Frage zu RAM-Tuning nach Plus-Artikel (7500F)

Naddel81_81

Schraubenverwechsler(in)
Hi liebe PCGHler,

im Plusartikel übertaktet ihr den RAM auf 6200MHZ CL32, dabei kann er laut Sticker 6000 MHz CL28. Ist die Stickerangabe nicht sogar schneller?

Ich habe 6800/CL34 Hynix-M Speicher geordert und würde den gerne auf dem Ryzen-Sweetspot von "nur" 6000/CL30 betreiben. Meint ihr das geht?

Viele Grüße
 
Hallo

Die CAS Latency allein macht nahezu keinen Unterschied. Das sollte der Artikel auch deutlich machen. Auch, dass es keinen Sweet Spot gibt, denn dieser hängt von der CPU selbst ab und nicht von dem, was AMD mal irgendwann gesagt hat.
 
Ist die Stickerangabe nicht sogar schneller?
In nahezu allen Fällen ist Bandbreite wichtiger als Latenz, insbesondere CAS-Latenz. Letztere ist in vielen Fällen praktisch bedeutungslos bei DDR5 (Details siehe hier, auch wenns auf nem Intelsystem gezeigt wird), wird aber nach wie vor stark beachtet weil die irgendwann vor 20 Jahren mal relevant war.

Meint ihr das geht?
Was geht ist immer vom individuellen System abhängig. Sicher geht nur das, was AMD offiziell freigibt. 6000/CL30 ist sehr oft möglich, aber eine Garantie dafür kann dir keiner geben.
 
Danke für eure Tipps, ich werds testen. Man fängt also bei 1,3 SoC und 1,35V RAM (VDD/VDDQ, VDDIO) an und tastet sich dann in 0,05er Schritten runter, wenn es stabil ist?

Bei der CPU gehe ich ähnlich vor und teste mich an den maximalen (negativen) Offset im Curve Optimizer ran? Maximal sind minus 50? Früher war es mal -30, glaube ich.

Viele Grüße
 
Richtig. Schau aber, dass du die Stabilität mit verschiedenen Tools über einen langen Zeitraum testest. Das ist sehr wichtig. Welche Spannungen für dein System perfekt sind, musst du leider allein herausfinden.
 
Schau aber, dass du die Stabilität mit verschiedenen Tools über einen langen Zeitraum testest.
THIS!

Sei dir am Anfang darüber im Klaren, was dein System machen soll und wie wichtig Stabilität ist. Wenns ne Zockerbude ist spielts weniger ne Rolle wenn mal ein Bit falsch ist oder schlimmstenfalls mal was ganz abschmiert, wenns aber ein Produktivsystem ist ist die Sicherheit dass keine "kaputten" Daten rauskommen weit wichtiger als die letzten 5% Performance.

Verwende bei Stabilitätstests mehrere verschiedene Workloads (beispielsweise der yCruncher hat eine Reihe verschiedener Tests und findet Instabilitäten sehr zuverlässig) und benutze den PC auch einige Tage normal, also ohne große Lasten und Tests. Erst wenn das alles fehlerfrei läuft machste den nächsten Schritt.

Man kann natürlich am Anfang mal gröber und schneller agieren um grob auszuloten wo das Limit in etwa liegen wird (sonst dauerts ja wochenlang) aber wenn man im Bereich ist wos "knapp" wird lieber mal was länmger Testen oder eben noch 20 mV "unnötig" mehr auflegen als irgendwann da zu stehen und einen BSOD aus dem Nichts zu kassieren wenns drauf ankommt. ;-)
 
Jupp. Fällt mir in den entsprechenden threads immer wider auf. Da wird tagelang cinebench, prime und Co. getestet, aber wechselnde Lasten und vor allem Niedriglast mit den entsprechenden states welche die CPU dann einnimmt, das wird ignoriert und am Ende wundert man sich.
 
