News Durchbruch in der Quantenkommunikation

@Ruyven/Skysnake

Zugegeben ich hab mich etwas verwaschen ausgedrückt, hätte mein Post etwas erklären sollen, es war aber vom Inhalt her korrekt. Man kann keine (nützliche) Informationensübertragung nur mit Verschränkung bewerkstelligen.

Z.b das Wort: Wort. Wäre dies möglich würde das Quanten/Relativitätstheorie in Erklärungsnot bringen da das Ergebniss nicht zufällig wäre und es möglich wäre bestimmbare Informationen instantan zu übertragen also >c.

Siehe: EPR-Effekt

Es kommt immer drauf an wie man Information definiert:

Wenn auch nicht buchstabengetreu, so gehorcht die Verschränkung doch dem Geist der Relativitätstheorie. Zwar können verschränkte Systeme auch über große räumliche Entfernung miteinander wechselwirken, dabei kann aber keine Information übertragen werden, so dass die Kausalität nicht verletzt ist. Dafür gibt es zwei Gründe:

Quantenmechanische Messungen sind probabilistisch, d.*h. nicht streng kausal.
Das No-Cloning-Theorem verbietet die statistische Überprüfung verschränkter Quantenzustände.

Zwar ist Informationsübertragung durch Verschränkung allein nicht möglich, wohl aber mit mehreren verschränkten Zuständen zusammen mit einem klassischen Informationskanal (Quantenteleportation). Trotz des Namens können wegen des klassischen Informationskanals keine Informationen schneller als das Licht übertragen werden.

Quantenverschränkung
Was ich eigentlich sagen will ist das solange wir nicht eine Theorie haben die alles erklärt und wir die zufälligen Ergebnisse manipulieren können, ist der Effekt der Verschränkung nur bedingt nutzbar.

Schauen wir uns mal den Bericht an:
Noch faszinierender sind verschränkte Quantenzustände - und auch diese konnten mit dem Versuchsaufbau erstmalig für massebehaftete Teilchen über so große Entfernungen realisiert werden. Beim komplexen Quantenphänomen der Verschränkung besteht eine instantane Verbindung zwischen zwei Teilchen. Ändert sich der Quantenzustand des einen Partners, ändert sich augenblicklich und unabhängig von der Entfernung auch der Zustand des anderen. Andere Forscher, denen Verschränkungen über größere Entfernungen mit massenlosen Photonen gelangen, sprachen in diesem Zusammenhang medienwirksam von "beamen". Den Garchinger Wissenschaftlern ist es gelungen, die Atome in beiden Resonatoren mittels Photonenübertragung zu verschränken und diesen Zustand bis zu 0,1 ms aufrecht zu erhalten - wesentlich länger, als die Etablierung der Verschränkung dauert und somit prinzipiell für die Übertragung von Informationen nutzbar.
Also für mich hört es sich beinahe so an als ob man theoretisch instantan Informationen via Verschränkung übertragen kann. Ganz zu schweigen davon das der Eindruck erweckt wird man könne nur mit Verschränkung (prinzipiell) Informationen übertragen.

Einem unaufmerksamen Leser kann das so vorkommen darauf wollte ich lediglich hinweisen. Im Original wurde das meiner Meinung nach besser gehandhabt.
 
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Wie gesagt, Informationsübertragung im Sinne von Informationsgehalt ist mit >c nicht möglich. Die Relativitätstheorie wurde bisher noch nie verletzt, und ist VERDAMMT gut schon abgeklopft worden ;)
 
Ich muss auch nochmal danke Sagen, an die dies einfacher erklärt haben. Somit kann man wenigstens ansatzweise nachvollziehen, was hier gelungen sein soll. Trotzdem hab ich nun auch erkannt, dass das Thema schon im allgmeinen deutlich komplexer und schwieriger Nachvollziehbar ist, wie herkömliche Elektronische Systeme wie beim PC, selbst wenn ich davon auch nur verstehe, was der durchschnitts "nerd" kapiert.

Na ja, vielleicht werd ich dann in meinem nächsten Leben kein Elektroniker sondern Quantenmechaniker :lol::ugly: :klatsch:
 
Ich versuch auch nochmal eine kleine Zusammenfassung zu schreiben. Ich studiere zwar Physik (sogar in München, ich fahre jedem Tag am MPQ vorbei :D) allerdings fangen wir im 4. Semester gerade mal mit QM I (Quantenmechanik 1) an.

