[FileServer] Debian, Hardware, NAS ... Fragen

B

boss3D

Guest
Hi @ all!

Da mir hier erstens so langsam überall (PC, Laptop, externe HDD) der Speicher übergeht und ich zweitens öfters mal größere Datenmengen (10 - 20 GB) mit Freunden im Ausland austausche (nö, nix Illegales), plane ich, mir in den Weihnachtsferien einen günstigen FileServer auf Debian-Basis zu bauen. Bis jetzt habe ich einfach immer torrents der Ordner erstellt und diese per mail versandt, aber es nervt halt schon, wenn dann der PC oft tage- und nächtelang laufen muss, bis beim Kumpel der Download abgeschlossen ist. V.a. wenn man im selben Raum schläft, wo der PC steht. Deswegen die Idee mit dem FileServer ...

Geplant wäre folgendes System (~ 250 € inkl. Versand):
RAM: G.Skill DIMM Kit 4GB PC3-10667U CL9-9-9-24
HDD: Seagate ST31000524AS 1 TB
Gehäuse: Thermaltake Element Q
Mainboard: Asrock H61M-ITX
CPU: Intel Celeron Dual-Core G550
OS: Debian (da wird dann WebDAV installiert)

Dazu hätte ich folgende Fragen:

1. Könnte ich das Ganze auch mit einem NAS realisieren, bzw. wo liegen denn jetzt konkret die Unterschiede zwischen einem NAS und einem Eigenbau FileServer? Ich kann ja auf einem NAS genauso Linux installieren?! Mir ist nur aufgefallen, dass ein preislich vergleichbares NAS nicht mal ansatzweise so "schnelle" Hardware hat.

2. Was haltet ihr von der Hardware-Zusammenstellung für den FileServer? Gut, oder ging's noch besser für's Geld? Teurer sollte es jedenfalls nicht werden.

3. Würdet ihr in dem Leistungsbereich ein AMD APU-System preferieren? Ich glaube nicht, dass ich jetzt bei einem FileServer viel Grafikleistung brauchen werde und der Pentium G550 dürfte wohl sparsamer sein, als eine AMD APU mit vergleichbar schnellem CPU-Part?!

4. Kann ich irgendwo eine speziell für Server abgespeckte Debian-Version runterladen? Die Version(en) auf der offiziellen Seite enthalten meines Wissens sämtliche Pakete, was ja für einen Server völlig überdimensioniert ist. Man will ja nur das "Nötigste" um Ressourcen zu sparen.

Vielen Dank für baldige Antworten!
 
Hey,


es gibt bereits NAS Systeme für 150€ - 200 € die auch schon etwas können, bei einem FileServer kommt es nicht auf Leistung an, sondern auf Effizienz, jedoch fehlen da dann noch die Hdds, zum Gehäuse, ich würde es etwas größer nehmen, das du dann später auch noch HDDs nachrüsten kannst...

Zum Rest, ja kann man so machen. Intel Systeme sind hier besser.
Alternativ zu WebDav kannst du auch FTP benutzen, funktioniert genauso wenn's nur kopiert werden soll, ich denke sogar eher besser.
Es wird allerdings trotzdem lange für den Kopiervorgang dauern, da ist ja dein Internet Schuld... Aber dein PC müsste nicht die ganze Zeit laufen.


Gruß,
ShadowAMD
 
FTP hieße dann halt wieder FileZilla bzw. ein vergleichbarer Client auf dem PC/Laptop und da bin ich eigentlich nicht so ein Fan davon. Außerdem dürfte ein FTP Upload nach meiner Einschätzung wesentlicher langsamer sein, als ein simples Copy-Paste in WebDAV. Bei Letzterem sehe ich den Server ja wie ein Netzwerklaufwerk in meinem Windows 7 PC/Laptop ...

Mit NAS würde das Ganze wohl teurer werden?! Da bleibe ich dann lieber bei meiner Eigenbau-Konfiguration. Zusätzliche Leistung kann nie schaden und wenn sie nicht benötigt wird, kann man ja Undervolten/Untertaken. :)

Bleibt nur noch zu klären: Wie/Wo komme ich zu einem "serveroptimierten" Debian ohne den ganzen "Ballast", den ich nicht brauche?
 
Dann kann man sich ja fast gleich ne Synology NAS kaufen. Die ist wahrscheinlich auch noch Stromsparender.