Ich mag max. Stabilität egal ob Produktiv- oder Gamingkiste, weil ich unperfekte abschmierende Kisten hasse. Welche Tools am Besten sind wird ja immer wieder viel diskutiert. Ich persönlich nehme da auch immer testmem5 (anta777exteme preset), Karhu, corecycler mit prime95, in den Reigen dazu mit jeweils 12+h Laufzeit, dazu dann am WE auch einfach mal spielen. Das geht immer gut, like morgens Rechner mit einem der Testprogramme starten, dann den Tag über laufen lassen, abends schauen was passiert ist.. und das ein paar Wochen lang, bis das letzte Subtiming optimiert und stabil ist. Tut nicht weh - frisst nur Strom ;). Gibt ja starke Infos dazu hier - danke @Jaffech und PCGH_Dave ;). Für meine Mushkin Redline Riegel auf am4 hatte ich leider keine Infos zu den verbauten dies und nix im web gefunden.. deswegen hat das halt so lange gedauert. Aber: Wenn man zuerst testet wie hoch die Busspeed des RAM Controllers der CPU ohne WHEA Fehler (zeigt hwinfo) geht, den Takt dann als Basis nimmt und dann gleich mit schon bekannten RAM-Timings und Subtimings Presets der RAM Tuning Community anfängt, dann brauchts viel weniger Zeit bis stabil!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich mag max. Stabilität egal ob Produktiv- oder Gamingkiste, weil ich unperfekte abschmierende Kisten hasse.
Heutzutage ist das auch nicht mehr so problematisch wie früher (tm) als man mit OC noch horrende Leistungszuwächse generieren konnte. Moderne Hardware/Boostmechanismen sind ab Werk schon sehr viel näher amn machbaren als es damals war. Für ne Handvoll Prozent mehr Performance (Ausnahmen/Cherrypicking bestätigen die Regel) die Stabilität zu riskieren kann man als Hobby gerne machen aber den echten Mehrwert hat das eigentlich schon lange verloren.

Ich machs selbst auch nur noch selten bzw. wenn explizit gewünscht per OC, die allermeisten Kisten beschränken sich auf ggf. ein XMP/EXPO das höher liegt als offiziell unterstützt (aber noch im grünen Bereich) und ab und zu mal eine Anpassung von Powerlimits an persönliche Wünsche - da gehts sogar oft eher darum etwas WENIGER Performance zu erhalten aber dafür den Verbrauch zu halbieren (da gibts auch ein schönes Special zu Daves 7800X3D).
 
Heute kommen schon mal 2x24GB rein und dann werde ich ausgiebig testen. Wenn die zweiten 2x24GB nächste Woche ankommen, werde ich zwangsläufig von den angepeilten 6000 MT etwas runtergehen müssen. Wie viel, muss ich dann testen. Wenn ich bei 5400 MHz bleibe, bin ich mehr als zufrieden für 96GB Hynix-Speicher.
 
war zu günstig, um nicht zuzugreifen. habe knapp 220 euro für 96gb bezahlt. wie lese ich die RAM Temperatur aus? HWMonitor zeigt dazu zumindest auf meinem DDR4 system nix an.
 
war zu günstig, um nicht zuzugreifen. habe knapp 220 euro für 96gb bezahlt. wie lese ich die RAM Temperatur aus? HWMonitor zeigt dazu zumindest auf meinem DDR4 system nix an.
Erstmal nimmt man HardwareInfo weil tausendmal besser. Wenn dort aber auch nichts kommt, haben deine RAM Module keinen Temperatur Sensor. Da hilft dann nur ein 2€ Temperatur fühler den man auf das Module klebt oder drauflegt.
 
Am Ende muss man auch schauen was das jeweilige UEFI hergibt. Viele Boards setzten den Memory Controller jenseits von 6200MT/s automatisch auf 1:2. Was dann wenig hilfreich wäre, wenn man zwischen 6400 MT/s und 7800MT/s fährt. Erst ab rund 7800MT/s kann der Taktvorteil den geringeren Controller Clockspeed wieder ausgleichen.
 
Am Ende muss man auch schauen was das jeweilige UEFI hergibt. Viele Boards setzten den Memory Controller jenseits von 6200MT/s automatisch auf 1:2. Was dann wenig hilfreich wäre, wenn man zwischen 6400 MT/s und 7800MT/s fährt. Erst ab rund 7800MT/s kann der Taktvorteil den geringeren Controller Clockspeed wieder ausgleichen.
Kann man bei diesen Boards, das nicht einfach einstellen?
Bei meinem zugeben teuren Board gibt es die Funktion den Teile auf 1:1 zu stellen oder halt auch 1:2
 
Selbstverständlich kann man den Teiler manuell festlegen, dann wird es aber noch wichtiger stabile Grenzen aus zu loten.

Doch nicht, siehe unten ^^
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist gut zu wissen @Shinna
Da selbst mein billiges AM4 board diese Funktion unterstützt, bin ich einfach davon ausgegangen, dass dies Standard ist und evtl. sogar von AMD/der AGESA vorgegeben.

Vor allem auf der neueren AM5 Plattform :confused:
 
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