Gericht stellt Urheberrechtsverletzung durch Cheat-Software im Arbeitsspeicher fest

Irgendwie ist das für unser normales Verständnis sicher Hirnrissig, genauso wie dieses ewige Apple gegen Samsung.
Aber die gesetzlichen Grundlagen und Rahmenbedingungen sind (wenn auch nur zum Teil) festgelegt und die sog.
Rechteinhaber machen davon gut und gerne Gebrauch. Auslegung und Auswalgung gewisser Grauzonen inbegriffen.

Mit ein Auslöser wird wohl die ewige Diskussion um Cheater im Onlinegaming Bereich sein, da sich dort ein unmittelbarer
Vorteil gegenüber anderer "zahlender User" erschlichen wird. Mit diesem Urteil soll wohl der Weg geebnet werden,
diesem Problem Herr zu werden. Da dies zu einer Keule wird, die wieder auch andere treffen wird und das ganze
wieder nach hinten losgehen wird, hoffe ich trotzdem das diese ganze Sache wieder kippt.

Mich nerft das gecheate im Onlinebereich auch maßlos, aber da solche Wege eingeschlagen werden einem nun
auch noch vorschreiben zu wollen, wie die Programme durch meinen Speicher laufen............... hallo?:huh:

Das Umgehen von Sicherungsprogrammen, Dongles oder sostigen Kopierschutz stellt sicherlich eine Umgehung
des Urheberrechts dar, da sich somit direkt ein unberechtigter Zugriff zum Programminhalt darstellt.
Aber bei dynamischen Speicherinhalten, die verändert einen anderen Wert an ein Spiel geben, bzw. Cheatprogramme
die einen Wert auf 9999 halten. Der ursprüngliche Programmcode oder Programminhalt wird nicht verändert, lediglich ein Spielstand wird noch verändert, oder auch mit den veränderten Werten abgespeichert (max Geld oder 99999 Leben).
Urheberrecht?

Also wenn ich jetzt entgegen dem Verpackungsaufdruck: ".....Windows System blaa. Hardware Core Duo blaa..."
also unter Linux WINE einsetzte und Spiele die für Windows "gedacht sind" installiere und starte, begehe ich ja damit
wohl auch eine Art Urheberrechtsverletzung??

Wenn so ein Game massig verbuggt ist und die Spielergemeinde so flächendeckend zu Betatestern wird, wer ist
denn dann für uns da? Wenn wegen einer handvoll "fehlender" Spieler ganze Multiplayer-Server abgeschaltet werden,
wo bekommt man denn sein Geld wieder wenn gewisse angepriesene Features wieder genommen werden?
Wenn wegen zu viel Kopierschutz (Rootkit o.ä.) einem der ganze Rechner abkackt und wieder ein neuaufsetzten
nötig wird nach dem "cleanen"... wer ersetzt mir denn die Zeit?

Das ganze ist wieder so ein Bullshit, das man sich wieder zu solch polemischen Geschreibsel hinreißen lässt.:ugly:
 
Bin ich der einzige, der findet, dass sich öffentliche Ämter aus sowas fernhalten sollten?
Müffelt nach Stasi, damit auch ja keiner böse Cheats benutzt :daumen2:
 
Um was ging es denn überhaupt in diesem Prozess?
Irgendwie ist mir das aus dieser News nicht ganz klar geworden.

Das einzige was ich lese ist, dass es um eine Cheat-Software für eine PSP ging.
Aber wieso dieser Prozess? Für welche Spiele hat diese Software denn funktioniert, bzw. was genau hat diese eigentlich ermöglicht?
Und warum klagt jemand dagegen? Hat der Spieler(?) dadurch irgendwem geschadet oder Geld verdient?

Sry falls das schon irgendwo erwähnt wurde, aber hab da nichts gesehen.
 
An Cheats ist ja nichts auszusetzen, solange sie nur in Singleplayer-Spielen angewendet werden. Da sollte jeder tun und lassen können, was er will. Aber bei MP-Spielen wie BF3 sollten Cheater selbstverständlich rigoros gebannt werden.
 
OMG, das gabs früher für die PSX (PlayStation) auch, jedenfalls zu den regulären Cheats gabs noch ein Zusatzmodul, nannte sich Exploder oder so ähnlich, welches an der Rückseite einfach in einer nicht näher definierten parallelen Schnittstelle (:what: welche genau kann ich nicht sagen)...
Cheats spielintern von den Entwicklern implementiert oder externe manipulierende Trainer, die Adressen im Ram nach bestimmten Werten durchsuchen (Geld etc...) und verändern und/oder "stabil" halten.

Ob man cheatet oder nicht, sollte jedem im SP(!!!) selbst überlassen sein, dieser Urheberrechtsstreit ist doch für die Katz.
 
Absolut genial, endlich mal eine gute Nachricht in Zusammenhang mit einem Gericht! :daumen:
Damit sind wohl diese komischen "Trainer-Programme für Verlierer" gemeint, oder? Darauf habe ich schon lange gehofft... :D
 
Naja entweder werden Spiele so gespielt wie der Entwickler das sagt oder garnicht. Der Entwickler sollte darüber absolute Entscheidungsfreiheit und Kontrolle haben zum Wohl der normalen Spieler. Leute die auf kosten anderer sowas nutzen sollen lieber ihren kleinen Bruder in Mensch ärger dich nicht abziehen in dem sie schummeln.
 
Einerseits werden dadurch die Cheater hoffentlich weniger, andererseits sollte man doch mit den gekauften Produkten (auch wenn es nur eine Nutzungslizenz ist) machen düften was man will, so lange man andere dadurch nicht schädigt:daumen2::daumen2:
 
Meine Gehirnzellen sehen sich nicht in der Lage, Cheaten ernsthaft in diesem Zusammenhang in irgend einer Form zu verarbeiten. Mir fehlt ein Schadcode damit das klappt.;)
Das OLG Hamburg landet den ersten Volltreffer im Weltkrieg gegen die Cheater. LOL Soll das n Witz sein? Es geht 1000% um etwas anderes.
 
