SMR sind ohnehin ineffizienter, teurer und unsicherer als konventionelle Reaktoren. Das nimmt man aber wissend in Kauf, weil man ASAP eine Energieflatrate für KI braucht, um das Rennen zu gewinnen. Durchaus schlüssiges Konzept, wenn man sowieso keine Ahnung hat, wie man sich vor einer übermächtigen KI schützen soll.
Nach dem Motto "die Strahlung einer nuklearen Explosion verkürzt zwar die Lebenserwartung von Menschen in größerem Umkreis auf ein paar Jahrzehnte, aber der EMP die von KI-Overlords auf Mikrosekunden?"
SMRs könnne gar nicht so effizient wie größere AKWs sein, da die benötigte Infrastrukter nicht wesentlich weniger Kosten wird.
Die Skalierung spielt hier wie fast überall eine entscheidende Rolle für die Effizienz.
Baut ja heute auch kein ernst zu nehmender Investor Windräder unter 100 m Rotordurchmesser mehr.
Die Kosten-Nutzenrechnungen für AKWs wurden noch nie anhand der eigentlichen Technik durchgeführt, sondern immer unter Berücksichtigung der politischen Zielsetzungen. Sonst hätte nie jemand irgend eins gebaut. Aber weil nukleare Expertise massiv subventioniert wurde und wird (vor allem da, wo man Nuklearwaffen haben wollte/will, aber auch da, wo man nur die Option ganz nett fand oder/und sich bei Alliierten anbiedern wollte), sehen die Rechnungen für die beteiligten Firmen anders aus und gerade in den USA ist die Sache eben wieder richtig en vogue - wenn man verspricht irgendwas anders und vor allem sehr schnell zu machen. Und mit extra Zahlungsmöglichkeiten, wenn man an die Militäretats rankommt, zum Beispiel weil man ähnliche Reaktoren schon für Flugzeugträger braucht. Es hat seine Gründe, warum General Electric und Westinghouse die Werbetrommel dafür rühren und die US-Army diverse Start-Ups in Ausschreibungsrunden für mobile Lösungen finanziert. Wenn man dann noch einen reduzierten Infrastrukturaufwand einrechnet, weil man zum Beispiel bei einem kleinen Reaktor viel weniger Sicherheitspersonal vorhält und die erste Instanz der Sichheitssystem so sicher redet, dass es keine zweite Ebene braucht (vergl. Tschernobyl: scram deckt alles ab), dann rechnen sich die Dinger.
Für den Erbauer versteht sich, vielleicht noch für den Betreiber. Natürlich nicht für den Staat, der die Subventionen reinbuttert und schon gar nicht für die Bevölkerung, deren Kinder, Enkel, etc. den Müll aufräumen müssen. Aber warum sollten sich Trump und seine Industriebros um all das kümmern? Nicht nur die großen KIler von Microsoft, X und Google sind dran. Selbst Amazon plant aktuell über ein Dutzend (!) Reaktoren. (Kann man ja mal bei den kommenden Weihnachtseinkäufen berücksichtigen)
die Krux an Sicherheitseinrichtungen für Atomkraftwerke ist, das man sie nicht richtig testen kann. Theoretisch funktionieren sie
Das Problem bei den bisherigen Nuklearkatastrophen war nie eine Sicherheitseinrichtung, die unter den geplanten Bedingungen nicht funktioniert hätte. Das Problem waren jedes einezelne Mal Bedingungen, die man bei der Konstruktion gar nicht erst berücksichtig hatte. Solche gibt es für absolut jeden Reaktortyp und wird es auch immer geben; AKW-Gegner können sich da sehr vieles vorstellen. Aber AKW-Befürworter sagen immer wieder an irgend einem Punkt "aber das ist doch total unwahrscheinlich" und bezeichnen den Reaktor als "sicher", obwohl z.B. ein klemmendes Ventil in Kombination mit falscher Sensoranzeige, die Wirkung von einfahrenden Graphitspitzen in Momenten stark erhöhter Last, oder ein etwas größerer Tsunami nicht Teil der Sicherheitsplanung waren. Z.B. die AKWs in Deutschland waren allesamt nicht gegen den Einschlag eines großen Verkehrsflugzeugs oder gegen terroristische Angriffe mit panzerbrechenden Waffen geschützt (oder for that matter: Die AKW-Anlagen nicht gegen Angriffe mit gepanzerten Fahrzeugen). Trotzdem hat man sie als "sicher" bezeichnet, weil "sowas ja nicht passiert".
Entwickler von "sicheren", einfacheren Durckwasser-SMR sind halt der Meinung, dass ein gleichzeitiger Computerausfall und Kühlungs-Leistungs-Missmatch nicht passieren kann, MSR-Entwickler sind der Meinung, dass Korrosion zwischen der Flüssigkeit und Kreislaufmaterialien nicht geschehen kann, GCR-Entwickler glauben (trotz erbrachten Gegenbeweis) scheinbar weiterhin daran, dass als Einschlussmaterial verwendetes Graphit keinem Abrieb unterlegt und Sauerstoff freiwillig auf immer draußen bleibt, etc.. Jede Technik beinhaltet Risiken, jede Behauptung von "Sicherheit" beruht darauf, diese als "klein genug" einzustufen. Da muss man gar nichts testen, da ist immer noch etwas übrig, wogegen man erst gar nichts eingebaut hat, weil das zu teuer geworden wäre.
Genauso wie es auch Demokratien gibt, die auf Sicherheitsmechanismen gegen die Verbreitung von Falschaussagen oder eine strikte Trennung von Präsidentschaftskandidaten und Straftätern verzichten

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