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Geeignetes NAS im Eigenbau

Snaker83

PC-Selbstbauer(in)
Hallo,

ich möchte mir ein NAS-System anschaffen. Nachfolgende Punkte sind dabei relevant:

1) Was soll das System genau machen?

Der Hauptgrund der Anschaffung ist es, dass ich meine Filmaufnahmen auf einem zentralen Server (NAS) aufnehmen möchte und somit von jedem Client in der Wohnung zugang zu allen Filmen habe. Zurzeit ist es so, dass ich 3 Receiver im Einsatz habe. In diesen 3 Receivern ist jeweils eine Festplatte eingebaut. Ist man nun aber mal in einem anderen Zimmer (z.b. Schlafzimmer) kann man die Filme vom z.B Wohnzimmer nicht schauen, da diese ja nur auf der internen Platte des Receivers im Wohnzimmer gespeichert wurden. Dies will ich mit der Anschaffung eines NAS lösen/verbessern.

2) Gibt es besondere Anforderungen an die Hardware?

Das Nas sollte leise und stromsparend sein, da ich das System 24h am Tag und 7 Tage die Woche durchlaufen lassen würde. Die Daten sollten gespiegetl also gesichert werden, falls mal eine Platte "crasht".

3) Gibt es besondere Anforderungen an die Software?

Nein

4) Was ist der preisliche Rahmen?

200-500 EUR, möglichst viel zum kleinen /guten Preis ;-)

5) Wie soll auf das System zugegriffen werden?

Das System wird über das Netzwerk von mir pers. administriert.

6) Eigenbau oder Komplettsystem?

Gerne Eigenbau, wenn man da mehr herausholen kann als aus einem gekauften Komplettsystem.

7) Worauf sollen die Daten gespeichert werden? Wie viel Speicherplatz wird benötigt?

4 TB, also gespiegelt 8TB wären nicht schlecht. 6TB (12TB gespiegelt) wären aber auch fein :)

8) Wie ausfallsicher soll das System sein?

Datenverluste sollten nach möglichkeit vermieden werden.

9) Wie performant soll das System sein?

Es reicht, wenn man HD Material ruckelfrei schauen kann.


=> Ich bin gespannt auf eure Vorschläge und bedanke mich vorab bei euch :)
 
Der Hauptgrund der Anschaffung ist es, dass ich meine Filmaufnahmen auf einem zentralen Server (NAS) aufnehmen möchte und somit von jedem Client in der Wohnung zugang zu allen Filmen habe.
Wie genau soll denn auf die Daten zugegriffen werden? Machen das die Receiver? Wenn ja, welche Protokolle unterstützen diese?
Die Daten sollten gespiegetl also gesichert werden, falls mal eine Platte "crasht".
Wenn du die Daten spiegelst (du spielst hier sicherlich auf ein RAID1 an), erhöhst du damit im Wesentlichen nur die Verfügbarkeit der Daten. Wenn also eine Festplatte ausfällt, kannst du weiterhin auf die Daten zugreifen. Vor Datenverlusten schützt ein RAID1(oder 5 oder 6...) nur bedingt, da Daten ja auch durch Anwenderfehler oder Blitzschlag oder sonstige Unfälle in Mitleidenschaft gezogen werden können. Wenn du dich also annehmbar vor Datenverlusten schützen möchtest, solltest du die Daten im Idealfall auf externe Datenträger sichern, welche nur für den Sicherungsvorgang angeschlossen werden. Einer Festplatte, welche im Regal liegt, kann deutlich weniger passieren als einer Festplatte in einem laufenden System.
5) Wie soll auf das System zugegriffen werden?
Das System wird über das Netzwerk von mir pers. administriert.
Siehe oben - da hängt es vor allem von den Receivern ab, was die so können.
7) Worauf sollen die Daten gespeichert werden? Wie viel Speicherplatz wird benötigt?
4 TB, also gespiegelt 8TB wären nicht schlecht. 6TB (12TB gespiegelt) wären aber auch fein :)
Der Nachteil bei RAID1 ist, dass es bei mehr als 2 Festplatten relativ teuer wird, da brutto immer den doppelten Speicherplatz anschaffen muss. Bei mehr als 2 Festplatten würde sich dann eher ein RAID5 empfehlen - hier darf eine Festplatte ausfallen, ohne dass die Daten gefährdet sind.
8) Wie ausfallsicher soll das System sein?
Datenverluste sollten nach möglichkeit vermieden werden.
Ausfallsicherheit hat erst einmal nichts mit Datensicherheit zu tun. Ausfallsicherheit bedeutet lediglich, dass im Falle eines Hardwaredefektes das System weiterhin läuft und die Daten verfügbar sind. Natürlich erhöht die Ausfallsicherheit auch die Sicherheit der Daten, aber grundsätzlich handelt es sich um zwei unterschiedliche Prinzipien.
Ich persönlich möchte sowohl Ausfallsicherheit als auch den Schutz vor Datenverlusten - ich habe zwar immer ein (halbwegs) aktuelles Backup parat, aber nach einem Festplattencrash mehrere TB aus einem Backup wiederherzustellen ist nicht so bequem wie im laufenden Betrieb die Festplatte auszutauschen und das RAID neu synchronisieren zu lassen.
9) Wie performant soll das System sein?
Es reicht, wenn man HD Material ruckelfrei schauen kann.
Wahrscheinlich jedes halbwegs aktuelle System schafft Durchsatzraten, die das Streamen von HD-Material zu mehreren Clients zulassen.

