Erfolgreiches Anti-Filesharer-Gesetz sorgt angeblich für weniger Musikverkäufe

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Unsere französischen Freunde haben vor einigen Jahren ein Gesetzesprogramm zum Urheberschutz gestartet. Jetzt wird Bilanz gezogen und man kann erfolgreich vermelden, dass der Anteil der Filesharer in Frankreich gesunken ist. Einen kleinen Haken hat die Sache allerdings, denn analog zu diesem Erfolg ist auch der legale Verkauf von Musik im Internet rückläufig.

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AW: Erfolgreiches Anti-Filesharer-Gesetz sorgt angeblich für weniger Musikverkäufe

Ich hoffe Mutti hat den Keller in welchem du sitz von außen abgeschlossen. :ugly: ;)
 
AW: Erfolgreiches Anti-Filesharer-Gesetz sorgt angeblich für weniger Musikverkäufe

Also ich finde das schlüssig:


Niemand kauft gerne die Katze im Sack. Deshalb möchte man in Musik immer erst mal reinhören, was ja mittlerweile auch so gedacht ist (Amazon hat jeweils 30sek- Ausschnitte, in Läden kann man meist sogar alles an so Stationen anhören)

Ich persönlich nutze zwar kein File-Sharing, aber wenn man mir meine Möglichkeiten des vorher-reinhörens nehmen würde, würde ich viele Dinge garnicht kaufen.

Davon abgesehen, unterstützt es doch auch die Findung neuer Musik die einem gefällt, und die man dann vielleicht kauft.


Und mal ganz ehrlich: Radios sind doch auch nichts anderes als Streaming- /Sharing-Dienste, die man sogar legal mitschneiden darf.
 
AW: Erfolgreiches Anti-Filesharer-Gesetz sorgt angeblich für weniger Musikverkäufe

das erkläre mal dem richter dann.
klar ist das unfair aber so ist eben das gesetz.
 
AW: Erfolgreiches Anti-Filesharer-Gesetz sorgt angeblich für weniger Musikverkäufe

Also ich finde das schlüssig:


Niemand kauft gerne die Katze im Sack. Deshalb möchte man in Musik immer erst mal reinhören, was ja mittlerweile auch so gedacht ist (Amazon hat jeweils 30sek- Ausschnitte, in Läden kann man meist sogar alles an so Stationen anhören)

Ich persönlich nutze zwar kein File-Sharing, aber wenn man mir meine Möglichkeiten des vorher-reinhörens nehmen würde, würde ich viele Dinge garnicht kaufen.

Davon abgesehen, unterstützt es doch auch die Findung neuer Musik die einem gefällt, und die man dann vielleicht kauft.

Wie du selbst feststellst: Reinhören kann man auch überall anders und das finden neuer Musik beginnt so oder so mit dem Namen oder mit Hören in einem push-Medium ala Radio. Mit "antesten" kann man im Falle von Musik also wirklich nicht für Filesharing argumentieren. (Bei Spielen, für die es keine Demo gibt, ergäbe sich der Effekt ggf. - aber ich kenne ehrlich gesagt niemanden, der sich auch nur 10% der Spiele, die er geladen und letztlich durchgezockt hat, auch gekauft hat.)

Und mal ganz ehrlich: Radios sind doch auch nichts anderes als Streaming- /Sharing-Dienste, die man sogar legal mitschneiden darf.

Radios arbeiten nicht on-demand, sondern im push verfahren. Du hörst, was gesendet wird. Das hat (s.o.) eine wesentlich größere Werbewirkung (du hörst Musik, nach der du noch nicht gefragt hast, weil du sie gar nicht kanntest) und es macht es deutlich aufwendiger, sich von einer größeren Menge Musik eine private Kopie anzulegen.
Und, so ganz nebenbei: Im Gegensatz zu illegalen Filesharen zahlen Radiosender dafür, dass du das Program in Deutschland privat mitschneiden darfst.
 
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Warum ist Amazon so erfolgreich, ob wohl sie teurer sind? Warum kaufe ich bei kleinen Indybands nix auf deren Homepage, obwohl ich sie voll geil finde?

Weil auch der Bezahlvorgang mit zum Produkt gehört! Der Bezugsweg. Weil Mucke auf russisch illegal xy Seite runterzuladen, den Menschen offensichtlich weit aus seriöser vorkommt
als bei PAYPAL ein Konto zu haben oder sich von Amazon ihre Mucke/Ebooks/Filme/xy ihre gekauften Sache frei nach gutsherrenart runterlöschen zu lassen! Siehe eBook Orwell 1984
und ähnlichem DRM/Nutzungslizenzrechts Scheiß.

Und warum kaufe ich eigentlich ein kaputtes Produkt, wenn ich es legal erwerbe? Warum kaufe ich ein verlustbehaftetes Datenformat - MP3 - wo jegliche Dynamik prinzipbedingt entfernt wurde?
Weil meine Anlage so schlecht ist das ich es nicht höre, weil ich ja mein ganzes Geld für MP3 Quatsch ausgegeben habe?

Auch hier ist das ausländische "freie" Angebot deutlich weiter/besser: Untergrund: Musik-Szene einigt sich auf Qualitätsvorgaben - News - gulli.com und einigte sich schon vor 2 Jahren nur noch verlustfreies FLAC Format zu verwenden.

Hey sorry, aber was bleibt denn dann? Außer dem gutmenschigen Wunsch "legal" als Deutscher zu sein. Weil in anderen Ländern siehts schon wieder ganz anderst aus. Fazit: Es bleibt nichts mehr!
Und Skrupel braucht der Kunde mitterweile auch nicht mehr haben vor solchen Firmen, die selbst keinerlei Skrupel haben ihre potenziellen Kunden zu kriminalisieren, beleidigen, bedrohen, erpressen, nötigen, abzuzocken, qualitativ schlechte Produkte zu verkaufen - kurz - genauso eine quasi kriminelle Vereinigung sind, wie sie quasi "Kulturschaffend" sind.

