News Dramatische Lage bei Steam: Tausende Spiele gehen komplett unter

Zwischen 100 US-Dollar nicht verdienen und Millionär werden ist ja noch eine kleine Graustufe?

Ich könnte mir vorstellen, dass der Gradient ziemlich scharf ist und es tatsächlich nur ein sehr kleiner Schritt von Einnahmen <100 Euro zu Einnahmen >>1.000.000 Euro ist. (Ob man durch die dann Millionär wird oder erst mal 100.000de Euro Entwicklungsschulden zurückzahlt: Andere Geschichte.)

Denn, wie so viele hier schon festgestellt haben, niemand braucht das zehnt bis zehntausendbeste Game. Also entweder ist man, in irgend einem Rahmen, unter den Top 10 und wird von einem zumindest kleinen Anteil der User gekauft, was bei Steam selbst in kleinen Nischen sechs- bis siebenstellige Zahlen sein sollten. Oder aber das Spiel ist so (viel) schlecht(er), dass es eine Zeitverschwendung wäre, es statt einem guten Titel zu spielen. Dann kauft es gar keiner.
 
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Aus meiner Sicht ist bestimmt 80% der Masse an Spielen dort einfach nur ziemlich liebloses Zeugs oder trifft nicht meinen Geschmack. Die restlichen 20% sind aber immer noch so viel, dass ich kaum was davon mitbekommen kann. Und von dem Anteil, der es bei mir bis zum Wahrnehmen bringt, kaufe ich auch nur noch einen ganz kleinen Anteil, weil ich gar nicht so viel Zeit wie Spiele habe. :)

Also, aus meiner Sicht sind es drei Faktoren, die das verursachen, was in der News beschrieben wird
1) Qualität
2) Geschmack
3) Aufmerksamkeit (--> Marketing)

Abgesehen davon, stöber ich eigentlich auch kaum auf Steam, sondern komme mit einer Empfehlung (Freund, Forum, Presse, Werbung) dazu, mich für ein Game zu interessieren und schau mir das mal an, ob ich daran wirklich Interesse habe. Also, erstmal InGame Video, dann Rezensionen, sehr gerne auch ne Demo und dann folgt vielleicht der Kauf.
 
Tja ist doch wohl logisch und ich verstehe die Aufregung nicht. Ich bin Hobby Musik Produzent und hab über 100 Aufraufe und maximal 10 Abonennten auf YT in 15 Jahren geschafft. Soundcloud waren es noch weniger. An einzelnenb Stücken arbeite ich auch Jahre, bis ich damit zufrieden bin. Und klar wäre es schön wenn es von mehr Leuten gehört und gemocht werden würden. Aber so ist das halt. Und bei 18000 Spielen braucht man sich nicht wundern wenn man untergeht. Dann muss man halt schauen wie man sein Game im Markt platziert und bewirbt.

Der heutige Markt ist komplett übersättigt mit Unterhaltungsprodukten die viel Zeit brauchen. Serien, Filme, OW Games mit 200 Stunden Spielzeit. Dazu muss noch jeder in die Arbeit gehen und hat noch andere Verpflichtungen. Da ist das leider normal. Wenn ich mit meinen Tracks Anfang der 90er auf den Markt gekommen wäre würde mich Heute jeder Techno Fan wahrscheinlich kennen, so gehe ich halt unter, genau wie die Spiele Entwickler auf Steam.
 
Zugegeben. Die schiere Maße am Angebot ist erdrückend. Aber spricht keiner den Elefanten im Raum an?
Wetten, dass 99,99% davon berechtigt nie über die 100$ kommen, weil sie einfach scheiße sind!?

Drama, vielleicht. Aber keine Tragödie.
Soundsoviele "Sänger" kommen nicht durchs Casting, das sind dann auch verkannte Künstler die einfach keine Chance bekommen haben?
Naaaaa....
 
einfach nicht von den Spielern entdeckt?
Ja, wie soll man auch von einem Launch erfahren, meinetwegen von einem tollen Indie-Titel, wenn dieser von AA + AAA Launches überdeckt wird, mit Millionen-Marketing?