Bzgl. Betriebssystem: ich empfehle bei solchen Szenarien generell Linux, da es meiner Meinung nach am flexibelsten ist, die geringsten Anforderungen an die Hardware stellt und sich darüber hinaus exzellent zur Verwaltung von Software-RAID eignet.

MfG Jimini
 
Wie genau soll denn auf die Daten zugegriffen werden? Machen das die Receiver? Wenn ja, welche Protokolle unterstützen diese?

Also die Receiver nehmen vorwiegend HD Material auf. Es handelt sich um etwas ältere Boxen ( Kathrein UFS 910 ) mit denen man aber selbst heute noch viel anfangen kann. Einziger Nachteil ist, dass sie nur eine 10 Mb/s Netzwerkkarte verbaut haben. Das entspricht zwar nicht mehr dem heutigen Standard, aber ich habe bisher - beim HD-Streaming - auch fast keine Ruckler. Selbst über WLAN nicht. Der Zugriff auf die augenommen Daten kann entweder über die Receiver erfolgen oder auch direkt über den TV und/oder AVR. Die Kathrein unterstützt verschiedene Protokolle wie z.B Cifs oder NFS.

Wenn du die Daten spiegelst (du spielst hier sicherlich auf ein RAID1 an), erhöhst du damit im Wesentlichen nur die Verfügbarkeit der Daten. Wenn also eine Festplatte ausfällt, kannst du weiterhin auf die Daten zugreifen. Vor Datenverlusten schützt ein RAID1(oder 5 oder 6...) nur bedingt, da Daten ja auch durch Anwenderfehler oder Blitzschlag oder sonstige Unfälle in Mitleidenschaft gezogen werden können. Wenn du dich also annehmbar vor Datenverlusten schützen möchtest, solltest du die Daten im Idealfall auf externe Datenträger sichern, welche nur für den Sicherungsvorgang angeschlossen werden. Einer Festplatte, welche im Regal liegt, kann deutlich weniger passieren als einer Festplatte in einem laufenden System.

Das heisst, wenn ich dich richtig verstehe erreiche ich mit dem Spiegeln nur die Verfügbarkeit wenn mal eine Platte kapput geht. Eine Sicherung sollte ich immer mit einem externen Datenträger (z.b. einmal im Monat) druchführen ? ... Wenn ich es mir genau überlege ist die Verfügbarkeit nicht sooo wichtig. Das heisst, wenn keine Spiegelung vorgenommen wird und die Platte crasht müsste ich mir halt eine neue Platte kaufen und die Daten von dem externen Datenträger auf die neue Platte überspielen und erst dann würde mein NAS wieder rennen.... ?

Siehe oben - da hängt es vor allem von den Receivern ab, was die so können.

Der Nachteil bei RAID1 ist, dass es bei mehr als 2 Festplatten relativ teuer wird, da brutto immer den doppelten Speicherplatz anschaffen muss. Bei mehr als 2 Festplatten würde sich dann eher ein RAID5 empfehlen - hier darf eine Festplatte ausfallen, ohne dass die Daten gefährdet sind.

Siehe Antwort eins drüber, ich denke die Backup Lösung ist eine gute Alternative. Dafür dann eine große Platte für das NAS ?


Ausfallsicherheit hat erst einmal nichts mit Datensicherheit zu tun. Ausfallsicherheit bedeutet lediglich, dass im Falle eines Hardwaredefektes das System weiterhin läuft und die Daten verfügbar sind. Natürlich erhöht die Ausfallsicherheit auch die Sicherheit der Daten, aber grundsätzlich handelt es sich um zwei unterschiedliche Prinzipien.
Ich persönlich möchte sowohl Ausfallsicherheit als auch den Schutz vor Datenverlusten - ich habe zwar immer ein (halbwegs) aktuelles Backup parat, aber nach einem Festplattencrash mehrere TB aus einem Backup wiederherzustellen ist nicht so bequem wie im laufenden Betrieb die Festplatte auszutauschen und das RAID neu synchronisieren zu lassen.

