News Dramatische Lage bei Steam: Tausende Spiele gehen komplett unter

K@%#e, so viele Spiele?! Das ist ja wie mit den Linux-Distros! Da weiß ich auch nicht, was ich auswählen soll ... :fresse:

Ihr könnt mich auslachen, aber ich finde die Steam-Politik gelungen und sehr liberal. Die Gebühr verhindert ja gerade mal so, dass nicht wirklich jeder Sch**** released wird der irgendwie compiled.
"Nicht jeder Sch****"!?! Hallooo? Etwas respektvoller bitte! Also ich werde morgen 'nen Vampire themed Candy Crush rausbringen ... Mitte November bringe ich dann die 'öme'-Version raus! Das wird großartig!! Falls wem also die mainstreamigen erscheinenden AAAA...-Titel zu teuer und buggy wären, diejenigen könnten dann bei mir zuschlagen und für ein paar Euro sich den Frust von der Seele zocken. Die Definitive Editionen enthalten sogar special Treats. Für besonders BloXXXXXXX 2 enttäuschte liegt praktischerweise 'nen Knobi-Bonbon bei :ugly:
 
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Gute Spiele setzen sich meist durch. Ist eher selten, dass sich gute Spiele nicht aus der Masse herausheben können.

Das Problem sehe ich aber nicht bei Steam, sondern übergeordnet. Durch soziale Medien werden heutzutage teils Spiele gehypt, die es eigentlich nicht verdienen und anders herum auch oft Spiele totgeredet, die noch gar nicht veröffentlicht sind... etc. ... Zudem sind von 1000 veröffentlichten Spielen mindesten 990 Schrott. Billigst hingefunzelt mit dem Traum damit Geld zu verdienen. Dabei geben sich Manche mehr und Manche weniger Mühe.

Wird ein gutes Spiel herausgebracht oder ein Trend entsteht, folgen auf dem Fuß zig Clone mit ähnlichem Namen und ähnlichem Aussehen.

Zudem werden in letzter Zeit selbst Topmarken verhunzt (AAA-Spiele mit AAA-Preis). Da sagt man sich als Spieler vielleicht auch "Spiel für 50 € ist schlecht, dann muss das ähnliche Spiel für 10 € ja noch schlechter sein.

Will sagen: 99% der Spiele die untergehen, tun dies zurecht. Wäre schon schlimm wenn die "Entwickler" für solchen Mist auch noch belohnt würden. Ja leider gehen auch mal Perlen unter (aber dass ist in jeder anderen Branche auch so).
 
Ich finde es mittlerweile auch bedenklich das Steam mit der Masse an spielen sich und uns Kunden überfordert. Ich habe das gefühl der Steam Algorithmus schlägt mir zwar dinge aus genres vor, die ich häufig in meiner Biblio habe, aber zu oft Kommen sache, wo ich glaube analog zu Googles Suchergebnisse, das diese finanziel gefördert werden. Anders kann ich mir das nicht erklären das ich ständig vorschläge bekomme von AA oder AAA Titeln die ich vom Genre her nie spielen würde.

Zeitgleich betrübt mich der gedanke, das spiele Perlen bei mir untergehen und ich diese all die Jahre nie gespeilt habe. Stattdessen wird man immer mehr von early access titeln bombardiert die es selten oder nur halbherzig bis zum release schaffen.

Ich tu mehr Zeit bei Streamern verbringen (AldemarHD usw) um potentiell gute Alternativen zu entdecken die mir Steam nie im leben aufzeigen würde.
 
Wenn man länger braucht zu suchen und eine "Perle" unter den "Säuen" zu finden, als das das Spiel dann gespielt wird, wird es schwierig dieser Flut Herr zu werden...und Empfehlungen taugen nicht immer, da die Geschmäcker eben verschieden sind.
Dann greifen die meisten am Ende doch zu bekannten Titeln, mit entsprechendem Marketing und der Anzahl von Bewertungen.
 
Schaut euch mal "3 schäbige Spiele" von Hand of Blood an. Mehr sog i ned.
Die suchen im Vorfeld den allergrößten Mist heraus, weil die Leute darauf klickgeil sind. Ja, der Bodensatz in Steam sieht wahrscheinlich wirklich so aus, aber wenn man sich fünf Minuten in Ruhe hinsetzt, findet man eigentlich relativ schnell für sich spannende Titel, über die (noch) nicht jeder spricht.
 
