) und permanent wird "Vielfalt", "Diversität" und "Buntheit" propagiert.
Warum zur Hölle tun sich all diese Menschnen nicht zusammen und sorgen für Integration durch Durchmischung, in dem sie ihren Wohnsitz in einschlägige Problemviertel mit hohem Migrantenanteil verlegen und ihre Kinder auf Schulen mit 90% muslimischen Schüleranteil schicken??
DAS wäre doch mal ein gesellschaftlicher Beitrag der das Zusammenleben ungemein verbessern würde, aber hierbei wird die ganze Heuchelei an der Sache deutlich. Ich habe es im tiefgrünen Berlin-Kreuzberg wunderbar beobachten können: Immer fleißig wird multikulti gepredigt, aber so bald man eigene Kinder in die Welt setzt, muss plötzlich eine bessere Gegend her, eine Gegend in der die Schulen einen niedrigeren Migrantenanteil aufweisen, oder glaubst Du auch nur ein einziger dieser linksgrünen "Refugees Welcome"-Jugend besucht eine Schule auf denen Türken und Araber das sagen haben?
 
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Es geht nicht um die genrelle Aufnahme von Flüchtlingen, sondern darum das jeder dahergelaufene HansWurst mit, ohne oder gefälschten Ausweisdokumenten an der dt. Grenze nur "Asyl" zu rufen braucht um in das hierzulande geltende Asyl- und damit in's Sozialsystem integriert zu werden, während man als dummer Einheimischer für jedes Kinkerlitzchen das korrekte Formular, penibel korrekt ausgefüllt braucht wenn man auch nur irgendetwas von Vater Staat will.
Man nennt das Rechtstaat. Es gilt die Unschuldsvermutung. Aber auch das sind wieder Parallelen zur NS-Zeit
Der Rechtstaat soll abgeschafft werden wegen Willkür und das Recht des Stärkeren. Da sollten sich die Rechten
gut überlegen, ob sie dass wirklich wollen und ob sie in der Situation sind, davon zu profitieren.

Übrigens, mit welchen Mitteln haben Flüchtlinge aus Deutschland ab 1933 versucht, dem Terror zu entkommen?
Was meinst Du? Das ist doch gerade die Basis unserer Gesetze. Damit so etwas nicht wieder passiert.
 
Man nennt das Rechtstaat. Es gilt die Unschuldsvermutung. Aber auch das sind wieder Parallelen zur NS-Zeit
Der Rechtstaat soll abgeschafft werden wegen Willkür und das Recht des Stärkeren. Da sollten sich die Rechten
gut überlegen, ob sie dass wirklich wollen und ob sie in der Situation sind, davon zu profitieren.

Übrigens, mit welchen Mitteln haben Flüchtlinge aus Deutschland ab 1933 versucht, dem Terror zu entkommen?
Was meinst Du? Das ist doch gerade die Basis unserer Gesetze. Damit so etwas nicht wieder passiert.

Rechtsstaat? War verhielt es sich mit der Herkunft aus sicheren Drittländern? Wieviel Jahre wurden ALG2 Beziehern zu Unrecht Sanktionen erlassen, die ein Leben unter dem Existenzminimum bedingten?
Parallelen zur NS Zeit kann ich bei der Aussage nicht entdecken denn die Migration war damals sicher nicht der Grund für die Auswüchse an Menschenfeindlichkeit, sondern vielmehr krude Rassenideologien, welche gegen Menschen gerichtet waren, die lange zuvor überhaupt nicht als Migranten sondern als Teil der deutschen Bevölkerung wahrgenommen wurden. Derartige Gedanken konnte ich in der Aussage nicht entdecken. Die Fähigkeit zu differenzieren, ist einigen wohl völlig abhanden gekommen, stattdessen packt man das Schlagutensil mit dem Nazistempel aus und versucht jegliche Diskussion real exisitierender Probleme im Keim zu ersticken. Herzlichen Glückwunsch, so schafft man Zulauf zu wirklich rechtem Gedankengut.

Hier zitiere ich mal unsere Kanzlerin. Sie hat wohl einen Sinneswandel von der rechtspopulistischen Hetzerin zur Übermutti durchlaufen.

„Manche unserer Gegner können es sich nicht verkneifen, uns in der Zuwanderungsdiskussion in die rechtsextreme Ecke zu rücken, nur weil wir im Zusammenhang mit der Zuwanderung auf die Gefahr von Parallelgesellschaften aufmerksam machen.“ So redete Angela Merkel im Dezember 2003 und fuhr fort: „Das, liebe Freunde, ist der Gipfel der Verlogenheit, und eine solche Scheinheiligkeit wird vor den Menschen wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen.“
 
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Betrachte ich differenziert, werter Andregee,

Wir haben immer noch deutlich mehr Rechtsstaat als die meisten anderen Länder auf diesem Planeten.

