Geschichte wiederholt sich, diesmal die USA

Am Ende ist es nur ein weiterer Influencer der sich selbst viel zu wichtig nimmt und meint er würde irgend einen Mehrwert abliefern, indem er dieses Interview führt.
...was er letztendlich auch tatsächlich tut, weil er die politische Diskussion / Präsidentschaftsdebatte in neue Medien einführt und sie damit neuen Wählerschichten, insbesondere Erstwählern, zugänglich macht. Man kann von Trump halten, was man möchte (ich halte ihn auch für unwählbar), allerdings war der Stream ein großer Gewinn für Trump. Das ist auch deutlich besser, als zu versuchen, junge Wählerschichten durch Twerking auf Wahlkampfveranstaltungen abzuholen.
 
...was er letztendlich auch tatsächlich tut, weil er die politische Diskussion / Präsidentschaftsdebatte in neue Medien einführt und sie damit neuen Wählerschichten, insbesondere Erstwählern, zugänglich macht. Man kann von Trump halten, was man möchte (ich halte ihn auch für unwählbar), allerdings war der Stream ein großer Gewinn für Trump.
Habe ich das jetzt richtig verstanden, dass Asmongold Trump zu einer breiteren Wählerschaft verholfen hat, indem er seinen Kanal Trump als Bühne für sein Politikum überließ, um potenzielle Wähler für Trump zu generieren?

Edit: Hab mal just 4 fun Asmon und Trump auf YouTube eingegeben, um zu sehen, welche Zusammenhänge es da gibt und mal gleich auf das 1. Video geklickt:

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Unabhängig von Trumps Interview fand ich es sehr auffällig, wie Asmongold fast schon in Fanboy-artiger Euphorie alles gefeiert hat, was Trump von sich gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
...was er letztendlich auch tatsächlich tut, weil er die politische Diskussion / Präsidentschaftsdebatte in neue Medien einführt und sie damit neuen Wählerschichten, insbesondere Erstwählern, zugänglich macht. Man kann von Trump halten, was man möchte (ich halte ihn auch für unwählbar), allerdings war der Stream ein großer Gewinn für Trump. Das ist auch deutlich besser, als zu versuchen, junge Wählerschichten durch Twerking auf Wahlkampfveranstaltungen abzuholen.

Propaganda verbreiten ist nicht "in politische Diskussion" einführen, sondern aufhetzen. Also schädlich und damit schlimmer als nutzloses Arschgewackel.
 
Propaganda verbreiten ist nicht "in politische Diskussion" einführen, sondern aufhetzen. Also schädlich und damit schlimmer als nutzloses Arschgewackel.
Ich meine, dass man das abstrahieren können muss. Ich halte die involvierten Parteien (Trump als Präsidentschaftskandidat, Adis Ross als Interviewer und Kick als Plattform) auch für zwielichtig. Allerdings wendet man sich damit trotzdem einer idR ignorierten Wählerschicht zu: jüngeren (Erst-) Wählern, die deutlich unter dem Altersdurchschnitt der Bevölkerung liegen - und das auf deren "home turf". Egal, was man von den Parteien hält, dieser Umstand ist grundsätzlich positiv.

Im Übrigen scheint auch Harris' Wahlkampfteam diesen Umstand für substantiell zu halten, denn die haben nach dem Stream mit Adin und Trump auf Kick scheinbar versucht, Kai Cenat für ihre Kampagne anzuwerben.
 
Egal, was man von den Parteien hält, dieser Umstand ist grundsätzlich positiv.
Ich glaube du hast den Punkt nicht verstanden. Es geht nicht darum ob es gut ist junge Wähler über moderne Medien für Politik zu begeistern sondern darum dass es natürlich schlecht ist wenn solche Vollpfosten das machen.

Was Trump da faselt hat am Ende ja auch wenig mit echter Politik zu tun, sondern ist schlicht Propaganda.
 
Ich glaube du hast den Punkt nicht verstanden. Es geht nicht darum ob es gut ist junge Wähler über moderne Medien für Politik zu begeistern sondern darum dass es natürlich schlecht ist wenn solche Vollpfosten das machen.