Die suchen im Vorfeld den allergrößten Mist heraus, weil die Leute darauf klickgeil sind. Ja, der Bodensatz in Steam sieht wahrscheinlich wirklich so aus, aber wenn man sich fünf Minuten in Ruhe hinsetzt, findet man eigentlich relativ schnell für sich spannende Titel, über die (noch) nicht jeder spricht.
Das es gute Spiele gibt, welche wenig Aufmerksamkeit bekommen (Vampire Survivors wurde erst nach Splattercat's Video groß), wird ja niemand bestreiten, aber dass nach den App Stores auf Smartphones inzwischen auch die Stores auf PC und Konsolen mit Massen an Mist überflutet werden, ist eindeutig. Manche Stores sind nur besser als anderen den Müll zu filtern und einem nicht direkt unter die Nase zu reiben.

Wenn man nun von Opfern spricht und dabei die Masse an "Spielen" heran zieht, klingt das so, als wären das alles mit viel Aufwand und Liebe erstellte Titel, die hinten runter fallen. Dabei wird es wohl aber zum Großteil der Ramsch sein.

Traue keiner Statistik, welche du nicht selbst gefälscht hast.
 
Erwartung vs. Realität: Wir werden mit AAA(A)-Produktionen geflutet, die fünf Jahre im Voraus Trailer bekommen, und schauen uns dann ein Spiel eines Solo-Entwicklers an, der mit Mühe und Not ein erstes Gameplay hinbekommen hat und sich darüber freut. Das kann dann nur den Bach runtergehen, oder?

Aber Steam macht es auch nicht leichter. Dort werden bei mir bei den Neuerscheinungen zuerst "Beliebte Neuerscheinungen" gezeigt. Die normalen Neuerscheinungen muss ich erst anklicken. Diese erste Hürde verhindert automatisch schon ersten, wichtigen Umsatz für Indie-Entwickler. Und darunter fallen dann auch mal durchaus bekanntere Leute ^^
 
Wenn man länger braucht zu suchen und eine "Perle" unter den "Säuen" zu finden, als das das Spiel dann gespielt wird, wird es schwierig dieser Flut Herr zu werden...und Empfehlungen taugen nicht immer, da die Geschmäcker eben verschieden sind.
Dann greifen die meisten am Ende doch zu bekannten Titeln, mit entsprechendem Marketing und der Anzahl von Bewertungen.
Das ist denke ich auch das problem. Niemand von uns ( der Arbeitende Teil dieser Gesellschaft ) mag es seine kurze Gamingzeit am Tag in Schrott zu investieren. Darum haben viele auch Schiss dem einen oder anderen Indie eine chance zu geben nur um festzustellen das es verlorene Zeit war.
 
Niemand von uns ( der Arbeitende Teil dieser Gesellschaft ) mag es seine kurze Gamingzeit am Tag in Schrott zu investieren. Darum haben viele auch Schiss dem einen oder anderen Indie eine chance zu geben nur um festzustellen das es verlorene Zeit war.
Stimmt - deswegen warten wir auf die AAA... Produktionen nur um dann nach dem anspielen festzustellen dass es meist genauso verlorene Zeit war - nur für 70 statt 7€.
 
Weiss ja nicht.
Unabhängig von den News: So einen spontanen Grabbeltischkauf bei dem man auf eine Perle trifft, die dann voll zündet, halte ich für zu romantisch.

Das beschränkt sich ja nicht nur auf Steam, sondern hängt im Wesentlichen mit dem Spieler und seiner Auswahl und seinen Interessen zusammen.
Und dazu gibt es halt schon sehr viele schichten.
Schaut mal so in euren Freundeslisten wie divers die Spieleauswahl so ist.