Quanteninformationen werden als sog. Qubit gespeichert. Anders als herkömmliche Bits haben Qubits nicht nur die Zustände 1 und 0 sondern auch beliebige Superpositionen (Überlagerungen) von diesen Zuständen. Bei Qubits verhält es sich ähnlich wie mit Schrödingers Katze: Solange man nicht nachmisst, ist der Zustand von Qubits nicht eindeutig, d.h. er ist quasi "irgendwo zwischen 0 und 1". Durch einen Messvorgang legt man den Zustand eindeutig fest.
Physikalisch kann man die Qubits auf verschiedene Art und Weise repräsentieren, beispielsweise kodiert im Spin von Elektronen/Atomen oder auch Polarisationszustände von Photonen.

Das schöne an Atomen und Photonen ist, dass sie direkt im Zusammenhang stehen. Angeregte Atome senden Photonen aus (die man wiederum über Lichtwellenleiter übertragen kann) und Atome können Photonen absorbieren. Wenn ein Atom ein Photon emittiert, wird der Spinzustand (also die Quanteninformation) auf den Polarisationszustand des Photons abgebildet. Das ganze funktioniert natürlich auch umgekehrt. Auf diese Weise schafft man es also Quanteninformationen zwischen zwei Atomen auszutauschen und kann so ganze Netzwerke aufbauen (in dem man mehrere Atome nacheinander "verschaltet"). Um die Atome "ruhig" zu halten werden eben die genannten Resonatoren (Spiegel) mit dem Lasersystem eingesetzt.

Das eigentlich bahnbrechende an der Entdeckung war, dass die Forscher es geschafft haben, dass das emittierte Photon mit dem Atom, welches es emittiert hat, verschränkt war. Bei der Absorption wurde diese Verschränkung ebenfalls übertragen. Und das ist das neue: Die Verschränkung zweier Atome mithilfe von Photonen über eine Lichtwellenleiterstrecke von 60m.

Ich hoffe das war jetzt einigermaßen verständlich. Natürlich ohne Gewähr auf Richtigkeit ;) Der verlinkte Artikel vom MPQ erklärt das bisschen besser als der PCGH Artikel.
 
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Muss ehrlich sagen, dass ich entweder die Einwände oder den Ablauf bisheriger Experimente nicht verstehe (wobei mein Überblick nichtmal reicht, um zu entscheiden, was von beiden der Fall ist :ugly: )

Wenn ich es richtig verstehe, dann soll deswegen keine Informationsübertragung stattfinden können, weil es nach der Übertragung des Zustandes nicht möglich ist, die Eigenschaften des Teilchens am Ort des Senders zu ermitteln. Warum muss ich zwar nicht verstehen, aber was ich dann doch ganz gerne wissen würde: Woher weiß man dann, dass überhaupt eine Übertragung stattfindet?
Um festzustellen, dass X von A nach B übertragen wurde, muss man ja erstmal wissen, dass X jemals bei A war. Nur am Ende festzustellen, dass es jetzt bei B ist, reicht nicht.
 
Muss ehrlich sagen, dass ich entweder die Einwände oder den Ablauf bisheriger Experimente nicht verstehe (wobei mein Überblick nichtmal reicht, um zu entscheiden, was von beiden der Fall ist :ugly: )

Wenn ich es richtig verstehe, dann soll deswegen keine Informationsübertragung stattfinden können, weil es nach der Übertragung des Zustandes nicht möglich ist, die Eigenschaften des Teilchens am Ort des Senders zu ermitteln. Warum muss ich zwar nicht verstehen, aber was ich dann doch ganz gerne wissen würde: Woher weiß man dann, dass überhaupt eine Übertragung stattfindet?
Um festzustellen, dass X von A nach B übertragen wurde, muss man ja erstmal wissen, dass X jemals bei A war. Nur am Ende festzustellen, dass es jetzt bei B ist, reicht nicht.

Hi,
ich verstehe nicht ganz was du aussagen willst ^^ Natürlich kann man den Zustand am Ort von A messen, nämlich in dem man in bei B misst. Und wenn man einen Lichtwellenleiter von A nach B hat und X kommt raus, dann kann man davon ausgehen, dass X von A kommt. Sonst müsste X ja irgendwie sonst in den LWL gekommen sein.

