[Erledigt] Gamer unter 20 (und über 39) für Befragung gesucht!

AW: Gamer unter 20 (und über 39) für Befragung gesucht!

Super, vielen Dank!! Dann kann ich jetzt am WE so langsam mit der Auswertung loslegen.

Wobei, wenn Ihr noch Gamer im Alter von "50 Jahren und älter" oder aber "unter 10 Jahren" kennt (zB bei Euch in der Familie), dann seid doch so nett ihnen kurz den Link zu geben. Inzwischen sind nämlich die Gruppen "50+" und "unter 10" unterrepräsentiert.

Wenn also Eure Eltern zB sagen: "Unternimm was mit Deinem kleinen Bruder!" Dann setzt ihr Euch mit ihm kurz vor den Rechner und helft so der Wissenschaft. Oder wenn Euer Vater mal wieder sagt: "Immer schließt Du mich von Deinen Aktivitäten aus!", dann... naja, Ihr wisst schon... ; )

Vielen Dank Euch allen!!
 
AW: Gamer unter 20 (und über 39) für Befragung gesucht!

Gut, habe auch bei der Befragung daran teilgenommen.
 
AW: Gamer unter 20 (und über 39) für Befragung gesucht!

Auch teilgenommen, aber weißt du was von dir richtig gut wäre. Wenn du die Statisken hier reinstellen könntest, eben wenn die Umfrage beendet ist. Wäre echt sehr interessant zu wissen, wie die Leute in welchem Alter so ticken^^

mfg, crae


Hallo und guten Abend,

es ist schon etwas her, dass ich um Teilnehmer für meine Befragung zum Thema „parasozialer Interaktion und Beziehungen“ in Games geworben habe. Damals haben ein paar von Euch im Threat und auch per PN angegeben, dass sie die Ergebnisse interessieren und dem möchte ich jetzt, nachdem die Thesis geschrieben und benotet (2.0 schriftlich und 1.0 im darauf folgenden Kolloquium, Yay!) ist und ich etwas Abstand gewonnen habe, gerne nachkommen und fasse meine Ergebnisse nun einmal zusammen.

Die Befragung war dahingehend ein voller Erfolg, dass genug Leute teilgenommen haben, so dass ich zu einem repräsentativen Ergebnis zu „parasozialen Interaktionen“ (PSI) und „parasozialen Beziehungen“ (PSB) in Games gekommen bin. Um dieses direkt gleich vorweg zu nehmen – als Zwischenergebnis hinsichtlich meiner Thesis hat die Befragung bewiesen, dass es nicht automatisch und nicht bei jedem zu parasozialer Interaktion bzw. Beziehungen kommt (wovon auch auszugehen war, was bisher jedoch noch nicht durch Grundlagenforschung belegt war). Andererseits habe ich mittels der Auswertung von Let’s Play Videos Phänomene beobachtet, von denen es sich meiner Meinung nach um parasoziale Interaktionen handelte, was mein Ansatz ist, um PSI in Games beobachten zu können. Ob er wissenschaftlich valide ist, muss zukünftige Forschung zeigen, so wie auch meine Konzeption zu PSI und PSB in Games. Wer sich mit dem wissenschaftlichen Teil auseinandersetzen möchte (sicher nicht jedermanns „Ding“), der kann die Thesis hier bekommen: "Mein Kumpel, die Spielfigur" - Parasoziale Interaktion und Beziehungen in Games (Computerspiele / Videospiele) by HOT 'n SPICY Games by Alexander ZiskaWissenschaft beiseite, viele von Euch schienen primär an den Ergebnissen der Fragen an sich interessiert zu sein. Hinsichtlich der Analyse auf PSI und PSB musste ich von allen Ergebnissen her eine repräsentative Quote, abhängig von den einzelnen Altersklassen ziehen. Repräsentativität ist eine wissenschaftliche Vorgabe, die aber immer wieder auch einschränkt. Für wen es jetzt also nicht ganz so streng wissenschaftlich sein muss (wobei auch nicht repräsentative Ergebnisse immer ein Forschungsanlass für eine repräsentative Neu-Studie sein können), für den fasse ich die Ergebnisse auf Grundlage aller Antworten einmal zusammen:

Interessanterweise ist geschlechtsspezifisch nicht viel an Abweichungen zu beobachten. Die 311 Antworten teilen sich in 70 weibliche und 241 männliche Teilnehmer auf. Lediglich bei der Frage, „Ich habe schon einmal auf die Frage einer Spielfigur geantwortet, welche eigentlich an eine andere Spielfigur gerichtet war.“ Haben 54,3% der weiblichen Teilnehmer mit „Ja“ geantwortet und nur 40,2% der männlichen Teilnehmer. Man kann also die These aufstellen, dass Frauen eher dazu neigen, mit Charakteren in Spielen zu reden (was übrigens eine PSI wäre). Des Weiteren sind die weiblichen Teilnehmer der Befragung mehr damit beschäftigt, sich mit Charakteren in Spielen zu vergleichen. So beantworteten 65,7% der weiblichen und nur 42,3% der männlichen Teilnehmer die Frage „Ich habe schon einmal darüber nachgedacht, ob mir eine Spielfigur ähnlich ist oder ob ich einer Spielfigur ähnlich bin.“ mit „Ja“ beantwortet.

