Der "Naturwissenschaften" Thread

Eben, was soll man dann aber daraus schlussfolgern ?
Vielleicht das die Übergänge fließend sind. Wie du schon geschrieben hast.
Nur, wenn eine GUT die Quantentheorie widerlegen würde, oder? Dann wäre die m. E. aber nicht "unified". Sonst gilt:
Ist nur die Frage ob es dann im Makrokosmos auch echte Zufälle gibt?
Ach, du meinst in absoluten Zahlen? Das stimmt natürlich. =) Fünfmal so viele Dumme aber auch, gefühlt mehr. :lol:
Ja es gibt mehr dumme aber auch mehr intelligente Menschen. :D
 
Ist nur die Frage ob es dann im Makrokosmos auch echte Zufälle gibt?
Du bist immer noch beim Laplace'schen Determinismus. Das ist Newton-Physik. Hier wurde genannt, was im Wesentlichen von einer GUT verlangt wird. Eine solche Theorie wird nicht nach Mikro- und Makrokosmos unterscheiden müssen. Genau diese Unvereinbarkeit soll sie ja aufheben.
 
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Das würde bedeuten dass Materie auch subatomaren Regeln gehorcht, sprich sogar ein ganzer Planet könnte unscharf sein sofern keiner hin schaut/interaggiert ?

Du bist immer noch beim Laplace'schen Determinismus. Hier wurde genannt, worauf es bei einer GUT i. W. ankommt. Auch wird eine solche Theorie nicht nach Mikro- und Makrokosmos unterscheiden müssen. Genau diese Unvereinbarkeit soll sie ja aufheben.
Da bin ich überfragt.:ka:

Aber vielleicht kann @emp1 ja mal was dazu schreiben.
 
Prinzipiell ist (soweit ich weiß) die momentane Annahme das alles den quantenmechanischen regeln folgt ( Gravitation bzw große Skalen jetzt mal ausgeklammert wegen dem offensichtlich Problem das es eben keine gut gibt bisher).

Die Newton'sche Gesetze sind einfach nur ein Grenzfall der Quantenmechanik die für Objekte in unserem Alltag hinreichend genau ist.

D.h. im Grunde gehorcht jedes Objekt, egal wie groß, den Regeln der QM.

Das "Problem" bei größeren Objekten ist vereinfacht gesagt nur das sie halt aus sehr vielen Elementarteilchen bestehen die alle miteinander und mit ihrer Umwelt wechselwirken.

Diese Wechselwirkung zerstört im Grunde ständig die Kohärenz und man kann entsprechend keinen Doppelspalt Versuch etc. mit Katzen machen.

Theoretisch ist die Wahrscheinlichkeit dafür das man das machen könnte aber nicht 0. Und genauso könnte es passieren das man durch eine Wand tunnelt wenn man es nur oft genug probiert.

Experimente die Quantenmechanischen Effekte mit größeren Objekten (Moleküle) zeigen erfordern daher z.b. sehr tiefe Temperaturen, einfach um die Wechselwirkungen zu unterdrücken. Ist bei Quanten Computern ja ähnlich, da hat man das selbe Problem, eben den Zerfall des QM Zustands durch ungewollte Wechselwirkungen.

TLDR: Es gibt keinen Übergang von QM zu Newton, sondern alles ist QM, Newton approximiert nur hinreichend für den Alltag.
 
Irgendwie kann ich mir schwer die Quantenwelt vorstellen.
Und erst Recht das die überall Gültigkeit hat.
Wir können Raumschiffe ins All und Sonden irgendwo hinschicken und die Bahnen vorhersagen.
Oder den Zustand unsere Sonne in 5 Milliarden Jahren vorhersagen.
Dabei scheinen Zufälle doch kaum eine Rolle zu spielen.
Wenn alles deterministisch wäre, könnte man auch alles vorhersagen.
Wenn man alle Parameter kennen würde.
Nur bräuchte man dafür unendlich Rechenpower und Energie.
 
Topp erklärt, danke!