Hoffe das ist zufriedenstellend, aber ich glaube ich habe deine Frage falsch verstanden ^^
 
Hast du falsch verstanden :ugly:

Das Teilchen B Zustand X haben könnte (so ganz ohne Zustand geht ja nicht), weiß man ja schon vorher - bei den 2 (4?) denkbaren Zuständen braucht man mehr als den Zufall als Erklärung erstmal gar nicht. Das ganze Experiment dreht sich also darum, nachzuweisen, dass es nicht zufällig ist, sondern dass irgendwas aus der Glasfaser den Zustand tatsächlich definiert hat. Aber um da einen Zusammenhang herzustellen, muss man imho sowohl wissen, was aus der Glasfaser kam (respektive was an derem anderen Ende Sache ist), als auch unabhängig davon, was mit B los ist.
Wenn man jetzt nur misst "B ist in Zustand X", weiß man nur, welchen Zustand B hat. Aber nicht, welchen Zustand A hat - es sei denn, man nimmt an, dass A zwingend den gleichen (bzw. afaik komplementären) Zustand hat. Aber einfach annehmen kann man ja vieles - wenn man nie A und B messen kann, wie konnte man dann jemals eine Gesetzmäßigkeit zur Verschränkheit ihrer Zustände beweisen?
 
Ähm ja, du hast das glaub ich richtig verstanden. Man weiß durch die Messunge an dem einen, das es beim anderen halt genau so ist, oder eben genau andersrum. Eins von beiden ist es halt, und das weis man auch, weil man weiß, wie das System funktioniert, und wie es aufgebaut wurde.

Sehs so an. Du misst bei B etwas, und weißt, wie die Übertragungsfunktion von A -> B aussieht. Dann weißt du auch, wie A aussah ;) Das sollte glaub ich deine Frage beantworten.

@pyro539: Ich hätte wäre für Physik fast nach München gegangen :D Aber hab mich dann doch für Heidelberg entschieden, ist doch etwas billiger, und mich hat die Uni überzeugt :D

Wir haben im vierten Semester auch Quantenmechanik gemacht. Ich bin aber noch Diplomer. Du wohl Bachelor. Ihr seid da ja echt arme Säue, weil ihr teils nur oberflächlich die Sachen behandeln könnt, weil ihr bis zum Bachelor ja alles mal gemacht haben müsst :klatsch: So was bescheuertes der Bachelor in den Naturwissenschaften :daumen2:

Ich bin ja jetzt im 11? Semester. Muss mir für die Dipl Prüfung auch mal so langsam wider das ganze Zeug rein pfeifen. Aber steht noch vor mir. Daher bin ich im Moment auch in dem Bereich nicht mehr ganz so fitt, und das ist in QM halt echt tödlich. Da gibts ja vieles was nicht "klar" und offensichtlich ist :devil:
 
@ruyven

Ich versuche mal die Verschränkung vereinfacht zu erklären:

Wir verschränken 2 Teilchen. Dein Teilchen hat nun eine geistige Verbindung mit meinem Teilchen. Egal wo du dich befindest dein Teilchen weiss nun immer was mein Teilchen sagen wird. Sprich welchen zufälligen Zustand es annimmt. Ich fliege zum Mars und du bleibst auf der Erde. Ich versuche nun mein Teilchen zum sprechen zu bringen (es zu messen).

Mein Teilchen sagt 1. Dein Teilchen weiss nun das sein Kollege auf dem Mars 1 gesagt hat instantan. Ich weiss nun auf dem Mars das dein Teilchen 1 sagen wird. Doch was fange ich damit an ? Ich kann dich nur anfunken und dir sagen das dein Teilchen 1 sagen wird wenn du zu ihm sprichst.

Solange ich dem Teilchen nicht sagen kann was es zu sagen hat bringt mir das nichts. Ich weiss nur das die Teilchen voneinander wissen und das Ergebniss nicht mehr zufällig sein wird wenn sich eines der Teilchen entschieden hat selbst wenn sie 1000 Lichtjahre weit voneinander weg sind.

Das ist der Grund warum sich Verschränkung nicht zur Kommunikation/Informationsübertragung eignet. Man kann den Teilchen nicht seinen Willen aufzwingen.
 
Wobei ja eigentlich durch die Wellenfunktion schon bei der Verschränkung der Zustand festgelegt ist, man eben dies nur nicht kennt.

