Das ist eine Frage der Kosten. Man kann ein 100% sicheres Atomkraftwerk bauen, aber niemand finanziert das.
Genauso kann man ausfallsichere Sonden bauen aber niemand bezahlt die
Natürlich kann man das Szenario kreieren, dass man sich sicher ist, dass es auf einem Exoplaneten Leben gibt (in welcher Form lasse ich mal offen) und der gesamte Planet beschließt, alles Ressourcen, die man hat, aufzubringen um Sonden zu bauen und auf die Reise zu schicken. Um Redundant genug zu sein, baust du 100.000 Sonden, da die berechnete Wahrscheinlichkeit aufgezeigt hat, dass eine Sonde nach ein paar Jahren ausfallen wird. Hast du genug Sonden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass zumindest ein paar ankommen (unabhängig davon welche Antriebsform oder Energieversorgung die Sonden haben).
Das wäre ein Szenario.
Aber wäre die Erde bereit alle Ressourcen, die sie haben, um das umzusetzen und mehrere 100.000 Jahre auf ein Ergebnis zu warten? Wer ist nach so langer Zeit noch da? Erinnert man sich überhaupt noch daran? Hat man die Technologie noch, um die Nachrichten zu verarbeiten?
(versuch heute mal ein Laufwerk eines C64 aufzutreiben und die Daten am PC auszulesen. Und das sind nicht mal 40 Jahre)
Ich glaube, du denkst in diesem Punkt zu komplex zu perfekt...
Stell dir doch mal vor, wir würden "in Steinwurfnähe", meinethalben im Umkreis von 10 LJ tatsächlich mit dem James Webb oder mit dem Nachfolger in 30 Jahren einen Gesteinsbrocken in der habitablen Zone aufspüren und die Signaturen würden zeigen, dass sowohl Sauerstoff , Stickstoff und CO2 in der Atmosphäre wären.
Da in der Vergangenheit auch auf der Erde CO2 Konzentrationen von 6-9% vorhanden waren (Grenze Perm/Trias 7000ppm im Vergleich zu heute: 400 ppm), muss das nicht zwangsläufig auf eine technische Zivilisation hindeuten.
Aber die Chance besteht.
Jetzt haben wir also in 5 oder 50 Jahren die Entscheidung, uns still zu verhalten und nur zu horchen oder proaktiv mit ein paar Sonden (nicht tausende, wer soll das bezahlen und nur ein winziger Teil der Menschen auf der Erde wäre auch bereit dazu, es zu bezahlen) den Exoplaneten zu erforschen.
Vielleicht stehen wir sogar vor einer kritischen Phase und haben bis dahin weder ein 2° noch ein 5° Ziel auch nur annähernd erreicht.
Wie viel ist es uns das Wert?
Denken Aliens ebenso darüber nach?
Selbst wenn es uns gut gehen würde, gibts immer ein paar Freaks, die zumindest für eine symbolische Aktion von 2-3 Sonden die Kohle zusammenkratzen, in der Hoffnung, dass unsere Nachfahren Wissen erlangen, dass diese evtl. gebrauchen können.
Bei angenommenen 10 LJ Entfernung, würde man eine Rückmeldung nach minimal 200 Jahren (0,5% LG wäre derzeit maximale theoretisch erzielbare Vmax bei einer chem. Rakete, die aus der Erdumlaufbahn gestartet werden würde, sagt Ulrich Walter, nicht ich) und ca. 70.000 Jahre (Voyager 1+2 speed)
Wir können Sonden bauen, die das Sonnensystem erkunden können, weil wir wissen, was hier ist. Aber wissen wir auch, was woanders für Bedingungen herrschen? Reicht ja schon, wenn man ein fremdes Sonnensystem kreuzen muss, dessen Stern plötzlich einen Ausbruch hat, der die Sonden zerstört.
Ich glaube nicht, dass wir jemals weiter als 5-20 LJ kommen werden.
Dass dann zwischen Ziel und uns ein weiteres Sonnensystem wäre, halte ich jetzt mal für eher unwahrscheinlich.
Das wäre ein Szenario, wenn wir mehrere hundert LJ einen Roboter fliegen lassen sollten.
Aber der wäre dann so lange unterwegs, dass es völlig Schnuppe wäre.
Oder du baust redundante Systeme, die sich selbst reparieren können. Komponenten können durch 3D Druck erstellt werden.
Zum, Bleistift
Aber du brauchst immer noch ein Navigationssystem. Du brauchst eine Sonde und ein Antriebssystem. Beide sind unabhängig, aber Energie brauchst du immer.
Wozu?
Einmal auf Kurs in Richtung anders System, bedarf es kaum mehr Kurskorrekturen.
Dat Ding fliegt einfach gerade aus.
Sich mit Knüppeln die Köpfe einschlagen, nachdem ein Nuklearer Krieg die Zivilisation praktisch ausgelöscht hat?
Yo, mei, ich habe es nicht so mit Horrorszenarien. Berufsoptimist.
Such bitte weiter. Klingt interessant.
noch dabei, ärgert mich gerade.
Mich stört das "aktiviert". Warum sollte sie sich aktivieren? Wer aktiviert sie? Nach welchen Kriterien wird sie aktiviert? Was ist, wenn der Aktiviert Button kaputt ist?
Zeitschaltuhr?
Kriterium wäre errechnete Flugzeit.
Da rein eine winzige Ladung Uran von vielleicht 5 Gramm, um so ne Zeitschaltuhr 100.000 Jahre ticken zu lassen.
im Notfall montiert man eben alles 2 oder 3fach.
