Mh, etwas spät und Ihr seid bereits thematisch weiter gegangen, allerdings wollte ich noch etwas ergänzen, was noch nicht Erwähnung fand:
warum Trump gewonnen hat, darüber kann man viel diskutieren. Es maßgeblich den Demokraten in die Schuhe zu schieben geht zu weit
Das denke ich auch. Wie hier so hat auch dort wohl auch die Politik darin versagt, frühzeitig für mehr Ausgleich zu sorgen. Wobei die politische Voraussetzung in den USA offenbar noch etwas anders gelagert ist, da dort die Haltung "von Tellerwäscher:in zur Millionär:in" & "Der Staat hat sich zurückzuhalten" stark ausgeprägt sind und eine Politik des sozialen Ausgleichs erschweren.
Aber - es treten dort nicht die Underdogs o.ä. an. Das ist ein Mythos, die die Rechten gerne zusammendichten. Es sind nicht bloß die Ideen relevant, sondern stärker die Machtverhältnisse und die Akteur:innen, die dahinter stehen. Der Faschismus wird massiv von reaktionären Reichen (Thiel, Musk, Trump ...) unterstützt. Gerade in den USA mit den teuren, spendenabhängigen Wahlkampagnen, kann das dann merklich durchschlagen. Zudem gibt es Medien wie Fox in den Händen von Reaktionär:innen, die in ihrem Sinne direkt Eindluss auf die politischen Debatten nehmen können ...
Ein Wettbewerb der Ideen mag die Demokratie in der Theorie sein, in der Realität sieht es anders aus.
Die werden schon noch merken das es falsch war Trump nochmal zu wählen. Weil alles den Bach runter geht.
Und hoffentlich sich dann dagegen erheben!
Das ist das Gegenteil von Freiheit was sich viele erhofft haben. Und irgendwann werden sie es schon noch merken. Spätestens dann wenn es sie selber mal betrifft!
Außerdem wurden auch wirtschaftliche Fehlentscheidungen getroffen. Spätestens wenn es den eigenen Geldbeutel betrifft werden sie wohl aufwachen.
Naja, wenn die Rechten sich schlau anstellen, können sie die Leute schon manipulieren und glauben machen, an X ist Sündenbock Y schuld. Gerissen sind die Rechten allemal und einige Leute sind verstrahlt genug, voller Verzweiflung, Hass und Wut, dass sie die Märchen der Rechten glauben (wollen) bzw. neue Chancen wittern.
Eine Frage ist, inwieweit zu welchem Zeitpunkt noch welche Handlungsspielräume den Menschen offen erscheinen. Was könnten sie also machen bzw. was glauben sie noch mit welchen Konsequenzen machen zu können, wenn sie denn aufgewacht wären? Entsprechend möchte ich in dem Zusammenhang in der Diskussion an dieser Stelle, an den Threadtitel und das Zitat von Martin Niemöller erinnern, und die historische Realität und Sozialmechanismen, die es abbildet:
"Als die Nazis die Kommunisten holten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten,
gab es keinen mehr,
der protestieren konnte."