Ähnliches Problem wie bei Schrödingers Katze. Nur wiel man nicht nachschaut, heißt das noch lange nicht, dass die Katze nicht schon tot ist.
 
Wobei ja eigentlich durch die Wellenfunktion schon bei der Verschränkung der Zustand festgelegt ist, man eben dies nur nicht kennt.

Ähnliches Problem wie bei Schrödingers Katze. Nur wiel man nicht nachschaut, heißt das noch lange nicht, dass die Katze nicht schon tot ist.

Genau darum heisst es ja Paradoxon. Das ist ja der Punkt die Katze schwebt zwischen Tod und Leben. Erst wenn man nachschaut wird das Ergebniss festgelegt das ist ja der Witz bei der Sache.

Schrödingers Katze

Das ist natürlich ein Gedankenexperiment um zu zeigen das Teilchen sich unvorhersehbar Verhalten und das Ergebniss tatsächlich zufällig ist bzw nicht einsehbar. Es ist unmöglich zu wissen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, wobei es hier halt doch etwas anders ist. Man hat ja nicht zwei unabhängige Teilchen, sondern wie der Name schon sagt, verschränkte, womit diese nicht mehr als unabhängige Teilchen gesehen werden können. Damit kannst du die Teilchen auch nicht mehr als unabhängige Wellengleichungen beschreiben. Damit hast du dann sowas wie einen globalen Zustand, aber nicht zwei Zustände, wobei der eine den anderen Beeiflusst, denn dann würdest du ja doch wieder Information mit überlichtgeschwindigkeit transportieren, auch wenn diese nicht praktisch nutzbar ist.
 
Ja, wobei es hier halt doch etwas anders ist. Man hat ja nicht zwei unabhängige Teilchen, sondern wie der Name schon sagt, verschränkte, womit diese nicht mehr als unabhängige Teilchen gesehen werden können. Damit kannst du die Teilchen auch nicht mehr als unabhängige Wellengleichungen beschreiben. Damit hast du dann sowas wie einen globalen Zustand, aber nicht zwei Zustände, wobei der eine den anderen Beeiflusst, denn dann würdest du ja doch wieder Information mit überlichtgeschwindigkeit transportieren, auch wenn diese nicht praktisch nutzbar ist.

Deine Definition von Information ist physikalisch falsch. Was Information wirklich ist ist ein Kausalzusammenhang zwischen zwei Orten. Die Links die ich geposted habe erklären das gut. Bei der Verschränkung wird aber nur probabilistisch "Information" übertragen und das widerspricht Einstein nicht. Wir wissen nur das bei der Verschränkung von Teilchen ein Zusammenhang geknüpft wurde. Was im Detail passiert weiss man nicht, und auch nicht ob das Ergebniss tatsächlich zufällig ist oder nicht.

Siehe superluminares Tunneln. Widerspricht Einstein auch nicht.

Verschränkung ist ein Thema das eben nicht vollständig geklärt wurde, wir haben keine ultimative physikalische Theorie die alles erklärt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ähm ja, du hast das glaub ich richtig verstanden. Man weiß durch die Messunge an dem einen, das es beim anderen halt genau so ist, oder eben genau andersrum. Eins von beiden ist es halt, und das weis man auch, weil man weiß, wie das System funktioniert, und wie es aufgebaut wurde.

Sehs so an. Du misst bei B etwas, und weißt, wie die Übertragungsfunktion von A -> B aussieht. Dann weißt du auch, wie A aussah ;) Das sollte glaub ich deine Frage beantworten.

Jedenfalls den zweiten Teil:
Ich weiß jetzt, dass meine Erinnerung an die Funktion von Verschränkung richtig ist - und damit, dass ich beim Aufbau der Versuche respektive dem Beweis der Verschränkung ein Problem habe.

Also die Frage: Auf welchem Wege wurde die Übertragungsfunktion, die ich "kenne", experimentell belegt?
(ich gehe jetzt mal davon aus, dass man sich diese ganzen Paradoxum-Kram nicht antun würde, wenn die Vielzahl an Experimenten nicht ausdrücklich bestätigt hätten, dass der angenommene Zusammenhang existiert)


@ruyven

Ich versuche mal die Verschränkung vereinfacht zu erklären:

Wir verschränken 2 Teilchen. Dein Teilchen hat nun eine geistige Verbindung mit meinem Teilchen. Egal wo du dich befindest dein Teilchen weiss nun immer was mein Teilchen sagen wird. Sprich welchen zufälligen Zustand es annimmt. Ich fliege zum Mars und du bleibst auf der Erde. Ich versuche nun mein Teilchen zum sprechen zu bringen (es zu messen).

