Fehlertolerantes Dateisystem

meeeee93

Schraubenverwechsler(in)
Hallo!
Gibt es für Linux eine Software die Datenredundanz ohne RAID bietet?
Also das quasi die Dateien so auf die physischen Datenträger verteilt werden, dass es mind. eine Kopie jeder Datei gibt und es im Falle eines Defekts nicht zum Datenverlust kommt.
Das ganze hat folgende Hintergründe:
1. Ich möchte unterschiedlich große Datenträger zu einem Volume zusammenfassen
2. Ich möchte so gut wie möglich vor Defekten sicher sein

Vor allem wegen dem ersten Punkt ist RAID ja unbrauchbar. Ich weiß zwar das es so etwas für Enterprise Geräte gibt, nur habe ich weder 1000e Festplatten noch Euros zur Verfügung sondern will lediglich 2 3TB Platten, 2 2TB Platten und 2 1TB Platten zusammenfassen.

Bislang hab ich 3 RAID1 am laufen, nur ist das mit dem Verteilen der Daten etwas problematisch und mit den Hardlinks zB auch etwas mühsam.

Danke für jede Anregung,
lG Philipp
 
Ok, also du willst quasi ein JBOD aus 6 Platten machen und darüber ein FS legen, dass selbstständig die Daten redundant auf unterschiedlich platten verteilt?

geht es dir dabei darum, dass du mehr Speicherplatz zu Verfügung hast oder dass du keine "3" Festplatten haben willst? Bei letzterem könntest du, je nach dem ob es dein Controller unterstützt, ein JBOD aus den Raids machen (Oder einen Software-Span).
 
Du könntest ein JBOD erstellen und dieses dann mit BTRFS formatieren. Momentan ist das Dateisystem zwar noch in der Entwicklung. Ich selber habe noch nicht damit gearbeitet, werde aber wohl in den nächsten 6 Monaten meinen Fileserver auf BTRFS umstellen. Die Features lesen sich jedenfalls sehr sehr sexy - nicht umsonst soll BTRFS afaik auf lange Sicht ext4 als Default-FS ablösen.

MfG Jimini
 
Also fehlertolerant und BTRFS in einem Thread ich weiß nicht. Richtige tools für den fsck wrapper gibts dafür noch nicht. Habe einmal ein System damit aufgesetzt um die Rollback Funktion zu testen konnte auch Snapshots erstellen aber mit dem Rollback hat's nicht so ganz geklappt. Im Arch Wiki sind die Sachen auch nicht so auf dem Standard wie sie sonst sind und das heißt meist was.

Das was BTRFS aktraktiv macht kann ZFS auch. Dynamisch resizen etc, COW etc.

ZFS unter Linux
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke erst mal für die vielen Antworten!

Ja, ich denke BTRFS scheidet aus weil ich bei meinen Daten keine Beta-Software einsetzen will.
Gibt es denn jemanden der mit ZFS schon mal zu tun hatte und mir eventuell ein paar Tips geben kann?

Edit: Ein "echtes" RAID mit JBOD möchte ich nicht, sofern es sich vermeiden lässt aus zwei Gründen:
1. Bei ZFS gehts vermutlich weitaus einfacher neue Festplatten zum Verbund hinzuzufügen
2. Außerdem funktionieren solche Lösungen (wie es speziell bei ZFS ist weiß ich nicht) auch mit einer ungeraden Anzahl an Platten und tolerieren viele Ausfälle sofern nicht alle gleichzeitig abrauchen und das Array nicht ganz voll ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit ZFS selbst keine Erfahrungen, weil ich keine großen Plattenverbünde habe. Scheint aber das non-plus ultra zu sein, wenn man sich die Selbstheilungsfunktionen etc. anschaut. Snapshots und Cloning kann es auch. In dem letzten Link sieht es aber nicht sehr schwer aus einen Pool zu erschaffen und den zu managen.
 
Achtung, verrückte Idee: Wie wär's, wenn du jeweils eine 1tb und eine 2tb mit einem jbod zusammen schmeisst? Dann hättest du insgesamt vier 3tb "Geräte". Darüber könntest du dann ganz entspannt ein RAID1 legen (oder du könntest jeweils 2 Geräte zu einem RAID0 verbund zusammenmachen und dann darüber ein Raid1 legen, da gibt's keine Grenzen).
Wie sich das dann Performance technisch auswirkt sei mal dahingestellt (denke aber, der Verlust sollte sich sogar in Grenzen halten), ist aber denk ich doch eine Überlegung wert!
 
Danke erst mal!
Bin jetzt leider im Zivi und mein Laptopdisplay ist gebrochen, das heißt ich seh fast nix... Ich werde mir das aber am Wochenende mal in aller Genauigkeit ansehen.

Also es wäre echt super wenn ihr dann mal wieder vorbei schauen könntet :)
 
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