Was Trump da faselt hat am Ende ja auch wenig mit echter Politik zu tun, sondern ist schlicht Propaganda.
Du kannst wohl kaum bestreiten, dass in einigen der vorangegangenen Beiträge durchaus ein Subtext dahin zu erkennen ist, dass das aufgrund der beteiligten Parteien als negativ gewertet wird. Darüber hinaus: Wenn er damit andere zwingt, auch auf solchen Plattformen Wahlkampf zu machen und damit ebenfalls auf jüngere Wählerschichten einzugehen, halte ich das für ausschließlich positiv - wie bereits erwähnt: man muss hier abstrahieren können. Harris selbst könnte bspw. sicherlich Hasan als Plattform gewinnen. Propaganda kann man zudem in der politischen Debatte begegnen. Das Problem sehe ich derzeit eher darin, dass Harris selbst auch nicht viel besser ist als Trump und auch nicht gerade mit politischen Inhalten glänzt. Beide Kandidaten machen derzeit hauptsächlich Wahlkampf über Gefühle. Ich glaube allerdings kaum, dass eine unter dem Trump Derangement Syndrome leidende Harris ihre Chancen auf eine Wahl spürbar erhöhen können wird. Vermutlich hat man daher Walz als Vize gewählt, weil dieser den ideellen amerikanischen Durchschnittsbürger darstellt und bislang gute progressive Politik gemacht hat.
 
Bitte was? :ugly:

Man muss ja nun wirklich mit ihren Punkten einverstanden sein, aber sie auch nur in die Nähe von Trump zu stellen ist ja wohl komplett lächerlich. Der Typ will offen die Demokratie abschaffen…
Trump hat während seiner letzten Präsidentschaft auch nicht die Demokratie abgeschafft. Es gibt immer noch Kongress und Senat und demokratische Mittel und Prozesse, die so etwas verhindern. Ich möchte auch meinen, dass die Präsidentenrolle stark überschätzt wird.

Im Übrigen: Ist Harris weniger schlimm als Trump? Klar. Stimme ich dir zu. Allerdings macht sie auch auf Gefühlen basierenden Wahlkampf, den man ebenfalls als Propaganda bezeichnen könnte. "We need to save democracy" vom bösen, orangenen Mann wirkt halt auch ziemlich lächerlich, wenn die Demokraten 4 Jahre hatten, einen Präsidentschaftskandidaten zu finden, der kein "rotting corpse" ist. Ich würde mir sehr wünschen, dass Harris endlich Wahlkampf mit inhaltlichen Themen macht und damit ihre Chancen steigert anstatt auf persönliche Angriffe zu setzen.
 
Im Übrigen: Ist Harris weniger schlimm als Trump? Klar. Stimme ich dir zu. Allerdings macht sie auch auf Gefühlen basierenden Wahlkampf, den man ebenfalls als Propaganda bezeichnen könnte.
Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.

Natürlich macht auch sie mit Gefühlen Wahlkampf, aber es ist dann doch noch ein klitze kleiner Unterschied was sie so erzählt und was Trump erzählt.


Ich würde mir sehr wünschen, dass Harris endlich Wahlkampf mit inhaltlichen Themen macht und damit ihre Chancen steigert anstatt auf persönliche Angriffe zu setzen.
Machen sie doch und zusätzlich geht man rhetorisch aggressiv gegen Trump und Vance vor. In meinen Augen gegen das richtige Mittel gegen solche Vollpfosten.
 
dass Harris selbst auch nicht viel besser ist als Trump
Harris beleidigt also alle, leugnet den Klimawandel und ist der Meinung´, dass man den Krieg in der Ukraine in 24 Stunden beenden kann?
Wird Harris sagen, dass die Wahlen gestohlen wurden, wenn sie im November verlieren sollte?
Rüsten die Harris Anhänger bereits zum Bürgerkrieg?
Trump hat während seiner letzten Präsidentschaft auch nicht die Demokratie abgeschafft.
Konnte er nicht, weil er das nicht vorbereiten konnte, da er nicht mit dem Sieg gerechnet hatte.
Heute sieht das anders aus. Die Pläne liegen vor. In den ersten Wochen werden wichtige Posten neu besetzt und Richter ausgetauscht. Medien werden beschnitten bzw. diskriminiert.
 
Trump hat während seiner letzten Präsidentschaft auch nicht die Demokratie abgeschafft.

Was nicht daran lag, dass er es nicht versucht hat.

Sei es die Beeinflussung der Wahl 2016:


Die versuchte Verhinderung der Briefwahl bei der Wahl 2020:


Der Machtmissbrauch in der Ukraine-Affäre:


Und schlussendlich der versuchte Staatsstreich am 6. Januar 2021:


Und das ist jetzt nur das, was mir auf die schnelle eingefallen ist.

Es gibt immer noch Kongress und Senat und demokratische Mittel und Prozesse, die so etwas verhindern. Ich möchte auch meinen, dass die Präsidentenrolle stark überschätzt wird.