Ok, die TB aus einem Backup wiederherzustellen nach einem Crash wäre meine obige favorisierte Lösung. Du tauschst die defekte Platte dann einfach aus und stellst das Backup aus der gespiegelten Platte (raid?) wieder her ?

Wahrscheinlich jedes halbwegs aktuelle System schafft Durchsatzraten, die das Streamen von HD-Material zu mehreren Clients zulassen.

Bzgl. Betriebssystem: ich empfehle bei solchen Szenarien generell Linux, da es meiner Meinung nach am flexibelsten ist, die geringsten Anforderungen an die Hardware stellt und sich darüber hinaus exzellent zur Verwaltung von Software-RAID eignet.

MfG Jimini

Das klingt doch gut, hätte kein Problem auch Linux zu verwenden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also die Receiver nehmen vorwiegend HD Material auf. Es handelt sich um etwas ältere Boxen ( Kathrein UFS 910 ) mit denen man aber selbst heute noch viel anfangen kann.
Unterstützt der Receiver denn das Einbinden von Netzwerkquellen, so dass du beispielsweise die Aufnahmen in einem NAS-Ordner speichern kannst?
Das heisst, wenn ich dich richtig verstehe erreiche ich mit dem Spiegeln nur die Verfügbarkeit wenn mal eine Platte kapput geht.
Jein. Ein RAID1 beispielsweise kannst du statt mit zwei natürlich auch mit drei Festplatten aufsetzen - du hast dann aber nach wie vor nur die Speicherkapazität einer Festplatte, dafür dürfen dann zwei statt einer Festplatte ausfallen.
Eine Sicherung sollte ich immer mit einem externen Datenträger (z.b. einmal im Monat) druchführen ?
Das ist letztendlich natürlich dir überlassen. Du "darfst" so oft backuppen, wie du möchtest ;)
... Wenn ich es mir genau überlege ist die Verfügbarkeit nicht sooo wichtig. Das heisst, wenn keine Spiegelung vorgenommen wird und die Platte crasht müsste ich mir halt eine neue Platte kaufen und die Daten von dem externen Datenträger auf die neue Platte überspielen und erst dann würde mein NAS wieder rennen.... ?
Ich würde dann zumindest das Betriebssystem von den Nutzdaten trennen - ein Betriebssystem zu sichern und wiederherzustellen ist immer nerviger und komplizierter als Nutzdaten wiederherzustellen. Ich würde es wie folgt machen:
- eine kleine SSD für's Betriebssystem anschaffen (du brauchst ja nur ein paar GB Speicherplatz, da nehmen sich SSD und HDD preislich gesehen nicht viel)
- das Betriebssystem installieren
- ab und an ein Image vom Betriebssystem erstellen (dafür muss das System allerdings heruntergefahren werden)
- (mindestens) eine große HDD für die Nutzdaten anschaffen und (mindestens) eine gür's Backup
Ok, die TB aus einem Backup wiederherzustellen nach einem Crash wäre meine obige favorisierte Lösung. Du tauschst die defekte Platte dann einfach aus und stellst das Backup aus der gespiegelten Platte (raid?) wieder her?
Wenn dir die Datenverfügbarkeit nicht so wichtig ist und du ohnehin regelmäßig Sicherungen anlegen wirst, dann brauchst du das RAID nicht und kannst dir die Kosten für (mindestens) eine Festplatte sparen.

MfG Jimini
 
Unterstützt der Receiver denn das Einbinden von Netzwerkquellen, so dass du beispielsweise die Aufnahmen in einem NAS-Ordner speichern kannst?

Ja, ist über die Protokolle CIFS oder NFS möglich.

Jein. Ein RAID1 beispielsweise kannst du statt mit zwei natürlich auch mit drei Festplatten aufsetzen - du hast dann aber nach wie vor nur die Speicherkapazität einer Festplatte, dafür dürfen dann zwei statt einer Festplatte ausfallen.