Hier kannst du das BS mal online testen. Vielleicht ist dort ja schon alles was du brauchst enthalten ;)

Ich habe bisher jedenfalls keine Probleme damit...

Edit eine Kleine kostet ohne Platten ca. 170€!
 
@ Travel
Der minimale Stromverbrauch ist ja ganz nett, aber wenn das Ganze mit Platten wieder deutlich teurer ist, als meine Konfiguration, nutzt mir das nichts. Ist halt dann ungefähr so, wie mit Autos: So lange kannst du mit einem Wagen, der sparsamer ist, als dein jetziger, gar nicht fahren, dass sich der Anschaffungspreis irgendwann rentiert. Oder hier: So viele Jahre wird der Server wohl gar nicht laufen, dass die minimal höheren Stromkosten meiner Konfiguration teurer wären, als der Aufpreis zu den Synology NAS bei der Anschaffung. ;)

@ Netboy
Davon abgesehen, dass dein vorgeschlagenes HP Gerät von amazon nur innerhalb Deutschlands versandt wird und ich nicht in Deutschland lebe, ist auch hier die Speicherausstattung für meinen Einsatzzweck "unbrauchbar". Das gilt sowohl für die RAM, als auch die HDD Menge.

Ich denke, günstiger, als mit der Eigenkonfiguration komme ich mit einem NAS nicht weg. Und da der FileServer ja nicht 24/7 bzw. 365 Tage im Jahr laufen wird, sondern nur, wenn er eben gebraucht wird, lässt sich wohl auch über den Stromverbrauch mit einem NAS nicht merklich was sparen. :)

Trotzdem danke für alle Tipps! Vielleicht kann mir nur noch einer verraten, was ich schon in meinem vorigen Posting bzgl. Debian gefragt habe ...
 
Ich nutze auf meinen Kisten Ubuntu in der Server-Edition. Hat dann allerdings auch nur eine Konsole und keine bunte grafische Oberfläche (die auf einem Server auch eigentlich nix zu suchen hat).
 
Grafische Oberfläche kann man eh bei Debian auch weglassen und ich will sie auch nicht haben. Das Problem ist nur, dass ich, wenn ich Debian von der offiziellen Seite runterlade, erstmal geschätzte 1000 Pakete deinstallieren dürfte, bis ich eine servertaugliche Version habe. :ugly:
Dabei sollte es ja umgekehrt sein: Man besorgt sich eine Minimalversion und erweitert diese um benötigte Pakete ...

Wenn mir keiner verraten kann, wo ich so ein minimal-Debian herbekomme, muss ich auf der FH fragen. Glaube aber eher nicht, dass die ihre Version an Studenten rausrücken werden.
 
Grafische Oberfläche kann man eh bei Debian auch weglassen und ich will sie auch nicht haben. Das Problem ist nur, dass ich, wenn ich Debian von der offiziellen Seite runterlade, erstmal geschätzte 1000 Pakete deinstallieren dürfte, bis ich eine servertaugliche Version habe. :ugly:
Dabei sollte es ja umgekehrt sein: Man besorgt sich eine Minimalversion und erweitert diese um benötigte Pakete ...

Wenn mir keiner verraten kann, wo ich so ein minimal-Debian herbekomme, muss ich auf der FH fragen. Glaube aber eher nicht, dass die ihre Version an Studenten rausrücken werden.
Kann man beim Setup nicht auswählen, dass man keine grafische Oberfläche wünscht? Das sollte das System schon erheblich verschlanken.

MfG Jimini
 
^^ Das geht wahrscheinlich sogar, aber auf der offiziellen Debian Site steht ...
it comes with over 29000 packages
:wow: :ugly:
So viel Zeug brauche ich nicht einmal auf einem Desktopsystem, geschweige denn auf einem Server!!!
 
du verstehst das falsch... die werden nicht alle installiert, installiert wird nur ein Grundsystem (es sei denn du wählst aus das du alles haben willst)

Man sollte sich bei Linux auch nciht zu schade sein eine Menge Pakete zu installieren, die fressen meist nur Platz auf der Platte und sonst nix (wenn niemand sie startet)

und ja bei der Installation gibts die Option ohne grafische Oberfläche installieren...

