Geschichte wiederholt sich?

Es ist eine repräsentative Demokratie, du hast kein Recht über Inhalte abzustimmen. Abgeordnete sind an keine Wahlversprechen gebunden.

Das ist aber keine inhaltliche, sondern eine rein definitorische Antwort.

Also nochmal konkret: wie ist es denn um die Demokratie bestellt, wenn sich ohnehin immer nur die Interessen einer bestimmten Gruppe durchsetzen, unabhängig der Wahlergebnisse? Ist es dann Demokratie?
 
Verdammt ich hätte es lassen sollen und die Woche den Männerschnupfen auskurieren sollen.
Hier noch ein schönes Beispiel und Analogie zu damaligen Nazimethoden und wie sie heute gerne von den Idealisten mit ihren ach so hohen Werten angewendet werden.

Andreas Stein auf Twitter: "Wie lange will @daserste diesen entsetzlichen, rechten, neoliberalen Dummschwaetzer Dieter #Nuhr eigentlich noch im Programm halten, ohne sich nicht der eigenen Unglaubwuerdigkeit bezichtigen zu muessen?
#NuhrimErsten
https://t.co/yO66GgmxSd"


Schauen wir doch genauer hin:

Aussage Herr Stein
"Wie lange will @daserste diesen entsetzlichen, rechten, neoliberalen Dummschwätzer Dieter #Nuhr eigentlich noch im Programm halten, ohne sich nicht der eigenen Unglaubwürdigkeit bezichtigen zu müssen?"

Ein sehr plakatives Beispiel. Es wird gefordert Herrn Nuhr "abzuschalten" wie es auch bei anderen "unliebsamen Objekten" in der Vergangenheit gemacht wurde...
Neben dem Aufruf "den mal abzuschalten" wird mit der beliebten rechten Keule gearbeitet. Diffamierung war auch ein beliebtes Mittel gegen "unliebsame Objekte" damals....

Ein User auf Twitter trifft es recht deutlich. Zitat:
"Also ich sehe es auch so wie Sie, Herr Stein, dass man Menschen, welche andere Meinungen vertreten als man selber, verbieten muss. Am besten man setzt die in einen Zug und fährt... Ooops, das hatten wir doch schonmal."

Ein weiteres Zitat aus dem Tweet:
"Genau! Wenn Andreas Stein, Dieter Nuhrs Meinung nicht akzeptiert, muss dieser natürlich seinen Job an den Nagel hängen! Weil Andreas Stein Meinung ist die richtige und alle anderen FALSCH! Lang lebe der Faschismus!"

Als Antwort kam dann von Herrn Stein:
"Extra deswegen bei Twitter angemeldet? Wow! Vielen Dank, du kleiner Robot oder gekaufter Stimmungsmacher!"

Sehr sympathisch dieser Herr Stein. Geht auch noch lustig in dem Stil weiter...

Hier ein weiteres Beispiel für den Irrsinn:
CDU und AfD als „buergerliche Koalition“ bezeichnet – MDR entschuldigt sich - WELT

Das ist natürlich ein Skandal denn solche Aussagen "vergiften" ja das "Gedankengut" jetzt mal frei übersetzt was Rottkaeppchen hier auch immer gerne ausführt.
Alles rechts was nur ansatzweise kritisch ist oder wie in dem Fall wenn eine Journalistin ein "falsches" Wort benutzt bei einer Fragestellung.
Ein Verbrechen das in der heutigen Zeit natürlich mit Kündigung und damit Entziehung der eigentl. Lebensgrundlage geahndet werden muss.
Und egal wie man es dreht un wendet die AfD wurde von den Bürgern gewählt. So ist das nunmal in einer Demokratie. Die Aussage war faktisch richtig aber sowas darf man einfach nicht sagen weil...das ist halt einfach so od. Rottkaepchen.
Das ist vergiftetes Gedankengut usw....

Wie gesagt ich lass mich da nicht als Rechter od. Nazi framen. Das wurde schon versucht als ich noch Diskussionen über Die Linke hatte. Da waren nur die Vorzeichen anders. Sozialromantiker, Kommunist etc pp waren da die Kampfbegriffe und eine Linke unwählbar.