Es ist somit wohl eine Frage der Perspektive, ob ALG2 gerecht oder ungerecht ist, jeder arbeitslose US-Bürger würde bestimmt sehr gerne ALG2 empfangen wollen...

Ich bin bei dir, dass vom Prinzip her der maximal ausbezahlte Betrag von ALG2 weder zum Leben noch zum Sterben in Deutschland ausreicht, womit wir uns tendenziell wieder der Diskussion des bedingungslosen Grundeinkommen annähern.

Allerdings gerade bei der Betonung oder Einforderung des Rechtsstaates ist es für mich sonnenklar, dass eben auch anerkannte Flüchtlinge, die ja dann hier eine Heimat gefunden haben, eben diese staatlichen Leistungen empfangen sollten.

Der Mißbrauch unter nativ Deutschen wie Ausländern dieser Leistungen wird man kaum gänzlich ausschließen können.


Die Kernfrage ist doch, wie kann man falsche Kommunikation (durch Menschenhändler) in den Herkunftsländern unterbinden/korrigieren?

Es ist nun mal so, das objektiv Flüchtlinge aus dem Maghreb oder Schwarzafrika tendenziell eher Wirtschaftsflüchtlinge sind, die sich natürlich ein besseres Leben in Europa/Deutschland erhoffen.

Und ich verstehe aber auch diese Menschen, die Mutigen unter uns würden doch an deren Stelle es genau so handhaben...


Wen durch Schleuser suggestiert wird, das man in D. für nix 400 €/Monat bekommt (das ist meist mehr als ein Jahresgehalt in den meisten Ländern in Afrika), aber unterschlägt,

dass eben auch entsprechende Lebenshaltungskosten anfallen und 400 € bei uns gerade zum dahinvegetieren ausreichen, würde sich sicherlich so mancher den Weg sparen...
 
Betrachte ich differenziert, werter Andregee,

Wir haben immer noch deutlich mehr Rechtsstaat als die meisten anderen Länder auf diesem Planeten.

Es ist somit wohl eine Frage der Perspektive, ob ALG2 gerecht oder ungerecht ist, jeder arbeitslose US-Bürger würde bestimmt sehr gerne ALG2 empfangen wollen...

Ich bin bei dir, dass vom Prinzip her der maximal ausbezahlte Betrag von ALG2 weder zum Leben noch zum Sterben in Deutschland ausreicht, womit wir uns tendenziell wieder der Diskussion des bedingungslosen Grundeinkommen annähern.

Allerdings gerade bei der Betonung oder Einforderung des Rechtsstaates ist es für mich sonnenklar, dass eben auch anerkannte Flüchtlinge, die ja dann hier eine Heimat gefunden haben, eben diese staatlichen Leistungen empfangen sollten.

Der Mißbrauch unter nativ Deutschen wie Ausländern dieser Leistungen wird man kaum gänzlich ausschließen können.


Die Kernfrage ist doch, wie kann man falsche Kommunikation (durch Menschenhändler) in den Herkunftsländern unterbinden/korrigieren?

Es ist nun mal so, das objektiv Flüchtlinge aus dem Maghreb oder Schwarzafrika tendenziell eher Wirtschaftsflüchtlinge sind, die sich natürlich ein besseres Leben in Europa/Deutschland erhoffen.

Und ich verstehe aber auch diese Menschen, die Mutigen unter uns würden doch an deren Stelle es genau so handhaben...


Wen durch Schleuser suggestiert wird, das man in D. für nix 400 €/Monat bekommt (das ist meist mehr als ein Jahresgehalt in den meisten Ländern in Afrika), aber unterschlägt,

dass eben auch entsprechende Lebenshaltungskosten anfallen und 400 € bei uns gerade zum dahinvegetieren ausreichen, würde sich sicherlich so mancher den Weg sparen...

