ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
Haben dann alle Dokumentarfilme keinen Anspruch auf Urheberrecht?
Und die ganzen Naturbilder usw. auch nicht? Da gibts a auch nix kreatives, wurde nur ein Bild der Landschaft gemacht. Trotzdem hat da aber jemand Arbeit, Zeit und evtl. auch Geld reingesteckt.
Auch ein Zusammenstellung kann bereits den Anspruch an Schöpfungshöhe erfüllen, genauso wie die Bildgestaltung (Ausschnitt, Belichtung - ggf. überhaupt erstmal zu einer bestimmten Tageszeit und Wetterlage am richtigen Ort sein) einer Einzelaufnahme.
Ein einfacher Schnappschuss dagegen nicht unbedingt. Der ist ggf einfach eine Abbildung. Von etwas, dass jeder auch selbst in gleicher Weise abbilden könnte - oder alternativ eben direkt den Schnappschuss kopieren.
Ich vermute aber mal, dass ein Film mit Darstellern letztlich quasi immer unter das Urheberrecht fallen würde, eben weil die gesamte Situation ja überhaupt erst für den Film geschaffen wurde.
Besonders toll finde ich eigentlich das im Artikel erwähnt wird, wie Urheberrechtsansprüche (ob berechtigt oder nicht) einfach mal routinemäßig durchgewunken werden. Irgendwie sollte das zu denken geben, wo sind wir hier eigentlich?
Wir sind hier in einem Land, dessen wirtschaftsorientierte Regierung iirc einen Teil der Strafverfolgung und damit der Verletztung der Privatsphäre (nämlich die Ermittlung der persönlichen Daten eines beschuldigten Internetnutzers) komplett in die Hände von Privatunternehmen gelegt hat