Ich sehe nur die Entwicklung sehr kritisch gerade diese totalitäre Meinungsdiktat gepaart mit den "hohen Idealen" der Grünen/SPD und auch CDU und ihrer Anhänger.
Denn auch hier gibt es Parallelen. Eine NSDAP wollte damals ja auch nur das Beste und die SPD war der Feind. Jeder der sich kritisch dazu geäussert hat wurde in den Anfangszeiten mit denselben Mitteln bearbeitet wie es heute gang und gebe ist.
Diffamieren, denunzieren mundtot machen und am besten noch die Lebensgrundlage entziehen. Alles Methoden die ich persönlich ablehne und extrem widerlich finde.

Ich halte es auch für Ablenkung und eine AfD stört einfach. Die Kernfrage ist wie ein User hier schön geschrieben hat
"Wie steht es denn eigentlich um die Demokratie, wenn - völlig egal, mit welchen Versprechen die gewählten Parteien mal angetreten sind - letztlich nichts umgesetzt wird, was maßgeblich gegen die Interessen der allmächtigen Wirtschaft steht?"
Das ist mit unser Hauptproblem und die AfD das Symptom.
 
Ich halte von Diktatoren nicht viel.

In einem freien Markt (ohne Monopole/Kartelle, also POlypol) besteht immer ein Streben nach Innovation und Verbesserung, in einer Planwirtschaft, die einige Leute gerne hätten, existiert das nicht. Von oben wird diktiert was wieviel und in welcher Qualität. Dann entsteht Stillstand, während der Rest der Welt sich immer weiter verbessert.
Das ist völlig natürlich. Warum soll man mehr arbeiten, wenn es dafür nicht auch mehr gibt?
Wenn man den Wohnungsbau sozialisiert wird da Stillstand und Verwahrlosung herrschen. So war das schon immer und wird auch in Zukunft sein, völlig egal wie die SPD das lösen will.

Sozialismus ist zudem immer einer Art Diktatur und massive Einschränkung der Freiheit, völlig egal ob man den demokratisch nennt oder nicht.
Sozialismus bedeutet Einheitsgedöns überall. Da ist dann auch die Einheitspartei und Einheitsmeinung damit verbunden.
Demokratisch heißt in erster Linie, dass gewählt wird. Das wurde z.B. in der DDR auch, aber mit Einheitswahllisten.

Demokratischer Sozialismus kam im Wortlaut der PDS vor, das war die Nachfolgepartei der SED mit vielen hochrangigen SED-Mitgliedern. Wären die nicht auf 100% Sozialismus gewesen wären die nicht in der SED hochgekommen.

Sozialismus bedeutet Gerechtigkeit, sozialen Ausgleich, nachhaltige Wirtschaft und eine gerechte Beteiligung der Arbeiter am Gewinn.
 
Also nochmal konkret: wie ist es denn um die Demokratie bestellt, wenn sich ohnehin immer nur die Interessen einer bestimmten Gruppe durchsetzen, unabhängig der Wahlergebnisse? Ist es dann Demokratie?
Ich sage eine repräsentative Demokratie ist nicht wirklich eine.

Sozialismus bedeutet Gerechtigkeit, sozialen Ausgleich, nachhaltige Wirtschaft und eine gerechte Beteiligung der Arbeiter am Gewinn.
Also hat dir die DDR gefallen?
Dort gab es den Sozialismus in voller Ausführung.
 
Ich sage eine repräsentative Demokratie ist nicht wirklich eine.


Also hat dir die DDR gefallen?
Dort gab es den Sozialismus in voller Ausführung.

Sehe ich ähnlich. Aber er spricht das eigentliche Problem gut an. Unsere Politiker lassen sich mit Versprechungen wählen um dann offen und korrupt Klientelpolitik zu betreiben.
Man kann sich jetzt über das demokratisch streiten...uns Bürgern wäre ja schon geholfen wenn wirklich Politik für den Bürger oder das Volk gemacht werden würde.