Ich schätze, viele Entwickler verstehen nicht, dass sie vor einem Launch schon massiv die Werbetrommel rühren müssen, passende "Influencer" zum Spiel finden, bitten ihr Spiel zu spielen (Streamer, Twitch, Youtube und co.) und notfalls diese Bitte mit einer kleinen Spende zu fördern.

Ist doch irgendwie logisch.

Wenn es nicht bei zig Streamern bereits angezockt wurde und auf vielen Wunschlisten landet, dann geht das Ding unter, wie ein ostfriesisches U-Boot, wo ein Taucher runter taucht und anklopft.
Irgendeiner öffnet schon. ;)

Marketing ist halt wichtig, das war es schon immer.
Sein Spiel einfach ohne weiteres auf Steam veröffentlichen bringt nicht viel.
Ganz genau 100 % meine Meinung.
:daumen:

PS: Wie viele Survival Game Fans haben z.B. "The Last Plague Blight" auf dem Schirm, oder Sachen wie "Ardem", wenn man thematisch eher sowas mag?
Ja, die sind in Entwicklung. Aber viele kriegen es einfach nicht mit!

Edit: Ja ok, dass Spiele wie "Pax Dei" mittlerweile, viel zu früh, als angebliche V1.0 gelauncht sind, da hat man vielleicht nicht viel verpasst und eher Geld gespart, als dass man das unbedingt wissen müsste (Geld is denen wohl ausgegangen, während der Entwicklung und es wurde "released" no matter what).

Bei manchem isses nicht so wichtig, dass man das nicht mitkriegt. ;) ^^
 
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Tausende Spiele gehen komplett unter...
Hört sich an, als wenn die Steam Arche mächtig Schlagseite hat.
Im Laufe der Jahre hat GELD einen nie da gewesenen Stellwert erreicht.
Bereicherung ist nicht alles auf dieser Welt. Gerade Spieler werden in diesem Fall zur Kasse gebeten, obwohl sich das Spielverhalten und Spiele bestimmte Titel geändert haben.
Besser wäre das Angebot und die Kosten besser anpassen/senken, um mehr Spieler zu gewinnen. Nicht jeder hat das Geld für heutige Dienstleistungen im vollen Umfang übrig.
Imo sollten Spieler auf Spiele Plattformen ihren Spaß haben und da sollten auch Spiele Plattform Dienstleister mal weniger Gewinn in die eigene Tasche einstreichen.
Geld ist nicht alles auf dieser Welt wichtig...
 
alleine wie die News selbst sagt 2014 gabs nur rund 1400 Veröffentlichungen im Jahr und das ist garnicht so lange her.

Jetzt ist halt einfach nurnoch Masse, da kann Steam doch nix für die können ja nicht die Frontseite im Sekundentakt nen neues Spiel präsentieren lassen, die wechselt eh schon sehr schnell.
Wie andere schrieben muss man eben Marketing machen um auf sich aufmerksam zu machen.

Und was wenn jeder der Entwickler ein Vermögen in Marketing und Werbung investiert?
Dann wird sich exakt genau GAR NICHTS ändern.

Was soll das bringen? Dann bekommst du vielleicht bei nem Werbebanner statt 10x am Tag irgend ein Spiel eben 10 verschiedene Spiele. Dann bleibt ein Spiel nich 10 Aufrufe lang auf der Steam Startseite für dich eingeblendet, sondern vielleicht nur 1x. Weil jeder soll ja mal drankommen.


Nein, das Kernproblem ist ganz einfach dass der Markt gesättigt ist und es viel zu viele Spiele gibt.
Die Qualität der Spiele ist dabei auch völlig egal. jedes der Spiele könnte ein Meisterwerk sein und es würde trotzdem keiner kaufen, weils einfach zu viele sind und sich niemand alles durchschauen oder es spielen kann.

