Die Speicherchips haben Kontakt zum Alu der Kühlergrundplatte, in das der Kupferkern für die GPU eingelassen ist, die VRMs hängen via Thermal Pads am Kühler der hinteren Heatpipe.[...]
Zusätzlich, das habe ich oben vergessen, ist die PCB-Rückseite im Bereich der VRMs mittels Thermalpads auch an die metallene Backplate der Karte angebunden. Eigentlich ein höchst stimmiges Konzept – wenn die Pads Kontakt haben, sollte das in Anbetracht der Dimensionierung der Kühlung sehr ordentlich funktionieren.
Bei den VRMs mache ich mir auch bei über 100 °C eigentlich keine Sorgen – die stemmen an jeder integrated power stage (so nennt sich der IC aus low+highside MOSFET und controller) bis 125 °C die vollen 40A mit Peakreserve bis 60A zur GPU.
Das sind doch recht fette 5 x 40A = 200A (mit 5 x 60A = 300A Peak), die zur GPU fließen können, auch bei weit über 100 °C noch . Und das ohne Speichercontroller und Videoengine, die haben gesonderte Spannungsversorgung. Wer mehr braucht, braucht m.E. auch Trockeneis.
Trotzdem würde ich in Anbetracht der von Dir erwähnten Temps mal die Pads checken und evtl. austauschen.
Edith:
Hast du es mal mit Undervolting probiert?
Meinst Du mich? Meine GPU hat eine "VID" von 1.112mV, sie läuft also um 81mV undervoltet und ist dabei um 60MHz übertaktet in den Alltagssettings – das sind etwa fünf Prozent mehr Takt bei knapp acht Prozent Undervolting.
Nicht jede RX hat so eine niedrige "VID" wie Deine, mit etwas Glück hast Du schon eine neue Revision. Auch deshalb ist es eigentlich schade, daß wir uns da per PN ausgetauscht haben, hätte sicher auch andere User hier interessiert (wie Du an diesem Thread hier siehst).
Ich hatte die Karte eine Zeit lang bei 1.250MHz@980mV, das war ebenso stabil. In geeigneten Spielesettings gehe ich maximal auf 1.420MHz bei 1.185mV, das wäre global aber nicht stabil, und natürlich auch nicht bei allen Spielen.