Anders als Prof. Walter, glaube ich, dass es auch ausserdirdisches Leben in unserer Milchstraße gibt.
Ich hatte zum Ulrich Walter ja über meine externe Tätigkeit bei der TUM 2-3 mal Kontakt.
Und natürlich haben wir uns in einer größeren Runde von Interessierten auch darüber mal unterhalten.
Er kann ja die Frage kaum mehr hören.
Seine primäre Argumentation über das in der Talkshow hinaus ist ja prinzipiell die des Fermi-Paradoxons:
Wenn es die innerhalb unserer Galaxis geben würde/gegeben hätte, hätten diese uns schon längst besucht und zwar auf die unfreundliche Art.
In seiner Gedankenwelt gibt es keinen anderen Grund, die Ressourcen aufzuwenden um zu anderen Systemen zu fliegen als jener, dass zusätzlicher Lebensraum für die Alien-Rasse organisiert wird.
Er trifft aber mit dieser Argumentation mehrere Annahmen, die dann eher mit "Glauben" denn mit "Wissen" zusammenhängen:
1. Seiner Ansicht nach, gibt es in der Milchstraße nur extrem wenig Planeten, mit ähnlich lebensfreundlichen Umweltbedingungen wie auf der Erde
2. Alienrassen würden sich invasiv ausbreiten, wenn es sie denn gäbe.
Auf meine Gegenargumentation hatte er nicht all zu viel zu erwidern, dass es vielleicht vor 250 Mio. Jahren über mehrere hunderttausend Jahren eine Alien-Hochzivilisation hätte geben können oder dass es in 50 Mio. Jahren mal eine geben wird.
Also, dass der Faktor Zeit hier auch eine Rolle spielt.
Er präzisierte dann in jener Runde, das er nicht glaubt, dass es zeitgleich mit uns eine Zivilisation in der Milchstraße gibt.
Na ja, wenn nur eine in 20.000 LJ entfernt auf gleichem technologischen Stand wie wir sind, werden wir gegenseitig erst in 20.000 Jahren voneinander erfahren - so einfach ist das.
Dass wir aber schon Besucher hatten - also Pyramiden, Nazca usw., glaube ich auch nicht.