Mein Teilchen sagt 1. Dein Teilchen weiss nun das sein Kollege auf dem Mars 1 gesagt hat instantan. Ich weiss nun auf dem Mars das dein Teilchen 1 sagen wird. Doch was fange ich damit an ? Ich kann dich nur anfunken und dir sagen das dein Teilchen 1 sagen wird wenn du zu ihm sprichst.

Solange ich dem Teilchen nicht sagen kann was es zu sagen hat bringt mir das nichts. Ich weiss nur das die Teilchen voneinander wissen und das Ergebniss nicht mehr zufällig sein wird wenn sich eines der Teilchen entschieden hat selbst wenn sie 1000 Lichtjahre weit voneinander weg sind.

Das ist der Grund warum sich Verschränkung nicht zur Kommunikation/Informationsübertragung eignet. Man kann den Teilchen nicht seinen Willen aufzwingen.

Aber kann ich anhand meines Teilchens feststellen, ob du deins schon befragt hast?
(Um wieder auf die experimentelle Ebene zu gehen: Imho wäre das zwingend notwendig, um behaupten zu können, ein Zustand würde erst bei der Messung festgelegt werden. Denn ansonsten könnte ich nicht unterscheiden, ob alles wie oben beschrieben abläuft, oder ob die Zustände beider Teilchen nicht schon -mangels Messung unbemerkt- im Moment der Trennung festgelegt wurde, somit gar keine Zufallsfunktion und kein Austauschbedarf mehr vorliegt.)


Wobei ja eigentlich durch die Wellenfunktion schon bei der Verschränkung der Zustand festgelegt ist, man eben dies nur nicht kennt.

Ähnliches Problem wie bei Schrödingers Katze. Nur wiel man nicht nachschaut, heißt das noch lange nicht, dass die Katze nicht schon tot ist.

Eigentlich nicht. Das Absurde bei Schrödingers Katze ist eigentlich, dass sie mit ziemlicher Sicherheit vor der Überprüfung nicht den Zustand "tot" haben kann - genausowenig wie "lebendig". (Im Gegensatz zur ordinären Nachbarskatze :ugly: )

Aber das ergibt für mich eben ein Paradoxum in der Beweisführung:
Wir wissen de facto nur, dass wir Teilchen A und Teilchen B getrennt haben und das wir, wenn wir Teilchen B messen, anhand dieser Messung eine Aussage über ein Messergebniss bei Teilchen A machen können.
Das reicht aber nicht, um Quanten und Zufälle ins Spiel zu bringen - so einen Zustand habe ich auch, wenn ich Blatt Papier quer durchreiße und die Messgröße die Breite des Blattes (=der Breite der Hälften) ist. Damit das ganze "probably quantum" wird, muss man z.B. noch die Zustände nachträglich ändern/manipulieren können oder man muss zeigen können, dass sie vor der Messung nicht feststehen oder ...
All diese Dinge sind imho aber wiederum eine Information darüber, was mit dem Partner des Teilchens ist/passiert. Und die darf es ja nicht geben...
 
@ruyven

Zu deiner Frage: Nein.

Genau darum geht es doch. Ihr mögt ja alle recht haben, aber es spielt keine Rolle solange wir keine Theorie und dazu passende Beobachtungen haben. Eure Annahmen sind momentan praktisch unwiederlegbar, also unwissenschaftlich. Wie Gott. Wenn du eine passende überprüfbare Theorie lieferst die alles besser erklärt dann sieht die Sache anders aus.

Vielleicht wird der Zustand nicht bei der Messung festgelegt. Das kann aber keiner Wissen. Es sei den Hyper-Einstein kommt und erklärt die Welt plausibler, als mit allen anderen Theorien zuvor.

Es gibt keine Gründe nicht anzunehmen dass das Ergebniss zufällig ist. Die Datenlage spricht absolut dafür.