A) Der Senat ist ein Teil des Kongresses.
B) Der Kongress hat auch nur begrenzt Macht über den Präsidenten. Siehe die zwei Amtenthebungsverfahren gegen Trump. Wenn man die Partei über das Wohl des Landes stellt - und das ist bei den Reps schon lange der Fall - dann bringt das ganze System von Checks und Balances gar nichts.

Und btw, der Präsident hat in den USA viel mehr Macht, als der Kanzler bei uns.
 
Beide Kandidaten machen derzeit hauptsächlich Wahlkampf über Gefühle.
Wahlkampf gegen Trumps permanente rassistische, diskriminierende und antidemokratische Äußerungen zu machen ist also ein Wahlkampf der Gefühle, ist klar Jim... :schief:

Trump hat während seiner letzten Präsidentschaft auch nicht die Demokratie abgeschafft.
Er hat es nicht geschafft, aber hat es versucht.
So jemand sollte sicherlich, schon rein präventiv, nicht ein zweites mal Präsident werden, weil diesmal könnte er es nicht nur wieder versuchen, sondern vielleicht damit sogar erfolgreicher sein, als am Ende seiner letzten Amtszeit.

Es gibt immer noch Kongress und Senat und demokratische Mittel und Prozesse, die so etwas verhindern.
Das ist sicherlich nicht Trumps verdienst und es gibt Kongress und Senat auch nur solange wie nicht ein Mob aus "Rednecks" diesen wieder versucht eigenmächtig abzusetzen, während der Präsident ihn mindestens gewähren lässt, wenn nicht sogar noch ermutigt und unterstützt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Damals haben nicht mal die Reps mit seinem Sieg gerechnet und waren entsprechend unvorbereitet. Das ist dieses Mal anders. Und was die sich genau vorstellen, dass kann man in Mein Kam... äh ... Project 2025 nachlesen.

Korrekt. Und auch wenn die Reps. nicht vorbereitet war, die Strippenzieher um Mitch McConnell haben Trumps Präsidentschaft trotzdem ganz in ihrem Sinne genutzt:


Was für viele nämlich gar nicht so offen auffiel - im Vergleich zu den Ernennungen von Richtern am Supreme Court - ist die Ernennung von 200 Richtern an den unteren Instanzen.

Trump hat in 4 Jahren Amtszeit deutlich mehr Richter ernannt, als Obama, Bush und Clinton, obwohl die jeweils 8 Jahre Amtszeit hatten.

Das wird Amerika auch für Jahrzehnte prägen. Diese Richter werden nämlich viele der eigentlich gesetzwidrigen Vorhaben der Reps inbesondere bei dem Thema Wählerverhinderung einfach absegnen.
 
Ich glaube du hast den Punkt nicht verstanden. Es geht nicht darum ob es gut ist junge Wähler über moderne Medien für Politik zu begeistern sondern darum dass es natürlich schlecht ist wenn solche Vollpfosten das machen.

Vor allem ist es negativ, dass Propagandaschleudern wir Trump aus den Jungwählern selbst Vollpfosten machen. Der spricht junge Leute nicht an, weil er sich um deren Belange schert und auch nicht nur, weil es eine x-beliebige weitere Wählergruppe ist. Populisten wie Turmp (AFD,...) sprechen die ganz gezielt an, weil sie wenig politische Erfahrung haben, leicht auf Fake-News reinfallen und weil man sie einmal in die eigene Blase gelockt dauerhaft an sich binden (oder wieder aufs Kapitol scheuchen) kann. Trump & Anhänger führen schon seit Obama-Zeiten nicht einfach einen Wahlkampf um ein Amt, sondern einen Kampf um die Deutungshoheit. Die Botschaft ist nicht "ich bin der bessere Präsident". Die Botschaft ist "nur ich verkünde die Wahrheit, alle anderen sind Lügner, hört nur noch auf mich". Und das ist eine Falle, die mit politischer Meinungsbildung rein gar nichts zu tun hat, sondern 1A Demagogie. Und die ist immer negativ, da gibt es auch nichts dran zu abstrahieren. (Zumal weder die Zielgruppe noch Trump in der Lage zu Abstraktion sind.)
 
Elon Musk hat Donald Trump interviewt und damit kritische Fragen gestellt, vor 60 Millionen Zuhörer. :schief:

Der Musk mag ja in einigen Bereichen genial sein. Aber hat für mich trotzdem einen an der Waffel.
Wie kann man Trump nur solch eine Plattform geben? Für soviele Menschen.
Muß wohl Absicht gewesen sein.
 
Elon Musk hat Donald Trump interviewt und damit kritische Fragen gestellt, vor 60 Millionen Zuhörer. :schief:

Heute Morgen kam im Radio, dass es letztlich nur 1.5 Mio. gewesen wären?
 
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