Geschichte wiederholt sich, diesmal die USA

Wie gesagt: "Sicher" wird in der Praxis als Definitionsfrage gehandhabt. Die nominellen Anforderungen wurden in Deutschland in den 70ern und 80ern sicherlich auf ein Niveau angehoben, dass andere damals nicht hatten. Aber mittlerweile dürften sich Chinas Neubauten weit jenseits diesem Level bewegen und es gab in Deutschland auch weder Nachrüstpflichten oder (un-)sicherheitsbedingte Stilllegungen älterer Reaktoren, noch auch nur eine lückenlose Kontrolle aller Auflagen. War das Biblis, wo nach 20-30 Betriebsjahren festgestellt wurde, dass wichtige Rohrleitungen mit kaum ausreichenden, 0-Reserve-Dübeln befestigt waren? In Krümmel gab es mehrfach große Probleme mit der Notstromversorgung, sodass diese zeitweilig nur zur Hälfte einsatzbereit war. Die Sichereitsvorkehrungen gegen außen wurden bei mehreren Kraftwerken mehrfach von Greenpeace-Aktivisten überwunden, welche verglichen mit Terroristen recht harmlos vorgehen. Das ist alles nur "safe for a certain level of safety" und jede Nation rühmt sich, sichere Kraftwerke zu haben, orientiert sich dabei aber immer nur an noch schlechteren und ignoriert die Stellen im eigenen Land, die nicht einmal den eigenen, nominellen Ansprüchen gerecht werden. Frankreich z.B. ist stolz auf den EPR, aber 50 Jahre ältere Designs laufen weiter. Japan hat nach allgemeiner Einschätzung mit die aufwendigsten Sicherheitsvorkehrungen in Kraftwerken überhaupt gehabt, aber in Fukushima lief die 1st Gen weiterhin mit nur unzureichenden Nachrüstungen.

Das ist immer nur "sicher genug", wobei die Lobbyisten und Gewinnzähler überall fleißig an der "genug"-Definition mitschreiben, während diejenigen, die (noch) mehr fordern, als ahnungslose Spinner abgetan werden. Im Falle von SMRs, auf welche die USA so massiv setzen wollen, ist das aktuelle Narrativ halt meist, dass die inhärent sicher wären und deswegen ganz viele Sicherheitsvorkehrungen eingespart werden können, um "billige, zuverlässige Energie" zu liefern. Hier z.B. mal live von der US-Webseite:
Siedewasserreaktor in einer dünnwandigen Halle ohne sekundäres Containment oder Schutz gegen Angriffe von außen. Montiert in einem Pool der bis zum Boden des Gebäudes reicht, ohne dass auch nur Platz für einen Core Catcher wäre. Scheinbar ist nicht einmal ein umgebendes Kellerbauwerk vorgehesehen, über dass das untere Ende des Reaktors unabhängig von dessen Betriebszustand zugänglich wäre. Und das ist wohlgemerkt keine windige Studie, sondern das Ding ist in Bau und soll 2033 in Betrieb gehen.
(Das gleiche Modell hat übrigens auch Polen bestellt, nur falls sich hier jemand auf der anderen Seite des Atlantiks sicher fühlen sollte.)

Ein anderes Design sieht wenigstens eine "aircraft safe building" über dem Pool vor, stellt aber gleich 12 Reaktoren dicht an dicht in selbigen (=> wenn einer auch nur ein kleines Problem hat, kommt man an nichts mehr ran) und "Pool" ist in dem Fall wörtlich zu nehmen, denn das ist einfach eine Wasser gefüllte Betonwanne. Genug Wasser übrigens für 72 h Kühlung, ähnlich wie in Fukushima.
Wird in den USA aber aktuell wohl nicht mehr gebaut. Nicht weil das Konzept zu unsicher war, sondern weil es zu teuer wurde. (Dafür ist Rumänien jetzt heiß drauf.)

