Einigung bei Pflegereform, Menschen ohne Kinder sollen künftig mehr in Pflegeversicherung einzahlen

Von den Erfahrungen die ich bisher gemacht habe war das nie der Fall. Und auch von Freunden und Bekannten die da schon etliches in Anspruch nehmen mussten konnte sich keiner beklagen. Klar gibt es diverse Dinge die manchmal etwas einfacher und unbürokratischer ablaufen könnten, aber lieber mal 5 Papiere ausfüllen als für irgendwelche Operationen und Medikamente 10k vorschießen.
Oder bei einem Unfall mit Personen das Schmerzensgeld zahlen
Das ist schön für euch, das bisher alles geklappt hat...bei mir:
Teuer versichertes Fahrrad aus abgeschlossenen Gemeinschaftskeller geklaut=Dumm gelaufen, Pech gehabt

Nach einem Autounfall Arzttermin(Knie) zu bekommen=komm halt in Anderthalb Jahren mal vorbei oder als Schmerzpatient eben Stunden im Wartezimmer warten um dann nach 2 Minuten "Diagnose" (er guckte nur kurz aufs Knie) sprach er...da is nix, ich simuliere...

Eine Versicherung bewahrt Dich nicht davor, das Schmerzensgeld eventuell selbst zu bezahlen...die Versicherung legt Dir das erstmal aus und prüft dann, ob sie die Kohle irgendwie von Dir zurückholen kann.
Glaubst du echt, dass das Leben so einfach ist? :ugly:
 
Nach einem Autounfall Arzttermin(Knie) zu bekommen=komm halt in Anderthalb Jahren mal vorbei oder als Schmerzpatient eben Stunden im Wartezimmer warten um dann nach 2 Minuten "Diagnose" (er guckte nur kurz aufs Knie) sprach er...da is nix, ich simuliere...
Bei sowas immer eine 2. bzw 3. Meinung einholen. ;)
 
Das war einmal! Wie gesagt: unterhalb von 100000 Jahresbruttoeinkommen (pro Person) musst du zur Zeit gar nichts als Kind zahlen. Klar, Rente und Vermögen der zu pflegenden Person werden angefasst, aber das sollte jedem klar sein.
Pflegende Person + Ehepartner

Schonvermögen sind glaube ich zusammen 10 000 Euro?
 
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Jemand der seine Gesundheit vorsätzlich runiniert (Rauchen, schlechte Ernährung, Sportarten welcher die Gelenke schleichend kaputt machen, etc.) muss ja auch nicht für den Kram selber gerade stehen den er verzapft.
Ein Beispiel wo die Krankenkasse die Leistung bei Eigenverschulden ganz oder teilweise verweigern kann, ist u.a. das Krankengeld: https://www.finkenbusch.de/?p=1374

Aber einfach jetzt mit dem "Verursacherprinzip" zu kommen und nur die Kinderlosen zu erhöhen widerspricht dem solidarischen Sozialstaatgedanken und ist absolut ungerecht.
Wie hier auch schon in Post #36 geschrieben: Manch einer sollte sich das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu gemüte führen, in dessen Folge Anfang der 2000er der Zusatzbeitrag für Kinderlose eingeführt: https://www.bundesverfassungsgerich...403_1bvr162994.pdf?__blob=publicationFile&v=1
Insbesondere den gleich auf der ersten Seite stehenden Leitsatz:
Es ist mit Art. 3 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 6 Abs. 1 GG nicht zu vereinbaren, dass Mitglieder der sozialen Pflegeversicherung, die Kinder betreuen und erziehen und damit neben dem Geldbeitrag einen generativen Beitrag zur Funktionsfähigkeit eines umlagefinanzierten Sozialversicherungssystems leisten, mit einem gleich hohen Pflegeversicherungsbeitrag wie Mitglieder ohne Kinder belastet werden.

Interessant ist auch, warum es damals zur Verfassungsbeschwerde kam:
Die Verfassungsbeschwerde richtet sich gegen die Nichtberücksichtigung der Betreuung und Erziehung von Kindern bei der Bemessung des Beitrags zur sozialen Pflegeversicherung.
 
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OK, das ist jetzt Off-Topic, aber wieso ist das ungerecht?
Schau' dir mal die ganzen Fälle von Tiermisshandlungen an. Da wurden Tiere von Menschen gehalten, die sie eigentlich besser nicht hätten halten sollen. :schief:
Welchen Sinn hat diese Steuer? Ich finde es halt etwas unsozial, gerade wenn ältere Menschen noch einen Begleiter möchten um den sie sich kümmern möchten. Und die Menschen die Tiere nicht halten sollten, hindert auch eine Steuer nicht daran. Tiere sollten halt teuer sein. Und aus dem Tierheim bekommt auch nicht jeder Hinz und Kunz Mal eben ein Tier, auch seriöse Züchter schauen sich die Herrchen genau an.
 