"Die gute Mafia sozusagen, die vom Staat hierfür ihr ok bekommen hat" So denke ich könnte man das nennen. Insofern könnte man schon auf den Gedanken, kommen das man aus Prinzip gegen sie arbeitet. ;-) Die Franzosen sind hier sicherlich naturbedingt weiter, als wir Deutschen es je sein werden...

Kultur IST den Menschen was wert! Mehr sogar als jetzt! Wer das begriffen hat und warum, der macht sein Geld! Deswegen sagen auch viele Künstler schon längst, das selbe wie ich... ;-)
 
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Das mit den "zwei für einen" Köpfen war die Hydra. Medusa hatte Schlangenköpfe und alle, die Sie angesehen haben sind zu Stein erstarrt. Aber das nur am Rande...:daumen:
 
AW: Erfolgreiches Anti-Filesharer-Gesetz sorgt angeblich für weniger Musikverkäufe

Und, so ganz nebenbei: Im Gegensatz zu illegalen Filesharen zahlen Radiosender dafür, dass du das Program in Deutschland privat mitschneiden darfst.
Ich formuliere es mal um:
"Im Gegensatz zu illegalen Filesharen zahlt man per GEZ, dass man in Deutschland privat Radiosender mitschneiden darf."

:D

Aber im Grunde ist die Musikindustrie selbst dran Schuld!
Dieses "Problem" besteht doch schon seit Jahren und ständig öffnen neue Portale ihre Pforten bei denen man kostenlos/-günstig Musik hören u. laden kann aber die Musikindustrie selbst macht keinen Finger krumm um mal auf neuere Innovativere Vertriebswege umzustellen und zu investieren, evtl. im Verband was auf die Beine zu stellen was die Konsumenten wieder dazu bewegt bei ihnen selber zu kaufen.
Stattdessen ruft man solche "Initiativen" wie die GEMA ins leben um Konsumenten einzuschränken und so zur Kasse zu bitten.
Kundenfreundlich ist was anderes! Kein Wunder, dass man dann den so "beliebten Mittelfinger" zeigt und andere Wege sucht um an seinen Hörgenuss zu kommen.

Ich persönlich unterstütze finanziell nur denjenigen, der sich auch was Kundenfreundliches einfallen lässt und nicht denjenigen der durch Gesetz und Medienpolizei sein Geld zu erpressen versucht!

Ist nur meine bescheidene Meinung dazu. :ugly:
 
AW: Erfolgreiches Anti-Filesharer-Gesetz sorgt angeblich für weniger Musikverkäufe

Ich formuliere es mal um:
"Im Gegensatz zu illegalen Filesharen zahlt man per GEZ, dass man in Deutschland privat Radiosender mitschneiden darf."

:D

Aber im Grunde ist die Musikindustrie selbst dran Schuld!
Dieses "Problem" besteht doch schon seit Jahren und ständig öffnen neue Portale ihre Pforten bei denen man kostenlos/-günstig Musik hören u. laden kann aber die Musikindustrie selbst macht keinen Finger krumm um mal auf neuere Innovativere Vertriebswege umzustellen und zu investieren, evtl. im Verband was auf die Beine zu stellen was die Konsumenten wieder dazu bewegt bei ihnen selber zu kaufen.
Stattdessen ruft man solche "Initiativen" wie die GEMA ins leben um Konsumenten einzuschränken und so zur Kasse zu bitten.
Kundenfreundlich ist was anderes! Kein Wunder, dass man dann den so "beliebten Mittelfinger" zeigt und andere Wege sucht um an seinen Hörgenuss zu kommen.

Ich persönlich unterstütze finanziell nur denjenigen, der sich auch was Kundenfreundliches einfallen lässt und nicht denjenigen der durch Gesetz und Medienpolizei sein Geld zu erpressen versucht!

Ist nur meine bescheidene Meinung dazu. :ugly:

Haste mal die Stellungnahme gelesen? Hochinteressant mal die Sicht der anderen Seite zu hören.

Statement Movie2k:

Ist m2k legal?
Nach unserem Empfinden ist m2k legal und darüber hinaus dem Gemeinwohl förderlich. Wie bieten vielen Menschen - unseren Besuchern - eine Sammlung von Links zu Filmen und Serien, die sie sehen wollen. Die auf den Streaming-Hostern gelagerten Filmdateien sind unabhängig von uns verfügbar; unsere Leistung besteht lediglich darin, den filminteressierten Menschen die Suche nach dem, was sie sehen wollen, erheblich zu erleichtern. Auf m2k befinden sich allein die Verweise, also die Links zu den Filmen, nicht die Filme selbst.

Wie kommt es, dass gegen m2k ermittelt wird und warum kam es zur Abschaltung von kino.to, einer inhaltlich uns ähnlichen Seite, sowie der Verurteilung ihrer Verantwortlichen zu Gefängnisstrafen?
Auf Druck der Filmindustrie und ihrer Interessenverbände und Lobbyisten wird gegen Portale wie das unsere vorgegangen. Diejenigen, die die Kopien der Filme und Serien im Internet verbreiten, welche bei uns verlinkt sind, besitzen die dafür erforderlichen Vermarktungs- und Vertriebsrechte nicht. Da die Filmwirtschaft für die auf diesem Wege vertriebenen Produkte kein zusätzliches Geld erhält, sieht sie sich geschädigt und versucht (aufgrund ihrer finanziellen Potenz erfolgreich) auf die Strafverfolgungsbehörden einzuwirken, damit diese eine weitere Verbreitung dieser Kopien unterbinden. An kino.to soll ein Exempel statuiert werden; leider auf Kosten der Beschuldigten und, weiter noch, der einkommensschwachen Menschen des Landes.
Wir gehen davon aus, dass der Bust von kino.to nur aufgrund von Ermittlungen, die unrechtmäßig durchgeführt wurden, erfolgreich realisiert wurde. Entscheidene Ermittlungserkenntnisse gewannen die Strafverfolgungsbehörden durch Anwendung von Ermittlungsmaßnahmen, die bei strafrechtlicher Verfolgung zulässig sind ($128 StGB). Zu den erlaubten Ermittlungsmethoden gehören Observationen, Telefonüberwachung sowie Postkontrolle. Im konkreten Fall erfolgte unter anderem über Monate die Telefonüberwachung der Eltern und Freunde der Beschuldigten sowie ihrer sämtlicher Werbepartner.
Die Festnahme erfolgte in unseren Augen mithilfe fadenscheiniger, strafrechtlicher Anschuldigungen. Keiner der bisher Verurteilten konnte der Bildung einer kriminellen Vereinigung überführt werden. Stattdessen erfolgten Verurteilungen wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht, wobei die Strafmaße an das Gemeinwohl schädigende Taten erinnert.