Für mich gibt es eas die verschiedenen gesellschftlichen/politischen System betrifft die Unterscheidung zwischen Theorie und praktischer Ausführung.
Wirklichen Sozialismus oder Kommunismus hat es in dem Sinn nie gegeben. Für mich waren das immer nur Fassaden.
Gutes Beispiel ist da auch die SPD. Sozialdemokratisch...lassen wir das demokratisch mal raus. Sozial und SPD? Reine Fassade
Russland und die DDR war "die Farm der Tiere" etc etc. Ansich Diktaturen hinter der Fassade des Kommunismus.
Die DDR hatte auch demokratisch im Namen^^

Übrigens war z.B. eine Frau Weidel früher bei Goldman Sachs tätig. Nur für diejenigen die meinen das andere Lager würde eine wirkliche Veränderung bringen oder hat die Interessen der Bürger im Sinn hat. Ich weis nicht an was es liegt aber eine Bekannter hat das mal gut beschrieben und das scheint eine Grundregel sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft zu sein wenn man sich das Spitzenpersonal der Konzerne und der Parteien ohne Ausnahmen so anschaut: "******** schwimmt immer oben"

Solange die Masse oder anders ausgedrückt das Volk das Lagerdenken nicht mal lässt sondern mal auf den Trichter kommt das das eigentliche Problem das komplette politische System ist das wir momentan haben wird sich nichts ändern sondern wie wir alle im Laufe der Jahre gesehen haben wird es eher schlimmer werden.
Was wir momentan in unserer Demokratie als Schafsherde wählen können ist nur die Farbe des Zauns. Der grüne Zaun ist auch nicht besser als der schwarz/rote den wir haben, eher noch schlimmer. Und der Alternative Zaun wirds auch nicht richten
 
Für mich gibt es eas die verschiedenen gesellschftlichen/politischen System betrifft die Unterscheidung zwischen Theorie und praktischer Ausführung.
Gerade beim Sozialismus wird schon von der Definition her festgelegt, dass alles gleich sein soll.
Damit ist Implizit dann auch eine massive Einschränkung der Freiheit eines jeden Einzelnen inbegriffen.
 
Ich sage eine repräsentative Demokratie ist nicht wirklich eine.

Was fuer ein Demokratiemodell darf´s denn dann sein? Das englische, bei dem mit 51% zu 49% jahrelang die politische Handlungsfaehigkeit ausgehebelt ist, nachdem man das Stimmvieh mit Lug und Betrug an die Urnen gekoedert hat? Oder lieber die Krim-Edition, wo gruene Maenneken dafuer sorgen, dass eine Partei, die bei der Wahl zuvor noch im unteren einstelligen Prozentbereich abgeschnitten hat, ein Referendum durchfuehrt, mit Fabelwerten gewinnt und eine gesamteuropaeische Krise begruendet?

Mag schon sein, dass Du die repraesentative Demokratie doof findest, weil sie eine Konsensdemokratie ist, bei der man Mehrheiten finden und dafuer Kompromisse eingehen muss. Ich wuesste nicht, was eine qualitativ sinnvolle Alternative sein soll, habe aber zusehends den Eindruck, dass Du anarchistischen Zustaenden nicht abgeneigt bist, bei denen derjenige gewinnt, der als erster die Ellenbogen in 90 Grad-Stellung bringt. Das waere dann quasi die Adaption des freien Marktes fuer die Gesellschaft. Danke, aber Nein Danke.
 
Nicht das es falsch rüberkommt, ich bin kein Fan von Kommunismus oder Sozialismus. Bin selbst Unternehmer und ein starker Verfechter von Freiheit des Einzelnen.
Gibt dazu ein schönes Sprichwort in welchem Rahmen sich diese bewegen kann.

Was wir aber dringend brauchen ist eine sozialere Politik und eine bessere Verteilung des Wohlstands.
Schadet dann auch irgendwann der Wirtschaft denn ein Milliardär ist schlichtweg der Gau wirtschaftlich gesehen. Der agiert wie ein Staubsauger und konzentriert Kapital immer mehr.
Und am Ende gibts immer weniger die sich mein teures Ökoholz aus nachhaltiger Waldwirtschaft leisten können^^ Spässle am Rande
Mir als Unternehmer wäre es lieber die eine Milliarde wäre auf eine Million Köpfe verteilt denn die würden das Geld ausgeben. Wirtschaft ist halt ein Kreislauf heisst ja auch nicht umsonst Wirtschaftskreislauf. Nur als Randbemerkung, gerade BWLer sind diejenigen die Wirtschaft nicht wirklich verstanden haben, da haperts schon an den Basics....