EDIT:
eine Option wäre noch Ubuntu zu verwenden, gibts auch eine Server Ver von. http://www.ubuntu.com/download/server
 
Die 29000 Pakete sind nicht vorinstalliert, sowas macht nur Microsoft. :ugly:
Ein NAS ist: sicherer, optimierter, womöglich leiser und kleiner, wartungsfreundlicher, hat optimal auf die Hardware abgestimmte Software. Aber es ist eben teurer. Du musst wissen, was für Dich - über mehrere Jahre gesehen - Priorität hat. Was ist mit RAID, Sleepmodus, wake on LAN, automatische Backups...?

Mit einem Server "Marke Eigenbau" kommst Du billiger weg, hast dann aber mehr zu fummeln, basteln und konfigurieren.
 
^^ Das geht wahrscheinlich sogar, aber auf der offiziellen Debian Site steht ...
:wow: :ugly:
So viel Zeug brauche ich nicht einmal auf einem Desktopsystem, geschweige denn auf einem Server!!!

Das heißt soviele Sachen könntest du aus dem Repos installieren mehr nicht.

Für ein NAS würde ich FreeBSD nehmen oder das darauf basierende FreeNAS.

Man sollte sich bei Linux auch nciht zu schade sein eine Menge Pakete zu installieren, die fressen meist nur Platz auf der Platte und sonst nix (wenn niemand sie startet)

Nutzen? Damit man am Ende irgendwelche Sachen und mögliche Sicherheitslücken ins System einbaut die garnicht verwendet? Klingt nach einer guten Idee.
 
Oh, dachte, Debian würde mit allen Paketen kommen. :fresse:
Was ist mit RAID, Sleepmodus, wake on LAN, automatische Backups...?
- Raid 1 finde ich schon sehr interessant, aber meine allerwichtigsten Daten habe ich ohnehin mehrfach gespeichert. Wäre zwar nervig, aber nicht katastrophal, wenn die HDD im FileServer irgendwann ausfällt. Wenn ich ein Gehäuse finde, wo ich 2 3,5er HDDs reinbringe, wäre das aber eine Überlegung wert.
- Sleepmodus: Naja, glaube eher nicht, dass ich das brauche. Meine Geräte sind entweder an oder aus. Moderne Betriebssysteme auf halbwegs potenter Hardware starten so schnell, dass die paar Sekunden Unterschied zu einem Erwachen aus dem Sleepmode auch nicht mehr ins Gewicht fallen. Oder täusche ich mich da? Bzw. hat der sonst noch einen Nutzen, abgesehen von einem etwas schnellere Start?
- wake on LAN: Sehr interessant! Aber das sollte sich auch unter Debian auf einem Eigenbau Server realisieren lassen, oder?
- Natürlich wird der FileServer für Backups genutzt, aber da er ja nicht 24/7 laufen soll, macht ein automatisierter Vorgang da wohl wenig Sinn. Backups mache ich manuell, wenn der Server läuft.
Mit einem Server "Marke Eigenbau" kommst Du billiger weg, hast dann aber mehr zu fummeln, basteln und konfigurieren.
Das will ich ja! :D
Wo bleibt denn sonst der Spaß an der Sache? ... und nicht zu vergessen, der Lerneffekt? ;)

Da hätte ein NAS schon klare Vorteile bieten müssen, damit ich mich dafür entschieden hätte. Bis jetzt sieht's für mich aber eher so aus, als wäre ein NAS einfach nur eine "Plug'n Play" Variante eines FileServers, übertrieben gesagt ...
Für ein NAS würde ich FreeBSD nehmen oder das darauf basierende FreeNAS.
Mit FreeBSD hatte ich noch nie was zutun und auf den ersten Blick sieht's auch wesentlich komplizierter aus, als die "Standard-Linux-Distributionen" Ubuntu und Debian. Außerdem verwenden wir auf der FH für Servertätigkeiten auch immer Debian. Ich will da privat jetzt nicht unbedingt auf einer anderen Schiene fahren.
 
