News Firefox: Mozilla sieht Deutschland am Rande des Ad-Block-Verbotes

Auch wenn ich als ehemaliger Webdeveloper den Frust nachvollziehen kann, ist das extrem kurz gedacht und funktioniert auch nur in der Theorie.

Die Praxis wird wohl eher so aussehen, dass es in DE keine modernen Browser mehr geben wird, weil Unternehmen und Organisationen mit dem Anbieten riskieren von einschlägigen Anwaltskanzleien abgemahnt zu werden. Von den vorher genannten Problemen, dass nicht jede https Abfrage auch wirklich eine Website ist, die gerendert werden will fange ich gar nicht erst an.
nein, sie werden weiterhin angeboten werden. die vereine und co ziehen sich nur zurück.
 
Vielleicht lässt die Werbeagentur Google als Mitfinanziee von Mozilla da schon mal ihre Position durchblicken und Mozilla darf sagen: "Sorry, wir haben alles versucht, aber nun müssen wir die Ad-Blocker leider für Firefox deaktivieren (und Google damit mehr Geld verschaffen). :ugly:
 
Die Überschrift finde ich ein wenig reisserisch. Das Hamburger Gericht gibt den AdBlock Entwicklern doch recht.
Auch der Text selber ist, meiner Meinung nach, unsauber geschrieben. Der BGH sagt ja nicht das dass Urteil falsch sei. Sondern das die Urteilsbegründung nicht ausreichend ist. Bis da irgendwelche unumstößliche Urteile gefällt werden, werden noch Jahre vergehen.

Gruß, Fly
 
Viel Lärm um nichts, keiner kann mir vorschreiben oder beeinflussen, wie das DNS auf meinen lokalen Geräten läuft. Genauso eine schwachsinnige Diskussion, wie die "Internetsperren", die jeder Achtjährige mit einmal im Netz suchen umgehen kann...
 
Ist in 2 Minuten Automatisiert.
cronjob regelt das.
Kapier' ich nicht. Meinst Du damit das Kopieren einer fertigen Liste von "woanders" oder das selbst erstellen einer Liste (das kannst Du nicht automatisieren). Wenn Du das Kopieren meinst, das muss ja jemand mal machen und auch aktuell halten. Wenn das aber keiner mehr macht, hast Du verloren.
 
Ich verstehe den Punkt, aber ich glaube nicht, dass das in der Praxis noch größere Relevanz hat. Soweit ich weiß, sind die einzig relevanten Engines Blink und Gecko und alles andere muss halt funktionieren oder geht halt nicht.

Schön wär's. In der Praxis sorgen teils schon unterschiedliche Varianten ein und desselben Browser-Entwicklungsstands für unterschiedliche Ausgabeergebnisse. Keine Woche, in der nicht irgendwelche User Probleme haben, unsere Website richtig darzustellen, obwohl die in vorherigen Tests korrekt funktionierte. Manchmal sind tatsächlich Blocker an den Fehlern schuld, aber immer wieder ist es auch das System, dass einfach der Meinung ist, irgend etwas anders anzeigen zu müssen.

Stand das in dem Artikel? Hab ich gar nicht gewusst, dachte wirklich, dass es hier um einen echten AdBlocker geht.

Nein, [Zitat] "meine Meinung" [/Zitat] stand natürlich nicht im Artikel. ;-)
Das ist meine Beurteilung des Ergebnisses dessen, was Eyeo macht. Technisch nutzen sie dafür Blocker-Mechanismen mit zentralem White- und Blacklisting, das habe ich auch ausdrücklich geschrieben. Aber der Effekt ist halt der gleiche:
Schlussendlich ist es Eyeo, die kontrollieren, was angezeigt wird. Nämlich
- Werbung, an der Eyeo Geld verdient.
- Content, für dessen Produktion jemand anders Geld ausgegeben musste.

Nicht angezeigt wird dagegen Werbung, an der Eyeo kein Geld verdient, aber von welcher der Content-Produzent überleben will. Es kommt selten vor, dass ich mit Springer einer Meinung bin, aber im Effekt und moralisch ist das für mich auf Augenhöhe mit Deeplinking/Einbettungen, kommerziell vertriebenen Raubkopien, gefälschten Markenartikeln und unlizenzierten Nachbauten patentierter Entwicklungen:
Einer macht die Arbeit.
Der andere kassiert ab.

Und die anderen Beispiele sind auch allesamt juristisch verboten. Ob sich eines der zugehörigen Gesetze gegen Eyeo auch anwenden lässt, darüber verhandeln gerade die Gerichte und ich bin nicht Jurist genug, um das besser beurteilen zu können. Aber wenn es kein Gesetz dagegen geben sollte, auf diese Art fremde Geschäfte zu zerstören und sich selbst daran zu bereichern, dann meiner Meinung nach nicht, weil dieses Verhalten gut und rechtens ist, sondern weil die Gesetze eine Lücke haben.

Technisch magst Du da Recht haben, aber irgendjemand muss ja die Listen aller Werbedienste/-Domains pflegen. Du wirst da nicht pro Werbung manuell dein Programm jedesmal aufrufen um die eigene Block-Liste zu pflegen/erweitern, da wärst du den ganzen Tag damit beschäftigt.

Also früher, als die Gummistiefel noch aus Holz waren und Opera ein genialer Browser mit vielen integrierten Funktionen, habe ich einen Rechts- und drei Linksklicks gebraucht und mich störender Inhalt war aus meiner Ansicht verschwunden. Das war aber eben meine Entscheidung. (Und es war zugunsten der Firmen, deren ich Produkte sonst aus Prinzip nicht gekauft hätte.^^). Bei Eyeo ist es dagegen ein externer Eingriff moderner Wegelagerer, die Werbung durchaus durchlassen – wenn man ihren Zoll zusätzlich bezahlt.
 
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Schön wär's. In der Praxis sorgen teils schon unterschiedliche Varianten ein und desselben Browser-Entwicklungsstands für unterschiedliche Ausgabeergebnisse.
Ja gut, dass es auch schon mit "nur" zwei unterstützten Engines genug Probleme gibt, weil sich immer mal was ändert, wollte ich gar nicht anzweifeln.
 
Gerade im Zusammenhang mit dem Urheberrecht gibt es viele Urteile die nicht sinnvoll, an der Realität vorbei und nicht im Sinne der User sind. Gerade das Hamburger Gericht ist bekannt dafür. Wundert mich daher das die Klage vom Springer Verlag da abgelehnt wurde.
Bin der gleichen Meinung. Manchmal hat man das Gefühl, dass das Urheberrecht schwerer wiegt als die Verfassung. In diesem Fall das Persönlichkeitsrecht (Art. 2 Abs. 1 GG). mit Bezug auf die unfreiwillige Datenverfolgung zu Werbezwecken.

Ein Verschwörungsmensch, der sich böses reimt, wenn er an die Lobby-Macht des Axel Springer Verlages denkt...

Schauen wir mal, ob die Hamburger Gerichtsbarkeit dem möglichen medialen und politischen Druck Stand hält.
 
Die ganzen Entwicklungen in diese Richtung, und gegen Datenschutz insgesamt, oft typisch deutsch oder auch EU (die ich oft als deutscher als deutsch bezeichnen würde), aber auch durch große Firmen wie Google/Chrome/YT, sind wirklich ätzend. Es scheint als würde alles einem großen Mantra folgen, alles unerträglicher zu machen.
 
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