Alles was ich heute in den Nachrichten sehe sind Scheindiskussionen und dümmliches rechts Nazi Gebrülle. Trotz Klimawandelhysterie, hat einer von Euch schon mal von den extremen Problemen gehört die wir in unseren Wälden haben? Oder wie extrem schlecht es um das Finanzsystem steht?
 
Mag schon sein, dass Du die repraesentative Demokratie doof findest, weil sie eine Konsensdemokratie ist, bei der man Mehrheiten finden und dafuer Kompromisse eingehen muss.
Sie hat Mängel. Ein gravierender Mangel ist der Umstand, dass Politiker nicht an ihre Wahlversprechen gebunden sind.
Beispiel:
Politiker 1 sagt, es soll keine Erhöhung der KFZ-Steuer geben. Dann sollte der bei der Abstimmung auch gezwungen werden, so abzustimmen.
Es kann jeder alles erzählen und was anderes machen.
 
Was fuer ein Demokratiemodell darf´s denn dann sein? Das englische, bei dem mit 51% zu 49% jahrelang die politische Handlungsfaehigkeit ausgehebelt ist, nachdem man das Stimmvieh mit Lug und Betrug an die Urnen gekoedert hat? Oder lieber die Krim-Edition, wo gruene Maenneken dafuer sorgen, dass eine Partei, die bei der Wahl zuvor noch im unteren einstelligen Prozentbereich abgeschnitten hat, ein Referendum durchfuehrt, mit Fabelwerten gewinnt und eine gesamteuropaeische Krise begruendet?

Mag schon sein, dass Du die repraesentative Demokratie doof findest, weil sie eine Konsensdemokratie ist, bei der man Mehrheiten finden und dafuer Kompromisse eingehen muss. Ich wuesste nicht, was eine qualitativ sinnvolle Alternative sein soll, habe aber zusehends den Eindruck, dass Du anarchistischen Zustaenden nicht abgeneigt bist, bei denen derjenige gewinnt, der als erster die Ellenbogen in 90 Grad-Stellung bringt. Das waere dann quasi die Adaption des freien Marktes fuer die Gesellschaft. Danke, aber Nein Danke.

Leg nicht wieder anderen Worte in den Mund und bring mal Vorschläge oder sag offen das wir keine Probleme in Deutschland mit unserem politischen System haben.
Dann kann ich dich wenigstens auslachen...

Die Krisen haben Ursachen die weit vor einem Brexit oder einer AfD begründet liegen.
 
Na dann mal raus welche Politik hat denn für Wohlstand für alle gesorgt? Thatcherismus? Reaganomics?

Wohlstand haben klar die SPD/Grünen und später die CDU/SPD gebracht. Unsere Renten sind jetzt endlich wieder sicher, unser Gesundheits und Pflegesystem ist top und unsere Infrastruktur inkl. der öffentlichen Verkehrsmittel ist Weltspitze. Was unser Kommunikationsnetz kommt auch keiner an uns ran. Ach so ich habe die Bildung vergessen, da kommt gar niemand an uns ran. Wir haben die besten Universitäten und Bildungseinrichtungen und überhaupt....

Wohlstand für alle? Das war ein kleiner Scherz oder? Den Wohlstand haben ganz andere erarbeitet aber sicher kein Politiker oder eine Partei.
Wer heute von Wohlstand für alle spricht sollte sich mal mit offenen Augen umsehen.
 

So sind Menschen und die Dinge, die sie sich ausdenken.

Ein gravierender Mangel ist der Umstand, dass Politiker nicht an ihre Wahlversprechen gebunden sind.
Beispiel:
Politiker 1 sagt, es soll keine Erhöhung der KFZ-Steuer geben. Dann sollte der bei der Abstimmung auch gezwungen werden, so abzustimmen.

Oha. Der Politiker sollte "gezwungen" werden. Fuer jemanden, der mit Schaum vor dem Mund gegen den Sozialismus wettert, eine steile These.