Vernichtet m2k Arbeitsplätze?
Vielfach wird behauptet, Plattformen wie unsere schaden einem ganzen Wirtschaftszweig, nämlich den Filmemachern, den Kinos, dem Handel; diese Vermutung liegt nahe, einwandfrei belegen lässt sie sich jedoch nicht. Tatsächlich zweifeln wir einen größeren finanziellen Schaden für die Filmwirtschaft an. Wir sind der Filmindustrie nämlich keine Konkurrenz, weil die bei uns verlinkten Streaming-Hoster nicht mit der Qualität der offiziellen Produkte mithalten können. Für anspruchsvolle Filmkonsumenten sind wir Ergänzung, nie Ersatz für das Angebt aller offiziellen Vermarkter. Wer einen aktuellen Kinofilm sehen will, guckt möglicherweise bei uns rein, doch geht er anschließend ins Kino, da der Film dort in bestmöglicher Qualität gezeigt wird und ein Kinobesuch zudem ein gesellschaftliches Erlebnis ist, welches wir nicht zu bieten imstande sind. Diejenigen hingegen, die sich den Kinobesuch nicht leisten können, würden so oder so nicht zu dem Umsatz der Kinos betragen; durch uns kommen sie in den (abgeschwächten) Genuss aller verfügbarer cineastischer Vielfalt, von dem sie sonst, qua Geldmangel, gänzlich ausgeschlossen wären. Gleiches gilt für Filme, die es als DVD oder Blue-Ray zu kaufen gibt: Wer sich einen solchen Film ansehen will, kauft ihn in bester Qualität. Serien und Filme, die es im Fernsehen zu sehen gibt, können durch uns jederzeit gefunden werden. Man darf nicht vergessen, dass unsere Besucher für das Ansehen-dürfen dieser Filme in gewisser Hinsicht bereits bezahlt haben, nämlich durch die Entrichtung der GEZ-Gebühr, die zu zahlen jeder Haushalt mit Rundfunkgeräten, zu denen Computer und Notebooks in der Regel gezählt werden, verpflichtet ist.

Appell
Das sich wechselseitig beeinflussende Aufkommen professioneller Streaming-Plattformen sowie die zunehmende Nutzung und Popularisierung durch einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung bewirkte eine Änderung der Wahrnehmung, was von Filmkopien im Netz zu halten sei. Was früher einem kleinen Kreis der Netzgemeinde, einer Szene vorbehalten blieb, wurde - im Prinzip - jedem Internetnutzer zugänglich. In diesen Zeiten beharren die Sprachrohre der Filmindustrie, nämlich deren Lobbyverbände auf die Einhaltung veralteter Urheberschutzgesetze, mit der Absicht, die immensen Gewinne, die die Filmbranche in den vergangenen Jahrzehnten erwirtschaften konnte, für die kommenden Jahrzehnte beizubehalten. Diese Praxis hat die Kriminalisierung von Millionen von Menschen und drakonische Strafen für alle Verantwortlichen und Mitverantwortlichen zufolge. Während den Besuchern von Streaming-Plattformen mit der Androhung von Geld- und Freiheitsstrafen Angst gemacht wird, werden die Betreiber dieser Plattformen wie Schwerverbrecher gejagt und wie Schwerverbrecher verurteilt; kürzlich wurden sogar Werbetreibende verhaftet, die Werbung auf kino.to schalteten - ein beispielloser Vorgang!
Diese Unverhältnismäßigkeit, die der politischen Intervention der Film-Lobby geschuldet ist und sich in einer verschärften Handhabung der Strafverfolgungsbehörden niederschlägt, ist eines Staates, der sich freiheitlich demokratisch nennt, unwürdig. Wir appellieren an alle unsere Besucher, die unseren Unmut über die Diktatur des Geldes teilen, diesem Unmut Stimme zu verleihen! Geht wählen, damit Eure Vertreter in den Parlamenten Eure Meinung vertreten können! Und schließt Euch Protesten und Bewegungen an, oder organisiert solche, wenn die Politik wieder einmal vergeßen haben sollte, dass sie Eure Interessen vertreten soll, nicht die der Industrie!

Des Weiteren appellieren die an die Parteien Deutschlands, in den Parlamenten und in der Öffentlichkeit auf die Notwendigkeit einer Reform der Urheberschutzgesetze hinzuweisen. Es kann nicht sein, dass auf drastische Weise in Grundrechte vieler Bürger eingegriffen wird, um die Umsatzgier weniger Unternehmen zu schützen; hier wird gegen das Gleichheitsprinzip verstoßen, hier findet eine fatale Rechtsgüterabwägung statt, nämlich zu Ungunsten der Bürger. Was die Vorratsdatenspeicherung angeht, so wird von verschiedenen Gruppierungen in der deutschen Parteienlandschaft versucht, den Rechtsstaat umzukehren, indem man jeden Internetnutzer pauschal verdächtigt. Um den Widerstand zu brechen, wird die Gesetzesvorschlag - in altbewährter Weise - über die EU eingebracht, damit die Umsetzung alternativ-los wird; das schäbige Kalkül, die EU-Kommission als Spielball zu benutzen, um Sachzwänge zu konstruieren, bleibt in der Regel unbemerkt und ungesühnt.