Alles was bleibt ist meine Anfangsaussage. Es ist weder praktisch, noch theoretisch möglich mit der Verschränkung ohne Zuhilfenahme eines klassischen (d.h kausalen) Informationskanals, Informationen zu übertragen.

Physiker arbeiten daran bessere Erklärungen zu finden bis dahin bleibt die Faktenlage und die sagt das das Ergebniss zufällig festgelegt wird ab dem Zeitpunkt der Messung. Und natürlich funktioniert auch die Quantentheorie auf dieser Prämisse.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also wenn ich mich jetzt nicht ganz täusche, gibt es aber recht fortgeschrittene Arbeiten zu diesem Thema, die eben davon ausgehen, das dadurch, das man eben doch eine gemeinsame Wellenfunktion braucht, die ganze Sache eben nicht an und für sich die Korrelation der beiden Parameter bei den beiden Objekten eben schon festgegeben ist, diese aber eben noch nicht an sich fixiert sind. So wie eben bei jedem Quantenzustand. Ich muss erst messen, um ihn genau zu bestimmen, innerhalb der Unschärfe, aber halt schon die "WW" zwischen den Teilchen, weil eben eigentlich gar keine da ist, sondern eben diese gekoppelt sind.

Aber ich glaub das führt hier grad auch zu nichts. Das ist halt nicht triviales, und wie gesagt, ich merk selbst, das ich die Sachen nicht mehr 100% parat hab, und dann kannstes mit den ganzen Paradoxons, auf die man immer wieder stößt eigentlich vergessen.

Fakt ist auf jeden Fall, es wird kein Informationsgehalt mit >c übertragen. :ugly:
 
@ruyven

Zu deiner Frage: Nein.

...

Es gibt keine Gründe nicht anzunehmen dass das Ergebniss zufällig ist. Die Datenlage spricht absolut dafür.

Und da würde ich eben gerne wissen, wie die Datenlage "dafür" spricht (und nicht nur "nicht dagegen"). Ich will hier ja nicht die Grundlagen des Universums untergraben (das macht die Quantenphysik für meinen Geschmack ja so schon zu oft :ugly: ), ich möchte nur gerne das Prinzip der Nachweise verstehen.
Also nochmal:
Um eine zufällige von einer bereits festgelegten Eigenschaft zu unterscheiden, braucht man entweder mehrere Messungen (gar nicht möglich) des gleichen Objektes mit verschiedenem Ausgang, oder man muss einen schwankenen Zustand von einem festgelegten Unterscheiden (auch nicht möglich?). Ggf. kann man sich noch hinstellen und sagen "ich weiß es eigentlich gar nicht, was Sache ist, aber die Theorie besagt, dass es zufällig sein sollte". Aber dann ist imho der nächste Schritt zur Besonderheit der Verschränkung nicht mehr berechtigt:
Es ist doch keine Besonderheit, wenn ein Teilchen, dessen Eigenschaft fest sein könnte nach der Messung seines Partners eine feste Eigenschaft hat. Und es ist auch keine sensationelle Erkenntniss, dass die unbekannte, weil nicht gemessene/nicht messbare Eigenschaft eines Partners mit der Eigenschaft des gemessenen korrelliert - das ist überhaupt keine Erkenntniss, dass ist eine unüberprüfbare Hypothese alias Glaubenssatz.
 
Die Datenlage spricht nicht dagegen da die Ergebnisse augenscheinlich zufällig sind.

Zufall
Ob 1. existiert, ist unbekannt. Es wird darüber spekuliert, ob Quantenphänomene wie der radioaktive Zerfall von dieser Art Zufall sind, oder vielleicht nur die behelfsmäßige Erklärung für einen nicht intuitiv begreiflichen Vorgang (siehe unten).
NIEMAND weiss ob es tatsächlich zufällig ist, ob es sowas überhaupt gibt. Die Quantentheorie sagt nur das es zufällig ist.
Niemand sagt das Verschränkung was besonderes ist vielleicht ist sie trivial wenn man alles weiss.

Nur ist die Zufälligkeit in der Quantenwelt nicht nur eine Hypothese sondern eine gesetzmässigkeit der wir folgen (müssen). Wie der Gravitation.
Und man kann die Zufälligkeit wiederlegen mit z.b der M-Theorie oder extra Dimensionen nur liefern die keine überprüfbaren Aussagen im Moment.


