Durch was Mehrleistung beim schneiden und rendern von Videos

Penny2912

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Hallo Liebe PCGH-Communtiy,

ich schneide und rendere neuerdings immer öfter mal Videos(momentan noch von 1080p in 720p wegen meiner Internetleitung). Leider wusste ich dies vor einem halben Jahr noch nicht, als ich meinen PC aufgerüstet habe. Jetzt wollte ich Fragen wie ich den Prozess/die Prozesse schneller machen kann. Ich schneide mit Sony Vegas Movie Studio 12 und rendere das Video dann raus in den Lagarith-Codec um es mit MeGui für Youtube fertig zu machen. Leider dauert das rausrendern aus Movie Studio etwas lange. Deswegen meine Frage.

Mein derzeitiger Rechner sieht wie folgt aus:
Intel Core i5-3570k
ASrock Z77 Extreme 4
8GB Corsair XMS3 1333Mhz Ram
Sapphire HD 7950 950M OC
Samsung SSD 830 128GB
Seagate Barracuda 7200.12 750Gb (wird bald gegen eine 7200.14 mit 2TB ersetzt)
Die Videos werden auf eine Externe USB 3.0 Festplatte gespeichert mit 2TB.

Die Frage ist ob vlt schnellerer Ram was bringt oder vielleicht, dass ich meinen i5 verkaufe und mit einen i7-3770k hole.

Ich bedanke mich schon mal für die Antworten.

Grüße

Penny2912
 
Guck dir beim Rendern halt mal die Auslastung an. Kandidaten für das Limit sind CPU, Ram und Festplatte(in der Reihenfolge).
 
Schnellerer RAM lohnt sich hier nicht wirklich, Videorendern und schneiden ist sehr rechenintensiv aber profitiert nur gering von mehr Bandbreite, besonders beim wenig bandbreitenlimitierten Ivy-Bridge.

Ein 3770K wäre natürlich schneller, aber nicht in einem Maße wo der Preis gerechtfertigt wäre.

Du hast zwei sinnvolle Möglichkeiten:

Günstige Option, wenig Mehrleistung:
Deine CPU evtl. einschließlich des Kaufs eines neuen Kühlers für 30-40€ übertakten. Ein Alltagsbetrieb irgendwo zwischen 4,2 und 4,5 GHz je nach Glück bei der CPU ist bei jedem 3570k unter sehr moderater Spannung (also gut unter 1,3v) möglich. Das würde dir einen Leistungszuwachs von grob 20-30% bringen.

Teure Option, viel Mehrleistung:
Dein Board einschließlich CPU und RAM verkaufen und ein S2011-System anschaffen mit einem 3930K. Der ist ab Werk durch 2 zusätzliche Kerne UND SMT bereits ganz grob 60% schneller als ein 3570K wenn du alle Threads auslasten kannst mit deiner Software und im Falle von OC (4,2 GHz sind üblicherweise gar kein Problem selbst bei einem "schlechten" 3930K (wie meinem :ugly:)) könnte sich die Leistung zu deinem Aktuellen System nahezu verdoppeln.
 
Also bei MeGui sind alle Cores ausgelastet und das Programm profitiert von Takt. Beim Movie Studio sind alle Kerne nur 50% ausgelastet. Daher weiß ich auch nicht ob mehr Takt=mehr bringen würde.
Mein Kühler ist ein HR-02 Macho d.h. da ist schon noch etwas in Richtung übertakten. Dann wären wohl 16Gb 1600Mhz Ram die bessere Möglichkeit und die CPU auf ca. 4,5Ghz zu übertakten oder?

Grüße

Penny2912
 
Von mehr Takt profitieren quasi alle Programme, wenn alle Kerne 50% ausgelastet sind ist es fast immer so, dass das Programm nur 2 Kerne nutzen kann (eigentlich haben 2 Kerne 100% Last und 2 kerne 0% Last nur ist Windows häufig zu dämlich um das zu erkennen oder verteilt Last schnell um so dass dir 4x50% angezeigt wird).

MeGUI würde also stark von mehr Kernen und mehr Takt profitieren, Movie Studio profitiert nur von mehr Takt.

