AW: Duke Nukem Forever-Entwickler: Steam und Games for Windows Live schlecht für PC
Steam hat viele Vorteile:
- Man brauch keine NoCD-Cracks mehr um seine gekauften Spiele ohne Datenträger spielen zu können. Je größer die Spielesammlung desto nerviger das ständige Datenträgergewechsel... gerade wenn man viele Spiele installiert hat und häufig nur mal kurz dieses oder jenes Spiel zocken möchte usw.
- Man brauch natürlich auch keine Datenträger für die Installation seiner Spiele, oder wie im meinem Fall (weil komfortabler hab bzw hatte ich von meinen Spielen Images angelegt) spart man auch reichlich Platz auf der Festplatte.
- Man kauft ein Spiel (rund um die Uhr möglich) und kann es (je nach Bandbreite) kurz drauf schon spielen.
- Anders als bei einer Installation vom Datenträger reicht es, nach einer OS-Neuinstallation (und wenn Steam auf einer xtra Partition/Festplatte liegt) anschließend kurz Steam zu starten um alle seine Spiele (ohne erneuten Download bzw erneuter Installation) wieder spielen zu können.
- Ich habe von jedem Punkt der Welt, eine entsprechend schnelle Anbindung ans Internetz vorausgesetzt, Zugriff auf meine komplette Spielesammlung. Wenn Steam auf einer externen Festplatte liegt lassen sich die Spiele sehr komfortabel mitnehmen.
- Updates werden wenn gewünscht quasi automatisch runtergeladen und installiert.
Aber Steam ist - nach all den Jahren - leider auch noch "Meilenweit" von einer ausgereiften und vor allem durchweg kundenfreundlichen Plattform entfernt:
- Fast jedes Spiel ist in D teurer als im Rest der Welt. Dazu kommt noch: Von irgendwelchen "Deals" abgesehen sind fast alle Spiele über Steam (tlw deutlich) teurer als im freien Handel inkl. Datenträger, Verpackung, Handbuch und Versandkosten (wtf?).
- Es gibt noch immer keine "Altersverifikation". Gerade in Deutschland sind daher sehr viele Spiele über Steam gar nicht zugänglich. Auch werden viele Spiele in D nur in einer speziellen (und so nur in D erhältlichen) geschnittenen Version angeboten. Andere Spiele hingegen lassen sich in D nicht mit deutscher Sprache erwerben, obwohl es entsprechende Versionen im Handel gibt.
- Ohne Internetz kein Spielen möglich. Es gibt zwar einen Offline-Modus, wo ich gerade nicht weiß ob er gänzlich ohne Internetz funktioniert (glaube aber schon), aber wenn man Steam nicht in diesem Modus versetzt hat kann man es ohne Internetz auch nicht mehr nachholen. Ist man im Online-Modus und die Steam-Server sind nicht erreichbar, oder das eigene Internetz macht mal wieder Probleme, dann ist kein Spielen möglich (nur sehr wenige, in der Regel ältere, Games lassen sich auch ohne Steam direkt aus dem Installationsverzeichnis starten).
- Es ist nicht ohne weiteres möglich von mehreren PCs gleichzeitig auf einen Steam-Account bzw dessen Spiele zuzugreifen (auf verschiedene Spiele). Eine "klassische" Spielesammlung kann von der ganzen Familie auf mehreren Rechnern nach belieben gleichzeitig gespielt werden, eine Steam-Spielesammlung auf einem einzigen Steam-Account hingegen nicht.
- Es ist nicht möglich einzelne Spiele von seinem Account zu lösen und wieder zu verkaufen/verschenken.
Diese Liste erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sicher gibt es hier und da noch weitere Vor- und Nachteile. Aber wenn man ehrlich ist sind viele Nachteile, gerade bei einer so erfolgreichen Plattform wie Steam, eigentlich ein Armutszeugnis für den Betreiber.