Der "Naturwissenschaften" Thread

Siehe auch
... als Teilaspekt eines sich analog irdischer Evolution des Lebens verhaltenden Universums, das du beschreibst. Oder so. :P

Verfechter des anthropischen Prinzips weisen darauf hin, dass das Universum dermaßen fein darauf abgestimmt erscheint, die Existenz von Leben, wie wir es kennen, zu ermöglichen, und dass – würde auch nur eine der grundlegenden physikalischen Konstanten von ihrem Wert abweichen – dieses Leben nicht möglich wäre. Es wurden Arbeiten verfasst, die die Ansicht vertreten, das anthropische Prinzip sei in der Lage, physikalische Konstanten wie die Feinstrukturkonstante, die Anzahl der Dimensionen des Universums und die kosmologische Konstante zu erklären. Die Verfechter stellen heraus, dass diese Konstanten keine »offensichtlichen« Werte besitzen. Das Universum, das wir beobachten, muss für die Entwicklung intelligenten Lebens geeignet sein, denn andernfalls könnten wir nicht hier sein und es beobachten. Ob diese Feinabstimmung und damit das anthropische Prinzip wirklich notwendig zur Erklärung des Lebens ist, ist allerdings umstritten. Gegner argumentieren, dass diese Feinabstimmung nur notwendig sei, wenn man annimmt, dass mit Bewusstsein ausgestattetes Leben nur so, wie wir es kennen, möglich ist. Lässt man diese bisher nicht begründbare Beschränkung fallen, wäre demnach auch die Feinabstimmung nicht notwendig.
Quelle
 
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Warum ist nicht Nichts ?

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Ist schon i.w..seltsam....Es hat bum gemacht und unser Universum ist entstanden...durchr reinen Zufall haben sich all die Naturkäfte so entwickelt wie wir sie kennen.

Das ist halt auch wieder der typische Survivorship Bias.
Wäre irgendwas anders gewesen, dann könnten wir uns heute keine Gedanken darüber machen.
Vielleicht war es auch vorher in Abertrillionen Fällen anders, wo nichts draus entstanden ist.
 
Ja, sehr schön. Wenn auch optisch eine Strafe, "Alpha" aufm 65-Zöller zu gucken. Wie hier soeben geschehen, weil ich schon liege. :D

Den jungen Lesch zu sehen, lässt mich wehmütig an Hoimar von Ditfurth denken, dessen "Querschnitt"-Sendungen im ZDF mir als Kind die Naturwissenschaft nahe gebracht haben. Fast alle seiner Bücher wurden in der Folgezeit gelesen, stehen immer noch im Regal, und obwohl ich sie seit vielen Jahren nur noch abstaube, betrachte ich sie weiterhin als kostbare Schätze. Mein persönlicher Welterklärer, posthum danke. :kuss:
 
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Vielleicht war es auch vorher in Abertrillionen Fällen anders, wo nichts draus entstanden ist.
Oder viel besseres. Vielleicht ist unser Universum ja die Kloake, die nur uns paar erbärmlich übelriechende Bakterien hervorzubringen wusste. Und der richtig geile Scheiß war schon oder kommt noch. Oder findet gerade statt, um die Ecke, nächste Straße. (Um auf eine gewisse, sicher unbeabsichtigte Anthropozentrik im zitierten Satz hinzuweisen. :D)
 
Meins auch.

Aber ich habe mal den @emp1 markiert. Der ist ja Physiker. Vielleicht kann er hier Klarheit reinbringen. ;)
@ShirKhan hat eigentlich alles Essenzielle dazu geschrieben. :)

Nur soweit philosophisches (klar von einem Physiker):
Ohne die Dimension Zeit gäbe es das alles nicht - räumliche Ausdehnung, Bewegung, Leben passiert nur, wenn der Faktor Zeit eine Rolle spielt. Dennoch können wir Zeit nur messen, mathematisch beschreiben, erleben, verstehen sie aber rein physikalisch überhaupt nicht.
Evtl. liegt hier das Urgeheimnis von Allem.
 
@ShirKhan hat eigentlich alles Essenzielle dazu geschrieben. :)
Achso. Dann ist ein markieren deiner Person hier im Thread unerwünscht? Dann lasse ich das zukünftig. ;)
Nur soweit philosophisches (klar von einem Physiker):
Ohne die Dimension Zeit gäbe es das alles nicht - räumliche Ausdehnung, Bewegung, Leben passiert nur, wenn der Faktor Zeit eine Rolle spielt. Dennoch können wir Zeit nur messen, mathematisch beschreiben, erleben, verstehen sie aber rein physikalisch überhaupt nicht.
Evtl. liegt hier das Urgeheimnis von Allem.
Die Frage war eher ob es möglich ist ob es einen unendlich großen Zeitraum gibt.