Mein Liebling ist aber Amazons gerade in Bau gehendes Double-Sixpack
Ein gasgekühlter Kugelhaufenreaktor. Sagt keinem was? Sagen wir vielleicht lieber "AVR Jülich" dazu. Ja, genau das Ding aus dem der Atombrennstoff stammt, der das kommende halbe Jahrzehnt quer durchs Ruhrgebiet in ein Zwischenlager transferiert werden soll, dass ein paar Jahre nach Ankunft des letzen Castors geschlossen wird und dass keinerlei Vorrichtungen hat, um die zwischenzeitlich anstehende Umlagerung in neue Behälter vorzunehmen.


tl;dr: Billig, billig, billig. Das ist es, woran "Sicherheit" gemessen wird und die USA sind ganz vorne mit dabei. Sowohl was die mehrheitlich von da stammenden Designs als auch die bereits ergangenen Baubeschlüsse angeht. Wenn nach Trumps 2. Amtszeit nicht eine radikale Kehrtwende kommt, dürften Anfang des kommenden Jahrzehnts in Nordamerika mehr Reaktoren in Betrieb gehen, als in ganz Europa in den letzten 40 Jahren zusammengenommen. Und bei jedem einzelnen davon steht "cheap energy" zu oberst im Lastenheft, während Kritiker allesamt "leftwing fundamentalists" sind, die "bekämpft" werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach, Du siehst das soooo negativ! Das wird bestimmt gaaaanz toll! Spätestens, wenn die "richtigen" Leute an den "richtigen" Stellen sitzen bzw. die Auflagen nach "Technologieoffenheit" hin optimiert sind bzw. nicht wirklich überprüft werden, da die zu prüfende Behörde mittlerweile zusammengespart worden ist.
 
Es ist die niedrigste Zustimmungsrate für US-Präsident Donald Trump seit seiner Rückkehr ins Amt: Laut der jüngsten Umfrage von The Economist/YouGov befürworten nur 39 Prozent der Befragten seine Arbeit – 58 Prozent lehnen sie hingegen ab. Dies führt zu einer Netto-Zustimmungsrate von -19 Punkten. Das US-Portal The Hill berichtet, dass Trumps Netto-Zustimmungsrate in den letzten Wochen zwischen minus 15 und minus 17 Punkten schwankte. Zuletzt lag die Ablehnung bei minus 17 (39 Prozent Zustimmung, 56 Prozent Ablehnung).

Markant ist die Erosion von Trumps Kernbasis: Die weißen Wähler stellen traditionell Trumps wichtigste Stütze dar (laut Associated Press waren mehr als 8 von 10 Trump-Wählern 2024 weiß). Die Umfrage ergab laut Newsweek Trumps niedrigste Netto-Zustimmungsrate unter Weißen seit Juli: 47 Prozent der Weißen heißen Trumps Arbeit gut, während 49 Prozent sie ablehnen.
Quelle: Trumps Umfragewerte erreichen Tiefstand – und er verliert seine wichtigste Wählergruppe

Sogar unter den weißen Wählern verliert Trump immer mehr Zustimmung.
 
Herbe Schlappe für Trump und die Republikaner.
Die Demokraten holen den Bürgermeister Posten in New York und der Gouverneurs Posten in Virginia und New Jersey.


 
Trump erklärt seine Zollpolitik für erfolgreich. Billionen nehme der Staat ein, Unternehmen strömten in die USA, Fabriken schössen wie Pilze aus dem Boden. Die USA würden wieder respektiert. Bald wolle er beginnen, die Staatsschulden zu reduzieren. Außerdem versprach er eine Dividende für alle US-Bürger von mindestens 2000 Dollar.

 
Trump erklärt seine Zollpolitik für erfolgreich. Billionen nehme der Staat ein, Unternehmen strömten in die USA, Fabriken schössen wie Pilze aus dem Boden. Die USA würden wieder respektiert. Bald wolle er beginnen, die Staatsschulden zu reduzieren. Außerdem versprach er eine Dividende für alle US-Bürger von mindestens 2000 Dollar.