Das ist letztendlich natürlich dir überlassen. Du "darfst" so oft backuppen, wie du möchtest ;)

Ok verstanden, ich werde dann zumindest einmal im Monat backupen :)

Ich würde dann zumindest das Betriebssystem von den Nutzdaten trennen - ein Betriebssystem zu sichern und wiederherzustellen ist immer nerviger und komplizierter als Nutzdaten wiederherzustellen. Ich würde es wie folgt machen:
- eine kleine SSD für's Betriebssystem anschaffen (du brauchst ja nur ein paar GB Speicherplatz, da nehmen sich SSD und HDD preislich gesehen nicht viel)
- das Betriebssystem installieren
- ab und an ein Image vom Betriebssystem erstellen (dafür muss das System allerdings heruntergefahren werden)
- (mindestens) eine große HDD für die Nutzdaten anschaffen und (mindestens) eine gür's Backup

Wenn dir die Datenverfügbarkeit nicht so wichtig ist und du ohnehin regelmäßig Sicherungen anlegen wirst, dann brauchst du das RAID nicht und kannst dir die Kosten für (mindestens) eine Festplatte sparen.

Ja ich denke RAID brauche ich dann nicht unbedingt. Ich habe halt dann ein bisle Mehraufwand wenn die eingebaute Platte wirklich crasht, dann muss die Backup-platte her um die Daten auf die neue zu überspielen. Aber ich denke, dass passiert auch nicht alzu oft. Das Betriebsystem von den Nutzdaten zu trennen finde ich auch sehr gut.

Wichtig wäre mir aber, dass der NAS Server alle neuen Standards also USB 3.0; Gigabit LAN etc. unterstützt sodass beim Aufnehmen auf dem Server als auch beim Zugriff der Clients auf den Server keinerlei Störungen (Ruckler) entstehen, sprich dass das streamen einwandfrei läuft ;-)

Es kann ja beispielsweisse auch mal vorkommen, dass alle drei Kathis aufnehmen und gleichzeitig an zwei verschiedenen TV's (Clients) etwas über die NAS geschaut wird, also relativ viel "Verkehr" auf dem NAS stattfindet...

PS: Hast du evtl. auch ein paar Kaufempfehlungen von Produkten die du mir z.B. empfehlen kannst ?
 
Ja, ist über die Protokolle CIFS oder NFS möglich.
Das ist natürlich komfortabel. Ich würde hier auf NFS setzen, da es performanter und schneller eingerichtet ist als Samba / CIFS. Wenn du allerdings auch mit Windows-Clients auf die Freigaben zugreifen möchtest, würde ich beides einrichten.
Wichtig wäre mir aber, dass der NAS Server alle neuen Standards also USB 3.0; Gigabit LAN etc. unterstützt sodass beim Aufnehmen auf dem Server als auch beim Zugriff der Clients auf den Server keinerlei Störungen (Ruckler) entstehen, sprich dass das streamen einwandfrei läuft ;-)
Es kann ja beispielsweisse auch mal vorkommen, dass alle drei Kathis aufnehmen und gleichzeitig an zwei verschiedenen TV's (Clients) etwas über die NAS geschaut wird, also relativ viel "Verkehr" auf dem NAS stattfindet...
Ich teste nachher mal zuhause, welchen Durchsatz ich habe. Ich nutze ein verschlüsseltes RAID1 sowie ein ebenfalls verschlüsseltes RAID5 auf einem Celeron G1610 mit 2GB RAM.
PS: Hast du evtl. auch ein paar Kaufempfehlungen von Produkten die du mir z.B. empfehlen kannst ?
Letztendlich hast du hier recht freie Hand. Wie viele SATA-Ports brauchst du denn (berücksichtige bei der Kalkulation gegebenenfalls auch eine mögliche Speicherplatzerweiterung in den kommenden Jahren)?
2GB RAM und ein leises 300W-Netzteil (ich stehe auf be quiet!) sollten locker ausreichen - vor allem, wenn du keine grafische Oberfläche nutzen möchtest. Bei Gehäusen ist es schwierig - da ist es hauptsächlich Geschmackssache.

Ich habe meine letzten Server mit billigen ASRock-Boards ohne allzu viel Schnickschnack (Hauptsache viele SATA-Ports) und Intel-CPUs zusammengebaut und nie Probleme damit gehabt.Bei Festplatten ist es unterschiedlich - da kann man eigentlich mit jedem Hersteller mal Pech haben. Enterprise- oder speziell für RAID-Betrieb zertifizierte Festplatten brauchst du nicht, da tun es auch ganz normale. Die WD Red haben allerdings ein zusätzliches Jahr Garantie.

MfG Jimini
 
Das ist natürlich komfortabel. Ich würde hier auf NFS setzen, da es performanter und schneller eingerichtet ist als Samba / CIFS. Wenn du allerdings auch mit Windows-Clients auf die Freigaben zugreifen möchtest, würde ich beides einrichten.

Hallo vielen Dank für deine Antwort.