Wir fordern straffreie Vervielfältigung von Kulturgut, zum Beispiel nach US-amerikanischem Vorbild ("Fair Use"), sofern sie nicht gewerbsmäßig erfolgt. Die Rechtevermarkter hätten immer noch die Möglichkeit, über eine Kulturflatrate oder eigenen, qualitativ hochwertigen Streaming-Diensten Geld zu verdienen. Wir möchten mit einem Dank an unsere Besucher schließen, die uns seit Jahren durch ihre Unterstützung und ihre Zuspruch zeigen, dass wir etwas Sinnvolles tun! Wir tun unser Möglichstes, Euch auch künftig in altbekannter Weise zu Diensten zu sein. Danke und möge die Macht mit Euch sein!.
 
AW: Erfolgreiches Anti-Filesharer-Gesetz sorgt angeblich für weniger Musikverkäufe

Wie du selbst feststellst: Reinhören kann man auch überall anders und das finden neuer Musik beginnt so oder so mit dem Namen oder mit Hören in einem push-Medium ala Radio. Mit "antesten" kann man im Falle von Musik also wirklich nicht für Filesharing argumentieren. (Bei Spielen, für die es keine Demo gibt, ergäbe sich der Effekt ggf. - aber ich kenne ehrlich gesagt niemanden, der sich auch nur 10% der Spiele, die er geladen und letztlich durchgezockt hat, auch gekauft hat.)

Also 30sec Probehören sind für'n Arsch, da bekommt man nicht wirklich einen guten Eindruck und normales Radio ist so ziemlich das schlechteste Medium um etwas über gute Musik zu erfahren, da läuft nur Charts Blödsinn :ugly:

Ich informieren mich über Musik Review Sites und höre mich dann bei Youtube in wenige Lieder rein. Leider wird zu viel bei Youtube geblockt und man muss wieder einen Handstand machen um etwas von unbekannteren Künstlern zu erfahren.

Die Zeit von CDs ist ganz klar vorbei und damit muss es auch eine Alternative zum "Probehören in Plattenläden" geben... Die Musikindustrie schläft hier leider noch immer, die GEMA blockiert und 30sec Schnipsel geben keinen guten Eindruck vom Lied/"der Scheibe".

Auf schlechte MP3 Konvertierung will ich garnicht eingehen, ist aber auch ein Problem.
 
AW: Erfolgreiches Anti-Filesharer-Gesetz sorgt angeblich für weniger Musikverkäufe

Haste mal die Stellungnahme gelesen? Hochinteressant mal die Sicht der anderen Seite zu hören.
Nöy, hatte ich noch nicht gelesen, kannte ich noch garnicht, aber jetzt bin ich im Bilde.
Aber falls da jetzt komische parallelen zw. meinem Post und dieser Stellungnahme zu erkennen sind...NEIN, ich hab mit dieser Stellungnahme nichts zu tun, ich kannte sie bis vor wenigen Minuten nicht einmal...es ist nur rein zufällig, dass es teils Gemeinsamkeiten gibt. :D

Danke fürs posten! :)
 
AW: Erfolgreiches Anti-Filesharer-Gesetz sorgt angeblich für weniger Musikverkäufe

Nöy, hatte ich noch nicht gelesen, kannte ich noch garnicht, aber jetzt bin ich im Bilde.
Aber falls da jetzt komische parallelen zw. meinem Post und dieser Stellungnahme zu erkennen sind...NEIN, ich hab mit dieser Stellungnahme nichts zu tun, ich kannte sie bis vor wenigen Minuten nicht einmal...es ist nur rein zufällig, dass es teils Gemeinsamkeiten gibt. :D

Danke fürs posten! :)

Gern geschehen. :-)
 
AW: Erfolgreiches Anti-Filesharer-Gesetz sorgt angeblich für weniger Musikverkäufe

Ich formuliere es mal um:
"Im Gegensatz zu illegalen Filesharen zahlt man per GEZ, dass man in Deutschland privat Radiosender mitschneiden darf."

:D

Vollkommen falsch. Die einzigen Mitschnitte, zu denen dich die GEZ berechtigt, sind Mitschnitte öffentlich-rechtlichen Programms. Die du aber nicht selbst erstellen, sondern beim Sender anfordern sollst/kannst. Lizenzgebühren für den Mitschnitt bzw. in diesem Fall eher für die öffentliche Verbreitung als Radiosender sind an die GEMA, als Vertreterin der Urheber, zu zahlen.

Aber im Grunde ist die Musikindustrie selbst dran Schuld!
Dieses "Problem" besteht doch schon seit Jahren und ständig öffnen neue Portale ihre Pforten bei denen man kostenlos/-günstig Musik hören u. laden kann aber die Musikindustrie selbst macht keinen Finger krumm um mal auf neuere Innovativere Vertriebswege umzustellen und zu investieren, evtl. im Verband was auf die Beine zu stellen was die Konsumenten wieder dazu bewegt bei ihnen selber zu kaufen.

Was "innovativeres"? Filesharing gibt es seit über einem Jahrzehnt, Streaming noch länger und Downloadportale sind so alt, wie das Web. Die einzigen "Innovationen" der letzten Jahre bestanden in der immer einfacheren Bedienung der illegalen Angebote und in der Verbreitung immer schnellerer Internetzugänge. Leute nutzen Filesharing garantiert nicht, weil es innovativ ist, sondern weil es billig ist und letztlich dadurch auch bequem - für 0 € braucht es die Komplexität eines Zahlungssystems nicht.
Davon leben kann aber auch kein Künstler.

Stattdessen ruft man solche "Initiativen" wie die GEMA ins leben um Konsumenten einzuschränken und so zur Kasse zu bitten.

? Die GEMA ist keine "Initiative", sondern eine Vertretung und sie feiert dieses Jahr 80ten Geburtstag. Die wurde garantiert nicht ins Leben gerufen, um Filesharer zur Kasse zu bitten.
Sondern weil 99,9% der Künstler einfach zu klein sind, um selbst darauf zu achten, dass niemand gegen ihr Urheberrecht verstößt, bzw. um kleine Alltagslizensierungen überhaupt praktikabel zu machen. (Man stelle sich vor, ein Club-Besitzer müsste mit den 100-200+ Künstlern, deren Musik er an einem Abend auflegen will, erstmal einzeln verhandeln)

Kundenfreundlich ist was anderes! Kein Wunder, dass man dann den so "beliebten Mittelfinger" zeigt und andere Wege sucht um an seinen Hörgenuss zu kommen.