Dazu passt ja wunderbar der "Shutdown":
:schief:
 
Dazu passt ja wunderbar der "Shutdown":
:schief:
Wenn das mal alles wäre.
Die Sozialhilfe geht nicht mehr weiter, Regierungsangestellte stehen ohne Lohn da.

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Aber es gibt Hoffnung, daß der Shutdown bald vorbei ist:
 
Billionen nehme der Staat ein
Englische Billionen, damit wird ein Schuh daraus. Sollte man aber schon wissen und nicht einfach copy & pasten.

Übersetzt: Es sind Milliarden. Genauer gesagt rechnet der US-Finanzminister mit Einnahmen aus Importsteuern von 300 Mrd. US $ in 2025. Viel mehr wird das nicht werden. Lasse es meinetwegen 400 Mrd. US $ in 2026 werden. Wenn ich jetzt an 340 Mio. Bürger 2.000 US $ ausschütte, dann sind das 400 Mrd. US $ - 340 Mio. Bürger * 2.000 US $ = - 280 Mrd. US $.

Das paart man dann mit den schätzungsweise 370 Mrd. Steuerausfällen durch die "Steuerentlastungen" durch Trump, und schwupp ist man bei einem Defizit von fast 600 Mrd. US $ / Jahr, währen parallel massiv ins Militär investiert wird bei gleichzeitiger Streichung von alldem, was einen Staat in Sachen Vor- und Fürsorge für seine Bürger ausmachen sollte.

DAS ist trumpsche Politik! Augenwischerei. Nichts anderes.
 
Trauriger Rekord und das seit 5 Jahren
Was könnte jetzt der nachvollziehbare Entschluss sein? Mehr Waffen natürlich, man muss sich ja schützen...
Ist natürlich logisch das hinter Versuchen das Schusswaffengesetzt zu reformieren eine starke Lobby hinter ist.
Waffen, Munition und Zubehör ist natürlich lukrativ.
Wenn ich hier in der Gegend immer so die Jäger höre was die für Kohle "nur" für die Optik aufm Tisch knallen^^
 
Ich glaube auch das sich da nichts ändert. Die Waffenlobby dahinter ist sehr stark!
Wobei es da von Bundesstaat zu Bundesstaat wohl mit dem Waffengesetz auch verschieden ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

Interessant vor allem für unsere Waffenfreunde.
Interessant ja - aber nicht wirklich neu - vor allem,wenn man sich über längere Zeit mit dem Thema beschäftigt.

Hier werden mehrere Effekte und Probleme in einen Topf geworfen (was man durchaus kritisch betrachten kann).

Zum einen die Methodik (Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre...warum nun bis 19?:huh: )...Der 18/19 Jährige Dealer, der im Schusswechsel mit anderen Dealern ums Leben kommt, ist lt. dieser Studie genauso ein Kind/Jugendlicher wie das 5 Jährige unschuldige Mädchen, welches vielleicht als Kolatteralschaden dieser Schießerei von einem Querschläger getroffen wird und verstirbt!

Ein anderer Punkt ist die auch in den USA stetig steigenden Sicherheitsbestimmungen im Verkehr , was - wie auch hierzulande für immer weniger Verkehrstote sorgt. (man darf zwar ab 16 Auto fahren, aber eben z.B. keinen Alkohol trinken und die PKW werden immer sicherer+massive Geschwindigkeitsbeschränkungen und hartes durchgreifen der Polizei und Justiz)

Der Hauptkritikpunkt hier ist natürlich das Waffenproblem der USA, dem eigentlich ein anderes -nämlich ein massives Problem mit den sozialen Verhältnissen dort zugrunde liegt.
Die Waffen verschärfen die Lage natürlich ins extreme!
Zuzüglich zu dem affigen Hype bestimmter Gruppen, sich mit der (illegalen)Waffe zu definieren - was man auf TikTok und Co. sehr eindrücklich sehen kann (Subkultur Wiki) - werden gerade in Chicago und anderen Großstädten bewaffnete Gangs zu einem riesigen Problem.