Ich nutze zurzeit CIFS in den Kathreins. Ich denke eine Einrichtung von beiden CIFS und NFS macht Sinn, da ich unter Umständen durchaus mal mit einem Windows Client auf die Filmdatenbank zugreifen werde/möchte.

Ich teste nachher mal zuhause, welchen Durchsatz ich habe. Ich nutze ein verschlüsseltes RAID1 sowie ein ebenfalls verschlüsseltes RAID5 auf einem Celeron G1610 mit 2GB RAM.

Ok klasse, bin gespannt auf das Ergebnis und deine Einschätzung.


Letztendlich hast du hier recht freie Hand. Wie viele SATA-Ports brauchst du denn (berücksichtige bei der Kalkulation gegebenenfalls auch eine mögliche Speicherplatzerweiterung in den kommenden Jahren)?
2GB RAM und ein leises 300W-Netzteil (ich stehe auf be quiet!) sollten locker ausreichen - vor allem, wenn du keine grafische Oberfläche nutzen möchtest. Bei Gehäusen ist es schwierig - da ist es hauptsächlich Geschmackssache.

Also meine 3 Kathreins haben je eine 1 TB Platte (intern) verbaut. Diese Platten sind alle schon recht voll. Ich würde die ganzen Filmen dann auf die NAS übertragen. Wenn ich kein RAID nutze wird "nur" eine Festplatte per Sata angeschlossen ? Die Sicherung wird ja über die externe angschlossene USB Backup Platte durchgeführt. Sprich sobald ich z.B. RAID 1 nutzen möchte, benötige ich schon zwei SATA Anschlüsse zwecks Spiegelung. Dann sollte ich in Hinblick auf die Zukunft (wenn ich vielleicht dochmal einmal ein RAID realisieren möchte) min. 2 Sata Anschlussmöglichkeiten haben. Diese dann mit den heutigen Standard (Sata 3.0). Vermutlich ist es aber nicht viel teurer wenn man ein Board mit 4 oder mehr Sata Ports wählt... was würdest du mir empfehlen ?

Ich habe meine letzten Server mit billigen ASRock-Boards ohne allzu viel Schnickschnack (Hauptsache viele SATA-Ports) und Intel-CPUs zusammengebaut und nie Probleme damit gehabt.Bei Festplatten ist es unterschiedlich - da kann man eigentlich mit jedem Hersteller mal Pech haben. Enterprise- oder speziell für RAID-Betrieb zertifizierte Festplatten brauchst du nicht, da tun es auch ganz normale. Die WD Red haben allerdings ein zusätzliches Jahr Garantie.

MfG Jimini

Ja wichtig wäre mir halt ein schneller Datentransfer-/durchsatz, sprich den neuesten Standards entsprechen (stichwort HD Streaming), das NAS sollte nicht so laut sein und auch nicht soviel Strom verbrauchen (da 24h im Einsatz). Über die WD Red habe ich schon viel gutes gelesen, ich denke die kann man problemlos schonmal für den Warenkorb auswählen :). Ansonsten bin ich bei dir, brauche auch nicht soviel Schnickschnack. Bin gespannt auf deine Zusammenstellung :)

PS: Wie sieht es mit Software aus? Muss ich mir hier auch noch was dazu kaufen ?

LG
 
Ich habe mal kurz gebencht:

Dateigröße: 4194308 Bytes
Dateisystem: ext4
stripe_cache_size des RAID5: 256
NIC: 82571EB
Hardware: ASRock B75 Pro3-M, Celeron G1610, 2GB RAM
Verschlüsselungsalgorithmus: aes-xts-plain64


| Schreiben via NFS|L esen via NFS
RAID1 |85,18 MB/s (0m48.086s)|88,272 MB/s (0m46.402s)
RAID5| 53,89 MB/s (1m16.309s)|102,73 MB/s (0m39.878s)
(Herleitung: (Zeit in Sekunden/Bytes)/1024=MB/s)
Die Relationen entsprechen den Erwartungen - das Schreiben auf ein RAID5 ist langsam, dafür kann man dort relativ schnell lesen.
Allerdings kann man über die stripe_cache_size Hand anlegen und darüber die Raten beeinflussen (dafür wird dann bei höheren Werten etwas mehr RAM benötigt):

| Schreiben via NFS | Lesen via NFS 64 |5,45MB/s (9m31.117s)|99,82MB/s (0m41.035s)
128
|32,15MB/s (2m7.409s)|90,78MB/s (0m45.122s)
256 |53,89 MB/s (1m16.309s)|102,73 MB/s (0m39.878s)
512 |63,74 MB/s (1m4.255s)|83,48 MB/s (0m49.064s)
1024 |86,45MB/s (0m47.379s)|75,92MB/s (0m53.955s)
2048 |83,42MB/s (0m49.101s)|94,05MB/s (0m43.553s)
4096 |92,44MB/s (0m44.310s)|98,01MB/s (0m41.792s)
8192 |94,81MB/s (0m43.206s)|88,54MB/s (0m46.264s)
16384 |92,83MB/s (0m44.123s)|88,13MB/s (0m46.475)
32768 |81,63MB/s (0m50.178s)|96,84MB/s (0m42.297s)