Das reicht ja von „nur Fifa“ bis hin zu „alles was geht“.
Und sehr viele Leute schließen Indie kategorisch aus. Ich nehm es Ihnen auch nicht übel, denn selbst bei vielen verbreiteten Indie Games reichts einfach nicht.
Was ich damit sagen will:
Man muss schon auch selbst wollen und sich damit auseinandersetzen. Reines Marketing ist da nicht das Problem. Ein Überangebot ist es im Grunde genommen auch nicht. Es ist zum Hauptteil schon von der Aktivität des Kunden abhängig.
Ich kann zustimmen, das filtern und suchen schwierig sind.
Aber man behilft sich ja dann mit mehreren Kanälen. Gespräche, Chats, YT,…

Und dabei wird man feststellen, dass die guten Indies gar nicht mal so unbekannt sind.

Ich glaube einfach nicht daran, dass jetzt in diesem Moment, in dem Zombiehaufen von den unter 100$ Spielen auch nur ein „neues Minecraft“ schlummert. Und das seit Tagen, Wochen, Monaten.
 
Ich schaffe es nicht einmal 10% der Spiele zu spielen die ich kenne. :D
Bei der wenigen Zeit die fürs Zocken bleibt, würde mir schon ein Kingdome Come II für das Jahr reichen.
Trotzdem bleibts natürlich nicht nur bei einem Spiel, so das die Liste der unvollendeten stetig länger wird.

Und das x-te Zombiespiel macht mir eben immer noch Spaß, da wird dann auch selten aktiv nach unbekannten Titeln gesucht.
Manchmal schnappt man irgendwo etwas auf, dann schaue ich mir das natürlich auch an.
So bin ich z. B. zu "Everyday wie Fight" gekommen und hatte trotz der seinerzeit vorhandenen bugs meinen Spaß.

Natürlich trifft dieses Schicksal bei dem Überangebot auch immer wieder gute Titel und motivierte Entwickler, ebenso ist aber auch ziemlich sicher viel uninspirierter Mist dabei.

Und die Gefahr das ein Titel der unter dem Radar bleibt dann aufgegeben wird und man mit den Problemen allein gelassen, ist nicht zu unterschätzen.
Wobei das auch bei viel bekannteren immer mal wieder vorkommt.

Wie hätten die sonst, vor 20 Jahren, versucht diese Spiele zu vertreiben? Selbst auf members.tripod.com/komischername0815 ?

So sieht es aus.
Damals wären, bzw. sind vermutlich, die meisten Spiele/Projekte ebenfalls untergegangen, weil es keine deratigen Vertriebswege wie heute gab.

Stimmt - deswegen warten wir auf die AAA... Produktionen nur um dann nach dem anspielen festzustellen dass es meist genauso verlorene Zeit war - nur für 70 statt 7€.

Abgesehen davon ich ich inzwischen eher auf AA Produktionen warte, ist mir sowas seit langem nicht mehr passiert.

Man hat so viel eigene Erfahrung gesammelt in den letzten jahrzehnten was man mag und was nicht und heute auch so viele Möglichkeiten sich vorab Eindrücke zu verschaffen, da sollte das nicht passieren.

Klar, Abstürze etwa kann man nicht vorhersehen, aber miese Animationen oder movement z. B. sieht man ja sogar schon in YT Videos.
Und die Rückgabe ist, je nachdem wo man gekauft hat, auch oft möglich.
 
Zugegeben. Die schiere Maße am Angebot ist erdrückend. Aber spricht keiner den Elefanten im Raum an?

Das hat vor deinem Beitrag ziemlich exakt jeder zweite angesprochen.
Aber offensichtlich übersteigt auch bei Post das Angebot die Nachfrage respektive die Lesebereitschaft.

Und was wenn jeder der Entwickler ein Vermögen in Marketing und Werbung investiert?
Dann wird sich exakt genau GAR NICHTS ändern.

Was soll das bringen? Dann bekommst du vielleicht bei nem Werbebanner statt 10x am Tag irgend ein Spiel eben 10 verschiedene Spiele. Dann bleibt ein Spiel nich 10 Aufrufe lang auf der Steam Startseite für dich eingeblendet, sondern vielleicht nur 1x. Weil jeder soll ja mal drankommen.