Ich persönlich unterstütze finanziell nur denjenigen, der sich auch was Kundenfreundliches einfallen lässt und nicht denjenigen der durch Gesetz und Medienpolizei sein Geld zu erpressen versucht!

Ist nur meine bescheidene Meinung dazu. :ugly:

Welche Kundenfreundlichkeit vermisst du denn bei diversen legalen Online-Musikanbietern, CD-Versendern,...?


Also 30sec Probehören sind für'n Arsch, da bekommt man nicht wirklich einen guten Eindruck und normales Radio ist so ziemlich das schlechteste Medium um etwas über gute Musik zu erfahren, da läuft nur Charts Blödsinn :ugly:

Ob "normales" oder Online-Radio ist dabei wurscht. Es gibt für nahezu jeden Musikstil legale Quellen (zumindest für alle, nach denen ich bislang geguckt habe)
Und bezüglich der 30 Sekunden: Für einige Musikrichtungen ist das zugegebenermaßen knapp (wobei gerade alternative Künstler sich ja, mangels Mainstream-Vertriebsmöglichkeit, kurzerhand auf eigener Webseite mit angemessenen Ausschnitten präsentieren). Aber bei >80% der Titel (die >90% der Interpreten abdecken dürften) entspricht das 20+% der Gesamtspielzeit. Wenn man bedenkt, dass 500 Seiten Bücher nach lesen von einer Seite Klappentext bereitwillig gekauft werden, frage ich mich, wieso bei Musik auf einmal das Äquivalent von 100 Seiten bereitgestellt werden muss? Zumal man ja noch dutzende andere Titel zur Verfügung hat, um sich ein Bild vom Künstler allgemein zu machen.

Auf schlechte MP3 Konvertierung will ich garnicht eingehen, ist aber auch ein Problem.

Wenn Musik nicht in guter Qualität vertrieben wird, ist das natürlich ärgerlich - zwingt einen aber noch lange nicht zur Raubkopie. Man kann auch einfach auf Musik dieses Publishers verzichten, die Auswahl ist groß genug. Aber unabhängig davon wurde hier mit "Probehören" argumentiert. Und Probehören kann man auch in 128er, notfalls sogar 64er "Qualität". Da muss niemand zufällig das gesamte Lied in 320er ziehen, um es dann später ggf. zu kaufen (andernfalls aber i.d.R. trotzdem nicht zu löschen...)


Warum baut die Industrie (Musik, Film, Spiele, etc.) nicht eigene Filehosting-Portale auf? Ob ein Filehosting-User an den Hoster sein Premium-Zugang zahlt, oder an die Industrie ist mit Sicherheit den meisten egal, denn bezahlen muß jeder Filehosting-User, nur so wäre es legal, und keiner müßte mit Strafen rechnen.
Dem User einfach für einen Betrag X (im Monat, Halbjahr oder im Jahr), die Möglichkeit bieten, z.B. 50GB Daten oder mehr im Monat legal runder zuladen.
Ok, es würde kein neues Spiel mehr 50,- Eus kosten, sondern nur 2-5,-Eus, dafür aber VIEL mehr Käufer.

2-5 €? Ich glaube, du hast vollkommen falsche Vorstellungen von den Massen an Daten, die Fileshare-Plattformen umsetzen und wie verdammt wenig Premiumuser im Gegenzu zusammen kommen. Es gibt 2-3 Leute die damit reich geworden sind und selbst wenn man deren Personal noch mitzählt, sind die Gesamtsummen vermutlich kleiner, als allein die Werbebudgets eines großen Musiklabels. Dafür mussten aber so ziemlich alle Werke aller Labels und aller Studios der letzten Jahrzehnte angeboten werden. Der allergrößte Teil der Filesharer ist nun einmal nicht bereit, für die Inhalte zu zahlen.
(und selbst wenn sie es wären, würden z.B. Spiele nicht soviel billiger werden. Schließlich muss man Spiele auch spielen können, die Zeit, damit Absatzmenge und damit die Maximalzahl der Käufer ist also begrenzt. Für einen Tag anspielen zahlt niemand, egal wie billig es ist. Das wird nur kostenlos geladen)

Der Gewinn von Filmen kommt eh von den Kinokassen. Wenn nicht ist er nicht gut, dann werden auch weniger DVD/Blu-Rays verkauft.

Afaik ist es im Schnitt so, dass die Studios mindestens genausoviel über Datenträger reinholen, wie über Kinokopien und noch einmal soviel über Fernsehlizenzen (die bei Online-Verfügbarkeit ja auch niemand mehr bräuchte). Bei Filmen abseits des Mainstreams sogar noch deutlich mehr, weil Kinos die kaum zeigen. Und die Tendenz an den Kinokassen zeigt steil nach unten.

Mal ein willkürlicher Link von Google:
Einige Titel, gerade Action und Abenteuer Filme, können manchmal viel besser auf Video abschneiden als im Kino. Wenn ein Verleiher neben den Kinorechten auch Video- und TV-Rechte erwirbt, um sie weiterzuverkaufen, kalkuliert er bei deutschen Filmen grob mit 30 Prozent Erlösen aus Video, 70 % Erlösen aus TV, 0 % Erlös aus der Kinoauswertung. Oder anders formuliert: Mit der Kinoauswertung macht der Verleiher den geringsten Umsatz!

Auch für amerikanische Filmstudios sind rein monetär inzwischen die Einnahmen aus Fernsehrechten (18%), Lizenzen für Fanprodukte und Videospiele (10%) sowie besonders die lukrativen DVD-Verkäufe (39%) längst wichtiger als die Kinoeinnahmen (33%).

Fairerweise muss man sagen: DVD-Verkäufe sind genauso im freien Fall und auf einigen Märkten liegen die Einnahmen wohl wieder unter denen an der Kinokasse. Aber der Anteil des Kinos bleibt trotzdem deutlich unter 40% der Einnahmen.


