Die vom Staat unterstützte und finanzierte Pflege ist eine Bonusleistung die nur wenig Länder bieten. Denn dort muss man am Anfang vom Monat das Geld im Pflegeheim auf den Tisch legen oder man fliegt raus.
Der Staat springt nur als Sozialleistung ein, wenn die eigenen Mittel nicht ausreichen. Das ist für mich weitab von staatlich finanziert sondern nur eine Sozialleistung weil es der Staat nicht für nötig hält, eine ausreichende Pflegeversicherung zu definieren.
Doch was wäre denn jetzt fair?
- Jeder sorgt selbst für seine Pflegeversicherung? --> Wer sich nicht kümmert den lässt man dann daheim im Sessel sterben???
Nein, jeder kümmert sich um sich selber und zwar derart, dass seine Versicherung später auch seine Kosten tragen kann. Mittlerweile kann man sich durchaus fragen, wozu man eine Pflege-Zusatzversicherung abschließen sollte.
Aber sowas "solidarisches" schafft der Staat an vielen anderen Stellen auch nicht.
Und Dank Unisex-Tarifen ist es als Mann mittlerweile fast immer lukrativer, sich Sparverträgen/Rentenversicherungen als einmaligen Geldbetrag auszahlen zu lassen anstatt zu hoffen, dass man mit 85-95 noch etwas von der Zusatzrente haben wird.
Ich zahle gerne meine Krankenversicherung auch wenn ich sie bis jetzt fast noch nie gebraucht habe. Sollte etwas passieren wird sich um mich gekümmert egal wie teuer es sein sollte.
Glückwunsch, wenn Du bisher noch nicht einmal eine Sehhilfe oder Zahnersatz benötigt hast. Viel mehr wie die schulmedizinisch seit Jahrzehnten anerkannte Grundversorgung bekommst Du nur extrem selten ohne passende Zusatzversicherung.
Immerhin ist das noch eine echte Versicherung und kein Generationenvertrag.
Ich zahle auch gerne die Pflegeversicherung ein, denn sollte ich ein Pflegefall werden weiß ich das sich um mich gekümmert wird und mein Kind nicht sein Privatleben und sein privates Geld aufgeben muss nur das ich versorgt bin.
Wenn Deine Rente (oder die private Pflege-Zusatzversicherung) dann die 68% Eigenanteil tragen kann, hattest Du vor Eintritt in den Pflegefall ein recht gute Rente.
1. Belastet euch diese Steuererhöhung so sehr das ihr eueren Lebenstiel nicht wie gewohnt ausführen könnt?
Persönlich nein., Aber anstatt an den wirklichen Problemen etwas zu ändern wird da nur wieder herum gedoktort. 0,1% + 1 Mrd/Jahr aus Steuern. Warum erhöht man nicht gleich die Beiträge passend, im Zweifel auch für die Kinderlosen wieder mal mehr wie für den Rest.
Es ist aber auch solidarisch für größere Risiken ein bisschen mehr zu zahlen.
Was soll das für ein höheres Risiko von kinderlosen sein? Sind Kinder mittlerweile verpflichtet, sich um ihre pflegebedürftigen Eltern zu kümmern? Wo ist das höhere Risiko für mich gegenüber meiner Mutter, im Alter zum Pflegefall zu werden und dann professionelle Hilfe/Pflege in Anspruch nehmen zu müssen? Statistisch hat meine Mutter sogar eine höhere Lebenserwartung was potentiell eher zum Aufenthalt im Pflegeheim (oder zu einem längeren Aufenthalt dort) führt.