Da auf dem System noch einige Dienste laufen, kann es natürlich während der Durchläufe mal zu Laststpitzen gekommen sein. Ich hatte jetzt aber keine Lust, jeden Kopiervorgang fünfmal durchlaufen zu lassen und dann Durchschnitte zu berechnen und Ausreißer rauszurechnen ;)

Also meine 3 Kathreins haben je eine 1 TB Platte (intern) verbaut. Diese Platten sind alle schon recht voll. Ich würde die ganzen Filmen dann auf die NAS übertragen. Wenn ich kein RAID nutze wird "nur" eine Festplatte per Sata angeschlossen ?
Wenn du nur eine Festplatte verbaust (und somit logischerweise kein RAID nutzt), dann wird auch nur eine Festplatte angeschlossen, ja.
Die Sicherung wird ja über die externe angschlossene USB Backup Platte durchgeführt. Sprich sobald ich z.B. RAID 1 nutzen möchte, benötige ich schon zwei SATA Anschlüsse zwecks Spiegelung. Dann sollte ich in Hinblick auf die Zukunft (wenn ich vielleicht dochmal einmal ein RAID realisieren möchte) min. 2 Sata Anschlussmöglichkeiten haben.
Ich vermute, dass du kein Board bekommst, welches weniger als zwei SATA-Ports hat.
Diese dann mit den heutigen Standard (Sata 3.0).
SATA3 lohnt sich nur, wenn du eine SSD verbauen möchtest. SATA1 reicht für normale Festplatten absolut aus, insofern wird dieser Punkt wahrscheinlich kein Kriterium sein.
Vermutlich ist es aber nicht viel teurer wenn man ein Board mit 4 oder mehr Sata Ports wählt... was würdest du mir empfehlen ?
Ich würde da auf Nummer sicher gehen und ein Board mit mindestens vier SATA-Ports verbauen. Es wäre halt ärgerlich, wenn du in zwei Jahren dann doch mehr Speicherplatz und / oder ein RAID haben willst und dann erstmal ein neues Board beschaffen müsstest.
Ja wichtig wäre mir halt ein schneller Datentransfer-/durchsatz, sprich den neuesten Standards entsprechen (stichwort HD Streaming), das NAS sollte nicht so laut sein und auch nicht soviel Strom verbrauchen (da 24h im Einsatz).
Ich denke, dass die Übertragungsrate kein Problem sein sollte. Du siehst ja an meinem Setup, welche Übertragungsraten selbst mit Verschlüsselung drin sind.
Lautheit ist immer subjektiv - mein Fileserver ist ziemlich leise, aber natürlich surren acht Festplatten schon hörbar. Lüfter oder sowas hört man da nicht heraus. Beim Stromverbrauch sind wir denke ich mittlerweile schon in einem Bereich angelangt, in dem es nicht mehr sooo große Unterschiede zwischen den Setups gibt (außer, man haut sich jetzt einen Xeon ins System oder sowas).

Ich muss gestehen, dass ich nicht viel Ahnung von aktuellen CPUs und Mainboards habe. Ich verbaue seit Jahren ASRock-Boards und billige Intel-CPUs. Vielleicht wäre eine andere CPU sparsamer, aber man muss bei der Kalkulation auch immer die Anschaffungskosten berücksichtigen. Meine Kombination aus CPU und Mainboard kostet zusammen rund 80 €. Eine neuere CPU mag etwas sparsamer sein, kostet aber eben auch deutlich mehr.
PS: Wie sieht es mit Software aus? Muss ich mir hier auch noch was dazu kaufen ?
Sofern du Linux einsetzen möchtest, ist alles was du benötigst frei und kostenlos verfügbar.

MfG Jimini
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Morgen,

klingt alles sehr gut.

Wenn ich das richtig herauslese nutzt du die ASRock B75 Pro3-M, Celeron G1610, 2GB RAM ? Fehlen würde mir dann noch ein passendes Gehäuse und eine SSD Festplatte für das Betriebsysten und eine HDD Festplatte (hier hattest du ja bereits die WD RED empfholen) sowie eine externe USB-Platte zur Datensicherung. Hast du für das a) gehäuse b) SSD Platte sowie c) USB Platte auch Produktempfehlungen?