Ich bin auch überrascht, wie viel Leute hier mehr Werbung empfehlen. Normalerweise beobachten wir exakt das gegenteilige Feedback, oftmals lautstark. Und um ehrlich zu sein: Ich kann die "so viel Werbung nervt"-Fraktion eher nachvollziehen. Insbesondere Spiele mit überzogenem Marketing haben bei mir sogar schon seit locker einem Jahrzehnt schlechtere Chancen, dass ich sie jemals anrühre. Bei der Masse an Neuerscheinungen siebe ich nämlich so schnell wie möglich aus und wer der Meinung ist, mich schon lange vor Erscheinen mit einer Kampagne zu überziehen, in der überhaupt kein überzeugendes Spiel stecken kann, weil das noch lange nicht fertig ist, hat halt Pech gehabt. Der Pile of Shame ist groß genug und wenn mich die ersten beiden News zu einem Titel nicht flashen, lese ich die dritte gar nicht mehr.
 
Ich bin nicht für mehr Werbung per se, aber wenn ein Spiel nichtmal 100USD brutto eingenommen hat, liegt eventuell ein fehlendes Marketing zu Grunde. Das heißt ja nicht unbedingt nur Werbung, aber auchbei influencer ein lets try zu bezahlen oder auf Spielemessen sich sichtbar machen. Marketing ist ja nicht nur Website Werbung die nervt.
 
"Spielemessen"? Selbst ein minimaler Gamescom-Auftritt ist, mit allem Drumherum, mindestens ein vier-, mit internationaler Anreise schnell ein fünfstelliges Unterfangen. Die Werbewirkung kann umgekehrt sehr bescheiden ausfallen – es mögen sich mal alle melden, die auf der Gamescom jeden Stand besucht und dabei jedes Game bewusst wahrgenommen haben, sodass ihnen selbst die kleinste Indieperle aufgefallen wäre, anstatt einfach einen Gang weiter daran vorbeizulaufen.

Reichweitenstarke Influencer sollen sich für ihren "unabhängigen Content" ebenfalls sehr gut bezahlen lassen. Bin in der Software-Szene nicht drin; mag also sein, dass die viel billiger sind. Aber bei der globalen Creme de la Creme im Bereich Hardware kostete ein Regalfach im niemals scharf gestellten Hintergrund vor einigen Jahren wohl >>1.000 US-Dollar. Pro Video versteht sich und ohne Garantie, dass die Kamera mehr als einmal darüber schwenkt, ohne dass Objekte/Personen im Vordergrund die Sicht verdecken. Auch im deutlich reichweitenärmeren, deutschsprachigen Raum gibt es mehrere Influencer, denen Hardware-Hersteller vierstellige Summen zahlen [müssen], ehe ihr Produkt Thema eines Videos wird.
 
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Das heißt ja nicht unbedingt nur Werbung, aber auchbei influencer ein lets try zu bezahlen oder auf Spielemessen sich sichtbar machen.

Ich behaupte einfach mal, das die 100$ schon zu überschreiten wären, wenn der/die Entwickler selbst lets plays ect. erstellen und auf YT einstellen.
Da besteht zumindest mal eine Chance das sich die Infos über den Titel verbreiten.
Und das kostet nicht einmal etwas.
 
Ich behaupte einfach mal, das die 100$ schon zu überschreiten wären, wenn der/die Entwickler selbst lets plays ect. erstellen und auf YT einstellen.
Da besteht zumindest mal eine Chance das sich die Infos über den Titel verbreiten.
Und das kostet nicht einmal etwas.
Mir fehlt die Fantasie mir vorzustellen, was das bringen soll, wenn ein dev auf youtube sein eigenes Spiel spielt.

Warum sollte der auf meiner Startseite landen?
Warum sollte ich mir das Video dann anschauen?

Völlig unabhängig davon, dass ich mir keine Let‘s Play von Spielen anschaue, die ich noch gar nicht selbst durchgespielt habe.


Da kann man sich noch soviel Marketing Tricks ausdenken. Fakt ist, dass jeder von uns sein eigenes Budget an Aufmerksamkeit für sowas hat. Dann muss man auch noch die Aufmerksamkeit auf Indies lenken wollen. Und wenn man selbst dann über eins stößt, müsste man bereit sein Geld dafür auszugeben.

Das sind Hürden, die kann man mit einem Banner nicht überwinden.

Erfolgsversprechender ist wenn dann noch, dass die devs immer eine Demo für ihr Spiel anbieten. Dann hätte man wenigstens eine Hürde aufgeweicht.
 
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