Ist Off-Topic, aber mW. liegt die Höhe der Besteuerung bei der jeweiligen Gemeinde. Die Gemeinde könnte also sagen, sie ermäßigt die Steuer für ältere Menschen, ähnlich wie das ja bei Blinden, Züchtern oder Gebrauchshundeführern (z.B. Jägern) der Fall ist.

Durch die Steuer soll eben gewährleistet werden, dass der potentielle Hundehalter auch für das Tier aufkommen kann. Finde ich durchaus gerechtfertigt, insbesondere bei Kampfhunden, für die ja generell höhere Abgaben verlangt werden.
 
insbesondere bei Kampfhunden, für die ja generell höhere Abgaben verlangt werden.
Ist ja jetzt ziemlich OT und da bin ich raus. Teils utopische Abgaben und das finde ich eine Frechheit. Ich kann dir auch aus einem Pudel einen Kampfhund machen... Oder aus dem tollen deutschen Schäferhund.

Durch die Steuer soll eben gewährleistet werden, dass der potentielle Hundehalter auch für das Tier aufkommen kann.
Da gäbe es andere Wege. Das ist Tier-Rassismus und Willkür. Die Steuer diente Mal zur Seuchenreduzierung. Heutzutage ja kein Thema mehr bei Haustieren.

liegt die Höhe der Besteuerung bei der jeweiligen Gemeinde.
Ändert ja nix an der Tatsache.

Seit wann ist das nicht mehr so?

Die MWst. müsste man dann schon derbe anheben, volkswirtschaftlich ist sowas nicht abzuwägen, auch in Hinblick auf Lebensmittel, auf die ich schlecht 100% Steuern erheben kann.:fresse:
Das ist richtig, natürlich müsste es Anpassungen an manche Warengruppen geben so wie es jetzt auch ist. Meine Idee sollte auch nur als Grobkonzept dienen.
Aktuell läuft hier aber alles aus dem Ruder. Kinderlose müssen mehr zahlen auch wenn es jetzt nur wenige Taler sind, das Dampfzubehör soll utopisch besteuert werden, die CO2 Steuer, Sprit wird immer teurer obwohl sich mein Arbeitsweg nicht verkürzt und zukünftig wird sehr viel deutlich teurer.

Aber eine Zuckersteuer und Alkoholsteuer, die tatsächlich sinnvoll sind bekommen die Knallköppe in Berlin nicht auf die Reihe.
 
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Gegen eine Alkoholsteuer würde sich die CSU querstellen, für die gehört Bier zum Grundnahrungsmittel. :ugly:

Beim Zucker wäre ich eher für strengere Auflagen. Warum z.B. muss Zucker heutzutage schon ins Vollkornbrot?
Naja, kannst dich jedenfalls bei Frau Klöckner bedanken...

P.S: Zu den Hunden; Es gibt Hunderassen, zu bereits wegen ihrer Zucht grundsätzlich aggresiver sind. Dazu gehören u.a. Pitbulls, Rottweiler oder Dobermänner. Menschen, die sich solche Hunde halten, müssen nicht nur eine erhöhte Steuer entrichten, sondern sind inzwischen auch dazu verpflichtet, spezielle Hundeschulen zu besuchen. Das sind auch die Rassen, von denen die meisten Bissunfälle ausgehen. Oder wie oft hast du schon von Pudelbissen mit gefährlichen bis tödlichem Ausgang gehört/gelesen?:ugly:
 
Aber einfach jetzt mit dem "Verursacherprinzip" zu kommen und nur die Kinderlosen zu erhöhen widerspricht dem solidarischen Sozialstaatgedanken und ist absolut ungerecht
Es ist aber auch solidarisch für größere Risiken ein bisschen mehr zu zahlen. Nicht, dass es einen ruiniert, aber etwas mehr halt.

Das ist trotzdem solidarisch.
 
Und Katzenlose sollten die 1% an Tierheime zahlen.
Richtig. Wenn ich mir angucke, wie viele dröge Zoom-Fortbildungen meine Katze mit ihrer unerwarteten Teilnahme schon belustigt und damit sicherlich die seelische Gesundheit der Teilnehmenden gesteigert hat, erscheint mir das nur fair. Wer hingegen nicht bereit ist, Verantwortung für diese Gesellschaft und seine/Ihre Mitmenschen zu tragen, sollte halt blechen müssen. :ugly:
 
Die vom Staat unterstützte und finanzierte Pflege ist eine Bonusleistung die nur wenig Länder bieten. Denn dort muss man am Anfang vom Monat das Geld im Pflegeheim auf den Tisch legen oder man fliegt raus.
Der Staat springt nur als Sozialleistung ein, wenn die eigenen Mittel nicht ausreichen. Das ist für mich weitab von staatlich finanziert sondern nur eine Sozialleistung weil es der Staat nicht für nötig hält, eine ausreichende Pflegeversicherung zu definieren.