Grundsaetzlich denke ich auch, dass es fuer das Vertrauen der Bevoelkerung in "das System" entscheidend ist, dass "das System" berechenbar agiert. Aber "Politiker 1" wird normalerweise nicht nur fuer eine Aussage gewaehlt werden, sondern wegen dem Programm der Partei, der er (oder sie) angehoert und das aus einer Vielzahl von Aussagen besteht. Muss die Partei nun koalieren, um eine Regierung bilden zu koennen, wird sie tada!, Kompromisse eingehen muessen. Und das kann dann auch mal die von "Politiker 1" kategorisch ausgeschlossene Steuererhoehung sein. Ansonsten stimmt eben jeder ab, wie er meint und am Ende haben wir bestenfalls eine Wahlfrequenz a la Italien oder eben Anarchie. Ist das besser?
 
Für wen Mitbestimmung an Unternehmensentscheidungen finsterster Sozialismus ist, dem empfehle ich eine Lektüre der Mitbestimmungsgesetze hierzulande. Insbesondere das Montanmitbestimmungsgesetz, wo ich auch weiterhin dafür bin, dessen Regelungen zur Mitbestimmung auf die gesamte Wirtschaft auszuweiten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oha. Der Politiker sollte "gezwungen" werden. Fuer jemanden, der mit Schaum vor dem Mund gegen den Sozialismus wettert, eine steile These.
Würde einige Probleme der indirekten Demokratie beheben, aber auch andere bereiten.
 
Da haben wohl ein paar Leute in Staatsbürgerkunde (oder wie immer das dank Bildungsföderalismus jeweils hieß) nicht aufgepasst, wenn sie Gesellschafts-, Staats- und Wirtschaftssysteme quer durcheinander würfeln.

"Linke" Wirtschaftspolitik gibt es ebenso wenig wie "rechte" Wirtschaftspolitik. Wir praktizieren in Deutschland auch nicht Kapitalismus, sondern (mal mehr, mal weniger, seit einigen Jahren eher weniger) Soziale Marktwirtschaft. Sogar dann und dort, wann und wo schwarz-gelb regiert wird. Selbst die Braunblauen könnten sich davon nicht ganz lösen, weil sie sonst jenen Teil ihrer Wähler vergrätzen würde, die in ständiger Furcht leben, Ausländer würden ihnen wahlweise die Arbeitsplätze oder die Sozialleistungen wegnehmen.

Für's Protokoll: Der Bundesrepublik geht es immer noch sehr gut. Aber es ging ihr weder schlechter, als sie noch sozialer war, noch geht es ihr besser, seit die Neoliberalen die Wirtschaftspolitik gestalten und Sozialdemokraten mal wieder als Verräter an der eigenen Sache handelten.

Da ich jetzt ein paar Mal das böse Wort "sozial" erwähnt habe, ohne "Sozialismus" zu sagen, ist da vielleicht auch etwas Aufklärung angebracht: Sozialisten sind bisher hauptsächlich daran gescheitert, dass sie Werte gleichmäßig verteilt haben, ohne gleichzeitig die zu deren Generierung erforderliche Leistung ebenfalls gleichmäßig verteilen zu können. Ist ja logisch: Wenn jeder gleich viel bekommen soll, muss auch jeder gleich viel leisten. Ich wüsste nicht, wie das mit Menschen zu realisieren sein soll.
Das ist fairerweise auch etwas schwerer als im Kapitalismus, der im Kern gar nicht den Anspruch hat, irgend etwas gleichmäßig zu verteilen. Kapitalismus lebt, wenn nicht wie im Raubtierkapitalismus klar durch Ausbeutung, doch zumindest immer auf Pump, und zwar in jeglicher Instanz. Das Märchen, das Werte generiert werden, ist nämlich genau das: ein Märchen. Vielmehr werden Werte verlagert, regional und/oder zeitlich. Der hier und heute gelebte Wohlstand beruht auf Ressourcen, die von der Ressourcenbasis anderswo oder von künftigen Generationen abgezogen werden.

Oder, um es kürzer zu machen: Sozialismus kann nur funktionieren, wenn alle mitmachen würden. Kapitalismus funktioniert, wenn nicht alle mitmachen dürfen.
Wer da kurzfristig wie der Gewinner aussieht, dürfte offensichtlich sein, aber das Kapitalismus im Grunde ein Pyramidenspiel ist, wird schon jetzt deutlich: Die Spitze, also diejenigen, die klar profitieren, wird immer kleiner, während die Basis derjenigen, die wenig bis gar nicht profitieren immer breiter wird. Und irgendwann ist da Gefälle der Pyramide so gering, das gar nichts mehr herunter tröpfelt. Aber dafür ist die Spitze dann auch so weit unten, dass die Basis richtig gut an sie herankommt - und für das, was dann geschieht, hat die Geschichte auch ein paar spannende, aber wenig angenehme Episoden aufzuweisen.
 