Und, als Anmerkung bezüglich "schlecht": Natürlich gibts viele Filme bei denen man einfach sagt, die hätten das verdient. Aber nur ein Bruchteil davon wird auch mit diesem Ziel produziert (und dann auch mit entsprechendem Budget), bei den meisten Produktionen weiß vorher niemand, ob es ein Top10 Blockbuster wird, oder ob man nach einer Spielwoche zu dem Schluss kommt, dass Direct-to-Video auch nicht schlechter gewesen wäre. Genauso wie bei Spielen, die mal floppen und mal Überaschungshits werden, müssen die Studios also mehrere Versuche aus dem Gewinn eines Top-Movies finanzieren können.

Selbst Kim hatte bei Megaupload laut FBI, 150.000 Premium-User. Das wären schon 150.000 potenzielle Kunden.
Wenn sie es schaffen, nur 70% der illegalen User für sich zu gewinnen, ist das ein enormer Zuwachs.

"Selbst" Kim?? Mr. Dotcom war mehrere Jahre der einzige Profiteur von zeitweilig iirc über 20% des weltweiten Datenverkehrs. Wenn es abseits dieser 150.000 Premiumkunden noch einmal 150.000 bei allen anderen zusammen finden, dann wäre das viel. Und von 300.000 mal eine Mega-Premiumgebühr können sämtliche Musik- und Filmschaffenden der Welt nun einmal nicht leben. Das reicht mit viel Glück für 1%, aber auch nur wenn die besonders beliebten Künstler als erste ins Jobcenter verschoben werden.
 
AW: Erfolgreiches Anti-Filesharer-Gesetz sorgt angeblich für weniger Musikverkäufe

Vollkommen falsch. Die einzigen Mitschnitte, zu denen dich die GEZ berechtigt, sind Mitschnitte öffentlich-rechtlichen Programms. Die du aber nicht selbst erstellen, sondern beim Sender anfordern sollst/kannst. Lizenzgebühren für den Mitschnitt bzw. in diesem Fall eher für die öffentliche Verbreitung als Radiosender sind an die GEMA, als Vertreterin der Urheber, zu zahlen.
Das stimmt! Die GEZ-Gebühren berechtigen mich nicht Mitschnitte anzufertigen, sie geben mir aber die Möglichkeit das zu machen. Bis 2013 musste man ja noch GEZ Aufgrund der Empfangsgeräte (Radio, TV, PC etc.) bezahlen, diese wiederum bringen meist die technische Möglichkeit mit, Aufzeichnungen zu machen OHNE das man vorher irgendwo um Erlaubnis fragen musste! Klar, man *sollte* und *kann* auch aber die Realität sieht anders aus.

BTW: Mit welchen Mitteln bezahlen denn die Radiosender ihre Lizenzen bei der GEMA um Urheberrechtlich geschützte Titel senden zu dürfen ? Die stammen nicht ausschließlich aus Werbeeinnahmen! :schief:

Nur so nebenbei: 2011 betrug die Gesamtsumme der abgeführten GEZ Gebühren in Deutschland 7,5 Milliarden Euro. Ich will nicht wissen, wieviel davon an die GEMA abgetreten wurde.

Was "innovativeres"? Filesharing gibt es seit über einem Jahrzehnt, Streaming noch länger und Downloadportale sind so alt, wie das Web. Die einzigen "Innovationen" der letzten Jahre bestanden in der immer einfacheren Bedienung der illegalen Angebote und in der Verbreitung immer schnellerer Internetzugänge. Leute nutzen Filesharing garantiert nicht, weil es innovativ ist, sondern weil es billig ist und letztlich dadurch auch bequem - für 0 € braucht es die Komplexität eines Zahlungssystems nicht.
Eben drum, weil es schon ein alter Hut ist!
Ich behauptete nicht, dass Filesharing heute etwas Innovatives ist. Ich sagte: Die Industrie sollte sich mal etwas Innovativeres einfallen lassen! Das muss nicht unbedingt etwas vollkommen Neues sein, aber so interessant für den Kunden gestaltet, dass er es auch nutzen möchte!
Lies mal bitte richtig. Danke!

Außerdem bedeutet Filesharing nicht persé: Illegalität, Raubkopieren, Urheberechtsverletzung und Diebstahl. Die Idee des Filesharings ist mit Sicherheit nicht aufgrund von "krimineller Absichten" entstanden. Allerdings versuchen uns genau DAS die Medien ständig weis zu machen.

Im Grunde wird durch das Internet die Möglichkeit eingeräumt das Filesharing u.a. für solche Sachen genutzt wird. Ist den deshalb jeder der am Netz hängt potenzieller krimineller ? Mit Sicherheit nicht!

? Die GEMA ist keine "Initiative", sondern eine Vertretung und sie feiert dieses Jahr 80ten Geburtstag. Die wurde garantiert nicht ins Leben gerufen, um Filesharer zur Kasse zu bitten.
Wer behauptet, dass die GEMA wegen Filesharing ins leben gerufen wurde ? :what:
Um genau zu sein: Die GEMA ist ein Treuhänder. Wäre sie eine reine Vertretung, würde sie ausschließlich in ihrem eigenen Namen handeln. Sie handelt aber im Namen Ihrer Kunden mit denen sie Verträge hat (natürlich vertritt die GEMA ihre Kunden, aber als staatlich anerkannter Treuhänder und nicht als Vertreter). Außerdem wurde die GEMA nicht 1933 gegründet, die Bezeichnung der heutigen GEMA entstand 1947 (eine GEMA gab es auch schon 1915, gegründet durch ehemalige Mittglieder der damaligen GDT) und deren Grundstein war die STAGMA (1933). Der Ursprung entstand aber schon 1903 (das geht aber noch weiter zurück).
Demzufolge kann die GEMA dieses Jahr garkein 80. Geburtstag feiern. :schief:

