Genau das meine ich, in unserer Jugend waren Spiele wie Zelda, Doom oder Half-Life bahnbrechend. Heute haben wir jedoch bereits alles gesehen. Es wiederholt sich nur noch, nur eben in schönerer Grafik.
Da sind dann drei Phänomene drin:
1: gab es damals noch wirklich technische Neuerungen. Zelda (1985) und Doom (1993) oder Half Life (1998) waren da recht weit vorne dabei. Wobei auch die ordentlich kopiert haben. Wenn man es genau nimmt, dann gibt es nur sehr wenige Konzepte, die ein Genre bilden und in diesen wurde mehr oder weniger schon fast alles ausprobiert, auch die von dir genannten Spiele haben ordentlich kopiert. Das letzte Spiel, das mich so wirklich umgehauen hat, war Control, da war wirklich extrem vieles, das man so nicht gesehen hat. Ansonsten kann man da auch dei Southparkfolge "das gab es schon bei den Simpsons" anführen, alles schonmal irgendwie da gewesen, auch Doom, Zelda und Half Life.
2: als Alter Sack, was wir ja beide sind, vergleicht man das, was es heute so gibt, mit allem, was man vorher so erlebt hat. Da kann natürlich die heutige Zeit nur verlieren. Wenn man es objektiv betrachtet, dann ist das anders. Bei mir gibt es jetzt schon seit Jahrzehnten etwa 2 Spiele pro Jahr, die ein absolutes Must have sind und die auch meist in der Collectors Edition gezockt werden. Bei den von dir genannten Spielen liegen über 5 Jahre dazwischen. Wenn man sich alte Spielezeitschriften ansikeht, dann merkt man, dass es da auch nicht soviel mehr gabn. Pro Jahr 1-2 Spiele, die zu zeitlosen Megahits wurden, einiges, das man noch sehr guten zocken kann und dann sehr viel mittelmäßiges und Müll. Die alten PC Joker gibt es umsonst zum abrufen, ich empfehle jedem mal, da etwas zu schmökern, dann bekommt man wieder ein Gefühl wie es damals war.
3: das, was in der eigenen Kindheit und Jugend war, prägt einen ganz besonders. Alles war neu, alles war super, alles war absolut ultimativ. Auf nachfolgende Generationen wirkt das dann irgendwie immer komisch und das meiste, was die alten Säcke so als das beste, seit geschnitten Brot, anpreisen, kommt einem vor, wie uralter Schrott. Bei mir sind es beispielsweise die Filme aus den 50ern, die meinen Opa schwer beeindruckt haben, ich kann daran meist nichts so finden, wie er das getan hat. Alles, was vor den späten 80ern kam, z.B. die Spiele des Atari 2600, sind für mich uralt, jemand, der die damals selbst kaufte und zockte hat einen besseren Zugang dazu. Bei mirt fängt es mit den späten 80ern, an. NES, DOS, SNES, Win 95, 3D Beschleuniger, Netzwerkkonfiguration und LAN Partys bei den Kumpel im Keller zu veranstalten oder sich in irgendwelchen Hallen mit gleichgesinnten zu treffen, das war meine Zeit. Auf die heutige Jugend wirkt alles das, wie die Filme meines Opas auf mich. Und das wird sich auch nicht ändern, man sollte das so zur Kenntnis nehmen. Dafür werden die Jugendlichen von heute ihren Kindern auch von unglaublichem berichten können. Etwa von der Zeit, als nur wenige ein Smartphone hatten und die eigenen Spießereltern partout nicht bereit waren, einem eines zu kaufen und man sich mit dem Uralthandy "für Notfälle" nichtmal auf dem Schulhof blicken lassen konnte.
Aber ich schweife ab.
Das ist doch wie bei Filmen: Bei den meisten kann man nach zehn Minuten bereits die Handlung vorhersehen und weiß genau, wie es weitergeht. Langweilig! Es gibt nur noch wenige echte Ausnahmen.
Kann man eigentlich seit gut 100 Jahren, da nahezu alle Filme, Spiele, Romane usw. in irgend einer Art und Weise auf der Heldenreise basieren. Im wesentlichen kann man schon nach dem ersten Viertel vorhersehen, wie es weitergeht und endet. Wobei es ja hier und da seit jeher einiges, das mit den Konvention brechen will. Das ist aber auch relativ gleich geblieben. Das gab es schon bei Shakespeare und es gibt es auch heute noch.
Mit zunehmendem Alter spielen Videospiele eine immer kleinere Rolle. Ich verbringe meine Zeit lieber in der Natur und mache Sport, statt vor dem PC zu sitzen, zumal Spiele und Filme heutzutage oft nur noch Einheitsbrei sind.
Man muß nur danach Ausschau halten, dann findet man auch heute viel neues.
Wobei: Sport und Natur? Das hat jetzt wirklich einen Jahrtausendealten Bart
Ja, logisch, wenn du seit 2018 nicht mehr aufgerüstet hast, ist die Leistung deiner Grafikkarte halt auf dem Stand von 2018, ansonsten eher nicht.
Die RTX 3060 hat 10% weniger Leistung, als die GTX 1080Ti, die RTX 4060 nur 10% mehr Leistung, dafür aber 3GB weniger VRAM. Die RTX 3050 8GB ist so schnell, wie die GTX 1070 und die RTX 3050 6GB ist etwa so schnell, wie eine GTX 1060 6GB.
Alles in allem eher peinlich. Zum Vergleich: die GTX 1050 2GB ist etwa so schnell und gut, wie die GTX 680 2GB und der Preis ist binnen 4 Jahren von 500€ auf 150€ gesunken.
Eine 5070 hat die dreieinhalbfache(!) Leistung einer neun Jahre alten 1070, und den anderthalbfachen VRAM, und ist dabei ($-MSRP) inflationsbereinigt um ganze 15% teurer geworden.
Soll das jetzt irgendwie gut sein?
Wir reden hier von knapp einem Jahrzehnt, das ist grottenschlecht. Zumal die 5070 im Lineup stark abgestiegen ist und bestenfalls das darstellt, was früher die GTX 1060 6GB gewesen ist. Die GTX 1060 hat früher 250€ gekostet.