Es gab' zu Adernauers Zeiten schon Ökonomen, die das haben kommen sehen und audrücklich vor den negativen Auswirkungen seines Rentensystems gewarnt haben.
Märchen des Neoliberalismus. Richtig wäre, das ganze zu einer solidarischen Bürgerversicherung weiterzuentwickeln, in der jeder Pflichtversichert ist. Ein Ausweichen auf Private und berufsständische Extrawürste gilt nicht mehr. Ebenso gehört die Beitragsbemessungsgrenze in ihrer jetzigen Form abgeschafft, damit auch Einkommen die über dieser liegen, ihren Teil zum Sozialsystem beitragen und sich nicht rausnehmen können. Zweck dieser sollte nur noch sein, z.B. die Höhe von Entgeltersatzleistungen zu beschränken.
Dazu kommt: Seit Adenauers Zeiten ist die Arbeitsproduktivität drastisch gestiegen und damit einhergehend auch die gesamtgesellschaftliche Wertschöpfung. Ebenso wurden Tätigkeiten, die zuvor von Menschen erledigt wurden, durch Maschinen, Roboter und/oder Automaten ersetzt - was jetzt per se nichts schlimmes ist, denn man sollte eigentlich froh sein, wenn dem Menschen die Arbeit ausgeht - wo man sich auch überlegen könnte, ob man nicht eine Art "Maschinenabgabe" einführt, die direkt dem Sozialsystem zugute kommt.
Schon mal Kinder gehabt oder durch sehr nahe Verwandte oder Bekannte den Unterschied zwischen Abi mit 13 und 12 Jahren gesehen?
Ich komme aus einem Bundesland, wo sich auch im Zuge des Beitritts zur BRD nichts an den 12 Jahren geändert hat. Aber gesehen ja: Die mit 13 Jahren haben für mich immer was von halben Schauspieler, die mit 12 Jahren i.d.R. nicht.
Wie wir alle Wissen, war das politisch so gewollt, um einmal die politische Erziehung der Kinder in der Hand zu haben und darüber hinaus, hatte die DDR seit ihrer Gründung damit zu kämpfen hatte, zu wenig Bevölkerung für alle Aufgaben zu haben, die Abwanderung tat ihr übriges.
Auch, aber nicht nur. Die Familien- und Frauenpolitik in der Bundesrepublik war einfach nur gruselig und absolut hinterm Mond. Das liest man auch an verschiedenen Stellen in dem Artikel der Böll-Stiftung, z.B.:
Ein erstes Beispiel dafür ist der Einigungsvertrag selbst, in dem für ostdeutsche Alleinerziehende eine Ausnahmeklausel aufgenommen wurde, nach der für sie die westdeutsche Regelung, automatisch einen Amtsvormund für das Kind zugewiesen zu bekommen, nicht galt. Auf dem ehemaligen Gebiet der DDR wurden 1986 bereits 30 Prozent aller Kinder außerhalb einer Ehe geboren (heute sind es sogar über 60 Prozent).[...]
Man muss schon eine brunsdummer Arsch sein, um sich eine Regelung einfallen zu lassen, die Kindern von Alleinerziehenden automatisch einen Amtsvormund zuweist.