Bzw ob das Universum sich unendlich lange ausdehnen könnte?:ka:

Threshold hat das verneint.
 
Achso. Dann ist ein markieren deiner Person hier im Thread unerwünscht? Dann lasse ich das zukünftig. ;)
Quatsch, wollte nur sagen, dass ich auch nicht mehr Substantielles dazu beitragen kann. :)
Die Frage war eher ob es möglich ist ob es einen unendlich großen Zeitraum gibt.

Bzw ob das Universum sich unendlich lange ausdehnen könnte?:ka:

Threshold hat das verneint.
Physik trifft auf Mathe.
Von Matheseite her gibt es dazu Szenarien, sogar ganz schön viele.
Von der aktuellen Physik eher nicht.
 
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Physik trifft auf Mathe.
Von Matheseite her gibt es dazu Szenarien, sogar ganz schön viele.
Von der aktuellen Physik eher nicht.
Also von meinem Verständnis spricht doch im Moment alles dafür.
Da die Raumexpansionsgeschwindigkeit stetig zunimmt.
Und es scheinbar kein abremsen gibt.
Die Frage ist auch ob es irgendwann ein absolutes Vakuum gibt?
Was passiert mit der Energie?
Kann man endliche Energie auf einen unendlich großen Raum verteilen?
Oder ist die Energie auch unendlich?

Oder ist dann nur noch die "abstoßende" Energie vorhanden?
Welche für die Expansion verantwortlich ist?
 
Ohne die Dimension Zeit gäbe es das alles nicht - räumliche Ausdehnung, Bewegung, Leben passiert nur, wenn der Faktor Zeit eine Rolle spielt. Dennoch können wir Zeit nur messen, mathematisch beschreiben, erleben, verstehen sie aber rein physikalisch überhaupt nicht.
Interessant, trifft genau mein Gefühl. Von all den Unvorstellbarkeiten, die hier gestreift werden, kann ich "Zeit" am wenigsten greifen. Weder die ganz großen noch die ganz kleinen Dinge betreffen unsere Alltagserfahrung. Trotzdem scheint es leichter zu fallen, über Multiversen und Quantenschaum nachzudenken, als über Zeit, die uns vom ersten bis zum letzten Moment unmittelbar begleitet. Etwas skurril ist das schon, denn evolutionsbiologisch ist das Menschenhirn ja nicht auf Erkenntnis getrimmt, sondern aufs Zurechtfinden in seiner unmittelbaren Umgebung. Das Verständnis von der Zeit scheint davon ausgenommen.
 
Naja, wir können schon Zeiträume erfassen und haben ein Verständnis von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Auch können wir Zeit einschätzen.
Ohne das könnte wir nichts koordinieren.
Auch Tiere können das.

Schwer wird es bei sehr großen Zeiträumen und Unendlichkeit.

Edit: Ohne Zeitverständnis könnten wir auch keine Kausalzusammenhänge verstehen.

Und ohne die richtige zeitliche Einschätzung sprich "Timings" würde es auf den Straßen deutlich mehr Unfälle geben.

Edit2: Interessant ist auch, dass einen die Zeit, umso älter man wird, vorkommt als würde sie schneller vergehen.

Dafür gibt es eine psychologische Erklärung: es wird mehr herausgefiltert an Details und Reizen vom Tag.
Dadurch schrumpfen die gefühlten Zeiträume. Klingt für mich plausibel.
 
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Naja, wir können schon Zeiträume erfassen und haben ein Verständnis von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
Auch können wir Zeit abschätzen.
Ohne das könnte wir nichts koordinieren.

Du hast recht, im Rahmen der Erfordernisse unseres unmittelbaren Erlebens können wir mit Zeit umgehen. Sobald es um Zeiträume oder -intervalle in dezimalen Größenordnungen größer oder kleiner geht, versagt die Vorstellungskraft. Von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft haben wir eher ein Bild, eine vage Idee, würde ich sagen. Nicht ein Verständnis.

Auch Tiere können das.

Die anderen Tiere, meinst du? Wir können es besser als Katzen, die können es besser als Vögel, die können es besser als Würmer. Die Reihe ließe sich theoretisch auch in die andere Richtung fortsetzen, was die Hoffnung stärkt, dass Zeit sich von entsprechend ausgestatteten Gehirnen prinzipiell verstehen ließe. Die gibt's hier aber nicht.
 