Bzgl. der Linux SW: Gibt es eine Art Tutorial bzgl. der Einrichtung oder installiert man die SW einfach und das NAS läuft ?

LG
 
Äh, ich habe gerade gelesen, dass du ja kein RAID nutzen wirst - ich sollte sowas nicht direkt nach dem Aufwachen machen :lol:

Bei SSD bin ich bislang mit Crucial und Sandisk sehr zufrieden. Du kannst aber auch nochmal einen Blick ins Laufwerksforum werfen, da gibt es ja regelmäßig Empfehlungen.
Bei externen Platten mache ich es bisher so, dass ich eine normale interne Platte kaufe und die in ein externes Gehäuse setze. Du kannst ja mal einen Blick hier rein werfen.

Die Installation der größeren und bekannteren Linux-Distributionen ist mittlerweile sehr einfach. Du lädst dir ein Image runter, packst es auf einen USB-Stick oder brennst es auf CD / DVD, bootest dann davon und installierst alles. Danach musst du allerdings noch die Serverdienste (beispielsweise NFS und Samba) einrichten, was aber auch schnell erledigt ist - hier hilft beispielsweise das Ubuntu-Wiki weiter.

MfG Jimini
 
Guten morgen,

vielen Dank Jimini. Gar nicht so einfach da den Durchblick zu behalten.

Habe mir jetzt trotzdem mal etwas zusammengestellt. Was hälst du davon?

a) Mainboard AS ROCK B 75 PRO 3 M

ASRock B75 Pro3-M (90-MXGLW0-A0UAYZ) Preisvergleich | Geizhals Deutschland

b) SSD Samsung 840 EVO 120 GB ( für das Betriebssystem)

Samsung SSD 840 EVO 120GB, SATA 6Gb/s (MZ-7TE120BW) Preisvergleich | Geizhals Deutschland

c) 2 GB RAM (DDR3)

G.Skill Value DIMM 2GB, DDR3-1333, CL9-9-9-24 (F3-10600CL9S-2GBNS) Preisvergleich | Geizhals Deutschland

d) 1 x Western Digital WD RD

Western Digital WD Red 4TB, 3.5", SATA 6Gb/s (WD40EFRX) Preisvergleich | Geizhals Deutschland

e) Celeron G1610 Prozessor

Intel Celeron G1610, 2x 2.60GHz, boxed (BX80637G1610) Preisvergleich | Geizhals Deutschland

f) Netzteil

http://geizhals.at/de/be-quiet-straight-power-10-400w-atx-2-4-e10-400w-bn230-a1165465.html?hloc=de

g) Gehäuse

http://geizhals.at/de/fractal-design-node-304-schwarz-fd-ca-node-304-bl-a794687.html

h) Betriebsystem

XPEnology Projekt (FreeWare)


Damit müsste ich alles komplett beisammen haben. Wie findest du die Zusammenstellung ? Gibt es evt. Optimierungsbedarf hinsichtlich Preis-/Leistungsverhältnis und das was das NAS leisten soll....nicht zu vergessen das es stromsparend (24h am Tag/ 7Tage die Woche) arbeiten soll.

Viele Grüße und Danke :)
 
Die Zusammenstellung ist so in Ordnung - Optimierungspotenzial hat man aber eigentlich immer. Sicherlich gibt es eine noch stromsparendere Kombination, aber da kann ich mangels Kenntnissen leider nichts zu sagen.
120GB für's Betriebssystem ist deutlich mehr als du brauchst - da könntest du dir auch eine deutlich kleinere SSD holen (achte aber darauf, dass du dir kein langsames Modell aussuchst). Ebenfalls würde ein 300W-Netzteil völlig ausreichen.
Das Betriebssystem kenne ich nicht, daher kann ich da nichts zu sagen. Da ich bei solchen kleineren Distributionen immer skeptisch bin was die Versorgung mit Updates anbelangt - was spricht gegen eine größere Linux-Distribution wie etwa Ubuntu?

MfG Jimini
 
Habe das Netzteil mal auf ein 300 Watt optimiert:

be quiet! TFX Power 2 300W Gold TFX12V 2.4 (BN229) Preisvergleich | Geizhals Deutschland

Bzg. SSD habe ich auch mal geschaut aber von Samsung gibt es anscheinend keine kleineren SSD Platten als 120 GB ?

Theoretisch könnte ich mir die SSD ja auch sparen und einfach auf einen USB STICK 3.0 das Betriebsystem installieren oder merkt man das in der Anwendung (Geschwindigkeit etc.) ?