Ist zwar schön und gut das Urteil, allerdings glaube ich nicht dass das etwas an der derzeitigen Situation ändern wird. Der Zeit- und Finanzaufwand um jeden kleinen Fisch zu verklagen, ist in Relation zur etwaigen Strafe, einfach zu hoch. Sinnvoller ist es da schon die Programmierer und Vertreiber des Cheats, Hacks etc. dingfest zu machen.

Von daher, sieht das Urteil zwar auf dem Papier schön aus, wird in der Praxis aber nicht viel bewirken.
 
Selten sowas dämliches gelesen.

Erstens: die Anbieter solcher "Cheat-Software" sitzen garantiert nicht in Deutschland. So dämlich wäre nicht mal ein deutscher Entwickler.
Zweitens: Vermutlich betrifft es nur die deutschen Cheater. Gerichte in anderen Ländern könnten mit Glück von dem Urteil erfahren, aber ich würd da lieber Lotto spielen, weil die Wahrscheinlichkeit für einen 6er größer ist.
Drittens: Alleine dass mit dem Arbeitsspeicher ist sowas von lächerlich. Damit die Beweislage eindeutig ist/wäre, müsste man zum Zeitpunkt des Cheatens einen vollständigen Dump vom Ram ziehen, analysieren und dann noch nachweisen, welches Tool verwendet wurde. Ich seh jetzt schon wie die Polizei in ein Zimmer von so einem Cheater stürmt und die RAM-Riegel mit Eisspray bearbeiten... xD Noch lustiger wird es bei Konsolen.
Viertens: Cheater, die es "drauf" haben, zocken nicht mit ihrem Account, sondern mit einem kompromitierten. Denen ist es egal, da die vermutlich nicht mal AGBs akzeptiert haben.
Fünftens, dann is aber Schluss: Damit das überhaupt nur denkbar wäre, müsste der Urheber der Software ein zusätzliches Programm mitliefern, dass den Hauptspeicher permanent analysiert und auswertet. Das müsste in den AGBs stehen und spätestens da kommen die Datenschützer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja entweder werden Spiele so gespielt wie der Entwickler das sagt oder garnicht. Der Entwickler sollte darüber absolute Entscheidungsfreiheit und Kontrolle haben zum Wohl der normalen Spieler. Leute die auf kosten anderer sowas nutzen sollen lieber ihren kleinen Bruder in Mensch ärger dich nicht abziehen in dem sie schummeln.
OK, bzgl. Multiplayer will ich nicht mal was sagen, da gerade dort im Zusammenspiel mit anderen Spielern das Cheaten leicht "asozial" ist, meiner Meinung nach. Ob man hier gerichtlich eingreifen muß/sollte, ich finds übertrieben. Bann und fertig, das reicht.

Aber grunsätzlich laß ich mir von niemandem vorschreiben wie ich irgendetwas zu Hause, auf meinem Grund und Boden, zu benutzen habe. Wenn ich meine Mikrowelle kopfüber in der Dusche/Badewanne benutzen möchte, dann mach ich das.:D Und wenn ich der Meinung bin ich möchte mir bei (zb.) C&C (Single-Player) einfach mal - mit einer "Cheat-Software" - etwas Geld dazu cheaten, dann mach ich das auch. Soweit kommts noch das mir das per Gesetz verboten wird bzw das es als "Urheberrechtsverletzung" definiert wird. :what:

Aber ich muß mir die News noch mal durchlesen, irgendwas muß ich hier falsch verstanden haben...
 
Also entweder stehen wir gerade alle auf der Leitung und verstehen den eigentlichen Sinn von diesem Beschluss nicht, oder die Richter haben ooordentlich gekifft und wussten nicht was sie tun sollen, dabei kam dann halt das raus.

Was hat die das zu interessieren, ob ich jetzt in GTA IV mit einem Trainer die Polizei "deaktiviere", weil ich keinen Bock drauf hab alle 2 Minuten das shice Telefon und die Cheats aufzurufen.

Wenn ich mir ein Auto kaufe, dann sagt mir der Hersteller ja auch nicht wie ich zu fahren habe, wie laut ich das Radio aufdrehen darf oder wie oft ich die Fensterscheiben rauf und runter lasse.
 
Ist zwar schön und gut das Urteil, allerdings glaube ich nicht dass das etwas an der derzeitigen Situation ändern wird. Der Zeit- und Finanzaufwand um jeden kleinen Fisch zu verklagen, ist in Relation zur etwaigen Strafe, einfach zu hoch. Sinnvoller ist es da schon die Programmierer und Vertreiber des Cheats, Hacks etc. dingfest zu machen.

Von daher, sieht das Urteil zwar auf dem Papier schön aus, wird in der Praxis aber nicht viel bewirken.

Du widersprichst ja dir selber, Sinnvoll ist es da die Programmierer und Vertreiber der Cheat Hacks dingfest zu machen
andererseits soll es in der Praxis nicht viel bewirken.

Es gibt nicht sehr viele die ihre Cheats, Hacks selber programmieren. Entweder laden Sie die irgendwo herunter oder benutzen einen Sourcecode als Basis der auch bei den meisten derselbe ist.
Ich verstehe die Urheberrechtsverletzung in diesen Fällen sehr gut und die finanziellen Schäden aufgrund von Cheater sind auch ungewiss (hoch!!)
Punkbuster, Battleye und co. wird sich ncht freuen ;)
 
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