Swing by Manöver erfordern perfekte Berechnungen. Wie willst du garantieren, dass der Computer der Sonde das in 10.000 Jahren hinkriegt, weil er einen blauen Riesenstern als Beschleunigung nutzen will?
Wie oben erwähnt, gehe ich vom relativen Nahbereich aus und rechne nicht mit einem Swing-by-Manöver um z. B. Sirius herum...
Wäre auch doof, weil im Umkreis um den 10 LJ nix ist.
Ich weiß nicht, ob künstlche Intelligenz jemals Fähigkeiten eines menschlichen Gehirns erreichen kann.
Braucht es auch nicht.
Klar, der Weltraum ist unfassbar leer. Auch der Wagen von Elon Musk wird noch lange herumschwirren. Aber die Raumsonden haben irgendwann keine Energie und keinen Treibstoff mehr. Sie können von einem Planten eingefangen werden und dort abstürzen, bzw. in der Atmosphäre verglühen.
Denk an den Kometen, auf den Jupiter gestürtzrt ist.
Ich sehe lediglich beim Approach im fremden System Schwierigkeiten.
die Sonde wird alle daten aus der Fernbeobachtung haben.
Aber ob es da extensive Asteroidengürtel gibt oder noch nicht entdeckte Planeten oder die Bahndaten der entdeckten Planeten sind falsch...
Das alles muss dann der Roboter lösen.
Dafür wurde ja das Mistding gebaut.
Direkter Kontakt ist gut. Man muss nur aufpassen, dass die Technologie nicht ausgeschlachtet wird.
Ist doch hier nicht anders. Das außerirdische Raumschiff, das bei Roswell abgestürzt ist, wird auch heute noch ausgeschlachtet. Woher sonst kommen die schnellen technischen Fortschritte seit denn50er Jahren.
Du meinst die Teflonpfanne, die Atombombe und das Smartphone?
Yo, alles zusammen völlig überflüssig, braucht kein Mensch - doofe Aliens.
Absolut. Die Erkenntnis, dass es dort draußen andere Lebewesen gibt, die ihren Kindern vielleicht die gleichen Geschichten von Liebe, Glaube, Vertrauen und Hoffnung erzählen, wie wir, wäre nicht in Worte zu fassen.
Ich rechne, dass sie in Sonden kommen und freundlich sind.
Ich hoffe nur, dass bei uns kein Krieg entsteht, weil jeder die Alientechnologie haben will.

Bei mir haben sie immer Sonden in den Hintern geschoben.
Seit dem leuchte ich, wenn ich aufm Klo war.
War nur telepathischer Kontakt, bei mir leuchtet nix.
Aber aus meiner Stirn wächst ein Fühler... und nein, es ist KEIN großes Barthaar.
Das ist wie mit der Eroberung Nordamerikas durch europäische Einwanderer. Die haben alles getötet, was ihnen in die Quere kam
Und die waren nur ein wenig technologisch überlegen.
Eine so fortschrittliche Zivilisation würde uns vielleicht nicht mal als gleichwertig ansehen.
Wir töten ja Wale zum Spaß oder aus anderen sinnfreien Gründen, töten unsere nächsten Verwandten, Orang Utans und verkaufen sie als Haustier oder versklaven sie,
Der Mensch kann ein großes Arschloch sein und das gilt auch für Außerirdische.
Auch hier: positiv denken
Alles oben Beschriebene macht der Mensch auch mit seiner Art .
Sprich, soziologsich sind die Meisten von uns noch in der Steinzeit.
Ich gehe davon aus, dass solch gewaltiger technologische Fortschritt auch nur einhergehen kann, wenn die entsprechenden sozialen Grundstrukturen in einer Gesellschaft vorhanden sind.
Aliens mit solcher Techno sind uns mental wie sozial in allen Belangen überlegen.
Sei werden uns evtl. wie banale Säugetiere betrachten und sich lieber mit Walen unterhalten - shit happens
Ja, und die Sonden schlachten wir aus.
Vorausgesetzt, du hast eine Haarklammer wie McGuyver
Je komplexer das Lebewesen, desto komplexer die sozialen Beziehungen.
Ameisen sind nur deswegen erfolgreich, wie Bienen auch, dass alle Geschwister sind.
Der Mensch, bzw. alle Menschenaffen interagieren miteinander. Sie haben Beziehungen untereinander. Der Mensch ist auch deswegen so erfolgreich, weil er sich die Arbeit teil. Weil er anderen hilft. Kein Lebewesen auf der Erde ist so sozial wie der Mensch. Kein Lebewesen erzieht seine Kinder so lange wie der Mensch, einzig der Orang Utan kann da etwas mithalten. Dort kümmert sich die Mutter knapp 10 Jahre um den Nachwuchs.
Oh, lies dich mal in das Sozialleben von Ameisen ein - du wirst überrascht sein.
Da ist die menschliche Spezies eher primitiv unterwegs.
Richtig ist, dass kranke und nicht mehr produktive Individuen rigoros entsorgt werden - genau das ist mein Punkt.
Ameisen sind sozial zur Arterhaltung und scheren sich per se nicht um das Individuum.
Aber - das war ja ein Beispiel, weil ich kein anderes habe.
Eine art Kollektivlebewesen könnte sich viel komplexer entwickelt haben und dennoch hochaggressiv gegenüber dem Umwelt verhalten.
Da meine ich mit Gefahr.
Klingt doof,
@RyzA hat scherzhaft die Borg ins Spiel gebracht. Warum auch nicht...?
Was genau hätte die Erde ohne echtem Spock und Kirk einem Borgwürfel entgegen zu bringen?
Schätze, nicht all zu viel...