BTW: Ich hatte *Initiative* aus dem Grund in Anführungszeichen gesetzt, weil der Gründungsprozess von Initiatoren aus ging. Ich meinte damit eigtl. nicht, die aus rechtlicher Sicht gesehene *Initiative* sondern einfach nur die Entstehung aus einem initiirten Prozess (nein, nicht der gerichtliche *Prozess* :ugly: ). Vielleicht hätte ich mich etwas deutlicher ausdrücken sollen. Entschuldige bitte. :/

Welche Kundenfreundlichkeit vermisst du denn bei diversen legalen Online-Musikanbietern, CD-Versendern,...?
Um ehrlich zu sein, fängt Kundenfreundlichkeit bei mir schon beim Preis an (bei mir kommt es da nicht auf die Höhe des Preises an, vielmehr auf das, was den Preis erst entstehen lässt). Ich kaufe schon seit geraumer Zeit keine Tonträger, die durch Major-Labels vermarktet werden, mehr (wie von Sony BMG, Universal etc.). Denn dort stecken im Preis mehr Verwaltungsgebühren drin, die ich als Kunde immer schön mitzubezahlen habe, als im Grunde nötig sind. Wobei ich aber auch sagen muss, dass ich mir den ganzen Mainstream auch garnicht antue und lieber von Independent-Labels (z.B. von CCn'C und anderen Indies) kaufe. Da bekomme ich jedenfalls nicht ständig so eine (entschuldigt den Ausdruck) *Presskacke* angeboten. Aber das ist dann wohl eher Geschmackssache. ^^
Es gibt da aber auch noch andere Gründe dafür, die jetzt aber mehr ins politische reingehen.

Kundenfreundlichkeit ist wahrscheinlich auch der falsche Begriff...*Kundenorientiert* hatte ich da evtl. verwenden sollen. Aber das ist ja nun auch wieder ein sehr dehnbarer Begriff.

Wie dem auch sei: Solange die Musikindustrie ständig irgendwelche Ausreden, aufgrund ihrer Profitdefizite, gegen Filesharing "erfindet" um die Gesetzesgrundlage in Ihrem Sinne zu Formen, werden die Absatzzahlen auch immer weiter sinken. Es werden immer mehr Gelder in Gegenmaßnahmen eines "Grundes" (gegen die ach so bösen Fileshareer) gesteckt ohne das dieser Überhaupt das eigentliche Problem darstellt. Wie schon gesagt, sollte man da besser diese Gelder in die Findung neuer Vertriebswege stecken anstatt alles den "potenziellen Kunden" in die Schuhe zu schieben.

Wenn mir etwas gefällt, dann kauf ich es mir auch und das man es sich zuvor kostenlos irgendwo anhören o. anschauen (Filme, Spiele) kann, trägt (zumindest bei mir) eher dazu bei, dass ich auch dafür Zahle.
 
AW: Erfolgreiches Anti-Filesharer-Gesetz sorgt angeblich für weniger Musikverkäufe

Eben drum, weil es schon ein alter Hut ist!
Ich behauptete nicht, dass Filesharing heute etwas Innovatives ist. Ich sagte: Die Industrie sollte sich mal etwas Innovativeres einfallen lassen! Das muss nicht unbedingt etwas vollkommen Neues sein, aber so interessant für den Kunden gestaltet, dass er es auch nutzen möchte!

"Macht mal was neues" ist immer wieder eine lächerliche Forderung. Forderst du auch von der Autoindustrie, sie solle endlich mal aufhören, 4 Räder zu verwenden? Schuhe verwenden auch seit Jahrhunderten das gleiche Design, wie wäre es innovativ mal innenliegende Spikes einzuführen?
Manche Dinge sind nun einmal den Bedürfnissen so gut angepasst, dass jede grundlegende Änderung eine Verschlechterung wäre. Also entweder hast du eine konkrete Forderung, was besser werden muss/was dich stört, oder es gibt wohl keinen Änderungsbedarf.

Außerdem bedeutet Filesharing nicht persé: Illegalität, Raubkopieren, Urheberechtsverletzung und Diebstahl.

Dieser Thread beschäftigt sich mit kommerziell vertriebener Musik (und anderen Medien). Die sind über Filesharing nicht legal zu bekommen.

Um ehrlich zu sein, fängt Kundenfreundlichkeit bei mir schon beim Preis

Na das passt jetzt aber mal auf die Vorurteile gegenüber Filehsharern ;)

an (bei mir kommt es da nicht auf die Höhe des Preises an, vielmehr auf das, was den Preis erst entstehen lässt). Ich kaufe schon seit geraumer Zeit keine Tonträger, die durch Major-Labels vermarktet werden, mehr (wie von Sony BMG, Universal etc.). Denn dort stecken im Preis mehr Verwaltungsgebühren drin, die ich als Kunde immer schön mitzubezahlen habe, als im Grunde nötig sind. Wobei ich aber auch sagen muss, dass ich mir den ganzen Mainstream auch garnicht antue und lieber von Independent-Labels (z.B. von CCn'C und anderen Indies) kaufe. Da bekomme ich jedenfalls nicht ständig so eine (entschuldigt den Ausdruck) *Presskacke* angeboten. Aber das ist dann wohl eher Geschmackssache.

"Verwaltungsgebühren" müssen ja auch irgendwo wieder ausgegeben werden und als gewinnorientierte Unternehmen bezahlen die Labels niemanden fürs nichtstun. Also: Welche ihrer Tätigkeiten sollten die Labels deiner Meinung nach zu gunsten des Preises einstellen?

Es gibt da aber auch noch andere Gründe dafür, die jetzt aber mehr ins politische reingehen.

Kundenfreundlichkeit ist wahrscheinlich auch der falsche Begriff...*Kundenorientiert* hatte ich da evtl. verwenden sollen. Aber das ist ja nun auch wieder ein sehr dehnbarer Begriff.

Welchen Begriff du verwendest, ist eigentlich wurscht. Die entscheidende Frage ist doch:
Was müsste die Medienindustrie dir (und anderen) bieten, um eine gleichwertige Alternative zu illegalem Filesharing zu sein?