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Du hast recht, wo unsere unmittelbare Erlebenserfahrung den Umgang mit Zeit erfordert, können wir mit ihr umgehen. Sobald es um Zeiträume oder -intervalle in dezimalen Größenordnungen größer oder kleiner geht, versagt die Vorstellungskraft. Von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft haben wir eher ein Bild, eine vage Idee, würde ich sagen. Nicht ein Verständnis.
Wenn wir kein Verständnis davon hätten, könnten wir keinen Rückschlüsse ziehen oder Vorhersagen machen.
Die anderen Tiere, meinst du? Wir können es besser als Katzen, die können es besser als Vögel, die können es besser als Würmer.
Vögel können das auch sehr gut. Sonst könnten sie z.B. nicht auf einen Ast landen oder jagen. ;)
 
Vögel können das auch sehr gut. Sonst könnten sie z.B. nicht auf einen Ast landen oder jagen. ;)

Der Vogel sieht sich wahrscheinlich sogar mit dem zu erbeutenden Wurm im Schnabel am Nest ankommen und dort die hungrigen Schnäbel stopfen. Er erinnert sich auch daran, wo das Nest ist. Der Wurm von gestern und der von morgen spielt aber schon keine Rolle mehr. Da seine Spezies nicht erfahrungsbasiert *, sondern rein instinktiv handelt, gibt es keine Überlebensnotwendigkeit für Planung oder Erinnerung.

* Die Werkzeugnutzung einiger Arten mal außen vor gelassen, da bin ich gerade nicht sicher.

Dein Nachbar fährt vorsichtig, weil er schon mal einen Unfall gebaut hat, und er plant seine Argumentation für die Gehaltsverhandlung mit dem Chef. Das ist ein ziemlicher Sprung zum Vogelzeitverständnis. Die Unterschiede sind aber graduell, nicht prinzipiell. Das Konzept Zeit verstehen beide nicht.

Wir brauchen entweder noch eine Menge Zeit [:D] für weitere biologische Evolution (findet die beim Menschen noch statt?) oder mal wieder ein Genie. Womit wir wieder am Anfang der Debatte stünden. :)
 
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Der Vogel sieht sich wahrscheinlich sogar mit dem zu erbeutenden Wurm im Schnabel am Nest ankommen und dort die hungrigen Schnäbel stopfen. Er erinnert sich auch daran, wo das Nest ist. Der Wurm von gestern und der von morgen spielt aber schon keine Rolle mehr. Da seine Spezies nicht erfahrungsbasiert *, sondern rein instinktiv handelt, gibt es keine Überlebensnotwendigkeit für Planung oder Erinnerung.

* Die Werkzeugnutzung einiger Arten mal außen vor gelassen, da bin ich gerade nicht sicher.

Dein Nachbar fährt vorsichtig, weil er schon mal einen Unfall gebaut hat, und er plant seine Argumentation für die Gehaltsverhandlung mit dem Chef. Das ist ein ziemlicher Sprung zum Vogelzeitverständnis. Die Unterschiede sind aber graduell, nicht prinzipiell. Das Konzept Zeit verstehen beide nicht.

Wir brauchen entweder noch eine Menge Zeit [:D] für weitere biologische Evolution (findet die beim Menschen noch statt?) oder mal wieder ein Genie. Womit wir wieder am Anfang der Debatte stünden. :)
Unterschätze Vögel nicht. Die können sehr wohl auch planen.

Manche Raben legen z.B. Nüsse auf die Straße und lassen Autos drüber fahren. Und nutzen die sozusagen als Nussknacker. Es gibt aber auch noch zahlreiche andere Beispiele.

Und das Gedächtnis von Vögeln ist auch sehr gut. Die Meisen hier bei uns im Garten wissen noch genau wo die Meisenknödel vom letzten Winter gehangen haben.

Die intelligentesten Vögel können es locker mit Primaten aufnehmen. Und schaffen ähnliche kognitive Leistungen wie Kleinkinder.
 
Ja Zeit ist schon eine vertrackte Sache.

Vllt. gibt es Zeit als physikalische Komponente auch gar nicht, sondern ist nur unsere Interpretation von Kausalität.

Dann würde es so etwas wie Zeit am Ende des Universums einfach gar nicht mehr geben, zumindest nicht falls das Universum nicht zyklisch ist.
 
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