Im Artikel selbst sind die zugrunde liegenden amtlichen Datengrundlagen übrigens ordentlich verlinkt, so das man sich selbst ein Bild machen kann. (Quelle CDC Opfer , Quelle FBI Täter)

Alles in allem muss man konsternieren, dass das Problem der Waffen in den USA aus dem Ruder gelaufen ist. Mittlerweile überschwemmen vor allem FullAuto Switches (vor allem auch China oder 3D-gedruckt)die Gangs welche für wenige Dollar erhältlich sind und aus normalen (Glock) Pistolen MP´s machen, was zu immer mehr Opfern führt (auch und ins besondere unschuldigen).
Der Zug dort ist imo abgefahren und man bekommt die Katze leider auch nicht mehr in den Sack - dort sind zu viele Waffen unterwegs, als dass man das mit einem Verbot richten könnte.:ka:

LG
PS: Leider ein Trend, der wie so vieles aus den Staatenirgendwann zu un herüber schwappt - mittlerweile gibt es auch hierzulande schon täglich Schiesserein..
 
Ich will das aktuelles Waffenrecht in den USA nicht verteidigen, weil ich selbst mit Waffen gar nix am Hut habe.
Eine Differenzierung erscheint mir aber als Datenbasis wichtig zu sein.

Ich nehme geläufigere Zahlen aus 2023, weil das meiste für jeden sofort über google selber recherchierbar ist.
Einwohner USA: 301 Mio.

Gesamtzahl der Todesfälle durch Schusswaffen: 46.728 im Jahr 2023.
Gesamtzahl der Tötungsdelikte mit Schusswaffen: 17.927 im Jahr 2023.
Aufteilung nach Todesursache (2023):
  • Tötungsdelikte: 17.927,
  • ca. 3/4 aller Morde überhaupt werden in den USA mit Schusswaffen verübt = Morde in Summe somit ca. 22.400
  • ca. 15.500-16.700 (unterschiedliche Angaben im Netz) sind dabei der Gangkriminalität/Drogenkriminalität zuzuorden.
  • Suizide: 27.300
  • Unbeabsichtigte Schussverletzungen: 463
  • Tötungen durch die Polizei: ca. 604
Im Vergleich dazu bekommt man nur unklare Zahlen aus Deutschland, aus der EU leider fast gar nix.
Natürlich liegen die Zahlen mit Schusswaffen ungleich niedriger.

Nimmt an die Zahl der Morde für D. in z. B. 2021, spuckt da Netz 2.980 Morde aus.
Das bei 82 Mio. EW, exponiert man um den Faktor 3,67, also Relation 301 zu 82 Mio.EW/Land, kommt man in D. auf knappe 11.000, also ungefähr die Hälfte an Morden.

Das Bild dreht sich schlagartig, wenn man die Gangkriminalität ( ca. 15.500-16.700) bei den USA heraus nehmen würde.
Dann läge die absolute Mordrate (mit oder ohne Schusswaffen) in den USA unter der in Deutschland (!).
Ein signifikanter Anteil der Tötungen durch die Polizei dürfte auch in diesem Umfeld zu suchen sein, die 603. Absolutzahl nicht verfügbar.

Das tatsächliche Schusswaffen-Problem der USA liegt also recht eindeutig in der Gangkriminalität/Drogenkriminalität.

Wieder unterschiedliche Angaben im Netz:
Zwischen 70 und 90% wird hier der Anteil auf illegale, nicht registrierte und nicht in den USA verkaufte Waffen angegeben. Herkunft meist unklar beschrieben, meine Lateinamerika als Hauptexporteur herauslesen zu können.

Ein wirklich böser Punkt ist jedoch:
Unbeabsichtigte Schussverletzungen: 463
In der Dimension gibt es sowas in Europa nicht.
Das sind, soweit erkennbar, tatsächlich zugelassene, registrierte Waffen, aber sehr laxer Umgang der Besitzer mit den auch in den USA bestehenden Vorschriften, wie Waffen zu Hause verwahrt werden müssen.