Ich fürchte du hast mich missverstanden
Ich wollte mit meiner Aussage weder dem deutschen, noch dem Flüchtling das Recht die Leistung absprechen, sondern darauf hindeuten, das der Titel Rechtsstaat, auf den sich mein Vorposter bezog und damit andeuten wollte, das in diesem Staatsgebilde immer alles rechtskonform abläuft, eben durchaus auch Rechtsbrüche auf staatlicher Ebene geschehen und nicht immer gewährleistet ist, das auch wirklich nach dem Grundrecht und der allgemein korrekten Rechtsstaatlichkeit verfahren wird, was das Beispiel Sanktionen für ALG2 Empfänger bestens belegt.
Das man das soziale System missbrauchen kann, steht außer Frage, aber derartige Fälle muss sich eine Sozialgesellschaft auch im eigenen Interesse leisten, wenn sie eine weitere Verrohrung und Kriminalitätszuwächse vermeiden will, denn Fakt ist auch, das nicht jeder Mensch dem harten Geschehen am kapitalistischen Humanmarkt gewachsen ist. Dieses System generiert eben auch Opfer und sei es nur auf den mentalen Ebene und auch deren Existenzminimum muss gewahrt werden. Auch dem anerkannten Flüchtling sollte man schon aus eigenem Interesse finanzielle Hilfen zugestehen, das sehe ich ebenso nciht anders als du, denn nichts ist gefährlicher ein hoffnungsloser Mensch, der nichts zu verlieren hat.
Natürlich schafft der Sozialstaat durch das Lösen bestimmter Probleme auch neue, eben in Form von Zuwanderung von Wirtschaftsflüchtlingen in die Sozialsysteme. Hier sehe ich nur eine langfristige Lösung. Man sollte endlich aufhören, Entwicklungsstaaten bezüglich ihrer Ressourcen auszubeuten, während man z.B. Kreditvergaben des IWF an "ganz besondere" Bedingungen knüpft. Gerade die EU verfolgt bezüglich Afrika ganz besondere wirtschaftliche Interessen und trägt mit ihrer Wirtschaftspolitik der Abschottung gegen andere Märkte und dem Export von überschüssigen subventionierten Agrarprodukten maßgeblich dazu bei, das vielen Afrikanern die Lebensgrundlage entzogen wird. Besonders auch die Vergabe von Fangrechten an die EU produziert in Teilen Afrikas massive Armut.

Fischfang vor Afrikas Kueste: Europa kauft die Meere leer - SPIEGEL ONLINE

Man muss sich also auch nicht wundern, wenn sich die Menschen in der Hoffnung auf ein besseres Leben in unsere Richtung machen. Wer will es ihnen verdenken. Ich kann sie verstehen. Ich kann aber auch Menschen in Teilen verstehen, die dadurch bedingt gewissen Probleme auf uns zurollen sehen, die nicht so einfach lösbar sind. Hier jedoch sofort die Nazikeule zu schwingen ist absolut nicht zielführend. Vielmehr müssen langfristige Lösungen geschaffen werden und da hilft der stete Verweis und Hitler und seine Schergen auch nicht weiter. Die Wurzel allen Übels ist der Auswuchs des Kapitalismus samt massiver Ausbeutung aller Ressourcen und die Bündelung des Kapitals., was in einem Schuldgeldsystem massiven Zuwachs auf der Verliererseite bedingt.
Leider denken die Menschen zumeist einzig in Lagern und betrachten die Vorgänge nicht in ihrer Gesamtheit. Es fehlt jegliches Verständnis auch nur im Ansatz erkennen zu können, was den anderen umtreibt. Stattdessen ordnet man in links und rechts ein und die Elite kostatiert, divide et impera funktioniert.
 
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Rechtsstaat? War verhielt es sich mit der Herkunft aus sicheren Drittländern? Wieviel Jahre wurden ALG2 Beziehern zu Unrecht Sanktionen erlassen, die ein Leben unter dem Existenzminimum bedingten?

Dafür haben wir ja das Verfassungsgericht. Es ist unabhängig von der Politik. Und das ist ja die Grundlage eines Rechtsstaates.
Und die Sache mit den Sanktionen ist jetzt wieder bei der Politik. Sie wird neue Gesetze verfassen, die das wieder einbinden.
 
"Ist der Feind bekannt, hat der Tag Struktur"
Natürlich kämpfen wir gegen Feinde unserer Verfassung und wir dürfen das auch
in diesem freien Land. Gerade Absatz 4 ist ein direktes Resultat aus der NS-Zeit.

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art 20

(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.
Art 20 GG - Einzelnorm
 
Ich glaube Du hast nicht verstanden worum es eigentlich geht. Es geht nicht um die genrelle Aufnahme von Flüchtlingen, sondern darum das jeder dahergelaufene HansWurst mit, ohne oder gefälschten Ausweisdokumenten an der dt. Grenze nur "Asyl" zu rufen braucht um in das hierzulande geltende Asyl- und damit in's Sozialsystem integriert zu werden, während man als dummer Einheimischer für jedes Kinkerlitzchen das korrekte Formular, penibel korrekt ausgefüllt braucht wenn man auch nur irgendetwas von Vater Staat will.
Jetzt ist mal wieder eines der Momente, wo ich mir wie ein alter Mann vorkomme. Denn mit solchen Sprüchen ist man schon 80er und 90er Jahren hausieren gegangen. Nur waren es damals nicht nur Flüchtlinge, sondern auch (Spät-)Aussiedler und die freigekauften Rumäniendeutschen sowie vor der Wende die Übersiedler und nach der Wende die hunderttausenden Ostdeutschen, die in die alten Bundesländer sind.

Berliner Abendschau - 28. September 1989: Der Anblick von Übersiedlern belästigt einen
UEbersiedler - die neuen Tuerken? - DER SPIEGEL 9/1990
 
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