So schlimm es klingen mag, aber wenn der Markt gesättigt ist, dann ist er gesättigt und dann MÜSSEN Entwickler an sowas auch scheitern oder pleite gehen. Der Markt muss sich bereinigen und konsolidieren. Das ist ein völlig natürliches Problem.

Du kannst nicht 10 Bäcker in einem kleinen dorf auf machen und erwarten, dass keiner pleite geht, egal wie gut die Brötchen sind und völlig egal, wie viel Werbung sie machen.
 
Ich finde, hier haben fast alle recht. Ja, beispielsweise ist das Angebot schlechterdings überwältigend und gleichzeitig könnte Steam mehr kuratieren.
Mich hat kürzlich "Hell Is Us" extrem positiv überrascht. Ich habe von dem Game aber null Marketing, Werbung, eigentlich gar nichts wahrgenommen. Dabei ist es kein Indie Titel (so 1½ A) und bietet fantastische Designs sowie eine abgefahrene, erwachsene Story+Atmosphäre. Sicherlich nicht jedermans Sache, aber eines der Highlights der letzten Jahre in Sachen Story Design.
 
Und was wenn jeder der Entwickler ein Vermögen in Marketing und Werbung investiert?
Dann wird sich exakt genau GAR NICHTS ändern.
Ja doch!

Dann kriegt man evtl. was mit von einem Spiel, von dem man sonst nix mitgekriegt hätte.

So hat man dann überhaupt erst die Möglichkeit dieses Spiel auf seine Wunschliste zu packen und bei Release 'ne Extra-Info von Steam zu kriegen, dass das Spiel auf der Wunschliste nun released wurde.

Wenn man nix von dem Spiel weiß, isses da und keiner kriegt's mit.

Ich ignoriere z.B. Battlefield 6 und andere AAA Games und spiele viele kleinere Sachen, die mir Spaß machen. Aber muss erstmal wissen, dass es sie gibt.

Zu "The Precinct" gab's ja Berichte, ich hab's mir angesehen und angemessene Stunden Spielspaß gehabt, für den Preis (hab mir vorsichthalber 'n günstigeren Key geholt, da ich ~ 20 € angemessen fand).
Wenn ich keinen Bericht dazu gelesen hätte, hätt' ich gar nicht gewusst, dass es das Game gibt.
Is jetzt kein Mega-Spiel, aber ich hatte Spielspaß, was die Hauptsache ist (bislang 30 Stunden und werd's später nochmal anzocken).

Geht nur durch Berichte/Marketing.

Müssen keine Millionensummen sein. Gezielte Streamer, nach Thema, mit vielen Followern, Magazin hier und da ... schon fluppt es.

Wenn man will, kriegt man es mit und kann es sich auf die Wunschliste packen, je nach Spielgeschmack.
Ohne Berichte/Streamer/Werbung = tot.

Edit:

Wie soll man was, von was Gutem erfahren, wenn niemand einem was davon sagt?
Geht auch bei Musik ;)

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ja die Flut an games auf steam. Das problem ist viel mehr was zu kennen als das es dass gibt.
Allerdings sollten Kleinstprojekte einfach auf gog landen und kostenlos sein vieles ist generierter misst aus der haus Hof engine ue oder unity mit standard assets. Das kann man kaum spiel nennen daher rate ich mal steam die spiele auch zu kontrollieren ob diese eine Qualität erreichen. Stabil laufen und eine min Laufzeit haben . akä 4std
ich sehe da eher steam in der Pflicht nicht alles zu erlauben.
Dass man da kaum Erfolg haben kann ohne großes marketing ist logisch. Dafür braucht es aber auch ne menge Arbeit am Spiel selbst.
 