Wieso nicht, mit der Giftkiste hat das doch auch geklappt? :D
Weiß gar nicht ob da jetzt mal wer nachgeschaut hat :p
Irgendwie kann ich mir schwer die Quantenwelt vorstellen.
Und erst Recht das die überall Gültigkeit hat.
Wir können Raumschiffe ins All und Sonden irgendwo hinschicken und die Bahnen vorhersagen.
Oder den Zustand unsere Sonne in 5 Milliarden Jahren vorhersagen.
Dabei scheinen Zufälle doch kaum eine Rolle zu spielen.
Wenn alles deterministisch wäre, könnte man auch alles vorhersagen.
Wenn man alle Parameter kennen würde.
Nur bräuchte man dafür unendlich Rechenpower und Energie.
Ob das Universum deterministisch ist oder nicht ist durchaus eine offene Frage d.h. ob genug Rechenleistung und vollständiges physikalisches wissen reichen würde.

Falls man es schafft die QM auf kosmische Skalen zu erweitern sieht's mit Determinismus aber eher schlecht aus, falls ^^

Im Grunde ist das mit dem Zufall aber makroskopisch gar kein so großes Problem. Stell dir einfach vor alles ist zufällig nur ist die Wahrscheinlichkeit das die Billiard Kugel sich nicht deterministisch verhält so gering das man unendlich lang warten müsste das es passiert -> man hat einfach eine sehr scharfe Wahrscheinlichkeitsverteilung um den Mittelwert. Der Mittelwert ist einfach das was Newton sagt.

Und das mit den Bahnen von Sonden ist auch nicht präzise und analytisch fix, sondern auch nur numerisch bestimmbar bis zu einer gewissen Präzision, das ja im Grunde das three Body Problem.

Oder du stellst dir gezinkte Würfel Würfe vor bei denen zb die 3 sehr wahrscheinlich ist.

Bei jedem wurf ist es immer noch Zufall welche Zahl du wirfst. Wenn du ne Million Würfel wirfst haben am Ende trotzdem fast alle eine 3 -> Endzustand ist dann halt 3, egal ob's ein paar andere Zahlen gibt.
 
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Musste gerade noch mal über Wissenschaft, insbesbesondere theoretische Physik "damals und heute" nachdenken. Ein entscheidender Unterschied ist vielleicht dieser:

In der Antike wusste man, dass ein Schiff am Ende des Meeres über den Rand der Erdscheibe stürzt. Zu Galileos Zeiten wusste man, dass alle anderen Himmelskörper sich um die Erde drehen. Der Leiter des US-Patentamts 1899 wusste, dass alles erfunden war, was es zu erfinden gibt und wollte die Hütte deshalb zuschließen. Und bis Einstein wusste man, dass Newtons Physik vollständig die Welt und das Universum erklärt (auch wenn die vermaledeite Merkurbahn das nicht einsehen wollte).

Seit der Quantentheorie haben Physiker, auch ihr heutigen, einen Vorteil gegenüber ihren wissenschaftlichen Vorfahren: Im Gegensatz zu ihnen wisst ihr, das eure Erklärungsmodelle unvollständig sind. Der vermeintliche wissenschaftliche Stillstand (besser: das Ausbleiben eines Durchbruchs, nach dem aktiv gesucht wird) zieht sich wahrscheinlich vor allem aufgrund dieses Bewusstseins scheinbar endlos hin. Der Vorteil aber bleibt. Das sollte euch eher Mut machen als zu frustrieren.

Spekulation: Womöglich fehlt es gar nicht an klugen oder sogar genialen Köpfen. Vielleicht ist die Erkenntnissuche an einem Punkt angelangt, an dem sie so komplex und schwierig geworden ist, dass "wir" einfach eine Zeitlang brauchen, um den nächsten Schritt zu schaffen. Was sind schon ein paar Jahrzehnte, wenn man den Blick in der Menschheitsgeschichte zurück wandern lässt? Wir sind es nur nicht mehr gewohnt, geduldig zu sein. :)
 
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Damit wirst du wohl Recht haben. Nur eine kleine Korrektur: Zur Zeit von Galileo Galilei hätte eigentlich schon das heliozentrische Weltbild bekannt gewesen sein müssen. Weil Nikolaus Kopernikus vor ihm gelebt hat.