Deutlichere Abweichungen gibt es beim Vergleich der Antworten unter den einzelnen Altersklassen. Hierbei teilen sich die 311 Antworten wie folgt auf:

Bis 9 Jahre: 17
10 – 19 Jahre: 42
20 – 29 Jahre: 137
30 – 39 Jahre: 65
40 – 49 Jahre: 28
50 Jahre und älter: 22

Durchschnittlich sprechen 67,5% der Teilnehmer entweder in Gedanken oder auch tatsächlich mit Spielfiguren. Nur bei den 10 – 19-Jährigen ist es 50-50 geteilt und bei den über 50-Jährigen ist es nur knapp mehr als die Hälfte.

Während sich im Durchschnitt bei 82,6% der Teilnehmer schon einmal der Gesichtsausdruck, wegen dem was eine Spielfigur gesagt oder getan hat, verändert hat, so war dies nur bei 29,4% der bis 9-Jährigen der Fall.

Verhältnismäßig wenige Probanden haben schon einmal den Drang verspürt, sich Physisch mit einer Spielfigur auseinander zu setzen (so viel zum Bild des latent aggressiven Gamers), nämlich gerade mal 34,7% im Durchschnitt. Jedoch 76,5% der bis 9-Jährigen wollten dies schon einmal. Vom Jugendschutz-Standpunkt her vielleicht gar nicht mal so uninteressant.

Wie alte Freunde sehen auch nur durchschnittlich 29,9% der Teilnehmer aber dafür 88,2% der bis 9-Jährigen ihre liebsten Charaktere an.

Das vorhin, bei den Damen angesprochene, selbstreflektierende Verhalten, darüber nachzudenken, ob eine Spielfigur einem selbst ähnlich ist, ist mit 60,6% bei den 20 – 29-Jährigen besonders stark ausgeprägt (Durchschnitt 47,5%).

Es tut mit durchschnittlich 65,9% der Mehrheit der Teilnehmer leid, wenn ihnen sympathischen Charakteren im Spiel etwas zustößt. Nur die 40 – 49-Jährigen sind mit 39,3% hier etwas weniger „einfühlsam“.

Auch schon einmal Bewunderung oder Verachtung für Spielfiguren haben bei den 40 – 49-Jährigen (35,7%) und den 50-jährig und Älteren (50%) weniger empfunden, als der Durchschnitt (67,2%). Daran knüpft an, dass den 40 - 49-Jährigen (42,9%) und den 50-jährig und Älteren (38,4%) weniger Spielfiguren begegnet sind, die sie von ihrem Charakter her attraktiv fanden, als dem Durchschnitt (61,1%).

Einen Charakter aus einem Spiel im wirklichen Leben einmal treffen möchten durchschnittlich nur 38,9% der Befragten. Nur bei den bis 9-Jährigen ist dieser Wunsch mit 82,4% recht hoch, bei den 10 – 19-Jährigen sind es nur noch 50%.

So viel dazu. Was mir jetzt noch bleibt, ist es mich herzlich für die Teilnahme und das Interesse zu bedanken. Fragen, Anregungen, Diskussionen oder Beschwerden nehme ich gerne entgegen.

Mit freundlichen Grüßen,
Alex
 
AW: Gamer unter 20 (und über 39) für Befragung gesucht!

Ach schade, da hätte ich gerne dran teilgenommen. Mir entgleisen seit mehr als 20 Jahren regelmäßig beim Daddeln die Gesichtszüge. ;-)
 
AW: Gamer unter 20 (und über 39) für Befragung gesucht!

Ach schade, da hätte ich gerne dran teilgenommen. Mir entgleisen seit mehr als 20 Jahren regelmäßig beim Daddeln die Gesichtszüge. ;-)

Interessanter ist, was in Dir so vor sich geht, wenn dies passiert - zB ob bzw. wie sehr Du Dich in Deinen eigenen Charakter hinein versetzt und ob es Dir so vor kommt, als würdest Du selbst mit anderen Charakteren interagieren, oder ob Du abstufst, dass Dein Charakter mit ihnen interagierst - nicht jedoch Du ; )
 
AW: [Erledigt] Gamer unter 20 (und über 39) für Befragung gesucht!

Der Satz oben war zwar lustig gemeint, aber ich möchte dennoch ernsthaft auf diese Frage antworten.

Und das kann ich auch recht eindeutig: Die Abgrenzung zwischen Rainer B. Trug und dem Pixelhaufen in meinem TFT ist immer präsent. Mit einer Ausnahme (bzw. gesamtes Genre) kann ich mich jedenfalls nicht daran erinnern, mal die reale Welt verlassen zu haben, um eins zu werden mit einem Spiel. Und was ist nun die Ausnahme? Es ist der Bereich der Horror- und Gruselshooter. Gruselshooter jetzt nicht im Sinne von "Total beschissenes Spiel" :lol:, sondern Spiele, wo ich wirklich das Gefühl habe, ich krieche durch ein Abwasserrohr und... irge... irgendwas ist dOCH DA HINTER MIR HER?!?!?!?!?! AAAAAAAAAAhh!!!!!

Es gibt leider nicht viele Spiele dieser Art, aber genau da kann ich mich richtig gehen lassen. Da bin ich dann auf dieser Ebene, daß ich schon beim booten Gänsepelle kriege und mich frage, ob ich da jetzt wirklich wieder in´s Rohr muß. Nicht mein Pixelhaufen, sondern ob ich da jetzt wirklich wieder durch soll. ;)

Aber, ich vermute, die Frage hätte ich vor fünfzehn Jahren auch anders beantwortet. In jüngeren Jahren hat man ja selbst den Fernseher angebrüllt, "Hinter dir! Hinter dir, Mensch!!". :klatsch:
 
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