Doch was wäre denn jetzt fair?
- Jeder sorgt selbst für seine Pflegeversicherung? --> Wer sich nicht kümmert den lässt man dann daheim im Sessel sterben???
Nein, jeder kümmert sich um sich selber und zwar derart, dass seine Versicherung später auch seine Kosten tragen kann. Mittlerweile kann man sich durchaus fragen, wozu man eine Pflege-Zusatzversicherung abschließen sollte.

Aber sowas "solidarisches" schafft der Staat an vielen anderen Stellen auch nicht.

Und Dank Unisex-Tarifen ist es als Mann mittlerweile fast immer lukrativer, sich Sparverträgen/Rentenversicherungen als einmaligen Geldbetrag auszahlen zu lassen anstatt zu hoffen, dass man mit 85-95 noch etwas von der Zusatzrente haben wird.

Ich zahle gerne meine Krankenversicherung auch wenn ich sie bis jetzt fast noch nie gebraucht habe. Sollte etwas passieren wird sich um mich gekümmert egal wie teuer es sein sollte.
Glückwunsch, wenn Du bisher noch nicht einmal eine Sehhilfe oder Zahnersatz benötigt hast. Viel mehr wie die schulmedizinisch seit Jahrzehnten anerkannte Grundversorgung bekommst Du nur extrem selten ohne passende Zusatzversicherung.

Immerhin ist das noch eine echte Versicherung und kein Generationenvertrag.

Ich zahle auch gerne die Pflegeversicherung ein, denn sollte ich ein Pflegefall werden weiß ich das sich um mich gekümmert wird und mein Kind nicht sein Privatleben und sein privates Geld aufgeben muss nur das ich versorgt bin.
Wenn Deine Rente (oder die private Pflege-Zusatzversicherung) dann die 68% Eigenanteil tragen kann, hattest Du vor Eintritt in den Pflegefall ein recht gute Rente.

1. Belastet euch diese Steuererhöhung so sehr das ihr eueren Lebenstiel nicht wie gewohnt ausführen könnt?
Persönlich nein., Aber anstatt an den wirklichen Problemen etwas zu ändern wird da nur wieder herum gedoktort. 0,1% + 1 Mrd/Jahr aus Steuern. Warum erhöht man nicht gleich die Beiträge passend, im Zweifel auch für die Kinderlosen wieder mal mehr wie für den Rest.

Es ist aber auch solidarisch für größere Risiken ein bisschen mehr zu zahlen.
Was soll das für ein höheres Risiko von kinderlosen sein? Sind Kinder mittlerweile verpflichtet, sich um ihre pflegebedürftigen Eltern zu kümmern? Wo ist das höhere Risiko für mich gegenüber meiner Mutter, im Alter zum Pflegefall zu werden und dann professionelle Hilfe/Pflege in Anspruch nehmen zu müssen? Statistisch hat meine Mutter sogar eine höhere Lebenserwartung was potentiell eher zum Aufenthalt im Pflegeheim (oder zu einem längeren Aufenthalt dort) führt.
 
Pflegende Person + Ehepartner

Schonvermögen sind glaube ich zusammen 10 000 Euro?
Ja das der Ehepartner der zu pflegenden Person ebenfalls belangt wird sollte auch klar sein. Was das aber nun mit Kinder/keine Kinder zu tun hat erschließt sich mir nicht.
Zudem haben diese ihr Leben lang von der Ehe profitiert (vor allem auch finanziell, Stichwort Miete ist nur eins von vielen). Bzw. ist das ja auch die Natur der Ehe, in guten wie halt auch in schlechten Zeiten steht man füreinander ein, ist halt ne Gütergemeinschaft.
Persönlich kenne ich es aber aus der Familie so, dass der Ehepartner sich um den anderen kümmert. Erst wenn der andere extrem pflegebedürftig ist kommt er ins Heim, und dann geht es meistens ganz schnell. Bei meinem Opa und meiner Uroma waren es ca. 6 Monate von Einweisung ins Pflegeheim bis Tod. Von den verstorbenen 2 Großeltern und 8 Urgroßeltern hat keiner mehr als 6 Monate in einem Heim verbracht. Und die noch lebenden 2 werden wahrscheinlich die 100 knacken, d.h. wenn es dann irgendwann soweit ist wird es auch recht rapide gehen.
 
Früher hast du dich mal mehr ins Zeug gelegt mit deinen Beiträgen.
"Und weida?"

Du hast früher auch nicht Karuzos all zu offensichtlichen bashing Mist per like hoffiert. :P

Und wenn man noch jemanden extra erklären muss warum seahawks Phrase, wie so oft, Schwachsinn ist, ist bei der Person vermutlich sowieso schon Hopfen und Malz zwischen linken und rechten Ohr verloren.
 
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Och Gottchen Nightslaver, wenn wir hier irgendwo Stalinismus hätten würden wir beide im Arbeitslager hängen.
 
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