Wenn du einen Macho drauf hast ist das ausreichend fürs OC. Der RAM spielt dabei absolut keine Rolle und schon gar nicht die Menge davon (wieso auch :huh:). Du kannst deinen RAM weiterhin ganz normal mit 1333 MHz betreiben, du erhöhst lediglich den Multiplikator deiner CPU und passt die Spannung per Offsetfunktion an.

Wie das genau funktioniert kannste hier nachlesen:
http://extreme.pcgameshardware.de/o...ng-fuer-jedermann-auf-gigabyte-z77x-ud3h.html

und hier (Sandy-Bridge funktioniert analog):
http://extreme.pcgameshardware.de/o...hes-ocing-von-sandy-bridge-k-prozessoren.html
 
@IncredibleAlk
meGUI ist eine GUI für x264, was ja bekanntlich relativ gut mit Kernen und Takt skaliert.
Der Lagarith-Codec bietet eigentlich auch Multithreadingsupport...


@Topic
Mal so 2 Gedanken:
- Null-Frames und Multithreading in den Optionen des Lagarith-Codecs angehakt?
- Auch schön auf die SSD exportiert?

Ich tippe jetzt einfach mal ganz stark auf die HDD/SSD als Flaschenhals.
Wenn das der Fall ist, kannst du ja spasseshalber mal verlustfrei per x264 exportieren :D


Und eine blöde Frage, was ist für dich "etwas lange" :ugly:
 
@IncredibleAlk
meGUI ist eine GUI für x264, was ja bekanntlich relativ gut mit Kernen und Takt skaliert.

Ist mir bekannt... gefühlte 95% meiner CPU-Last werden bei mir grundsätzlich von der x264_64bit.exe verursacht (deswegen auch der 3930K) ;).

Den Flaschenhals Datenträger würde ich nur dann betrachten, wenns wirklich sehr große/hochqualitative Videos sind. Selbst bei 1080p-Videos hatte ich da nie Probleme (auch zu Zeiten als noch HDDs das übernahmen^^). Das natürlich was das rendern angeht, beim schneiden kann der Datenträger natürlich nicht schnell genug sein.
 
Wenn du einen Macho drauf hast ist das ausreichend fürs OC. Der RAM spielt dabei absolut keine Rolle und schon gar nicht die Menge davon (wieso auch :huh:). Du kannst deinen RAM weiterhin ganz normal mit 1333 MHz betreiben, du erhöhst lediglich den Multiplikator deiner CPU und passt die Spannung per Offsetfunktion an.

Also, ja gut ich glaube dann ist es billiger anstatt einen Xeon zu kaufen meinen zu übertakten, wie IncredibleAlk schon gesagt hat. Und bei dem RAM belasse ich es dann. Ja ka das mit den 16Gb war grad so en Hirngespinnst :D.

@IncredibleAlk
meGUI ist eine GUI für x264, was ja bekanntlich relativ gut mit Kernen und Takt skaliert.
Der Lagarith-Codec bietet eigentlich auch Multithreadingsupport...


@Topic
Mal so 2 Gedanken:
- Null-Frames und Multithreading in den Optionen des Lagarith-Codecs angehakt?
- Auch schön auf die SSD exportiert?

Ich tippe jetzt einfach mal ganz stark auf die HDD/SSD als Flaschenhals.
Wenn das der Fall ist, kannst du ja spasseshalber mal verlustfrei per x264 exportieren :D


Und eine blöde Frage, was ist für dich "etwas lange" :ugly:

Habe gerade mal danach geguckt und eigentlich hatte ich die Haken drin, aber hab's anscheinend vergessen zu speichern:ugly:...
Dann exportiere ich auf die externe Festplatte, weil auf der SSD ja nur System ist und ich glaube nicht, dass genug platz hätte. Aus Movie Studio exportiere ich erstmal Verlustfrei(d.h. 1080p output). Mit MeGui render ich dann das Video runter(720p output). Würde es etwas bringen wenn ich mir noch eine zusätzliche SSD kaufe? Oder wäre das auch rausgeschmissenes Geld?