Hört sich an, als wenn die Steam Arche mächtig Schlagseite hat.
Im Laufe der Jahre hat GELD einen nie da gewesenen Stellwert erreicht.
Bereicherung ist nicht alles auf dieser Welt. Gerade Spieler werden in diesem Fall zur Kasse gebeten, obwohl sich das Spielverhalten und Spiele bestimmte Titel geändert haben.
Besser wäre das Angebot und die Kosten besser anpassen/senken, um mehr Spieler zu gewinnen. Nicht jeder hat das Geld für heutige Dienstleistungen im vollen Umfang übrig.
Imo sollten Spieler auf Spiele Plattformen ihren Spaß haben und da sollten auch Spiele Plattform Dienstleister mal weniger Gewinn in die eigene Tasche einstreichen.
Geld ist nicht alles auf dieser Welt wichtig...

Joar, allgemeine Kapitalismuskritik in Ehren, aber gerde diese Games, die nicht mal die Schutzgebühr von 100$ zurückbekommen sind sicher NICHT die Haupteinnahmequelle von Valve.

Ihr könnt mich auslachen, aber ich finde die Steam-Politik gelungen und sehr liberal. Die Gebühr verhindert ja gerade mal so, dass nicht wirklich jeder Sch**** released wird der irgendwie compiled. Aber jeder Entwickler hat seine Chance. Was sind denn 100$ Investition im Vergleich zu den zig Arbeitsstunden die in so einem selfmade-Titel versenkt werden? Ist meiner Meinung nach nicht zu viel verlangt.

Klar, die Überschwemmung mit Low-Quality-Titeln kommt mir auch oft übertrieben vor. Aber ich habe eine einfach Lösung gefunden: Einfach diese Spiele ignorieren. Es tut ja nicht weh, wenn sie verfügbar sind, ich bin ja nicht gezwungen sie zu kaufen?

Vielleicht errinert sich der ein oder andre an die Zeit vor dem Steam "Greenlight" Projekt... viele Indie Spiele haben einfach gefehlt. Ich hab es echt gefeiert, als sie die Tür weit für alle Entwickler geöffnet haben :-)
 
Hänno muss einfach sein Format 3 schäbige Spiele auf 30 schäbige Spiele aufblasen und jeden Tag ne Folge bringen. :ka:

Aber im Ernst jetzt - die meisten dieser Nullnummern dürften wirklich absolut schrottig zusammengekleisterter Mist sein der schlichtweg auch nichts wert ist. Schade ists nur um diejenigen, die sich wirklich Mühe geben, viel reinstecken, ein vielleicht sogar ganz gutes Spiel entwickeln und dann mit der Masse an (zunehmend KI-generiertem) Schrott runtergespült werden.
 
Eine "dramatische Lage" herrscht bestenfalls bei der gelegentlich unterirdischen Qualität von PCGH-Überschriften wie dieser. :rollen:

Der Umstand, dass sich der absolute Bodensatz auf Steam praktisch gar nicht verkauft, ist - angesichts eines generellen Überangebots einerseits und eines qualitativ extrem breit gefächerten Angebots andererseits - weder überraschend noch unnormal. Insbesondere ist daran genau null für Steam dramatisch, so lange sich die restlichen Titel gut genug verkaufen, dass der Umsatz stimmt.
 
die Zeiten ändern sich halt radikal. die Leute geben sich nicht so leicht zufrieden. gibt auch sehr viel Auswahl. als ich noch klein war kein Internet etc, habe ich mir immer PCGH Heft nur wegen solche gratis spiele oder demos gekauft und versucht alles zu checken. war unbeschreiblich zufrieden.
Ich glaube wirklich nicht, dass die Menschen so viel wahlerischer geworden sind aber das Angebot ist einfach so extrem groß geworden. Und danke der engines kann heutzutage jeder dulli ohne Sinn für gute Spiele etwas veröffentlichen.... Unter ein paar fantastischen Indies verstecken sich halt auch hunderte wenn nicht gar tausende copycats und reine trashware....
 
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