"Linke" Wirtschaftspolitik gibt es ebenso wenig wie "rechte" Wirtschaftspolitik.
Steile These ...

Wenn wir z.B. auf die Wirtschaftspolitik der Nazis schaun, dann ging es nicht um Rechte der Arbeitnehmer, das machen nämlicvh "linke" Gesetzgeber, sondern um Kriegswirtschaft und "Frauen zurück an den Herd", Stichwort KKK. Und genau solche Tendenzen sehen wir auch bei der NSAfD.
 
Steile These ...

Wenn wir z.B. auf die Wirtschaftspolitik der Nazis scheun, dann ging es nciht um Rechte der Arbeitnehmer, sondern um Kreigswirtschaft und Frauen zurück an den Herd. Und genau solche Tendenzen sehen wir auch bei der NSAfD.

Wenn ich die Afd ansehe, sehe ich nur neoliberales Geschwafel. Ähnlich dem, was die FDP seit Jahren absondert.
 
Steile These ...
Wenn wir z.B. auf die Wirtschaftspolitik der Nazis schaun, dann ging es nicht um Rechte der Arbeitnehmer, das machen nämlicvh "linke" Gesetzgeber, sondern um Kriegswirtschaft und "Frauen zurück an den Herd", Stichwort KKK. Und genau solche Tendenzen sehen wir auch bei der NSAfD.

Die Nationalsozialisten, wie sie sich verdrehtermaßen nannten, fuhren eine anfänglich pervers-geniale Strategie: Sie verbesserten nämlich die Lebensbedingungen für den die einfachen Arbeiter tatsächlich - allerdings nur für kurze Zeit, denn auch das war nur ein Pyramidenspiel: Irgendwann war man an dem Punkt, an dem man die Arbeiter zwingend zu Soldaten machen musste, um einen Eroberungskrieg zu führen, der den Wirtschaftskreislauf durch Kriegsproduktion und Kriegsbeute am Laufen hielt.

Das grundsätzlich Verbrecherische einmal außen vor ist das auch kein tragfähiger volkswirtschaftlicher Ansatz. Egal ob man siegt oder verliert, irgendwann enden die Kampfhandlungen, damit die kriegsstützende Produktion und die eroberten Gebiete sind ausgeplündert, aber voller neuer "Großreichsbürger" (sic!), die Lohn und Brot brauchen. Da bringt es dann auch nichts mehr, rund 50% der Bevölkerung zum Kochen und Kinderkriegen abstellen zu wollen, denn dazu muss die andere Hälfte ausreichend Einkommen haben und vor allem produziert man noch mehr Bevölkerung, die beschäftigt und ernährt werden muss.

Für meine obige Betrachtung ist es auch ziemlich egal, ob man Ressourcen raubt oder sich ergaunert, es ist trotzdem nur eine Verlagerung. Es ist nicht nachhaltig, es wird nichts generiert. Reine Augenwischerei.
 
Hmmm....auch wenn die Republik sich immer noch gerne das Credo "soziale Marktwirtschaft" umbindet,
so sind wir doch schon einige Lichtjahre davon entfernt und eher im Geflecht der realen, globalisierten Marktwirtschaft angekommen.

Erst mal als "Fakt" und nicht als Kritik zu verstehen.

Es kommt ja nicht von ungefähr, dass wir über Altersarmut u. dgl. reden, die es zumindest im meiner Vorstellung in einer Sozialen Marktwirtschaft nicht geben dürfte.

Deckungsgleich sind wir bei der Einschätzung des NS-Regimes.
Nachhaltig war da gar nix, eigentlich bestand die komplette "Wertschöpfung" nur aus der Ausbeutung von Mensch und Material.
Letztlich funktionieren alle totalitären oder absoluten Regime i. d. R. nur dann, wenn es Feindbilder gibt, die man (mittels Krieg) ausnutzt/erpresst oder sonst was,
weil es innerhalb eines Regimes nur wenige Profiteure gibt und der Rest eher um das nicht Auffallen und um das Überleben kämpft.
 
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