Ich verstehe nicht ganz was dich stört ? Das es vielleicht ganz anders sein kann ? Das Verschränkung vielleicht nichts besonderes ist ?
Und was kann man deiner Meinung nach nicht überprüfen ? Was wirklich passiert bei der Verschränkung ? Vielleicht passiert das was man sieht auch wirklich. Wenn Physiker alles wüssten dann bräuchte man viele nichtmehr.

Pro Zufall:
Es sieht so aus

Kontra Zufall:
-

Pro festgelegt:
-

Kontra festgelegt:
Es sieht nach Zufall aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mich stört, dass man von einer "Verschränkung" im Kontrast zu "Zufall" spricht, obwohl an "verschränkten" Zeichen offensichtlich noch keine einzige Messung durchgeführt wurde, die nicht auch mit Teilchen, die von Anfang an einen festgelegten Zustand haben, erklärbar wäre. Mag sein, dass mir dazu die Perspektive eines Quantenphysikers fehlt, aber aus Sicht von jemandem, für den eindeutige Zustände das Übliche sind, ist diese umständliche Erklärung des anscheinend einzig vorliegeneden Messergebnisses "ich messe einen Zustand" eine klare Verletztung von Ockhams Razor.

Deswegen mal auf die harte Tour (ich bin nicht so ignorrant/einseitig, wie diese Darstellung erscheint, aber offensichtlich findet sich eine weitergehende Erklärung nicht von alleine und der schrittweise Ausschluss durch überklare Darstellungen hat sich bei der Suche nach Lücken bewährt)

Pro Zufall:
- Es gibt nichts, was dagegen spricht - wie immer, denn ALLES könnte IMMER auch rein zufällig passiert sein (oder durch Gott, je nach Geschmack :ugly:)
Kontra Zufall:
- Die Hypothese "Zufall" erlaubt keine Vorhersagen, keine Überprüfungen und keine Falsifizierung ist damit weder naturwissenschaftlich noch nützlich.
- Die Hypothese "Zufall" zieht weitere, komplexe (und unbelegbare?) Thesen ("Verschränkung") zur Erklärung der Beobachtungen nach und erfüllt somit nicht die naturwissenschaftlichen Ansprüche an maximale Vereinfachung

Pro festgelegt:
- Es scheint keine Messergebnisse zu geben, die dieser These wiedersprechen
- "ist so" ist eine elementare und für die Mehrheit der Dinge bereits als gültig erachtete Hypothese. Sie für weitere Dinge verwenden zu können ist somit im Interesse eines einheitlichen, minimalistisch-logischen Weltbildes, das ohne zusätzliche Annahmen auskommt.
Kontra festgelegt:
(nichts)
Einige Leute nenne "es sieht nach Zufall aus", begründen dies aber nicht und können dies vermutlich auch nicht, da sie von einer Einzelmessung ausgehen und für n=1 keine Beurteilung einer Zufalls- bzw. eben Nicht-Zufallsverteilung möglich ist.
 
Haha,

Nein so einfach ist das nicht. Occams Razor trifft nur zu wenn man zwei Erklärungen hat und eine davon simpler ist als die andere und trotzdem alles gleichgut erklärt wird. Dies ist ein fundamentales Prinzip in der Wissenschaft

Es gibt keine zweite Erklärung die alles gleich gut erklärt.

Das sich Quanten probabilistisch verhalten ist einfach so. Es gibt keine direkte Kausalität.
Es spricht sehr wohl was für Zufall. Man kann es sehen das es so ist. Und natürlich ist es überprüfbar.

Ein Physiker sieht einen Schuhkarton und sagt "Der ist quadratisch"

Du siehst den Schuhkarton und sagst "Der ist vielleicht kugelförmig"

Der Physiker sagt "Nein ich hab ihn vermessen er ist quadratisch"

Du sagst "Aber vielleicht verbiegt er seine Form bevor du ihn vermisst"


Selbst wenn der Karton tatsächlich kugelförmig ist es logisch erstmal davon ausgehen das er quadratisch ist, wenn man ein Regal für ihn bauen will.
Wenn ich z.b 100 Teilchen messe und die meisten andere Zustände einehmen ist das nicht zufällig für dich ? Es gibt keine Möglichkeit die Spinzustände vorherzusagen.

Finde eine bessere Erklärung und stürze die Quantenmechanik bzw ergänze sie. Physiker in aller Welt würden sich freuen.
 
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