Da ich längere Zeit in den USA studiert habe:
Wir meinen als Europäer die Amis 1:1 mit den Europäern vergleichen zu können.
Das funktioniert im Urlaub realtiv gut, bei längerer Betrachtungsweise überhaupt nicht.
Sie ticken schon deutlich anders, in vielen Belangen, eben auch bei Waffen.

Als ich mit ca. 12 Bekannten, darunter einigen Amis in den Bergen oberhalb von SaltLakeCity hiken & campen war (keine 25 km Luftlinie von downtown entfernt) war ich schon irritiert, dass einige Schusswaffen dabei hatten.
Aber, wir bekamen schon in der 3. Nacht unerwünschen Besuch von einem Bären.
Wir Europäer hatten echt Todesangst, während die Amis völlig ruhig ihre Knarren rausholten und paar Schüsse in die Luft abgaben - Problem gelöst.

Das entschuldigt keinen einzigen Toten durch Schusswaffen und ich selbst habe einen Heidenrespekt vor Schusswaffen.
Ich habe aber ein gewisses Grundverständnis für ihre Art zu Denken in diesem Punkt entwickelt.
 
Das tatsächliche Schusswaffen-Problem der USA liegt also recht eindeutig in der Gangkriminalität/Drogenkriminalität.
Die benutzen eher illegale Waffen.
Man muss also Geld in Strukturen investieren, um Kriminalität zu bekämpfen und den meist schwarzen Leuten eine Perspektive bieten zu können.
Aber mit Gefängnissen lässt sich Geld verdienen und das ist wichtiger als die Gründe zu bekämpfen.
Das gleiche mit der Abhängigkeit von Schmerzmitteln, von der Millionen Menschen sterben. Die kommen aber nicht in Form von Drogen aus Venezuela. Lieber ein paar Fischerboote versenken.
Amerika macht immer viel falsch.
 
Im Vergleich dazu bekommt man nur unklare Zahlen aus Deutschland, aus der EU leider fast gar nix.
Natürlich liegen die Zahlen mit Schusswaffen ungleich niedriger.

Nimmt an die Zahl der Morde für D. in z. B. 2021, spuckt da Netz 2.980 Morde aus.
Das bei 82 Mio. EW, exponiert man um den Faktor 3,67, also Relation 301 zu 82 Mio.EW/Land, kommt man in D. auf knappe 11.000, also ungefähr die Hälfte an Morden.
Das ist so falsch und beruht wahrscheinlich auf einem, Missverständnis deinerseits!

Deine Zahl gibt alle strafbaren Tötungsdelikte (inkl. Versuche) in Deutschland an, dazu gehören aber bei dieser Zahl, Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen, Kindestötung, fahrlässige Tötung und strafbarer Schwangerschaftsabbruch.

Die Statisken für Mord und Totschlag sehen ziemlich anders aus.


In DE gab 2021 643 Morde, davon 423 Mordversuche, insgesamt kamen bei 50 Fallen Schusswaffen zum Einsatz und es gab insgesamt vollendete 257 Mordopfer.


In DE gab 2021 1.468 Totschlagsdelikte, davon 1.128 Versuche, insgesamt kamen bei 65 Fällen Schusswaffen zum Einsatz und es gab insgesamt 364 vollendete Totschlagsopfer.

Wenn die Zahlen für die USA vollendete gewaltsamme Tötungsdelikte (Mord und Totschlag) sind, kommen für DE ganz andere Zahlen heraus.

Wenn man alle Zahlen nimmt inkl. Versuch und ohne Vollendung, sind wir bei 4 X 2100 = 8400 Delikte insgesamt
Wenn man aber nur die vollendeten Taten mit ihren toten Opfern nimmt wären es 621 vollendete Mord und Totschlagsopfer.
Also 4 x 621 = 2484

Insoweit solltest du deine Analyse nochmal überdenken!
 
Das ist so falsch und beruht wahrscheinlich auf einem, Missverständnis deinerseits!

Deine Zahl gibt alle strafbaren Tötungsdelikte (inkl. Versuche) in Deutschland an, dazu gehören aber bei dieser Zahl, Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen, Kindestötung, fahrlässige Tötung und strafbarer Schwangerschaftsabbruch.