Eigentlich gab es 3 große Revolutionen des physikalischen Weltbildes:

1.) Die Beschreibung des heliozentrischen Weltbildes

2.) Die Relativitätstheorie

3.) Die Quantenmechanik

2 und 3 fast zeitgleich.
 
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Es gibt noch deutlich mehr Erkenntnisse die unser Weltbild deutlich verändert haben z.b. die Entdeckung/ das Verständnis von EM Wellen und damit das Ende der Äther Theorie, oder generell die Entdeckung der Elementarteilchen.
 
Zur Zeit von Galileo Galilei hätte eigentlich schon das heliozentrische Weltbild bekannt gewesen sein müssen. Weil Nikolaus Kopernikus vor ihm gelebt hat.
Ja, danke. Galileo beobachtete wohl erstmals die Bewegung der Jupitermonde und lieferte so einen Nachweis für Kopernikus' Voraussagen. Für den Gedanken, den ich oben teilen wollte, ist das ohne Belang.
 
Es gibt noch deutlich mehr Erkenntnisse die unser Weltbild deutlich verändert haben z.b. die Entdeckung/ das Verständnis von EM Wellen und damit das Ende der Äther Theorie, oder generell die Entdeckung der Elementarteilchen.
Wobei man schon recht früh in der Menscheitsgeschichte von ausging dass alles sich aus kleinsten Bausteinen zusammensetzt. Ohne sie zu sehen ging man von aus dass es sie dennoch geben muss.
 
Wobei man schon recht früh in der Menscheitsgeschichte von ausging dass alles sich aus kleinsten Bausteinen zusammensetzt. Ohne sie zu sehen ging man von aus dass es sie dennoch geben muss.
Ja. Einige griechische Philosophen gingen bereits davon aus.
Aber der Nachweis kam erst viel später. Weil die technischen Möglichkeiten dann erst vorhanden waren.
 
Wobei man schon recht früh in der Menscheitsgeschichte von ausging dass alles sich aus kleinsten Bausteinen zusammensetzt. Ohne sie zu sehen ging man von aus dass es sie dennoch geben muss.
Die Grundidee ist natürlich nicht neu und auch irgendwie nahe liegend.

Schließlich muss ich nur irgendwas kaputt werfen und seh direkt das ich einzelne Teile bekomme. Wird mit Beschleunigern ja quasi auch immer noch gemacht :p

Ging mir eher um die tatsächliche Entdeckung als die bloße Idee.

Aber interessant ist es trotzdem was es insb. in der Antike aber auch abseits der "westlichen" Welt damals schon an Erkenntnissen gab.

Leider zwischendrin viel verloren gegangen.

Gibt ja auch immer wieder Überlegungen welche fundamentale Idee man einer folgenden Zivilisation hinterlassen sollte, wenn man nur einen einzelnen Satz zur Verfügung hat.

Und da ist in vielen Überlegungen die Information das so etwas wie Atome/Protonen/Neutronen etc. existieren oft weit oben, einfach weil man davon ausgehend bzw. durch die Erforschung Ihrer Eigenschaften bereits einen Großteil unseres momentanen Verständnisses rekonstruieren kann und dabei Zwangsläufig auf z.B. die QM stößt.
 
Angeblich konnte man das Doppelspalt-Experiment auch schon auf Molekülgröße durchführen.
Der Welle Teilchen Dualismus ist auch in der Quantenphysik beendet, sobald es Wechselwirkungen gibt und das ist der Grund, wieso es den Tunneleffekt gibt, man selbst aber nicht durch eine Wand gehen kann.

Oder den Zustand unsere Sonne in 5 Milliarden Jahren vorhersagen.
Nö, können wir nicht. Wie wissen, dass ein Stern, wie die Sonne, rund 10 Milliarden Jahre alt wird und dass sie sich zum roten Riesen aufblasen wird. Aber niemand kann genau vorhersagen, wie groß sie wirklich wird, wie viel Kohlenstoff erzeugt wird und wie lange es dauern wird, bis sie als weißer Zwerg abgekühlt ist.
 
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