Die einzige Antwort auf diese Frage, die hier bislang (mehrfach!) geäußert wurde, ist "billiger werden". Und, wenn Zahlen genannt wurden, dann nicht um ein paar %, sondern auf einen Bruchteil der bisherigen Preise.
So billig, dass sich bei vielen der kleineren Künstler, die heute zumindest eine kleine Chance bekommen, vermutlich nicht einmal mehr das Tonstudio finanzieren ließe, geschweige denn der Vertrieb oder gar ein bißchen was zu Essen und gar eine Wohnung für den Künstler.

Und interessanterweise kommen derartige Forderungen in 90% der Fälle auch noch von Personen, die im nächsten Atemzug gegen den Mainstream wettern, obwohl es ausschließlich die Top-Acts wären, die überhaupt die geforderten Stückkosten erfüllen könnten.

Wie dem auch sei: Solange die Musikindustrie ständig irgendwelche Ausreden, aufgrund ihrer Profitdefizite, gegen Filesharing "erfindet" um die Gesetzesgrundlage in Ihrem Sinne zu Formen, werden die Absatzzahlen auch immer weiter sinken. Es werden immer mehr Gelder in Gegenmaßnahmen eines "Grundes" (gegen die ach so bösen Fileshareer) gesteckt ohne das dieser Überhaupt das eigentliche Problem darstellt. Wie schon gesagt, sollte man da besser diese Gelder in die Findung neuer Vertriebswege stecken anstatt alles den "potenziellen Kunden" in die Schuhe zu schieben.

Das ist letztlich eine Kosten-/Nutzenrechnung. Ein paar Anwälte sind im Vergleich zum eigentlichen Geschäft billig. Vermutlich bringen sie unterm Strich sogar Geld ein, weil es mehr als genug Leute gibt, die gegen Gesetze verstoßen. Das mag nicht sympathisch sein, aber es ist allemal sinnvoller, das Geld in ein Loch ohne Boden zu schmeißen - denn genau das ist die Entwicklung von etwas "neuem" ohne einen Anforderungskatalog, was überhaupt verbessert werden muss.

Wenn mir etwas gefällt, dann kauf ich es mir auch und das man es sich zuvor kostenlos irgendwo anhören o. anschauen (Filme, Spiele) kann, trägt (zumindest bei mir) eher dazu bei, dass ich auch dafür Zahle.

Das stellt ja niemand in Frage. Aber:
1. Wieviel weniger würden die Leute kaufen, wenn es nur noch die beschränkten legalen Möglichkeiten gäbe? (d.h. weniger Probehören, aber keinen illegalen Zugang)
2. Wieviel mehr würden sie kaufen, wenn sie bequem und sicher und umsonst auf den kompletten Inhalt zugreifen könnten? (d.h. kopieren via filesharing nicht bekämpft werden würde)

Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber die meisten Menschen wären eher bereit, ein paar € mehr auszugeben, als gar keine Musik mehr zu hören (Fall 1), aber sie wären umgekehrt kaum bereit, mehr € auszugeben, um mehr legale Musik zu konsumieren (Fall2) - weil sie schlichtweg kein Bedürfnis nach mehr Musik haben. Man kann nun einmal nur so-und-so-viel hören.
=> Ein leichterer Zugang kann die Einnahmen nur reduzieren, eine Beschränkung kann sie dagegen steigern.

Letztlich kämpft die Musikindustrie (undzwar nicht nur die Labels, sondern auch ein Großteil der Künstler) gegen ihren eigenen Untergang. Man kann die Methoden als unfair kritisieren, man kann zu dem Schluss kommen, dass die bisherigen Vertriebsstrukturen einfach untergehen sollten und man kann die Stellung vertreten, dass im Zeitalter des globalen digitalen Datenaustausches eben nur noch ein paar 100 Musikschaffende weltweit benötigt werden, um alle zu versorgen.

Aber sich als moralisch höher zu betrachten und auch noch Forderungen zu stellen, während man de facto die Vernichtung von 100.000den Arbeitsplätzen und die Austrocknung eines kompletten Kulturzweiges fordert, das ist einfach nur absurd.
 
AW: Erfolgreiches Anti-Filesharer-Gesetz sorgt angeblich für weniger Musikverkäufe

ruyven_macaran, wer soll das schon wieder alles lesen? :ugly:

Hast aber in den meisten Punkten recht ...
 
AW: Erfolgreiches Anti-Filesharer-Gesetz sorgt angeblich für weniger Musikverkäufe

Zeig mir den Jungendlichen hier in Deutschland,
der nicht mindestens eine kopierte MP3 auf sein Player hat.
Jetzt mal nicht so sehr auf die armen Minderjährigen :D Ich würde fast behaupten, 90% derer, die einen Computer besitzen, haben irgendwo eine nicht legale Kopie, ein von Youtube heruntergeladenes Lied oder sonstwas.

Die Industrien sollten sich lieber mal nen Kopf machen, wie sie die Raupkopierer mindern, als sie im großen Stil zu verfolgen.
Dem stimme ich zu. Ich finde, Amazon hat da bereits einen wichtigen Schritt gemacht, indem sie Musik (und Spiele) sowohl auf physischen Medien als auch als Download bereitstellen, und dabei alles beachten, was man will:

-vorher mal reinhören können, obs einem gefällt (auch wenn man hier durch die Ausschnitte und die grausige Qualität etwas eingeschränkt ist)
-nach dem Kauf sofortige Verfügbarkeit durch Download
-günstiger als physische Musikalben
 
AW: Erfolgreiches Anti-Filesharer-Gesetz sorgt angeblich für weniger Musikverkäufe

Ich weiß nicht woher du deine Zahlen nimmst

Von dir, respektive die 20% aus der Berichterstattung über Megaupload.
Aber da du auf Zahlen und Argumente scheinbar nicht eingehen, sondern hier nur Beschimpfungen verbreiten möchtest, ist das wohl auch egal.


Als Mod möchte ich an dieser Stelle noch darauf hinweisen, dass die Forenregeln unbelegte Unterstellungen gegenüber juristischen Personen (z.B. GEZ) verbieten.
 
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