News Durchbruch in der Quantenkommunikation

Wenn ich 100 Teilchen messe und sich die Zustände wechselnd verteilen, dann ist für mich die Verteilung der möglichen Zustände zufällig. Aussage der Quantenmechanik ist doch aber eben, dass der Zustand jedes einzelnen Teilchens zufällig variiert/unbestimmt ist, bis man es misst. Und um so eine Aussage zu begründen, bräuchte man imho auch mehrere (wechselnde) Messungen des zu beschreibenden Objektes - und das ist in dem Fall eben nur ein Teilchen. Und das kann nur einmal gemessen werden.

Beispiel Schuhkarton:

Ich sage "Ich habe dieses Objekt einmal vermessen, es hat Quaderform und dies seitdem es das letzte mal von außen beeinflusst wurde"

Der Quantenmechaniker dagegen sagt "Ich habe dieses Objekt einmal vermessen, es hat Quaderform. Bis zum Zeitpunkt der Messung war es mal Quader- und mal Kugelförmig. Das habe ich zwar nie gemessen, aber ich kann es 100%ig sagen"
Und er sagt desweiteren "Ich habe dieses Objekt hier nullmal vermessen. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass es Quaderform hat und ich kann mit Sicherheit sagen, dass es bis vor kurzem zwischen Quader- und Kugelform schwankte. Denn vor kurzem habe ich ein ganz anderes Objekt gemessen, dass ich "verschränkt" nenne, und dass hatte Quaderform. Also, als ich es gemessen hatte. Für den Zeitraum vor der Messung, zudem keinerlei Messwerte vorliegen, kann ich mit Sicherheit sagen, dass es zwischen Kugel- und Quaderform schwankte"

So, dass wären jetzt zwei Erklärungen, die beide abschließend erklären, warum an einem Objekt eine Quaderform gemessen würde. Ich behaupte jetzt einfach mal ganz frech, dass die erste Erklärung einfacher, direkter und logischer aufgebaut ist und dass sie mindestens drei unbelegte Annahmen weniger braucht, um zu funktionieren - und somit als die bessere Erklärung vorzuziehen wäre.

Bitte diese Behauptung wiederlegen, damit ich rausfinde, wo mein Denkfehler liegen muss ;)
 
?? Klar kannst du ein und das selbe Teilchen immer wieder messen. Es verändert sich halt bei der Messung jedesmal das Ergebnis. Und ein Verschränkter Partner weiss das und verändert sich auch zufällig mit. Zwei Verschränkte Teilchen teilen sich eine Wellenfunktion egal ob sie 1 meter oder ein Lichtjahr voneinander entfernt sind.

Die Messung legt den Zustand JEDESMAL ERNEUT fest. 1 bleibt nur solange 1 bis ich erneut frage.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ahhhh. Das liegt des Pudels Kern begraben. Ich dachte bislang, bei der Messung gänge der Überlagerungszustand verloren. (Schrödingers Katze wird ja auch nicht wieder halb-lebendig, wenn ich den Deckel nochmal schließe)
D.h. also wenn ich das gleiche Teilchen wieder und wieder messe, erhalte ich immer andere Ergebnisse - aber wenn ich das andere Teilchen zeitgleich messe, erhalte ich immer die gleiche Relation... - jetzt machts Sinn :)
Weißt du zufällig noch, in welcher Größenordnung sich "zugleich" bewegt? (100,000000000000000000000000% zeitgleich messen geht ja vermutlich nicht)
 
Also für Quantenkryptographie werden verschränkte Zustände wohl benutzt. Da kann man wohl anscheinend dadurch, ob ein Wert fix oder zufällig verteilt ist, herausfinden, ob jemand auf der Leitung mithöhrt oder nicht :ugly:
 
Bisher ist ein Bit 0 oder eben 1, ein Quantenbit kann jeden beliebigen Zustand zwischen 0 und 1 haben.

Im Binär System kann man mit 5 Bits alle Zahlen von 0 bis 1024 darstellen.

Stell euch mal vor was mit Quantenbits alles dargestellt werden kann.
 
Also für Quantenkryptographie werden verschränkte Zustände wohl benutzt. Da kann man wohl anscheinend dadurch, ob ein Wert fix oder zufällig verteilt ist, herausfinden, ob jemand auf der Leitung mithöhrt oder nicht :ugly:

:huh:
Aber wenn ich das richtig verstehe, ist der Wert doch so oder so zufällig in der Zeit - nur in Relation zum Partner ist er fix, was aber irgendwie wenig bringt. Und da es bei Verschränkung keine Leitung gibt, kann da sowieso niemand mithören.
Ich dachte eigentlich immer, bei Quantenkryptograhie ginge es um die Schlüsselübertragung: Man nutzt dafür einen verschränkten Zustand und Begleitkanal (z.B. "der Schlüssel entspricht dem, was zum Zeitpunkt X gemessen wurde"). Wer nur den Begleitkanal (auf dem später auch die Nachricht folgen kann) kennt, der weiß genau gar nichts - er müsste zusätzlich einen der verschränkten Partner messen, aber das kann eben ausschließlich der gewünschte Empfänger und eine prinzipiell abhörbare Verbindung (wie bei anderen Zweikanalsystemen) besteht nicht.


Bisher ist ein Bit 0 oder eben 1, ein Quantenbit kann jeden beliebigen Zustand zwischen 0 und 1 haben.

Im Binär System kann man mit 5 Bits alle Zahlen von 0 bis 1024 darstellen.

Stell euch mal vor was mit Quantenbits alles dargestellt werden kann.

Du schreibst gerne Posts, die weder wirklich zum Thema und schon gar nicht zur laufenden Diskussion passen, oder?
 
Ahhhh. Das liegt des Pudels Kern begraben. Ich dachte bislang, bei der Messung gänge der Überlagerungszustand verloren. (Schrödingers Katze wird ja auch nicht wieder halb-lebendig, wenn ich den Deckel nochmal schließe)
D.h. also wenn ich das gleiche Teilchen wieder und wieder messe, erhalte ich immer andere Ergebnisse - aber wenn ich das andere Teilchen zeitgleich messe, erhalte ich immer die gleiche Relation... - jetzt machts Sinn :)
Weißt du zufällig noch, in welcher Größenordnung sich "zugleich" bewegt? (100,000000000000000000000000% zeitgleich messen geht ja vermutlich nicht)


Bei der Messung geht schon der Überlagerungszustand verloren. Teilchen sind empfindlich.

Man nehme zwei Teilchen und messe sie,sie spucken Ergebnisse aus die rein zufällig sind. Verschränke sie und nun haben sie eine
gemeinsame Wellenfunktion. Sprich sie sind praktisch ein Teilchen . Messe sie und sie sagen das gleiche. Erneute Verschränkung und erneute Messung wieder (ein zufälliges) gleiches Ergebnis. Unverschränkte Messung total zufälliges Ergebnis. Das ist alles. Wie der Versuchsaufbau genau funktioniert weiss ich nicht (ich bin kein Physiker), ein Teilchen wird gemessen und indirekt das andere.

Teilchen die sich normalerweise zufällig verhalten tun das nun nichtmehr da sich beide gleich verhalten. Ob die Zufälligkeit uns nur wie Zufälligkeit vorkommt und ob es da andere Hintergründe gibt weiss niemand sicher.

Wenn du detaillierte/fundiertere Antworten haben willst, must du dich an jemand wenden der mehr Ahnung davon hat.
 
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