Das Ubuntu OS sagt mir leider nichts. Werde wohl erstmal das XPEonlogy Projekt testen.
 
Theoretisch könnte ich mir die SSD ja auch sparen und einfach auf einen USB STICK 3.0 das Betriebsystem installieren oder merkt man das in der Anwendung (Geschwindigkeit etc.) ?
Das kannst du natürlich auch machen, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ein 24/7 laufendes System auf einem USB-Stick auf Dauer stabil läuft.
Das Ubuntu OS sagt mir leider nichts. Werde wohl erstmal das XPEonlogy Projekt testen.
Wenn du bei deiner Recherche auf XPEnology gestoßen bist und nicht auf Ubuntu, wonach hast du denn gesucht? Ubuntu ist mit circa 25 Mio Nutzern eine der meistgenutzten Linux-Distributionen überhaupt. ;)

MfG Jimini
 
Auf XPenology bin ich aufgrund einer Empfehlung gestossen. Die Navigation soll sich anscheinend sehr ähneln mit der eines komplett fertig gekauften NAS wie z.B. von Synology.

Das von dir empfholene OS UBUNTU hat dann auch ein NAS "Programm" integriert zur Einrichtung/ Verwaltung etc. ?

PS: Muss ich bei dem Kauf vom Gehäuse auf etwas besonderes achten ?
 
Das von dir empfholene OS UBUNTU hat dann auch ein NAS "Programm" integriert zur Einrichtung/ Verwaltung etc. ?
Jein. Es muss glaube ich nachinstalliert werden, was aber nur ein paar Augenblicke in Anspruch nimmt. Danach richtest du Samba oder den NFS-Server ein und dann läuft es.

Grundsätzlich hast du bei den ganzen Open-Source-Systemen die Qual der Wahl - da die Betriebssysteme größtenteils nichts kosten, kannst du beliebig herumprobieren und schauen, welches dir am ehesten zusagt. Ubuntu empfehle ich Anfängern deswegen, weil das Wiki sehr reichhaltig und die Community sehr offen und freundlich sind.
PS: Muss ich bei dem Kauf vom Gehäuse auf etwas besonderes achten ?
Ich würde höchstens schauen, dass die Festplatte(n) nicht zu warm wird (werden), daher ist ein leichter Luftzug immer sinnvoll. Ansonsten ist es Geschmackssache.

MfG Jimini
 
Xpenology würde ich jetzt hinterher mir kein 2. Mal antun wollen. 1. Finde ich persönlich, gehen einige Funktionen die auf einer echt ds problemlos läuft, dort nur mit Umwege, bestes Beispiel wol. Updates musst du erst über putty einrichten und vorher deinen USB stick, wenn es von 5.0 auf 5.1 geht z.B., extra warten bis Nanoboot bzw xpenoboot eine neuere Version raus ist. Ich bin neulich auf openmediavault umgestiegen und muss sagen, den Umstieg nicht bereut zu haben da die Übersicht genauso vorhanden ist und mit ein bisschen Eingewöhnung sogar noch besser auf mich wirkt :)

How to's gibt es auch zu genüge für omv, genauso auch plugins welche das System schon fast mitliefert wenn man die omv Extras manuell nachinstalliert

@jimini

Der USB stick beinhaltet lediglich xpenoboot bzw Nanoboot, das System selbst liegt dann auf den Festplatten verteilt.
 
Hallo zusammen,


es gäbe noch eine weitere Möglichkeit die ich soeben in Erwägung gezogen habe. Mein derzeitiger PC ist schon ein bischen in die Jahre gekommen, sodas es evtl. mehr Sinn machen würde diesen als NAS Server zu konfigurieren und mir einen neuen Desktop PC zu erstellen.

Es handelt sich um folgende Hardware:

1) Mainboard: Asus P5Q Deluxe ( hat nur bis max Sata II Unterststützung)
2) CPU Name: Intel Core 2 Quad CPU 2,83 GHZ ; CPU Typ: 2 x Intel Pentium III Xeon, 2,83 GHZ
2) SSD PLATTE : 128 GB SSD Platte (unterstützt Sata III bis 6 Gb/s)
3) Netzteil: BEQuit BQT L7-430 Watt
4) 4 GB Ram (DDR 2)

=> Das derzeitige Netzteil könnte ich theoretisch auch gegen ein 300 WATT tauschen, und das 430 Watt dann in den neuen Desptop Rechner mitnehmen den ich nur anschalte wenn ich ihn brauche. Was hälst du/Ihr ansonsten von den Komponenten ? Macht es Sinn daraus einen NAS-Server zu basteln auch hinsichtilich Perfomance und Stromverbrauch ?
 
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