Die Statisken für Mord und Totschlag sehen ziemlich anders aus.


In DE gab 2021 643 Morde, davon 423 Mordversuche, insgesamt kamen bei 50 Fallen Schusswaffen zum Einsatz und es gab insgesamt vollendete 257 Mordopfer.


In DE gab 2021 1.468 Totschlagsdelikte, davon 1.128 Versuche, insgesamt kamen bei 65 Fällen Schusswaffen zum Einsatz und es gab insgesamt 364 vollendete Totschlagsopfer.

Wenn die Zahlen für die USA vollendete gewaltsamme Tötungsdelikte (Mord und Totschlag) sind, kommen für DE ganz andere Zahlen heraus.

Wenn man alle Zahlen nimmt inkl. Versuch und ohne Vollendung, sind wir bei 4 X 2100 = 8400 Delikte insgesamt
Wenn man aber nur die vollendeten Taten mit ihren toten Opfern nimmt wären es 621 vollendete Mord und Totschlagsopfer.
Also 4 x 621 = 2484

Insoweit solltest du deine Analyse nochmal überdenken!
Das ist richtig, die Eingangsgröße habe ich zu schnell übernommen.
Danke für die Korrektur.
Wir haben gar keine Migrationsprobleme, wenn man alle Migranten ausklammert. Oder Drogentote. Oder Gewalt von politischen Rändern. Oder ... merkste selber, ner?
Nein, wir haben im Gegensatz zu den USA eben nicht um die 16.000 Tote alleine aus diesem Bereich der Gang-/Drogenkriminalität.
Wir haben vermutlich (ich finde keine zusammenfassenden Zahlen) in ganz Europa nicht so viele Ermordete, egal ob mit oder ohne Schusswaffen, in diesem Bereich oder gar überhaupt.

Dies ist ein ganz spezifisches, ja unter den Industrienationen einzigartiges Problem der USA, die Ursachen kann man ja dann woanders oder später bequatschen.

Ohne diesen Anteil nivellieren sich die Tötungsdelikte durch Schusswaffen sehr deutlich nach unten und habe ja auch glasklar und explizit die z. B. die unbeabsichtigte Schussverletzungen mit 463 Menschen hervorgehoben, die es in diesem Umfang garantiert nicht in Europa gibt.

Die Korrektur von @Don-71 ergibt in Bezug auf das skalierte D. dann ein Verhältnis von 22.400 USA zu 2.500 DE =
Fast Faktor 9 mal so hoch.
Nimmt man die Gangkriminalität heraus 22.400 - grober Mittelwert 16.000 = 6.400
beträgt das Verhältnis 2,6 fach zu Gunsten DE.
@Don-71 möge kritisch drüberschauen und ggf. wieder korrigieren.

Der Wert 2,6 ist natürlich auch viel zu hoch in Relation zu DE, dennoch zeigt die rudimentäre Kurzanalyse eindeutig auf das eigentlich Problem hin.
Und nimmt man DE als erstebenswert geringe Mordrate als Vorbild, kann ein eingeschränktes Waffenrecht in den USA analog zu DE lediglich diesen Wert maßgeblich beeinflussen und eben nicht die grob 16.000 Toten aus der Gangkriminalität, da diese Waffen einerseits (fast) alle illegal sind und anderseits vom Ursprung her gar nicht aus den USA selber kommen.

Ich habe überhaupt nix dagegen, wenn die USA ein analoges Waffenrecht wie in DE hätte, doch der Einfluss auf die tatsächlich vollenden Morde ist recht gering.
In Zahlen, von den 22.400 kannst du "nur" um die 3.900 verhindern, die 16.000 bleiben in ähnlicher Größenordnung mit hoher Wahrscheinlichkeit erhalten, wenn man nicht die Gang- und Drogenkriminalität massiv bekämpft (wie auch immer).

Das war der Punkt, den ich ausdrücken wollte.
 
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