Grüße

Penny2912
 
Er hat aber Performance-Probleme beim Exportieren aus Movie Studio per Lagarith!
Ich schneide mit Sony Vegas Movie Studio 12 und rendere das Video dann raus in den Lagarith-Codec [...] Leider dauert das rausrendern aus Movie Studio etwas lange. Deswegen meine Frage.
So verstehe ich das zumindest und deshalb auch meine Vermutung mit der HDD/SSD ;)

Dann exportiere ich auf die externe Festplatte, weil auf der SSD ja nur System ist und ich glaube nicht, dass genug platz hätte.
Wie groß werden die Videos, wenn du sie exportierst?
Wie viel Speicherplatz hast du auf der SSD frei?
Mit den Antworten zu den beiden Fragen, kannst du dir deine Frage beantworten :D

Aus Movie Studio exportiere ich erstmal Verlustfrei(d.h. 1080p output). Mit MeGui render ich dann das Video runter(720p output). Würde es etwas bringen wenn ich mir noch eine zusätzliche SSD kaufe? Oder wäre das auch rausgeschmissenes Geld?
Ja, das würde die benötigte Bitrate senken und beschleunigt das Exportieren auf jeden Fall!
Die Frage ist nur, was für Resizing-Methoden im Movie-Studio zur Verfügung stehen...
 
Also die Videos werden exportiert so zwischen 7 und 14 Gb groß. Wenn ich die dann mit MeGui rendere bin so zwischen 500MB und 1Gb. AUf der SSD habe ich momentan noch ca. 60Gb frei. das ist nicht viel, wenn ich 4-10 Videos mache. Ja ich müsste evtl. dann meine Verkaufen und mir ne 256 oder ne 512er SSD holen. Wie meinst du das mit Resizing-Methoden?
 
Du kannst die Videos nach dem Exportieren und Encoden ja auf die HDD verschieben, wenn du die Dateien aufbewahren möchtest. Als Lagerstätte für Mediendateien ist die SSD zu schade.

Beim Resizen gibt es unterschiedliche Verfahren, mit unterschiedlichen Erfolgen bezüglich Schärfe & Detailerhalt.
Ob meGUI die avisynth oder die x264 Filter verwendet, weiß ich nicht, prinzipiell kommt es aber auf dasselbe heraus:
X264 Settings - MeWiki
avisynth.org/mediawiki/Resize


Aber mal etwas anderes...
Wie bekommst du es hin, dass ein verlustfrei encodetes 1080p Video nach dem Resizen und einem Durchgang in x264 immer noch so groß ist :ugly:
 
Du kannst die Videos nach dem Exportieren und Encoden ja auf die HDD verschieben, wenn du die Dateien aufbewahren möchtest. Als Lagerstätte für Mediendateien ist die SSD zu schade.

Beim Resizen gibt es unterschiedliche Verfahren, mit unterschiedlichen Erfolgen bezüglich Schärfe & Detailerhalt.
Ob meGUI die avisynth oder die x264 Filter verwendet, weiß ich nicht, prinzipiell kommt es aber auf dasselbe heraus:
X264 Settings - MeWiki
avisynth.org/mediawiki/Resize


Aber mal etwas anderes...
Wie bekommst du es hin, dass ein verlustfrei encodetes 1080p Video nach dem Resizen und einem Durchgang in x264 immer noch so groß ist :ugly:

Naja also das war Pi mal Daumen. Meine kleinste Folge ist 42MB groß und geht ca. 7 min und meine größte ist 845 MB groß und ist ca. 21 min lang. Keine Ahnung ich habe mir ein Profil in MeGui für den x264-Codec gemacht nach dem Tutorial MeGUI [Tutorial] -- x264 - bester H.264 Encoder, beste Videoqualität [NEU] - YouTube.
Aber es kann sein, dass die Dateien auch so unterschiedliche Groß sind, weil ich ja mit Vegas nicht nur schneide sondern auch ab und zu Filter drüberlege, ein bisschen am Ton schraube oder Effekte drüber lege etc.
Bevor ich schneide sind die Roh-Videos von Fraps. Ach und deine Frage was für mich lange bedeutet(sorry hab ich iwie übersehen): Ich brauch pro Folge, die ich schneide und dann aus Movie Studio Exportiere ca. 30-50min(das war ohne Haken bei Multithreading und Null-Frames). Und bei 10-20 Folgen an manchen (klar render ich nicht jeden Tag aber wenn dann mach ich alles auf einen Schlag) Tagen wird das schon knapp...
 