Zuletzt bearbeitet:
FreeNAS hat eine super Web-Schnittstelle (Video) zum Konfigurieren und ist halt dafür geschaffen. Was BSD von Linux hauptsächlich unterscheidet ist eigentlich das Entwicklungsmodell, wobei BSD eher zentralisiert und kontrolliert entwickelt wird was für ein Server System nicht schlecht ist. Bei Linux halt alles dezentral und wird dann in ner Distro zusammen geführt und nicht drauf geachtet ob die Änderung bei einer Sache dann zu Problemen wo anders führen. Von der Bedienung ist es ziemlich gleich vorallem die Ur-Kommandos wie "mount" "ls" "cd" "mkdir" etc sind die selben . Software installiert sich als Binärdatei auch aus den Repos auch einfach mit "pkg_add -r apache22" z.B. oder aus dem ports_tree selbst kompilieren was im Prinzip nur eine große Ordnerstruktur im System ist mit Bauanweisung für jedesmögliche Programm. Das heißt dann mit "cd" nach /usr/ports/www/apache22 navigiereren und "make clean install" eintippen und zurücklehnen. Das Dienste dann beim Boot gestartet werden einfach in einer einzige zentralen Konfigurationsdatei für alles "/etc/rc.conf" um editieren.

Bei 4 GB RAM kann man auch sinnvoll ZFS benutzen was es zwar auch für Linux gibt aber nicht nativ durch den Kernel. Unterstützt dann Selbstheilung bei Festplattenausfallen, Rollbacks etc. etc. Für Fileserver ziemlich das Non Plus Ultra. http://www.youtube.com/watch?v=QGIwg6ye1gE
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei Linux halt alles dezentral und wird dann in ner Distro zusammen geführt und nicht drauf geachtet ob die Änderung bei einer Sache dann zu Problemen wo anders führen.
Na, da rollen sich den Entwicklern aber sicherlich die Fußnägel hoch ;)
Gerade für sowas gibt's ja verschiedene Branches, und gerade Debian neigt ja dazu, Pakete lange zu testen, bis sie in den "stable"-Zweig wandern. Und sofern man nicht gerade exotische Pakete nimmt, sondern Software einsetzt, die extrem häufig verwendet wird, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, sich irgendwas zu zerschießen. Man kann die Stabilität natürlich noch weiter erhöhen, indem man möglichst wenig Software installiert, um Abhängigkeiten zu verringern und das System schlank zu halten.

MfG Jimini
 
Moin :)

ich hab selber mit einem Selbstbau-NAS rumexperimentiert (FreeNAS, Debian, Windows) und muss sagen, das ich es nicht nochmal machen würde.

Der ganze Aufwand, alles zu installieren, einzurichten um dann festzustellen, das ich mit ein paar Euro mehr fertige NAS (Synology z.b.) kaufen kann, die genau das machen was ich brauche, ist es einfach nicht wert.

Zur Zeit hab ich ein Synology DS-712+ zusammen mit 2 2TB Platten von Western Digital hier stehen. Platzverbrauch, Leistung, Stromverbrauch und die leichte Einrichtung sind top. Für dich würde ein DS-112 mit einer 2 TB Festplatte vollkommen reichen und kaum mehr kosten, als ein Selbstbau-NAS.
 
Moin :)

ich hab selber mit einem Selbstbau-NAS rumexperimentiert (FreeNAS, Debian, Windows) und muss sagen, das ich es nicht nochmal machen würde.

Der ganze Aufwand, alles zu installieren, einzurichten um dann festzustellen, das ich mit ein paar Euro mehr fertige NAS (Synology z.b.) kaufen kann, die genau das machen was ich brauche, ist es einfach nicht wert.

Zur Zeit hab ich ein Synology DS-712+ zusammen mit 2 2TB Platten von Western Digital hier stehen. Platzverbrauch, Leistung, Stromverbrauch und die leichte Einrichtung sind top. Für dich würde ein DS-112 mit einer 2 TB Festplatte vollkommen reichen und kaum mehr kosten, als ein Selbstbau-NAS.

Die einen nennen es Aufwand die anderen nennen es Spaß. :D
 
Also ich habe momentan Sandy-Bridge Pentium @ Intel-Board + 6HDDs + 2GB RAM + 300W-netzteil als kleines Home-NAS laufen und als OS habe ich Windows Server 2008 R2 (ja ich weiß overpowered :ugly: aber da ichs kostenlos vom MSDN-AA bekam und es auch mal ausprobieren wollte .... warum nicht^^). Macht was es soll und ist sogar bei Bedarf noch recht flexibel. Ansonsten würde ich dir auch Debian oder Ubuntu (als Serverversion bzw. abgespeckte GUI-Version) empfehlen
 
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