Hmm, ne Gamingmaus für 1 Euro klingt verdammt verlockend, aber die geposteten Bilder heilen mich dann doch von jeder Verlockung. Sowas kommt mir nicht auf den Tisch. Hätte dabei sogar fast Angst, dass es mir irgendwann den USB-Port grillt.
Ansonsten werden an eine Gaming-Maus ja auch bestimmte Anforderungen gestellt. In Sachen Sensor und Switches wird da nicht viel zu holen sein, das geht bei dem Preis einfach nicht. Alleine ein ADNS-3310 mit Omron-Switches dürfte den Preis locker verzehnfachen, wenn dabei noch sowas wie Gewinn rum kommen soll. Auch wenn ich natürlich zustimme, dass viele Gaming-Mäuse absolut überteuert sein dürften. Aber dass z.B. Castor, Deathadder oder G502 für < 10 Euro gehen sollen, glaube ich nicht.
Selber nutze ich zweitere - die Deathadder. Nicht, weil ich Razer toll finde oder andere Mäuse wesentlich schlechter verarbeitet wären - im Gegenteil, das Ding ist schon recht klapprig beim Umsetzen. Aber das ist leider der einzige Bolide, der mir auch bei längeren Gaming-Sessons nicht in der Hand weh tut. Egal wie toll die Castor z.B. verarbeitet ist - habe sie selber hier - sie tut ab der ersten Sekunde der Nutzung in der Hand weh. Nach 15 Minuten kommt es spätestens zum Krampf und das wars dann mit dem entspannten Gedaddel. Einzige Alternative sind die Zowie-Mäuse, aber da vermisse ich jegliche Anpassungsmöglichkeiten.
Zowie dürfte sicher deutlich günstiger noch Gewinn einfahren, da ist ja Uralt-Technik mit oft nicht gerade hochwertiger Verarbeitung (ich denke da an den Test hier im Forum, wo mehrere Mäuse entweder defekt oder mit Materialfehlern ankamen), wo wirklich nur Switches und Sensor Preistreiber sein dürften, Entwicklung kann ich da nicht entdecken. Insbesondere da schlicht ein Design aufgekauft wurde - meines Wissens ein Entwurf einer Deathadder. Würde es eine EC1-A mit anpassbarer DPI (mehr will ich garnicht) gäbe: Sofort gekauft, niemals eine angenehmere Maus in der Hand gehabt, da jucken mich die Nachteile nicht mehr... Aber letztendlich entscheidet für mich die Form der Maus über Kauf oder Nichtkauf. Meine nächste Maus würde wohl ne G502, da die auch sehr angenehm ist und hoffentlich kein Geklapper dabei auftritt.
Lange rede kurzer Sinn: Das Ding sieht so kantig aus, dass ich mir nicht vorstellen würde, damit angenehm spielen zu können. Genauer zu sein bekomme ich schon einen Mausarm, wenn ich mir die Fotos länger als 2 Minuten anschaue. Bereits da ist die Maus für mich gelaufen: Selbst wenn ich statt 1 Euro zu zahlen 100 für die regelmäßige Nutzung bekommen würde, sie würde nicht auf meinen Schreibtisch wandern, da ich - gemessen an meinen Problemen mit vielen Mäusen - wohl durchaus ein Kandidat für einen Mausarm bin, wenn ich da nicht strikt nach Ergonomie entscheide.
Aber einen Geheimtipp habe ich trotzdem für euch, denn es gibt nicht nur 1 Euro Mäuse. Was sagt ihr von 12 Euro In-Ears, die bei 100-200 Euro Boliden in Haptik und Klang mitspielen? ->
**-ATE
Auch wenn es bei deinem Post nicht um ein Eingabegerät ging: Danke für diesen Geheimtipp. Ich suchte lange nach guten In-Ears für Sport, die sicherer im Ohr sitzen als mein Superlux, weil mir mein Shure SE215 einfach zu schade ist, um vielleicht eine Beschädigung zu riskieren und daher nur bei "gemütlicheren" Außeneinsätzen genutzt wird. Diese In-Ears kommen
fast an den Klang der Shure ran. Aber halt leider auch nur fast. Die oft geposteten Rezensionen, laut denen die **-ATE Marken In-Ears von 200 Euro aufwärts ausspielt, kann ich für mich nicht ganz bestätigen. Aber man bekommt echt verdammt viel für das Geld geboten.
Als Aufsätze nutze ich übrigens gemoddete Spark Pluks von Moldex, bei denen es sich eigentlich um Schaumstoff-Lärmschutz handelt. Gekürzt und gelocht sind die Dinger top - und somit umgehe ich das Risiko, dass die Silikon-Aufsätze vielleicht doch gesundheitlich bedenklich sind.
Bevor jemand lacht: Das ist in der Hi-Fi Szene gar nicht so unüblich. Während ich für 5 paare hochwertiger Schaumstoff-Foamies bei Shure und Konsorten 15 - 25 Euro bezahle, bekomme ich bei Moldex 200 Paar (!) von den Stöpseln, die auch für den Einsatz im Ohr bestimmt sind. Zudem kann ich sie individuell nach Länge und Dicke anpassen und sie klingen genial. Zudem kann ich die Dinger noch im eigentlichen Anwendungszweck nutzen - was mit Foamies nicht geht.

Funktioniert natürlich auch wunderbar mit anderen Marken und Sorten.