Hmmm... Ist ja alles gut und schön hier, aber hat schonmal jemand daran gedacht anstatt mit blanker rechenpower gegen zu steuern einfach den ablauf zu optimieren? Deshalb ein paar fragen:
Von welchem container-format zu welchem soll konvertiert werden? (z.b. start-format das der cam=mov; zielformat für youtube=avi; derzeit auftretende zwischenformate nicht berücksichtigt)
Konverterst du nur, oder wird auch geschnitten?
Unterstützt dein schnitt-programm evt. grafikkarten fürs rendern? (du hast eine amd-graka, welche das beschleunigen kann)
Was für ein kodec soll für die finale komprimierung genutzt werden? Multiprozessor-optimierte beschleunigen das rendern ganz gewaltig.
 
Ja, die Einstellungen sind okay, auch wenn man natürlich noch stärker komprimieren kann.


@TurricanVeteran

Steht doch alles da!
Von welchem container-format zu welchem soll konvertiert werden? (z.b. start-format das der cam=mov; zielformat für youtube=avi; derzeit auftretende zwischenformate nicht berücksichtigt)
Startformat = uninteressant. Nur Transportstreams machen des öfteren mal Probleme.
avi würde ich außen vorlassen, dass ist höchstens interessant, wenn das Schnittprogramm zu blöd für einen modernen Container ist oder das Quellmaterial schon im avi-Container vorliegt.
Das Format war aber schon zu XVID Zeiten überholt...

Konverterst du nur, oder wird auch geschnitten?
Wird auch geschnitten und zwar mit Sony Vegas Movie Studio 12.

Unterstützt dein schnitt-programm evt. grafikkarten fürs rendern?
Lagarith unterstützt kein GPU-Encoding!

Was für ein kodec soll für die finale komprimierung genutzt werden? Multiprozessor-optimierte beschleunigen das rendern ganz gewaltig.
H264 mit meGUI als GUI für Frameserver und Encoder (FLAC, AAC, Lame, x264,...)
Logischerweise/Glücklicherweise auch ohne GPU-Encoding!
 
Zuletzt bearbeitet:
Startformat = uninteressant.
Kannst du so nicht sehen. Schließlich muß es das schnittprogramm verarbeiten können. (bei weiterer verwendung von Sony Vegas Movie Studio 12 gegeben)

avi würde ich außen vorlassen, dass ist höchstens interessant, wenn das Schnittprogramm zu blöd für einen modernen Container ist oder das Quellmaterial schon im avi-Container vorliegt.
Das Format war aber schon zu XVID Zeiten überholt...
Du hast da was falsch verstanden. Das avi war nur als beispiel für den container des zielformats genannt worden. Mehr nicht.
Mir stellt sich mehr die frage, was für einen container das zielformat benutzen soll. Wenn Sony Vegas Movie Studio 12 das gleich passend ausgeben kann, kann megui eingespaart werden. Häufiges hin und her kopieren bzw. komprimieren macht den film ja auch nicht besser. ;)
Lagarith unterstützt kein GPU-Encoding!
Und kann man den schritt nicht einsparen? Für die zwischencodierung geht nur zeit drauf. (ggf. ausgangsformat nach dem schnitt = eingangsformat um recodierung zu sparen wenn es ein reiner schnitt ist)

H264 mit meGUI als GUI für Frameserver und Encoder (FLAC, AAC, Lame, x264,...)
Das sollte aber Sony Vegas Movie Studio 12 auch können.
Logischerweise/Glücklicherweise auch ohne GPU-Encoding!
Unter welchem gesichtspunkt? Die qualität des codierungs-ergebnisses ist immer noch vom codec abhängig und nicht von der hardware die ihn berechnet.
 
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